Umfrage zum Kundenkontakt während Corona, Folge 16

HR-Team bei LEW: Wenn der persönliche Kontakt wegfällt

Wir haben bei Unternehmen in Bayerisch-Schwaben nachgefragt, wie sie während Corona mit ihren Kunden in Kontakt bleiben. Sebastian Haggenmüller, Personalleiter bei der LEW-Gruppe, berichtet aus der HR-Praxis: Wenn Dinge, die bisher nur persönlich funktionierten, auf einmal digital ablaufen müssen.

Das entscheidende Bewerbungsgespräch, die Begrüßung neuer Mitarbeiter am ersten Arbeitstag, Workshops im Team – manche Dinge im HR-Bereich waren bisher für uns trotz aller digitalen Möglichkeiten nur im persönlichen Kontakt denkbar. Durch die Corona-Krise mussten wir von einem Tag auf den anderen umdenken und einen Großteil unserer Prozesse auf digital umstellen. Spannend war insbesondere die Umstellung im Kopf, denn durch Corona waren wir gezwungen, den Kontakt zu unseren Kunden, in unserem Fall also Bewerber und Mitarbeiter, neu zu gestalten.

Recruiting und Personalentwicklung komplett online

Im Recruiting lief während der ersten, akuten Corona-Zeit im Frühjahr der gesamte Kontakt mit Bewerbern über Skype, vom ersten Kennenlernen bis zum finalen Gespräch. Auch beim Onboarding mussten wir vorübergehend auf eine digitale Zwischenlösung setzen: Neue Kollegen wurden über die Microsoft-Plattform Teams und einer von uns persönlich besprochenen PowerPoint-Präsentation im Unternehmen begrüßt. Im Bereich der Personalentwicklung fanden nicht mehr nur vereinzelt Seminare und Workshops virtuell statt, sondern das komplette Angebot lief nun online. Dabei wurden E-Learnings über SAP SuccessFactors zur Verfügung gestellt und absolviert. Über Skype und Teams hielten wir Online-Trainings ab. Zusätzlich setzten wir mit der Weiterbildungsplattform Masterplan ein erfolgreiches Pilotprojekt um: Hier können Mitarbeiter auf Inhalte für digitale Weiterbildung und lebenslanges dynamisches Lernen mit Fokus auf die digitale Transformation zugreifen.

Für die Zukunft mitnehmen

Insgesamt lief die technische Umstellung auf den virtuellen Kontakt einwandfrei. Innerhalb kürzester Zeit konnten über 1.000 Kollegen aus dem Homeoffice arbeiten – hier haben unsere Kollegen aus der IT einen tollen Job gemacht. Aber dennoch war dies nicht nur für uns HR-ler, sondern genauso für Führungskräfte und Mitarbeiter ein großer Schritt. Eine Begrüßung per PowerPoint, ganz ohne Händeschütteln – bisher undenkbar. Gerade Workshops leben ja auch vom Miteinander und der Dynamik in der Gruppe. Aber: Dank digitaler Tools wie Skype oder Teams konnten wir die Corona-Krise gut meistern, „mussten“ Neues ausprobieren und haben davon einiges für die Zukunft mitgenommen. Genauso haben wir aber auch gesehen, dass vieles, was wir machen, gut ist, wie es ist. Denn ob es zwischenmenschlich passt, lässt sich nach wie vor am besten im persönlichen Gespräch, im direkten Kontakt, herausfinden.

Stärken des persönlichen Austauschs bleiben

Mein Fazit: Wir haben vieles ausprobiert, waren sehr agil unterwegs und konnten unsere Themen weiterhin erfolgreich bearbeiten – die Umstellung im laufenden Betrieb haben wir gestemmt. Kulturell waren die letzten Monate eine echte Bereicherung: Mut, Dinge ausprobieren, Kreativität und schnelles Handeln waren gefragt. Wir haben Prozesse optimiert und digitaler gestaltet. Trotzdem ist nicht alles, was digital funktioniert, immer auch der bessere Weg. Denn ein persönlicher Austausch ist und bleibt ein persönlicher Austausch.

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Das entscheidende Bewerbungsgespräch, die Begrüßung neuer Mitarbeiter am ersten Arbeitstag, Workshops im Team – manche Dinge im HR-Bereich waren bisher für uns trotz aller digitalen Möglichkeiten nur im persönlichen Kontakt denkbar. Durch die Corona-Krise mussten wir von einem Tag auf den anderen umdenken und einen Großteil unserer Prozesse auf digital umstellen. Spannend war insbesondere die Umstellung im Kopf, denn durch Corona waren wir gezwungen, den Kontakt zu unseren Kunden, in unserem Fall also Bewerber und Mitarbeiter, neu zu gestalten.

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Im Recruiting lief während der ersten, akuten Corona-Zeit im Frühjahr der gesamte Kontakt mit Bewerbern über Skype, vom ersten Kennenlernen bis zum finalen Gespräch. Auch beim Onboarding mussten wir vorübergehend auf eine digitale Zwischenlösung setzen: Neue Kollegen wurden über die Microsoft-Plattform Teams und einer von uns persönlich besprochenen PowerPoint-Präsentation im Unternehmen begrüßt. Im Bereich der Personalentwicklung fanden nicht mehr nur vereinzelt Seminare und Workshops virtuell statt, sondern das komplette Angebot lief nun online. Dabei wurden E-Learnings über SAP SuccessFactors zur Verfügung gestellt und absolviert. Über Skype und Teams hielten wir Online-Trainings ab. Zusätzlich setzten wir mit der Weiterbildungsplattform Masterplan ein erfolgreiches Pilotprojekt um: Hier können Mitarbeiter auf Inhalte für digitale Weiterbildung und lebenslanges dynamisches Lernen mit Fokus auf die digitale Transformation zugreifen.

Für die Zukunft mitnehmen

Insgesamt lief die technische Umstellung auf den virtuellen Kontakt einwandfrei. Innerhalb kürzester Zeit konnten über 1.000 Kollegen aus dem Homeoffice arbeiten – hier haben unsere Kollegen aus der IT einen tollen Job gemacht. Aber dennoch war dies nicht nur für uns HR-ler, sondern genauso für Führungskräfte und Mitarbeiter ein großer Schritt. Eine Begrüßung per PowerPoint, ganz ohne Händeschütteln – bisher undenkbar. Gerade Workshops leben ja auch vom Miteinander und der Dynamik in der Gruppe. Aber: Dank digitaler Tools wie Skype oder Teams konnten wir die Corona-Krise gut meistern, „mussten“ Neues ausprobieren und haben davon einiges für die Zukunft mitgenommen. Genauso haben wir aber auch gesehen, dass vieles, was wir machen, gut ist, wie es ist. Denn ob es zwischenmenschlich passt, lässt sich nach wie vor am besten im persönlichen Gespräch, im direkten Kontakt, herausfinden.

Stärken des persönlichen Austauschs bleiben

Mein Fazit: Wir haben vieles ausprobiert, waren sehr agil unterwegs und konnten unsere Themen weiterhin erfolgreich bearbeiten – die Umstellung im laufenden Betrieb haben wir gestemmt. Kulturell waren die letzten Monate eine echte Bereicherung: Mut, Dinge ausprobieren, Kreativität und schnelles Handeln waren gefragt. Wir haben Prozesse optimiert und digitaler gestaltet. Trotzdem ist nicht alles, was digital funktioniert, immer auch der bessere Weg. Denn ein persönlicher Austausch ist und bleibt ein persönlicher Austausch.

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