Das Wirtschaftsjahr 2020: Folge 15

Markus Litpher: „Wir planen hohe Investitionen in den Klimaschutz"

Wie sehen Wirtschaftslenker aus Bayerisch-Schwaben das Wirtschaftsjahr 2020? Dr. Markus Litpher, Vorstandsmitglied bei der Lechwerke AG, erzählt, was aus seiner Sicht eine wichtige Rolle spielen wird und wo noch ungenutztes Potenzial liegt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie ist Ihre Prognose für das Wirtschaftsjahr 2020 bezogen auf Bayerisch-Schwaben?

Dr. Markus Litpher: 2019 stand der Klimaschutz in Politik und Gesellschaft viel im Mittelpunkt. Das wird mit Sicherheit auch 2020 so bleiben. Damit wir die klimapolitischen Ziele erreichen, müssen die erneuerbaren Energien konsequent ausgebaut werden. Erfreulicherweise nimmt dies bei uns in der Region wieder Fahrt auf. Bei Photovoltaik-Anlagen sehen wir deutlich höhere Zuwachsraten als noch vor einigen Jahren. Und es gibt in Bayerisch-Schwaben immer noch großes Potenzial: Analysen des Energieatlas Bayern zeigen beispielsweise, dass auf den bayerisch-schwäbischen Hausdächern etwa das Doppelte an Leistung technisch möglich wäre.

In diesem Zusammenhang wird sicher auch interessant, welche Wirkung das Klimapaket der Bundesregierung entfaltet. Dieses enthält aus unserer Sicht gute Ansätze, wird insgesamt aber voraussichtlich nicht zu der Dynamik führen, die für die Klimaziele 2030 erforderlich wäre. Dringend notwendig ist die Aufhebung des Solardeckels für Photovoltaik, damit die Erneuerbaren auch in der Region weiter zulegen können.

Künftig wird es auch immer wichtiger, den hier erzeugten Strom vor Ort sinnvoll zu nutzen. Gerade im Wärme- und Verkehrsbereich ist noch Luft nach oben. Positiv ist: Die Bundesregierung setzt in ihrem Klimapaket auch auf die Elektromobilität. Das verleiht der Technologie hoffentlich neuen Schwung für 2020.

Wie stellt sich Ihr Unternehmen für 2020 auf?

Wir werden auch 2020 die Energiewende in der Region weiter vorantreiben. Konkret heißt das: Wir werden die erneuerbaren Energien ausbauen, indem wir weitere PV-Anlagen auf Dächern und Freiflächen in Betrieb nehmen. Außerdem planen wir wieder hohe Investitionen in unser Stromverteilnetz – denn ein gut ausgebautes, leistungsfähiges Netz ist das Rückgrat eines dezentralen Energiesystems. Und damit auch wichtige Voraussetzung für mehr erneuerbare Energie und mehr Klimaschutz.

Außerdem erschließen wir die Vorteile des dezentralen, grünen Energiesystems: Lastmanagement, effiziente und smarte Energielösungen oder die optimale Vermarktung selbst erzeugter Energie. Wir wollen und werden das Energieunternehmen sein, das Menschen ermöglicht, ihre Energie überall zu nutzen. Es kommt darauf an, die Unternehmen, Kommunen und die Bürger der Region auf dem Weg in die Energiezukunft mitzunehmen. Bei all dem hilft uns auch die Digitalisierung. Sie ist Schlüsselfaktor der dezentralen Energiewende, weil sie viele neue Lösungen erst möglich macht. Wir treiben deshalb signifikante technologische Entwicklungen weiter voran, allen voran den Breitbandausbau. Denn eine schnelle, funktionierende Internetverbindung ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und bringt uns Lebensqualität. Wir setzen hier voll und ganz auf Glasfaser – die einzig wirklich zukunftssichere Technologie.

Wie blicken Sie ganz persönlich aufs Jahr 2020?

Viele Menschen sind nicht nur bereit, für Klimaschutz auf die Straße zu gehen, sondern auch bereit etwas zu ändern und die eigenen Verhaltensweisen anzupassen. Wir tragen Verantwortung für eine sichere, nachhaltige Energieversorgung, für das Klima und die Menschen in der Region. Davor habe ich großen Respekt.

Gleichzeitig ist es für mich persönlich eine große Freude, die Energiewende in der Region mit gestalten zu dürfen und zu können – mit all den Herausforderungen aber auch Chancen, die damit verbunden sind. Ich freue mich, auch im kommenden Jahr gemeinsam mit der Mannschaft bei LEW, mit unseren Kunden und Partnern neue Projekte anzupacken.

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Dr. Markus Litpher: 2019 stand der Klimaschutz in Politik und Gesellschaft viel im Mittelpunkt. Das wird mit Sicherheit auch 2020 so bleiben. Damit wir die klimapolitischen Ziele erreichen, müssen die erneuerbaren Energien konsequent ausgebaut werden. Erfreulicherweise nimmt dies bei uns in der Region wieder Fahrt auf. Bei Photovoltaik-Anlagen sehen wir deutlich höhere Zuwachsraten als noch vor einigen Jahren. Und es gibt in Bayerisch-Schwaben immer noch großes Potenzial: Analysen des Energieatlas Bayern zeigen beispielsweise, dass auf den bayerisch-schwäbischen Hausdächern etwa das Doppelte an Leistung technisch möglich wäre.

In diesem Zusammenhang wird sicher auch interessant, welche Wirkung das Klimapaket der Bundesregierung entfaltet. Dieses enthält aus unserer Sicht gute Ansätze, wird insgesamt aber voraussichtlich nicht zu der Dynamik führen, die für die Klimaziele 2030 erforderlich wäre. Dringend notwendig ist die Aufhebung des Solardeckels für Photovoltaik, damit die Erneuerbaren auch in der Region weiter zulegen können.

Künftig wird es auch immer wichtiger, den hier erzeugten Strom vor Ort sinnvoll zu nutzen. Gerade im Wärme- und Verkehrsbereich ist noch Luft nach oben. Positiv ist: Die Bundesregierung setzt in ihrem Klimapaket auch auf die Elektromobilität. Das verleiht der Technologie hoffentlich neuen Schwung für 2020.

Wie stellt sich Ihr Unternehmen für 2020 auf?

Wir werden auch 2020 die Energiewende in der Region weiter vorantreiben. Konkret heißt das: Wir werden die erneuerbaren Energien ausbauen, indem wir weitere PV-Anlagen auf Dächern und Freiflächen in Betrieb nehmen. Außerdem planen wir wieder hohe Investitionen in unser Stromverteilnetz – denn ein gut ausgebautes, leistungsfähiges Netz ist das Rückgrat eines dezentralen Energiesystems. Und damit auch wichtige Voraussetzung für mehr erneuerbare Energie und mehr Klimaschutz.

Außerdem erschließen wir die Vorteile des dezentralen, grünen Energiesystems: Lastmanagement, effiziente und smarte Energielösungen oder die optimale Vermarktung selbst erzeugter Energie. Wir wollen und werden das Energieunternehmen sein, das Menschen ermöglicht, ihre Energie überall zu nutzen. Es kommt darauf an, die Unternehmen, Kommunen und die Bürger der Region auf dem Weg in die Energiezukunft mitzunehmen. Bei all dem hilft uns auch die Digitalisierung. Sie ist Schlüsselfaktor der dezentralen Energiewende, weil sie viele neue Lösungen erst möglich macht. Wir treiben deshalb signifikante technologische Entwicklungen weiter voran, allen voran den Breitbandausbau. Denn eine schnelle, funktionierende Internetverbindung ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und bringt uns Lebensqualität. Wir setzen hier voll und ganz auf Glasfaser – die einzig wirklich zukunftssichere Technologie.

Wie blicken Sie ganz persönlich aufs Jahr 2020?

Viele Menschen sind nicht nur bereit, für Klimaschutz auf die Straße zu gehen, sondern auch bereit etwas zu ändern und die eigenen Verhaltensweisen anzupassen. Wir tragen Verantwortung für eine sichere, nachhaltige Energieversorgung, für das Klima und die Menschen in der Region. Davor habe ich großen Respekt.

Gleichzeitig ist es für mich persönlich eine große Freude, die Energiewende in der Region mit gestalten zu dürfen und zu können – mit all den Herausforderungen aber auch Chancen, die damit verbunden sind. Ich freue mich, auch im kommenden Jahr gemeinsam mit der Mannschaft bei LEW, mit unseren Kunden und Partnern neue Projekte anzupacken.

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