Hightech-Frage, Folge 8

„Wie hoch hinaus geht’s dank Hightech, Herr Pfeifer?“

Gerhard Pfeifer, geschäftsführender Gesellschafter der PFEIFER Gruppe aus Memmingen. Foto: PFEIFER
Hightech, keine Frage? Doch, eine. Diesmal an Gerhard Pfeifer, geschäftsführender Gesellschafter der PFEIFER Gruppe aus Memmingen.

Wie hoch hinaus geht’s dank Hightech für Ihre Seile und Hebewerkzeuge, Herr Pfeifer?

Die Digitalisierung spielt für PFEIFER schon immer eine wichtige Rolle. Und das Thema wird uns künftig noch stärker beschäftigen als bisher. Wir sind gefordert, die Bedeutung digitaler Werkzeuge neben klassischen Anwendungsbereichen wie der elektronischen Datenverwaltung auch für unsere Produkte und Dienstleistungen optimal zu verstehen und für uns und unsere Kunden nutzbar zu machen. Denn Industrie 4.0 macht natürlich auch vor einer Branche wie der Seil- und Hebetechnik nicht halt – im Gegenteil.

Ein gutes Beispiel hierfür liefert etwa unser Geschäftsbereich Hebetechnik: So sind verschiedene Hebetechnik-Produkte aus unserem Haus inzwischen in der Lage, sich mittels intelligenter Sensoren mit ihrer Umwelt zu vernetzen. Darüber hinaus können sie Daten auf anschauliche Weise mithilfe einer App an den Anwender übermitteln. Das Programm erfasst dabei sämtliche Daten der Lastaufnahmemittel, visualisiert sie und generiert daraus einen echten Mehrwert für den Anwender.

Das Programm ermöglicht beispielsweise eine proaktive und zustandsorientierte Wartung und sorgt für verringerte Ausfallzeiten sowie eine längere Lebensdauer der Geräte. So werden unterschiedlichste Informationen wie Belastungszustände und Wartungsintervalle übersichtlich in Echtzeit angezeigt. Darüber hinaus lassen sich etwa die Anzahl der Lastspiele, die Betriebsstunden des Motors, die Neigungswinkel der Zange und der Schmierzustand der Gleitleiste ablesen. Auch lastrelevante Daten wie Temperatur und Gewicht werden aufgeführt. Zudem weisen Push-Benachrichtigungen auf das Erreichen von Grenzzuständen hin, etwa auf die Verschleißgrenzen. Ein weiterer Vorteil: Die Datenanzeige ist weltweit und jederzeit auf allen Endgeräten abrufbar.

Natürlich spielen digitale Anwendungen auch in anderen Geschäftsbereichen der PFEIFER-Firmengruppe eine wichtige Rolle. Dazu zählt beispielsweise das digitale System PFEIFER PUSH im Mobilen Prüfservice. Das System unterstützt dabei, prüfpflichtige Arbeitsmittel wie Hebegeräte oder Seilwinden zu verwalten. Dabei können dem Anwender viele Schritte, wie das manuelle Erfassen von Daten, abgenommen werden.

Mithilfe solcher digitaler Tools können unsere Kunden nicht nur ihre Prozesse deutlich verbessern, sondern zugleich die Sicherheit der Mitarbeiter erhöhen.

Im Profil: Die PFEIFER Seil- und Hebetechnik GmbH in Memmingen ist Stammhaus der international tätigen PFEIFER-Gruppe und kann auf eine knapp 440-jährige Familientradition in der Herstellung von Seilen zurückblicken. PFEIFER zählt zu den führenden Unternehmen im Seilbau, in der Schutzverbauung sowie in der Seil-, Hebe- und Bautechnik. Die PFEIFER-Gruppe ist mit 33 Gesellschaften in 19 Ländern in Europa, Asien und Nordamerika aktiv und beschäftigt etwa 1.500 Mitarbeiter. Der jährliche Umsatz betrug 2017 rund 260 Millionen Euro.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN nimmt die Zukunft von Wirtschaft und Region ins Visier: Neben Herr Pfeifer haben weitere Persönlichkeiten aus der Region für das Frühjahrsthema 2018 von B4B WISSEN die Frage beantwortet, wodurch sich Hightech aus Bayerisch-Schwaben auszeichnet.

Zur vorangegangenen Folge der Hightech-Fragen gelangen Sie hier.

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