Clean Air Tech Day

Faurecia und Stadt Augsburg wollen Luftverschmutzung stoppen

Mathias Miedreich, Wolfgang Hehl, Christophe Schmitt. Foto: Iris Zeilnhofer/ B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Gemeinsame Lösungen für saubere Luft in Städten – das ist das Motto des neuen Veranstaltungsformats. Am 5. Juni sollen sich dazu Unternehmens- und Kommunenvertreter in Augsburg einfinden und austauschen. Auch Stuttgart und München sind dabei.

„Es geht um ein Megathema für Augsburg und weit darüber hinaus“, betonte Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl auf der Pressekonferenz vergangene Woche die Dringlichkeit. Es sei „ein Thema, das zeitlich nicht besser liegen könnte“. Die Bundesrepublik Deutschland wurde nun nämlich wegen ihrer schlechten Abgaswerte von der EU verklagt. „Wir müssen ins Handeln kommen. Die Diskussion ist festgefahren“, machte es der OB noch einmal deutlich. Helfen soll Partner Faurecia.

Milliarden-Schäden durch Abgase

Der französische Automobil-Zulieferer ist mit „Faurecia Clean Mobility“ der weltweit größte Abgasanlagen-Hersteller und -Entwickler. Der wirtschaftliche Schaden durch die Luftverschmutzung wird auf 145 Milliarden US-Dollar weltweit geschätzt, erklärte der Vice-President Europe des Unternehmens, Mathias Miedreich. 35 Prozent der Emissionen werden durch den Verkehr generiert, 90 Prozent davon durch Diesel. Hier könne Augsburg an seine Geschichte anknüpfen, sagte Gribl. Schließlich stammt der Dieselmotor aus der Fuggerstadt.

„Wir brauchen keine Plaketten, sondern sauberere Luft“

Es sei dabei aber nicht zielführend, nach Verantwortlichen oder Freiwilligen für das Verschmutzungs-Problem zu suchen. Wichtig sei, die Mobilität und Lebensqualität in den Städten zu erhalten. „Wir brauchen keine Plaketten, sondern sauberere Luft“, brachte es Dr. Kurt Gribl auf den Punkt. Dem pflichtete Miedreich bei. Nicht nur Plaketten und Nachrüsten der Motoren lösen das Problem. Moderne Technik und neue Ansätze sind gefragt. Darum veranstalten die Partner nun den „Clean Air Tech Day“.

Fokus auf Stickoxide

Die Auftaktveranstaltung am 5. Juni 2018 fokussiert sich auf das drängendste Problem der Kommunen: NOx-Emissionen (Stickoxide). Der Kongress ist als Plattform für Kommunen, Unternehmen, Wissenschaft und Technik gedacht. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für saubere Luft in deutschen Städten zu erarbeiten und damit Alternativen zu Dieselfahrverboten und Umweltzonen aufzuzeigen. Wissenschaftliche Fachvorträge, städtische Best-Practice-Beispiele, Speed-Pitch für spezialisierte Startups und Produktdemonstrationen begleiten die Fachveranstaltung. Video-Botschaften von Oberbürgermeistern anderer deutscher Großstädte sowie des Bundesministers für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung Dr. Andreas Scheuer zeigen den politischen Rückhalt, den das Thema genießt. „Die Politik ist darauf angewiesen, dass Vorschläge gemacht werden“, so Gribl.

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Es sei dabei aber nicht zielführend, nach Verantwortlichen oder Freiwilligen für das Verschmutzungs-Problem zu suchen. Wichtig sei, die Mobilität und Lebensqualität in den Städten zu erhalten. „Wir brauchen keine Plaketten, sondern sauberere Luft“, brachte es Dr. Kurt Gribl auf den Punkt. Dem pflichtete Miedreich bei. Nicht nur Plaketten und Nachrüsten der Motoren lösen das Problem. Moderne Technik und neue Ansätze sind gefragt. Darum veranstalten die Partner nun den „Clean Air Tech Day“.

Fokus auf Stickoxide

Die Auftaktveranstaltung am 5. Juni 2018 fokussiert sich auf das drängendste Problem der Kommunen: NOx-Emissionen (Stickoxide). Der Kongress ist als Plattform für Kommunen, Unternehmen, Wissenschaft und Technik gedacht. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für saubere Luft in deutschen Städten zu erarbeiten und damit Alternativen zu Dieselfahrverboten und Umweltzonen aufzuzeigen. Wissenschaftliche Fachvorträge, städtische Best-Practice-Beispiele, Speed-Pitch für spezialisierte Startups und Produktdemonstrationen begleiten die Fachveranstaltung. Video-Botschaften von Oberbürgermeistern anderer deutscher Großstädte sowie des Bundesministers für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung Dr. Andreas Scheuer zeigen den politischen Rückhalt, den das Thema genießt. „Die Politik ist darauf angewiesen, dass Vorschläge gemacht werden“, so Gribl.

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