Interview mit Zweifreunde.digital

Augsburger Start-up: TV-Werbung für Mittelstand zugänglich machen

Das junge Augsburger Unternehmen Zweifreunde.digital möchte Fernsehwerbung für kleinere Budgets möglich machen. Wie das funktioniert und weshalb sich das trotz dem Trend zu Streaming Diensten lohnt, erklären die Gründer im Interview.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Sebastian Pforr und Katja Weßling, Sie ermöglichen es Augsburger Unternehmen, TV-Werbung zu schalten. Wie funktioniert das? 

Katja Weßling: Im Grunde ist das ganz einfach. Technisch nutzen wir hierfür Advanced TV, also neue Formen von TV-Werbung, die eine Art Hybrid aus digitaler und klassischer TV-Werbung sind. Die ermöglichen im normalen Privatfernsehen zu werben aber dabei die Reichweite bis auf eine Postleitzahl-Stelle genau einzugrenzen, wodurch die Kosten auf einen Bruchteil sinken.

Sebastian Pforr: In der Praxis ist es aber so, dass viele unserer Kunden damit Neuland betreten. Deswegen spielt das Thema Kundenberatung eine sehr wichtige Rolle. Das ist auch unsere Philosophie: Wir bringen den Mittelstand ins Fernsehen. Da geht es nicht nur um die Media-Buchung, sondern um den ganzen Weg dahin.

Ihnen ist es wichtig, Werbung für den Mittelstand zugänglich zu machen. Wie kam die Idee hierfür?

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Sebastian Pforr: Mit unserer Agentur Zweifreunde.tv arbeiten wir seit 2014 für diverse Sender und produzieren Trailer, Werbefilme und On-Air-Design. In den letzten Jahren sind auch immer mehr mittelständische Kunden dazu gekommen. Außerdem hatte ich schon länger das Thema Addressable TV im Blick. Irgendwann Anfang 2020 habe ich dann eine ganz normale Autowerbung gesehen, die am Ende dann aber das Logo eines lokalen Autohauses zeigte und auf einmal hat es in meinem Kopf Klick gemacht.

Auf welchen Sendern können Sie die Werbung ausspielen? 

Sebastian Pforr: Ich will da keine Namen einzeln hervorheben, aber im Grunde auf fast allen Privatsendern. Übrigens nicht nur in Deutschland.

Im Juni soll die Fußball-EM starten. Ist Werbung auch auf ZDF und ARD möglich?  

Katja Weßling: Das wäre super und das wünschen sich die öffentlich-rechtlichen auch selbst. Momentan ist dies jedoch leider rechtlich nicht erlaubt. Wer weiß, was da noch so passiert.

Macht Werbung zu dem Zeitpunkt der Europameisterschaft mehr oder weniger Sinn?

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Sebastian Pforr: Mit Advanced TV macht es mehr Sinn, mit klassischer TV-Werbung weniger – zumindest aus Mittelstands-Sicht. Während der EM steigen die Werbebuchungen und damit auch die Preise im klassischen TV. Bei Addressable TV sind die Preise aber momentan noch fix und werden außerdem nach tatsächlichen Kontakten abgerechnet und nicht nach Einschalt-Quote. Bedeutet: Der Kunde bezahlt nur das, was er tatsächlich bekommt.

Für welche Produkte und Anbieter sind die Flächen besonders geeignet?  

Katja Weßling: Das ist gar nicht so einfach zu sagen und hängt auch vom Ziel ab: Sofern die Kampagne eher markenbildend ist, also die Bekanntheit stärken soll, eignet sich TV grundsätzlich für jeden. Dabei wird aber vermutlich eine Fitness-Kette mehr davon haben, als spezialisierte B2B Anbieter. Die Targeting-Möglichkeiten bei Connected TV sind aber teilweise schon fast so gu wie bei den sozialen Medien, daher müsste man das im Detail betrachten.

Nicht jedes Unternehmen hat einen fertigen Werbespot bereit. Gibt es andere Alternativen? 

Katja Weßling: Ja, da gibt es gleich zwei mögliche Lösungsansätze: Wir bieten auch an, ohne Spot zu werben. Das ist dann eine Einblendung, wie man sie ähnlich schon aus dem regulären TV kennt. Das Programm wird zu einem Fenster verkleinert und es wird großflächig eine Art Werbebanner unseres Kunden eingeblendet. Das ist auch eine tolle Art mit relativ geringen Kosten erstmal einen Test zu starten. Für Kunden, die gleich mit einem Spot starten möchten, bieten wir individuell an, auch die Strategie und die Produktion des Werbespots mit zu übernehmen. Dabei können wir zum Glück auf die große Erfahrung unserer Mutter-Agentur Zweifreunde.tv bauen.

Der Trend geht immer mehr weg vom klassischen Fernsehen und hin zu Streaming Diensten. Lohnt sich TV-Werbung da überhaupt noch? 

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Sebastian Pforr: Auf jeden Fall. Nirgendwo sonst kann ich mit meinem Medium so schnell Reichweite aufbauen. Im Bewegtbild erzählt sich eine Geschichte eben stärker und schneller als im Text. Der Vorteil ist allerdings, dass ein Spot im TV Ruckzuck an ein riesiges Publikum ausgespielt werden kann und das Unternehmen dann auch schnell in aller Munde ist.

Denken Sie, dass Menschen in fünf bis zehn Jahren überhaupt noch Fernsehen schauen werden? 

Katja Weßling: Wir denken schon. Da gibt es natürlich einen Paradigmenwechsel, aber selbst die jüngere Zielgruppe schaut Fernsehen – nur eben anders.

Sebastian Pforr: Klar wird sich die Nutzung verändern und die Grenzen verwischen. Wir glauben, dass es eher die Geschichten an sich sind, die auch in der Zukunft Menschen faszinieren. Auf welchem Gerät spielt dabei gar keine große Rolle mehr. Aus diesem Grund fassen wir auch unser Angebot einfach als digitale, regionale TV Werbung zusammen und versuchen möglichst wenig in technische Details einzutauchen.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Sebastian Pforr und Katja Weßling, Sie ermöglichen es Augsburger Unternehmen, TV-Werbung zu schalten. Wie funktioniert das? 

Katja Weßling: Im Grunde ist das ganz einfach. Technisch nutzen wir hierfür Advanced TV, also neue Formen von TV-Werbung, die eine Art Hybrid aus digitaler und klassischer TV-Werbung sind. Die ermöglichen im normalen Privatfernsehen zu werben aber dabei die Reichweite bis auf eine Postleitzahl-Stelle genau einzugrenzen, wodurch die Kosten auf einen Bruchteil sinken.

Sebastian Pforr: In der Praxis ist es aber so, dass viele unserer Kunden damit Neuland betreten. Deswegen spielt das Thema Kundenberatung eine sehr wichtige Rolle. Das ist auch unsere Philosophie: Wir bringen den Mittelstand ins Fernsehen. Da geht es nicht nur um die Media-Buchung, sondern um den ganzen Weg dahin.

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Sebastian Pforr: Mit unserer Agentur Zweifreunde.tv arbeiten wir seit 2014 für diverse Sender und produzieren Trailer, Werbefilme und On-Air-Design. In den letzten Jahren sind auch immer mehr mittelständische Kunden dazu gekommen. Außerdem hatte ich schon länger das Thema Addressable TV im Blick. Irgendwann Anfang 2020 habe ich dann eine ganz normale Autowerbung gesehen, die am Ende dann aber das Logo eines lokalen Autohauses zeigte und auf einmal hat es in meinem Kopf Klick gemacht.

Auf welchen Sendern können Sie die Werbung ausspielen? 

Sebastian Pforr: Ich will da keine Namen einzeln hervorheben, aber im Grunde auf fast allen Privatsendern. Übrigens nicht nur in Deutschland.

Im Juni soll die Fußball-EM starten. Ist Werbung auch auf ZDF und ARD möglich?  

Katja Weßling: Das wäre super und das wünschen sich die öffentlich-rechtlichen auch selbst. Momentan ist dies jedoch leider rechtlich nicht erlaubt. Wer weiß, was da noch so passiert.

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Sebastian Pforr: Mit Advanced TV macht es mehr Sinn, mit klassischer TV-Werbung weniger – zumindest aus Mittelstands-Sicht. Während der EM steigen die Werbebuchungen und damit auch die Preise im klassischen TV. Bei Addressable TV sind die Preise aber momentan noch fix und werden außerdem nach tatsächlichen Kontakten abgerechnet und nicht nach Einschalt-Quote. Bedeutet: Der Kunde bezahlt nur das, was er tatsächlich bekommt.

Für welche Produkte und Anbieter sind die Flächen besonders geeignet?  

Katja Weßling: Das ist gar nicht so einfach zu sagen und hängt auch vom Ziel ab: Sofern die Kampagne eher markenbildend ist, also die Bekanntheit stärken soll, eignet sich TV grundsätzlich für jeden. Dabei wird aber vermutlich eine Fitness-Kette mehr davon haben, als spezialisierte B2B Anbieter. Die Targeting-Möglichkeiten bei Connected TV sind aber teilweise schon fast so gu wie bei den sozialen Medien, daher müsste man das im Detail betrachten.

Nicht jedes Unternehmen hat einen fertigen Werbespot bereit. Gibt es andere Alternativen? 

Katja Weßling: Ja, da gibt es gleich zwei mögliche Lösungsansätze: Wir bieten auch an, ohne Spot zu werben. Das ist dann eine Einblendung, wie man sie ähnlich schon aus dem regulären TV kennt. Das Programm wird zu einem Fenster verkleinert und es wird großflächig eine Art Werbebanner unseres Kunden eingeblendet. Das ist auch eine tolle Art mit relativ geringen Kosten erstmal einen Test zu starten. Für Kunden, die gleich mit einem Spot starten möchten, bieten wir individuell an, auch die Strategie und die Produktion des Werbespots mit zu übernehmen. Dabei können wir zum Glück auf die große Erfahrung unserer Mutter-Agentur Zweifreunde.tv bauen.

Der Trend geht immer mehr weg vom klassischen Fernsehen und hin zu Streaming Diensten. Lohnt sich TV-Werbung da überhaupt noch? 

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Sebastian Pforr: Auf jeden Fall. Nirgendwo sonst kann ich mit meinem Medium so schnell Reichweite aufbauen. Im Bewegtbild erzählt sich eine Geschichte eben stärker und schneller als im Text. Der Vorteil ist allerdings, dass ein Spot im TV Ruckzuck an ein riesiges Publikum ausgespielt werden kann und das Unternehmen dann auch schnell in aller Munde ist.

Denken Sie, dass Menschen in fünf bis zehn Jahren überhaupt noch Fernsehen schauen werden? 

Katja Weßling: Wir denken schon. Da gibt es natürlich einen Paradigmenwechsel, aber selbst die jüngere Zielgruppe schaut Fernsehen – nur eben anders.

Sebastian Pforr: Klar wird sich die Nutzung verändern und die Grenzen verwischen. Wir glauben, dass es eher die Geschichten an sich sind, die auch in der Zukunft Menschen faszinieren. Auf welchem Gerät spielt dabei gar keine große Rolle mehr. Aus diesem Grund fassen wir auch unser Angebot einfach als digitale, regionale TV Werbung zusammen und versuchen möglichst wenig in technische Details einzutauchen.

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