Hightech-Frage, Folge 27

„Was qualifiziert den 3D-Druck als ‚Hightech‘, Herr Ladewig?“

ExOne Geschäftsführer Roland Ladewig. Foto: ExOne
Was genau ist 3D-Druck eigentlich und was zeichnet ihn als Hochtechnologie aus? Wir haben bei ExOne-Geschäftsführer Roland Ladewig nachgefragt.

„Was qualifiziert den 3D-Druck aus Ihrer Sicht als ‚Hightech‘, Herr Ladewig?“

Ganz sachlich ausgedrückt: 3D-Druck als Technologie ist für sich genommen die Umsetzung unterschiedlicher bekannter Fähigkeiten und Lösungen. Diese werden kombiniert und eine Bewegung zu einem Vorgang hinzugefügt, der ein dreidimensionales Ergebnis liefert. Bei dem Geschaffenen handelt es sich um etwas, das vorher bildlich, aber nicht unbedingt physisch herstellbar war. Dies ist technisch hochgradig, also „Hightech“.

Wie so viele Dinge hat sich der 3D-Druck mittlerweile in all seinen Facetten als Hochtechnologie etabliert. Sie ermöglicht im Besonderen Additive Fertigung und bildet eine Brückentechnologie in der Fertigung. Diese schafft nun Freiheiten, die zuvor so nicht möglich waren. Bewährtes kann neu gedacht und unter anderen Gesichtspunkten angewandt werden. Das betrifft nicht nur die Erzeugung eines Produktes, wie im Metalldruck, beispielsweise durch Binder-Jetting oder Formdruck.

Die Technologie erlaubt, dass Produkte sofort verfügbar sein können, ganz nach Bedarfen. Gleichzeitig bietet der 3D-Druck eine „nahezu“ unendliche Lebenzyklus-Verlängerung von Gegenständen. Ersatzteile können direkt nachgebaut werden durch das sogenannte Reverse Engineering. Vieles das in tradierten Ansätzen zu kompliziert, zu teuer, zu aufwendig war, kann heute durch den Einsatz der Hightech-3D-Drucker neu gedacht und umgesetzt werden.

Im Profil: ExOne ist in der Additiv-Herstellung führendes Technologieunternehmen. Diese bietet 3D-Druckmaschinen, 3D-Druckprodukte und damit verwandte Dienstleistungen für industrielle Kunden aus verschiedenen Branchen, einschließlich Pumpenherstellung, Automobilsektor, Luft- und Raumfahrt, Anlagenbau und Energiesektor, an. Der ExOne-Prozess verwendet ein Verfahren, bei dem die Binder Jetting-Technologie mit industriellen Materialien zum Einsatz kommt. Verwendet werden traditionelle industrietaugliche Materialien, von Metallen bis hin zu Quarzsand und Keramik.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN nimmt die Zukunft von Wirtschaft und Region ins Visier: Neben Herrn Ladewig haben weitere Persönlichkeiten aus der Region für das Frühjahrsthema 2018 von B4B WISSEN die Frage beantwortet, wodurch sich Technologie aus Bayerisch-Schwaben auszeichnet.

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