Hightech-Frage, Folge 4

„Was begeistert Sie an Hightech, Herr Enßle und Herr Bartschat?“

Heiko Bartschat (l.) und Christian Enßle (r.) mit unserer Redakteurin Rebecca Weingarten. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Hightech, keine Frage? Doch, eine. Diesmal an Christian Enßle von der FMB-Süd und an Heiko Bartschat vom Cluster Mechatronik & Automation.

„Was begeistert Sie an Hightech, Herr Enßle und Herr Bartschat?“

Christian Enßle: Am spannendsten finde ich derzeit den Bereich Datenbrillen – Stichwort: Augmented Reality. Hier werden völlig neue Chancen aufgezeigt: Wenn beispielsweise bestimmte Maschinenteile oder Baugruppen nur zwei- oder dreimal im Jahr produziert werden, können diese Brillen dem Mitarbeiter helfen, das Bauteil auch ohne Routine korrekt zu verbauen. So kann Hightech die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen enorm verbessern.

Heiko Bartschat: Mich beeindruckt die Geschwindigkeit, mit der technologische Entwicklungen stattfinden, besonders im Bereich Robotik. Vor fünf oder zehn Jahren stand die Weltraum-Robotik ganz klar im Fokus. Heute haben viele Haushalte Staubsauger- oder Mäh-Roboter. Roboter werden uns immer mehr begegnen – auch Autos sind fahrende Roboter, die vermutlich schon bald nicht einmal mehr ein Lenkrad brauchen werden. Hier verändert sich so viel. Technische Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren reine Fiktion war, sind heute Realität.

Manchmal stelle ich mir dabei schon die Frage: Muss jeder wissen, welchen Puls ich habe, nur weil ich eine Smartwatch trage? Datensicherheit ist hier sicher ein wichtiges Thema, dennoch: die Technik, die dahintersteckt, fasziniert.

Enßle: Gerade in Deutschland spielt das Thema Datenschutz ja eine besondere Rolle.

Bartschat: Das stimmt. Aber kaum jemand informiert sich ausreichend darüber, was mit den eigenen Daten passiert. Der Gesetzgeber kann mit den richtigen Regeln an dieser Stelle viel für die Wirtschaft tun. Vielleicht wird es künftig bei der Standortfrage von Unternehmen nicht mehr nur darum gehen, wo es steuerlich die besten Vorteile gibt, sondern vielmehr darum, wo die Rechtslage zum Thema Datenschutz passt.

Zu Gast in unserer Redaktion beleuchteten Christian Enßle Heiko Bartschat bereits die Chancen und Gefahren zum Thema Hightech am Wirtschaftsstandort Augsburg. Das vollständige Interview lesen Sie hier.

Im Profil: Christian Enßle ist Portfolio Manager der FMB-Süd, der Zuliefermesse Maschinenbau. Die FMB Süd findet am 7. und 8. Februar 2018 in Augsburg statt und wird von Clarion Events ausgerichtet.

Heiko Bartschat ist Geschäftsführer vom Cluster Mechatronik & Automation, der als Kooperationspartner der Messe auftritt. Im Cluster engagieren sich über 200 Unternehmen und Forschungs-Einrichtungen des Maschinenbaus und der Automatisierungstechnik.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN nimmt die Zukunft von Wirtschaft und Region ins Visier: Neben Christian Enßle und Heiko Bartschat haben weitere Persönlichkeiten aus der Wirtschaft für das Frühjahrsthema 2018 von B4B WISSEN die Frage beantwortet, wodurch sich Hightech aus Bayerisch-Schwaben auszeichnet.

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