Forschungsgruppe

Internationale Forscher besuchen OSRAM Lichtlabor in Augsburg

Eva Weber begrüßt die Forschungsgruppe im Augsburger Rathaus. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Forschungsgruppe des Verbundes der Europäischen Metrologischen Institute trifft sich regelmäßig im Rahmen ihres aktuellen Projektes. Dieses Mal in Augsburg.

Zuverlässige Messungen sind für die Wirtschaft unerlässlich. Die Nationalen Metrologischen Institute kontrollieren und legen die Mess-Einheiten für Maße und Gewichte fest. Um neue neue Herausforderungen zu bewältigen, gibt es Forschungsgruppen. Am Mittwoch traf sich eine davon bei OSRAM in Augsburg. Die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, Eva Weber, begrüßte die Forschungsgruppe im Goldenen Saal des Rathauses und stellte ihnen Augsburg als Wirtschaftsstandort vor. Anschließend fuhren die Teilnehmer zurück zu OSRAM für eine Führung durch das Labor.

Lichtmesslabor ist anerkannter Forschungs-Partner

Das Lichtmesslabor in Augsburg ist ein national und international anerkannter Partner der Forschung und der Nationalen Metrologischen Institute (NMI) und übernimmt innerhalb OSRAMs zentrale Aufgaben im Bereich der Lichtmesstechnik. NMIs sind in der Regel staatliche Behörden, die vom Gesetzt her dafür verantwortlich sind, die sieben SI– inheiten, Sekunde, Meter, Kilogramm, Ampere, Kelvin, Mol und Candela, weiterzugeben. Die NMIs bewahren und stellen die Maßeinheiten als nationale Stelle für das jeweilige Land dar, gleichen diese untereinander ab und geben sie an Industrie und Forschung weiter. Für Deutschland ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt PTB in Braunschweig und Berlin das NMI zuständig.

Die Forschungsgruppe im Augsburger Rathaus

Messgrößensind  für Unternehmen wichtig

Zur Weitergabe der Messgrößen wird ein sogenanntes „Referenz-Normal“ verwendet. Für den Meter wird zum Beispiel ein Stab verwendet oder ein Längenmessgerät. Dieses wird von der PTB mit einer genauen Angabe der Länge an die Industrie weitergegeben oder eben eine Lampe mit einem genauen Wert der Lichtstärke. Auch das Signal für eine Funkuhr stammt vom PTB. Diese Messgrößen sind vor allem auch für Unternehmen von großer Bedeutung. Wenn OSRAM auf den Verpackungen seiner Lampen einen bestimmten Lumen Wert angibt, muss sichergestellt sein, dass dieser Wert stimmt. Die Messeinrichtung muss zudem rückführbar auf die PTB kalibriert sein, um einen weltweiten Marktzugang zu ermöglichen.

Unternehmen müssen sich gesetzlich daran halten

Auch im Lieferanten-Kunden-Verhältnis ist es wichtig, dass klar vorgegeben ist, was zum Beispiel ein Kilogramm oder ein Meter ist. Die Unternehmen werden kontrolliert, ob sie sich daran halten. Es finden unter anderem Auditierungen nach verschiedenen Qualitäts- und Labornormen statt. In diesen Audits wird überprüft, ob in der Industrie eine Messgröße rückführbar auf ein NMI gemessen wird und so der Wert vertrauenswürdig ist.

Treffen in Augsburg zu fortlaufendem Projekt

Der Verbund der Europäischen Metrologischen Institute forscht gleichzeitig auch zu verschiedenen Themen. Die „European Metrology Programme for Innovation and Research (EMPIR)“-Gruppe traf sich in Augsburg wegen ihres fortlaufenden Projekts. Das Thema ist eine neue Licht-Messtechnik basierend auf LEDs. Durch den Wandel in der Lichttechnik von Glühlampen, Gasentladungslampen und Leuchtstofflampen hin zu LEDs verändert sich auch die dazugehörende Messtechnik wesentlich. LEDs sind anders im Spektrum, in der Temperaturempfindlichkeit, und in der Abstrahlcharakteristik. Innerhalb dieses Projektes werden verschiedene Fragestellungen besprochen, die sich dadurch ergeben.

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