Christoph von Külmer

Was Unternehmer über die Social-Media-App TikTok wissen sollten

Weshalb der Hype um die Social-Media-App TikTok so groß ist und was vor allem Unternehmen darüber wissen sollten, verrät Christoph von Külmer, Geschäftsführer der SportBrain Social Media & Web Agentur.

Tanzende Teenies und Lip Sync-Videos – TikTok, vormals musical.ly, wurde lange belächelt. Mittlerweile lässt sich die Social-Media-App aber nicht mehr ignorieren. In den letzten beiden Jahren hat TikTok einen wahren Höhenflug hingelegt und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Social-Media-Aktivitäten geworden. Mittlerweile nutzen weltweit 800 Millionen Menschen die zahlreichen Funktionen. Zum Vergleich: Twitter kommt mit etwa 330 Millionen Nutzern weltweit nicht einmal auf die Hälfte. Populäre Netzwerke wie Facebook oder Instagram werden mittlerweile von TikTok-Videos überflutet und auch die ersten Unternehmen nutzen die App inzwischen erfolgreich im Marketing.

Genügend Gründe also, TikTok einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und die Möglichkeiten für Unternehmen zu ergründen. In diesem Artikel gebe ich Ihnen einen kurzen Überblick über TikTok und zeige auf, was Sie unbedingt wissen sollten.

Aufbau und wichtige Funktionen

Auf TikTok dreht sich alles um kurze, selbstgedrehte Videoclips. Nutzer können Videos hochladen und mit Musik unterlegen. Neben vielen Tanz und Lip Sync-Videos findet man lustige und wirklich kreative Clips zu den verschiedensten Themen.

In der App haben User verschiedene Möglichkeiten, mit Inhalten oder anderen Kanälen zu interagieren: Sie können Videos liken oder kommentieren und anderen Usern folgen. Jeder Nutzer hat ein persönliches Profil, über das er seine Beiträge veröffentlichen kann. Außerdem können User über Direktnachrichten miteinander kommunizieren. Verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten wie Filter sowie Hashtags gibt es hier auch – kennen wir beides von Instagram und Co.

Wer auf TikTok ist

Das Vorurteil mit den tanzenden Teenies ist tatsächlich nicht ganz falsch. Auf TikTok ist vorrangig die Generation Z unterwegs: 69 Prozent der aktiven Nutzer sind zwischen 16 und 24 Jahre alt. Dennoch kein Grund, die App nicht ernst zu nehmen: Auch die Generation Z verfügt über eine enorme Kaufkraft. Zudem sind hier die Arbeitskräfte von morgen zu finden. Also die nächste Recruiting Kampagne vielleicht doch mit TikTok verstärken.

Nutzung der App

Ein Blick auf das Nutzungsverhalten der User zeigt: Die App wird sehr häufig – in Deutschland etwa 10 Mal pro Tag – und sehr lange genutzt – in Deutschland etwa 50 Minuten pro Tag. TikTok zieht seine Nutzer also so richtig in seinen Bann.

Das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen hat TikTok einen sehr guten Algorithmus, der die individuellen Vorlieben der Nutzer erkennt und ihnen passende Videos ausspielt. Zum anderen kann der Nutzer hier sehr gut passiv konsumieren: Er öffnet die App und bekommt automatisch ein Video nach dem anderen ausgespielt.

Besonderheiten

Hashtag-Challenges

Hashtag-Challenges sind auf TikTok ein großes Thema. Dabei ruft ein User eine Challenge ins Leben und fordert zum Mitmachen auf. Die Challenge erhält ein Hashtag, unter dem auch andere User ihre Videos dazu posten können. Alle Videos, die mit dem Hashtag versehen sind, werden in einer Übersicht gesammelt. Dadurch haben Videos großes Potenzial, sich viral zu verbreiten. Auch Unternehmen haben die Möglichkeit, eigene Challenges zu starten.

TikCode

Eine weiter Besonderheit der Plattform ist der TikCode – ein individueller QR-Code, den jeder User der App erhält. Scannte man den Code, gelangt man direkt auf das Profil des Code-Inhabers und kann ihm folgen oder seine Videos anschauen.

TikTok Sharing

TikTok-Videos sind mittlerweile auch auf anderen Social Media-Plattformen zu finden. Der Grund ist TikTok Sharing.

Während Apps wie Facebook oder Instagram ihre Inhalte auf der eigenen Plattform behalten möchten, verfolgt TikTok einen anderen Ansatz und unterstützt das Teilen auf nahezu jedem anderen sozialen Netzwerk. Das hat zur Folge, dass sich TikTok-Inhalte auch außerhalb der Plattform rasant verbreiten und stärkt die Sichtbarkeit des Kanals immens. Eine tolle Growth Hacking Idee.

Möglichkeiten für Unternehmen

Grundsätzlich können Sie auf TikTok zwei verschiedene Ansätze verfolgen: Entweder setzen Sie auf Kampagnen – oder Sie verfolgen eine redaktionelle Content-Strategie. Natürlich lassen sich auch beide Ansätze kombinieren.

Wer auf die Werbemöglichkeiten setzt, hat es als kleines Unternehmen etwas schwer, denn TikTok-Werbung steckt noch in den Kinderschuhen. Der „TikTok For Business Ads Manager“ wird in Deutschland ab Herbst zur Verfügung stehen und Unternehmen dann ermöglichen, selbstständig Werbung zu schalten. Aktuell haben Unternehmen aber die Möglichkeit, sich für Kampagnen an die Partnerschafts-Teams von TikTok zu wenden. Daneben gibt es natürlich die Option, Influencer Marketing auf der Plattform zu betreiben.

Wer sich für die Content-Strategie entscheidet, profitiert davon, dass sich mit wirklich guten Inhalten auf TikTok auch organisch große Reichweiten erzielen lassen. Besonders interessant ist das gerade jetzt, da noch nicht allzu viele Unternehmen auf TikTok aktiv sind und die App noch nicht von Werbung überflutet wird.

TikTok – für mich relevant?

Sollten Unternehmen auf TikTok setzten? Das lässt sich pauschal nicht beantworten.

Wer sich ein bisschen mit der App beschäftigt, stellt schnell fest, dass sich TikTok noch nicht unbedingt als Kanal für B2B-Kommunikation anbietet – ausgenommen der Fall Employer Branding.  Für B2C-Unternehmen, deren Zielgruppe auf der Plattform unterwegs ist, hat TikTok jedoch großes Potenzial.

Grundsätzlich ist es im Marketing immer wichtig, die Zielgruppen und ihre Vorlieben im Auge zu behalten. TikTok und die Art und Weise, wie die App funktioniert und genutzt wird, ist wegweisend für das, was die Generation Z anspricht. Wer das einfach ignoriert, läuft Gefahr, für diese Generation nicht mehr relevant zu sein.

Wer jetzt auf den TikTok-Zug aufspringt, hat noch die Chance, dort als Early Adopter durchzustarten und sich von der Konkurrenz abzuheben. Da die Plattform noch so jung ist, haben Unternehmen mit guten Inhalten und cleveren Ideen die Möglichkeit, auch ohne eine große Community und hohe Werbeausgaben große Reichweiten zu erzielen. Aber: Auch TikTok sollte nicht blind und ohne Strategie genutzt werden. Bei Interesse helfen ich und das Team von SportBrain Ihnen hier gerne weiter.

Ihr

Christoph von Külmer

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Christoph von Külmer

Was Unternehmer über die Social-Media-App TikTok wissen sollten

Weshalb der Hype um die Social-Media-App TikTok so groß ist und was vor allem Unternehmen darüber wissen sollten, verrät Christoph von Külmer, Geschäftsführer der SportBrain Social Media & Web Agentur.

Tanzende Teenies und Lip Sync-Videos – TikTok, vormals musical.ly, wurde lange belächelt. Mittlerweile lässt sich die Social-Media-App aber nicht mehr ignorieren. In den letzten beiden Jahren hat TikTok einen wahren Höhenflug hingelegt und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Social-Media-Aktivitäten geworden. Mittlerweile nutzen weltweit 800 Millionen Menschen die zahlreichen Funktionen. Zum Vergleich: Twitter kommt mit etwa 330 Millionen Nutzern weltweit nicht einmal auf die Hälfte. Populäre Netzwerke wie Facebook oder Instagram werden mittlerweile von TikTok-Videos überflutet und auch die ersten Unternehmen nutzen die App inzwischen erfolgreich im Marketing.

Genügend Gründe also, TikTok einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und die Möglichkeiten für Unternehmen zu ergründen. In diesem Artikel gebe ich Ihnen einen kurzen Überblick über TikTok und zeige auf, was Sie unbedingt wissen sollten.

Aufbau und wichtige Funktionen

Auf TikTok dreht sich alles um kurze, selbstgedrehte Videoclips. Nutzer können Videos hochladen und mit Musik unterlegen. Neben vielen Tanz und Lip Sync-Videos findet man lustige und wirklich kreative Clips zu den verschiedensten Themen.

In der App haben User verschiedene Möglichkeiten, mit Inhalten oder anderen Kanälen zu interagieren: Sie können Videos liken oder kommentieren und anderen Usern folgen. Jeder Nutzer hat ein persönliches Profil, über das er seine Beiträge veröffentlichen kann. Außerdem können User über Direktnachrichten miteinander kommunizieren. Verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten wie Filter sowie Hashtags gibt es hier auch – kennen wir beides von Instagram und Co.

Wer auf TikTok ist

Das Vorurteil mit den tanzenden Teenies ist tatsächlich nicht ganz falsch. Auf TikTok ist vorrangig die Generation Z unterwegs: 69 Prozent der aktiven Nutzer sind zwischen 16 und 24 Jahre alt. Dennoch kein Grund, die App nicht ernst zu nehmen: Auch die Generation Z verfügt über eine enorme Kaufkraft. Zudem sind hier die Arbeitskräfte von morgen zu finden. Also die nächste Recruiting Kampagne vielleicht doch mit TikTok verstärken.

Nutzung der App

Ein Blick auf das Nutzungsverhalten der User zeigt: Die App wird sehr häufig – in Deutschland etwa 10 Mal pro Tag – und sehr lange genutzt – in Deutschland etwa 50 Minuten pro Tag. TikTok zieht seine Nutzer also so richtig in seinen Bann.

Das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen hat TikTok einen sehr guten Algorithmus, der die individuellen Vorlieben der Nutzer erkennt und ihnen passende Videos ausspielt. Zum anderen kann der Nutzer hier sehr gut passiv konsumieren: Er öffnet die App und bekommt automatisch ein Video nach dem anderen ausgespielt.

Besonderheiten

Hashtag-Challenges

Hashtag-Challenges sind auf TikTok ein großes Thema. Dabei ruft ein User eine Challenge ins Leben und fordert zum Mitmachen auf. Die Challenge erhält ein Hashtag, unter dem auch andere User ihre Videos dazu posten können. Alle Videos, die mit dem Hashtag versehen sind, werden in einer Übersicht gesammelt. Dadurch haben Videos großes Potenzial, sich viral zu verbreiten. Auch Unternehmen haben die Möglichkeit, eigene Challenges zu starten.

TikCode

Eine weiter Besonderheit der Plattform ist der TikCode – ein individueller QR-Code, den jeder User der App erhält. Scannte man den Code, gelangt man direkt auf das Profil des Code-Inhabers und kann ihm folgen oder seine Videos anschauen.

TikTok Sharing

TikTok-Videos sind mittlerweile auch auf anderen Social Media-Plattformen zu finden. Der Grund ist TikTok Sharing.

Während Apps wie Facebook oder Instagram ihre Inhalte auf der eigenen Plattform behalten möchten, verfolgt TikTok einen anderen Ansatz und unterstützt das Teilen auf nahezu jedem anderen sozialen Netzwerk. Das hat zur Folge, dass sich TikTok-Inhalte auch außerhalb der Plattform rasant verbreiten und stärkt die Sichtbarkeit des Kanals immens. Eine tolle Growth Hacking Idee.

Möglichkeiten für Unternehmen

Grundsätzlich können Sie auf TikTok zwei verschiedene Ansätze verfolgen: Entweder setzen Sie auf Kampagnen – oder Sie verfolgen eine redaktionelle Content-Strategie. Natürlich lassen sich auch beide Ansätze kombinieren.

Wer auf die Werbemöglichkeiten setzt, hat es als kleines Unternehmen etwas schwer, denn TikTok-Werbung steckt noch in den Kinderschuhen. Der „TikTok For Business Ads Manager“ wird in Deutschland ab Herbst zur Verfügung stehen und Unternehmen dann ermöglichen, selbstständig Werbung zu schalten. Aktuell haben Unternehmen aber die Möglichkeit, sich für Kampagnen an die Partnerschafts-Teams von TikTok zu wenden. Daneben gibt es natürlich die Option, Influencer Marketing auf der Plattform zu betreiben.

Wer sich für die Content-Strategie entscheidet, profitiert davon, dass sich mit wirklich guten Inhalten auf TikTok auch organisch große Reichweiten erzielen lassen. Besonders interessant ist das gerade jetzt, da noch nicht allzu viele Unternehmen auf TikTok aktiv sind und die App noch nicht von Werbung überflutet wird.

TikTok – für mich relevant?

Sollten Unternehmen auf TikTok setzten? Das lässt sich pauschal nicht beantworten.

Wer sich ein bisschen mit der App beschäftigt, stellt schnell fest, dass sich TikTok noch nicht unbedingt als Kanal für B2B-Kommunikation anbietet – ausgenommen der Fall Employer Branding.  Für B2C-Unternehmen, deren Zielgruppe auf der Plattform unterwegs ist, hat TikTok jedoch großes Potenzial.

Grundsätzlich ist es im Marketing immer wichtig, die Zielgruppen und ihre Vorlieben im Auge zu behalten. TikTok und die Art und Weise, wie die App funktioniert und genutzt wird, ist wegweisend für das, was die Generation Z anspricht. Wer das einfach ignoriert, läuft Gefahr, für diese Generation nicht mehr relevant zu sein.

Wer jetzt auf den TikTok-Zug aufspringt, hat noch die Chance, dort als Early Adopter durchzustarten und sich von der Konkurrenz abzuheben. Da die Plattform noch so jung ist, haben Unternehmen mit guten Inhalten und cleveren Ideen die Möglichkeit, auch ohne eine große Community und hohe Werbeausgaben große Reichweiten zu erzielen. Aber: Auch TikTok sollte nicht blind und ohne Strategie genutzt werden. Bei Interesse helfen ich und das Team von SportBrain Ihnen hier gerne weiter.

Ihr

Christoph von Külmer

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