START-UP

Planstack: „Ein langer Weg, auf den wir uns freuen“

Start-up sein bedeutet, viel Zeit in sein eigenes Projekt und seine Idee zu investieren und nicht aufzugeben, auch wenn es mal den einen oder anderen Rückschlag gibt, weiß Linda Mayr, Mitgründerin von Planstack.

Das Team will Baustellen digitalisieren und steckt mitten in der Gründungsphase. ­Dabei sind die jungen Unternehmer ­weiterhin noch stark mit der Hochschule Augsburg verbunden, die Planstack immer unterstützt hat.

Wie wird Planstack die Welt verändern?

Linda Mayr: Mit Planstack werden wir nach und nach immer mehr Prozesse der Baustelle digitalisieren und optimieren. Das passiert beispielsweise durch Automatisierung einzelner Abläufe oder den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, den Bauprozess als Ganzes zu betrachten und Bau­unternehmen so zu unterstützen, damit sie sich auf die eigentliche Sache, das Bauen, konzentrieren können.

Bau und IT – ist das eine gute Branchen-Kombination zum Gründen?

Mayr: Das Bauwesen ist gerade im Wandel. Die digitale Baustelle steht vor der Tür und dafür werden viele neue innovative Lösungen gebraucht. Schon heute werden Baustellen mit Drohnen vermessen, Bauteile mit 3-D-Druckern gefertigt und alle gesammelten Daten in der Cloud geteilt. Damit im PropTech- oder ConTech-Bereich Fuß gefasst werden kann, wird sowohl technisches als auch bauliches Know-how benötigt. Mit der richtigen Idee ist die Kombination perfekt.

Was ist das Beste an der Gründungsphase?

Mayr: Man entwickelt sich selbst ständig weiter und lernt jeden Tag etwas Neues hinzu. Sei es, dass man sich etwas selbst beibringt oder sich in eine neue Thematik einliest, mit der man sich zuvor noch nie beschäftigt hat, oder eine Entscheidung, die man trifft. Man bleibt nie stehen, sondern ist sozusagen immer in Bewegung und will etwas im eigenen Projekt und Unternehmen voranbringen.

Woher weiß man, ob man gründen sollte?

Mayr: Ich denke, am Ende ist eher die Frage, ob man sich traut. Sobald die Idee steht, ist es sehr hilfreich, gleich mal mit Außenstehenden darüber zu diskutieren. Beispielsweise mit Freunden, anderen Gründern oder potenziellen Kunden. So bekommt man auch die Schwachstellen oder zusätzliche Stärken heraus. Ganz wichtig an der Stelle auch, sich nicht von einzelnen Kritiken entmutigen zu lassen, sondern auf diese Antworten entwickeln. Wenn man von der Idee überzeugt ist, diese durchdacht und sich auch mit der Frage der zukünftigen Finanzierung auseinandergesetzt hat, sollte man auf jeden Fall den Schritt wagen.

Was war der beste Rat, den ihr erhalten habt?

Mayr: Es gab nicht wirklich den „besten Rat“. Wir bekamen über die Zeit viele gute Ratschläge, von vielen erfahrenen Personen, welche uns deutlich weitergebracht haben. Aber ich denke, besonders in der Anfangsphase war die Bestärkung, dass die Idee Potenzial hat und wir uns tatsächlich trauen sollen, für uns besonders wichtig.

Wie und wo hat euch die Hochschule auf dem Weg ins Unternehmertum unterstützen können?

Mayr: In der Hochschule Augsburg konnten wir unsere Idee nach und nach weiterentwickeln. Sascha, mein Mitgründer, und ich waren damals in der Gründersprechstunde und wurden bestärkt, die Idee weiter zu verfolgen. Zu diesem Zeitpunkt wurde das „Inkubator-Programm“ von HSA_digit etabliert und wir wurden als erstes Team für digitale Gründungen aufgenommen. Dadurch erhielten wir viel Unterstützung, wie beispielsweise bei der Ausarbeitung unseres Businessplans für die Antragsstellung des EXIST-Gründerstipendiums.

Wie hat euch das EXIST-Gründerstipendium geholfen?

Mayr: Da wir früh in Kontakt mit Start-ups aus der Hochschule Augsburg, wie Not Yet Visible oder Conntac, kamen, wurden wir hierüber auch erstmals auf das Gründerstipendium aufmerksam. Das Stipendium passt optimal für unser Vorhaben und den Ideenstand. Dadurch konnten wir uns ein komplettes Jahr auf Planstack konzentrieren, eine Anwendung entwickeln, diese mit ersten Kunden abstimmen und testen, aber auch interne Prozesse und Strukturen aufbauen.

Eure Software ist ja noch in der Beta-Phase …

Mayr: Planstack wird derzeit in ersten Projekten und mit Kunden innerhalb der Beta-Phase ausgiebig getestet. Dabei ist für uns ein enger Austausch sehr wichtig, um die Anwendung stetig zu verbessern und optimal auf die unterschiedlichen Bedürfnisse anzupassen.

Wie seid ihr heute mit der Hochschule Augsburg verbunden?

Mayr: Wir besuchen Meetups und werden gelegentlich in Kurse eingeladen, um über unsere Gründungserfahrungen zu erzählen oder Fragen über das EXIST-Stipendium zu beantworten. Der Austausch ist da und es freut uns auch sehr, weiteren Gründungsbegeisterten und Interessierten in der Ideenphase weiterhelfen zu können.

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Das Team will Baustellen digitalisieren und steckt mitten in der Gründungsphase. ­Dabei sind die jungen Unternehmer ­weiterhin noch stark mit der Hochschule Augsburg verbunden, die Planstack immer unterstützt hat.

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Mayr: Das Bauwesen ist gerade im Wandel. Die digitale Baustelle steht vor der Tür und dafür werden viele neue innovative Lösungen gebraucht. Schon heute werden Baustellen mit Drohnen vermessen, Bauteile mit 3-D-Druckern gefertigt und alle gesammelten Daten in der Cloud geteilt. Damit im PropTech- oder ConTech-Bereich Fuß gefasst werden kann, wird sowohl technisches als auch bauliches Know-how benötigt. Mit der richtigen Idee ist die Kombination perfekt.

Was ist das Beste an der Gründungsphase?

Mayr: Man entwickelt sich selbst ständig weiter und lernt jeden Tag etwas Neues hinzu. Sei es, dass man sich etwas selbst beibringt oder sich in eine neue Thematik einliest, mit der man sich zuvor noch nie beschäftigt hat, oder eine Entscheidung, die man trifft. Man bleibt nie stehen, sondern ist sozusagen immer in Bewegung und will etwas im eigenen Projekt und Unternehmen voranbringen.

Woher weiß man, ob man gründen sollte?

Mayr: Ich denke, am Ende ist eher die Frage, ob man sich traut. Sobald die Idee steht, ist es sehr hilfreich, gleich mal mit Außenstehenden darüber zu diskutieren. Beispielsweise mit Freunden, anderen Gründern oder potenziellen Kunden. So bekommt man auch die Schwachstellen oder zusätzliche Stärken heraus. Ganz wichtig an der Stelle auch, sich nicht von einzelnen Kritiken entmutigen zu lassen, sondern auf diese Antworten entwickeln. Wenn man von der Idee überzeugt ist, diese durchdacht und sich auch mit der Frage der zukünftigen Finanzierung auseinandergesetzt hat, sollte man auf jeden Fall den Schritt wagen.

Was war der beste Rat, den ihr erhalten habt?

Mayr: Es gab nicht wirklich den „besten Rat“. Wir bekamen über die Zeit viele gute Ratschläge, von vielen erfahrenen Personen, welche uns deutlich weitergebracht haben. Aber ich denke, besonders in der Anfangsphase war die Bestärkung, dass die Idee Potenzial hat und wir uns tatsächlich trauen sollen, für uns besonders wichtig.

Wie und wo hat euch die Hochschule auf dem Weg ins Unternehmertum unterstützen können?

Mayr: In der Hochschule Augsburg konnten wir unsere Idee nach und nach weiterentwickeln. Sascha, mein Mitgründer, und ich waren damals in der Gründersprechstunde und wurden bestärkt, die Idee weiter zu verfolgen. Zu diesem Zeitpunkt wurde das „Inkubator-Programm“ von HSA_digit etabliert und wir wurden als erstes Team für digitale Gründungen aufgenommen. Dadurch erhielten wir viel Unterstützung, wie beispielsweise bei der Ausarbeitung unseres Businessplans für die Antragsstellung des EXIST-Gründerstipendiums.

Wie hat euch das EXIST-Gründerstipendium geholfen?

Mayr: Da wir früh in Kontakt mit Start-ups aus der Hochschule Augsburg, wie Not Yet Visible oder Conntac, kamen, wurden wir hierüber auch erstmals auf das Gründerstipendium aufmerksam. Das Stipendium passt optimal für unser Vorhaben und den Ideenstand. Dadurch konnten wir uns ein komplettes Jahr auf Planstack konzentrieren, eine Anwendung entwickeln, diese mit ersten Kunden abstimmen und testen, aber auch interne Prozesse und Strukturen aufbauen.

Eure Software ist ja noch in der Beta-Phase …

Mayr: Planstack wird derzeit in ersten Projekten und mit Kunden innerhalb der Beta-Phase ausgiebig getestet. Dabei ist für uns ein enger Austausch sehr wichtig, um die Anwendung stetig zu verbessern und optimal auf die unterschiedlichen Bedürfnisse anzupassen.

Wie seid ihr heute mit der Hochschule Augsburg verbunden?

Mayr: Wir besuchen Meetups und werden gelegentlich in Kurse eingeladen, um über unsere Gründungserfahrungen zu erzählen oder Fragen über das EXIST-Stipendium zu beantworten. Der Austausch ist da und es freut uns auch sehr, weiteren Gründungsbegeisterten und Interessierten in der Ideenphase weiterhelfen zu können.

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