Netzwerk Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg

Holzbau setzt markante Zeichen

Der Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen macht das Netzwerk Holzbau attraktiv. Foto: Regio Augsburg Wirtschaft
Das Bürogebäude der Firma Holzbau Aumann in Ziemetshausen. Ein beeindruckendes Beispiel für Holz im Gewerbebau.Bild: Holzbau Aum
Ein eigenes Netzwerk für den Wirtschaftsraum Augsburg macht den Wert und den Nutzen des nachwachsenden Rohstoffs Holz für die Bauwirtschaft sichtbar. Die gebündelte Kompetenz steht der heimischen Wirtschaft direkt zur Verfügung.

Umgeben von Wäldern die Stadt, „gut durchwachsen“ die Region: Wo ein natürlicher Werkstoff so vielfältig und reichhaltig zur Verfügung steht wie im Wirtschaftsraum Augsburg, da wachsen nicht nur die Rohstoffe nach, da gedeihen auch die Kompetenzen. Die starke Wuchsleistung der regionalen Wälder hat dazu geführt, dass die holzver- und holzbearbeitende Industrie sich hier überdurchschnittlich angesiedelt hat. Die höchste Dichte an großen Holzbauunternehmen in ganz Bayern macht die Region zu einer Topkompetenzregion im Holzbau: vom internationalen Holzbauunternehmen über spezialisierte Handwerks­betriebe bis hin zum Partner internationaler Forschungsprojekte für energetische Modernisierung mit Holz.

Dieses Anwendungswissen bleibt indes nicht auf die aktuellen Nutzer beschränkt. Die Branche teilt es bereitwillig mit neuen Partnern. Bestes Beispiel dafür ist die Vortragsreihe „Holzbau kompakt“ in der Hochschule Augsburg, die vorigen Herbst bereits zum sechsten Mal in Folge vom Netzwerk Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg veranstaltet wurde. Die hochwertige Fortbildungsreihe richtet sich an Bauingenieure, Architekten, Holzbauer sowie Studierende des Bauingenieurwesens und der Architektur. Die Teilnahme anerkannter Experten aus dem In- und Ausland sowie die – teilweise erstmalige – Veröffentlichung wissenschaftlichen Fortschritts zeugen vom hohen Stellenwert, den die
Arbeit des Netzwerks und die Qualität der Veranstaltung inzwischen über die Region hinaus haben.

Was steckt hinter dem Netzwerk? Auf Initiative der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH mit Unterstützung des bayerischen Clusters Forst & Holz haben sich darin Holzbauunternehmen aus der Region zusammengeschlossen, die von Unternehmen und Initiativen der gesamten Wertschöpfungskette Forst & Holz unterstützt werden. Ziel ist es, die Nutzung von Holz gerade im öffentlichen und gewerblichen Bereich zu steigern. Um dies zu erreichen, werden viele öffentlichkeitswirksame und zielgruppenspezifische Veranstaltungen und Messeauftritte durchgeführt.

Forst & Holz: Topbranche in Bayerisch-Schwaben

Die Forst- und Holzbranche ist nach der Maschinenbau- und Metallindustrie die wichtigste Branche in Schwaben (Clusterstudie Bayern 2008). Allein die Zimmerer beschäftigen in der Region schätzungsweise über 1.000 Mitarbeiter. Ein Drittel der Betriebe in Schwaben macht über 90% ihres Umsatzes in der Region. Über 70% des eingekauften Holzes werden zudem regional bezogen (Clusterstudie Bayern 2008). Die Forst- und Holzbranche ist zudem ein wichtiger Abnehmer von Maschinen für den Holzbau wie Zuschnitt- und Hobelmaschinen. Bei vollautomatischen Abbundmaschinen für den Holzbau ist die Firma Hundegger Weltmarktführer. Angelockt vom „grünen Gold“ der Region haben sich zahlreiche große Sägewerke angesiedelt.

Augsburg ist außerdem traditionell ein Zentrum der Papierindustrie. UPM-Kymmene in Augsburg produziert jährlich bis zu 530.000 Tonnen Rollendruckpapiere und setzt durch Innovationen Maßstäbe für die gesamte Papierindustrie.

Hidden Champion ist die Region auch im Holzbau: In der Region um Augsburg finden sich nicht nur exzellente spezialisierte kleine Handwerks- und Zimmererbetriebe, sondern auch die höchste Dichte großer Holzbauunternehmen in ganz Bayern.

In dieses Bild passt ein beispielhaftes Angebot des Netzwerks: die Veranstaltungsreihe „Architektur trifft Holz“, bei der regelmäßig interessante aktuelle Gebäude(vorhaben) vorgestellt werden. Angesprochen sind damit vor allem Architekten, Planer und Bauingenieure. 2016 zum Beispiel nahm das fachlich hoch interessierte Publikum das Büro-
gebäude der Firma Holzbau Aumann in Ziemetshausen in Augenschein – ein Mitgliedsunternehmen des Netzwerks. Im Fokus stand hierbei vor allem der Gewerbebau im Passivhausstil.

Das Beispiel erwies sich als doppelt anschaulich, bietet die Aumann-Unternehmensgruppe doch einerseits ein komplettes Leistungsangebot vom Rohholz bis zum fertigen Gebäude – und nutzt andererseits die umweltfreundlichen Verfahren auch selbst. Beim Neubau eines Verwaltungsgebäudes sollte nicht nur die Zweckmäßigkeit berücksichtigt, sondern vor allem auch der Aspekt der Nachhaltigkeit aufgegriffen werden. Darüber hinaus war ein angenehmes Arbeitsklima für die Mitarbeiter ein wichtiges Anliegen der Inhaberfamilie. Einen richtigen Ansprechpartner fanden die Aumanns in dem Architekten Zimmermann und Landwirt Erwin Keck. Mit seiner Gesamtbetrachtung des Zusammenspiels von ökologischer Qualität, Lebenszyklus und Umnutzungsfähigkeit gelang mit dem neuen Verwaltungsgebäude nicht nur ein ökologischer Bau, sondern auch ein Gebäude, welches das Wohlfühlklima für die Mitarbeiter im Blick hat, nicht zuletzt mit Blick auf einige Grundprinzipien des Feng-Shui. In der Summe ein sehr inspirierender Termin für die Netzwerkteilnehmer.

Bei der Wanderausstellung wird Holz zum Erlebnis für jeden

Quer durch Schwaben hat auch eine vom Netzwerk initiierte Wanderausstellung das Thema ins Blickfeld einer interessierten Öffentlichkeit gerückt. Drei Hauptthemen werden mit der Infoschau „Bauen mit Holz“ adressiert: Im ersten Teil wird die heimische Wald- und Forstwirtschaft beleuchtet sowie das Potenzial des Bau- und Werkstoffs Holz demonstriert. Die Sammlung von über 70 gebauten Beispielen wird laufend mit aktuellen Projekten erweitert. Das Thema Gebäudemodernisierung mit Holzbausystem nimmt einen zweiten Teil der Ausstellung ein. Als gebautes Beispiel steht hier das Wohnbauprojekt in der Grüntenstraße in Augsburg im Fokus. Drittes Thema der Wanderausstellung ist Oberflächen, Fassaden und Farbe. Dabei geht es um die gestalterische Bandbreite von Holzoberflächen und die Behandlungsmöglichkeiten mit Farben.

Zielgruppe der Ausstellung, die bisher unter anderem schon im Architekturmuseum Schwaben, auf den Immobilientagen Augsburg, in der Alten Schranne Nördlingen, in der Sparkassengalerie Aichach und in Kempten zu sehen war, sind interessierte Bürger, Architekten, Bauunternehmer oder Investoren. Rund um die Themen der Ausstellung können dabei stets auch Vortragsabende und Exkursionen geplant werden. Ziel der Ausstellung ist die Präsentation der Potenziale der Holzwirtschaft für die Wertschöpfungskette Holz in einer der waldreichsten Regionen Deutschlands. Aus diesem Grund wandert die Ausstellung durch Bayerisch-Schwaben und sucht hierfür Stationen sowie stationsansässige engagierte Institutionen, Verbände und Unternehmen, die die Ausstellung vor Ort unterstützen.

IM PROFIL: Netzwerk Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg

Fakten & Zahlen

  • rund 30 Mitglieder und Förderer
  • Jahresbudget von ca. 50.000 Euro
  • bereits 8 Messeauftritte auf den Augsburger Immobilientagen
  • über 20 Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern
  • seit 2011 jährliche Seminarreihe „Holzbau kompakt“ in vierter Auflage geplant, bisher über 1.000 Teilnehmer

Leistungen

  • Beratung bei Bauvorhaben
  • Vermittlung von Ansprechpartnern bei Fragen rund um das Bauen mit Holz, kostenfrei
  • Darstellung von Best-Practice-Beispielen auf der Webseite und bei Veranstaltungen, kostenfrei
  • Gastgeber für Veranstaltungen
  • Referent bei Veranstaltungen
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Holzbau setzt markante Zeichen

Der Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen macht das Netzwerk Holzbau attraktiv. Foto: Regio Augsburg Wirtschaft
Das Bürogebäude der Firma Holzbau Aumann in Ziemetshausen. Ein beeindruckendes Beispiel für Holz im Gewerbebau.Bild: Holzbau Aum
Ein eigenes Netzwerk für den Wirtschaftsraum Augsburg macht den Wert und den Nutzen des nachwachsenden Rohstoffs Holz für die Bauwirtschaft sichtbar. Die gebündelte Kompetenz steht der heimischen Wirtschaft direkt zur Verfügung.

Umgeben von Wäldern die Stadt, „gut durchwachsen“ die Region: Wo ein natürlicher Werkstoff so vielfältig und reichhaltig zur Verfügung steht wie im Wirtschaftsraum Augsburg, da wachsen nicht nur die Rohstoffe nach, da gedeihen auch die Kompetenzen. Die starke Wuchsleistung der regionalen Wälder hat dazu geführt, dass die holzver- und holzbearbeitende Industrie sich hier überdurchschnittlich angesiedelt hat. Die höchste Dichte an großen Holzbauunternehmen in ganz Bayern macht die Region zu einer Topkompetenzregion im Holzbau: vom internationalen Holzbauunternehmen über spezialisierte Handwerks­betriebe bis hin zum Partner internationaler Forschungsprojekte für energetische Modernisierung mit Holz.

Dieses Anwendungswissen bleibt indes nicht auf die aktuellen Nutzer beschränkt. Die Branche teilt es bereitwillig mit neuen Partnern. Bestes Beispiel dafür ist die Vortragsreihe „Holzbau kompakt“ in der Hochschule Augsburg, die vorigen Herbst bereits zum sechsten Mal in Folge vom Netzwerk Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg veranstaltet wurde. Die hochwertige Fortbildungsreihe richtet sich an Bauingenieure, Architekten, Holzbauer sowie Studierende des Bauingenieurwesens und der Architektur. Die Teilnahme anerkannter Experten aus dem In- und Ausland sowie die – teilweise erstmalige – Veröffentlichung wissenschaftlichen Fortschritts zeugen vom hohen Stellenwert, den die
Arbeit des Netzwerks und die Qualität der Veranstaltung inzwischen über die Region hinaus haben.

Was steckt hinter dem Netzwerk? Auf Initiative der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH mit Unterstützung des bayerischen Clusters Forst & Holz haben sich darin Holzbauunternehmen aus der Region zusammengeschlossen, die von Unternehmen und Initiativen der gesamten Wertschöpfungskette Forst & Holz unterstützt werden. Ziel ist es, die Nutzung von Holz gerade im öffentlichen und gewerblichen Bereich zu steigern. Um dies zu erreichen, werden viele öffentlichkeitswirksame und zielgruppenspezifische Veranstaltungen und Messeauftritte durchgeführt.

Forst & Holz: Topbranche in Bayerisch-Schwaben

Die Forst- und Holzbranche ist nach der Maschinenbau- und Metallindustrie die wichtigste Branche in Schwaben (Clusterstudie Bayern 2008). Allein die Zimmerer beschäftigen in der Region schätzungsweise über 1.000 Mitarbeiter. Ein Drittel der Betriebe in Schwaben macht über 90% ihres Umsatzes in der Region. Über 70% des eingekauften Holzes werden zudem regional bezogen (Clusterstudie Bayern 2008). Die Forst- und Holzbranche ist zudem ein wichtiger Abnehmer von Maschinen für den Holzbau wie Zuschnitt- und Hobelmaschinen. Bei vollautomatischen Abbundmaschinen für den Holzbau ist die Firma Hundegger Weltmarktführer. Angelockt vom „grünen Gold“ der Region haben sich zahlreiche große Sägewerke angesiedelt.

Augsburg ist außerdem traditionell ein Zentrum der Papierindustrie. UPM-Kymmene in Augsburg produziert jährlich bis zu 530.000 Tonnen Rollendruckpapiere und setzt durch Innovationen Maßstäbe für die gesamte Papierindustrie.

Hidden Champion ist die Region auch im Holzbau: In der Region um Augsburg finden sich nicht nur exzellente spezialisierte kleine Handwerks- und Zimmererbetriebe, sondern auch die höchste Dichte großer Holzbauunternehmen in ganz Bayern.

In dieses Bild passt ein beispielhaftes Angebot des Netzwerks: die Veranstaltungsreihe „Architektur trifft Holz“, bei der regelmäßig interessante aktuelle Gebäude(vorhaben) vorgestellt werden. Angesprochen sind damit vor allem Architekten, Planer und Bauingenieure. 2016 zum Beispiel nahm das fachlich hoch interessierte Publikum das Büro-
gebäude der Firma Holzbau Aumann in Ziemetshausen in Augenschein – ein Mitgliedsunternehmen des Netzwerks. Im Fokus stand hierbei vor allem der Gewerbebau im Passivhausstil.

Das Beispiel erwies sich als doppelt anschaulich, bietet die Aumann-Unternehmensgruppe doch einerseits ein komplettes Leistungsangebot vom Rohholz bis zum fertigen Gebäude – und nutzt andererseits die umweltfreundlichen Verfahren auch selbst. Beim Neubau eines Verwaltungsgebäudes sollte nicht nur die Zweckmäßigkeit berücksichtigt, sondern vor allem auch der Aspekt der Nachhaltigkeit aufgegriffen werden. Darüber hinaus war ein angenehmes Arbeitsklima für die Mitarbeiter ein wichtiges Anliegen der Inhaberfamilie. Einen richtigen Ansprechpartner fanden die Aumanns in dem Architekten Zimmermann und Landwirt Erwin Keck. Mit seiner Gesamtbetrachtung des Zusammenspiels von ökologischer Qualität, Lebenszyklus und Umnutzungsfähigkeit gelang mit dem neuen Verwaltungsgebäude nicht nur ein ökologischer Bau, sondern auch ein Gebäude, welches das Wohlfühlklima für die Mitarbeiter im Blick hat, nicht zuletzt mit Blick auf einige Grundprinzipien des Feng-Shui. In der Summe ein sehr inspirierender Termin für die Netzwerkteilnehmer.

Bei der Wanderausstellung wird Holz zum Erlebnis für jeden

Quer durch Schwaben hat auch eine vom Netzwerk initiierte Wanderausstellung das Thema ins Blickfeld einer interessierten Öffentlichkeit gerückt. Drei Hauptthemen werden mit der Infoschau „Bauen mit Holz“ adressiert: Im ersten Teil wird die heimische Wald- und Forstwirtschaft beleuchtet sowie das Potenzial des Bau- und Werkstoffs Holz demonstriert. Die Sammlung von über 70 gebauten Beispielen wird laufend mit aktuellen Projekten erweitert. Das Thema Gebäudemodernisierung mit Holzbausystem nimmt einen zweiten Teil der Ausstellung ein. Als gebautes Beispiel steht hier das Wohnbauprojekt in der Grüntenstraße in Augsburg im Fokus. Drittes Thema der Wanderausstellung ist Oberflächen, Fassaden und Farbe. Dabei geht es um die gestalterische Bandbreite von Holzoberflächen und die Behandlungsmöglichkeiten mit Farben.

Zielgruppe der Ausstellung, die bisher unter anderem schon im Architekturmuseum Schwaben, auf den Immobilientagen Augsburg, in der Alten Schranne Nördlingen, in der Sparkassengalerie Aichach und in Kempten zu sehen war, sind interessierte Bürger, Architekten, Bauunternehmer oder Investoren. Rund um die Themen der Ausstellung können dabei stets auch Vortragsabende und Exkursionen geplant werden. Ziel der Ausstellung ist die Präsentation der Potenziale der Holzwirtschaft für die Wertschöpfungskette Holz in einer der waldreichsten Regionen Deutschlands. Aus diesem Grund wandert die Ausstellung durch Bayerisch-Schwaben und sucht hierfür Stationen sowie stationsansässige engagierte Institutionen, Verbände und Unternehmen, die die Ausstellung vor Ort unterstützen.

IM PROFIL: Netzwerk Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg

Fakten & Zahlen

  • rund 30 Mitglieder und Förderer
  • Jahresbudget von ca. 50.000 Euro
  • bereits 8 Messeauftritte auf den Augsburger Immobilientagen
  • über 20 Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern
  • seit 2011 jährliche Seminarreihe „Holzbau kompakt“ in vierter Auflage geplant, bisher über 1.000 Teilnehmer

Leistungen

  • Beratung bei Bauvorhaben
  • Vermittlung von Ansprechpartnern bei Fragen rund um das Bauen mit Holz, kostenfrei
  • Darstellung von Best-Practice-Beispielen auf der Webseite und bei Veranstaltungen, kostenfrei
  • Gastgeber für Veranstaltungen
  • Referent bei Veranstaltungen
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