Baugeschichte – Damals und Heute | Teil 3

Günzburger Steigtechnik: Vom Rad zur Alu-Leiter in vier Generationen

Der Firmensitz Früher und Heute. Fotos: Günzburger Steigtechnik
Wo kommen Bayerisch-Schwabens Traditions-Unternehmen her und wie haben sich die Anforderungen an Sie verändert? Diese Fragen beantwortet in Teil 3 unserer Serie „Baugeschichte – Damals und Heute“ Ferdinand Munk, Geschäftsführer Günzburger Steigtechnik.

Vor 120 Jahren begann die Geschichte der Günzburger Steigtechnik – jedoch nicht vorrangig mit dem Bau von Leitern. 1899 gründete der 23 Jahre junge Leopold Munk im schwäbischen Dörfchen Reisensburg eine Wagnerei.

„In der Gründungszeit war vieles noch Handarbeit und es gab kaum automatisierte Vorgänge. Es war noch ein ‚echtes Handwerk‘“, erklärt der Urenkel des Gründer, Ferdinand Munk. Er leitete das Unternehmen heute in vierter Generation.

Leitern aus Motorkraft ab 1906

Sieben Jahre nach der Gründung stieg Leopold Munk auf die Technik um: 1906 wurde eine seiner Produktionsmaschinen durch Motorkraft angetrieben. Außerdem verließen in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts immer mehr Holzleitern die Mechanische Wagnerei Leopold Munk. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte das Unternehmen vollkommen um und fertigte Feuerwehr-, Haus- und Gartenleitern. Gerade die Feuerwehren sind eine wichtige Zielgruppe für das Unternehmen. Ludwig Munk, Sohn des Gründers, fährt mit seinem Motorrad die Feuerwehren und Gemeinden der Region ab mit einem selbst gefertigten Modell einer ausfahrbaren Feuerwehrleiter. Anfang der 1950er-Jahre wird die Firma Leopold Munk Leiternbau gegründet: Ludwig gibt die Wagnerei auf und widmet ganz dem Bau von Leitern.

Maschinenpark wird in den 70ern modernisiert

1974 tritt die dritte Generation als Unternehmenschef ein, modernisierte den gesamten Maschinenpark, erweiterte die Produktpalette und widmete sich seiner großen Leidenschaft, der Feuerwehr. Unter Leopold Munk wird das Unternehmen bald zum führenden Feuerwehrausstatter der Region. Sein Sohn gründet 1982 die Firma Ferdinand Munk Leiternbau. Er spezialisiert sich auf Leitern aus Aluminium.

Ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen. Nach dem frühen Tod seinen Vaters, übernimmt Ferdinand 1991 die Leopold Munk KG. Keine zwei Jahre später vereint er Unternehmen – die Geburtsstunde der GÜNZBURGER STEIGTECHNIK.

4.000 Tonnen Aluminium jährlich

Knapp 100 Jahre Geschichte hat das Unternehmen schon geschrieben, als es den heutigen Namen erhält. Aus dem Handwerksbetrieb in Reisensburg wurde ein modernes Familienunternehmen in Günzburg. „Heute sind modernste Maschinen mit CNC, automatisierte Arbeitsprozesse und Digitalisierung auf dem Vormarsch“, berichtet Ferdinand Munk. Das Sortiment wurde von einer Handvoll Produkte 1899 auf heute über 1.600 Serienprodukte ausgeweitet. Über 300 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen heute und produziert jährlich zirka 400.000 Leiternteile. Dafür werden 4.000 Tonnen Aluminium pro Jahr verarbeitet. „Eines ist immer gleich geblieben: der Mensch steht damals wie heute im Mittelpunkt“, betont der Geschäftsführer.

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„In der Gründungszeit war vieles noch Handarbeit und es gab kaum automatisierte Vorgänge. Es war noch ein ‚echtes Handwerk‘“, erklärt der Urenkel des Gründer, Ferdinand Munk. Er leitete das Unternehmen heute in vierter Generation.

Leitern aus Motorkraft ab 1906

Sieben Jahre nach der Gründung stieg Leopold Munk auf die Technik um: 1906 wurde eine seiner Produktionsmaschinen durch Motorkraft angetrieben. Außerdem verließen in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts immer mehr Holzleitern die Mechanische Wagnerei Leopold Munk. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte das Unternehmen vollkommen um und fertigte Feuerwehr-, Haus- und Gartenleitern. Gerade die Feuerwehren sind eine wichtige Zielgruppe für das Unternehmen. Ludwig Munk, Sohn des Gründers, fährt mit seinem Motorrad die Feuerwehren und Gemeinden der Region ab mit einem selbst gefertigten Modell einer ausfahrbaren Feuerwehrleiter. Anfang der 1950er-Jahre wird die Firma Leopold Munk Leiternbau gegründet: Ludwig gibt die Wagnerei auf und widmet ganz dem Bau von Leitern.

Maschinenpark wird in den 70ern modernisiert

1974 tritt die dritte Generation als Unternehmenschef ein, modernisierte den gesamten Maschinenpark, erweiterte die Produktpalette und widmete sich seiner großen Leidenschaft, der Feuerwehr. Unter Leopold Munk wird das Unternehmen bald zum führenden Feuerwehrausstatter der Region. Sein Sohn gründet 1982 die Firma Ferdinand Munk Leiternbau. Er spezialisiert sich auf Leitern aus Aluminium.

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4.000 Tonnen Aluminium jährlich

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