Christoph von Külmer

„Snackable Video Content“: Was steckt hinter dem neuen Buzzword im B2B-Marketing?

Social Media-Experte Christoph von Külmer. Bild: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Das Buzzword „Snackable Content“ geistert schon seit einigen Jahren durch die Marketing-Welt, doch in den heutigen Zeiten der mobilen Mediennutzung ist es relevanter denn je. In diesem Fachbeitrag erkläre ich Ihnen, was Snackable Video Content überhaupt ist, für wen er sich eignet, warum jedes Unternehmen Video-Häppchen braucht und was wirklich gute Snackable Videos ausmacht.

Snackable Video Content – was ist das überhaupt?

Der Begriff „Snackable“ leitet sich von dem englischen Wort Snack ab, welches einen kleinen Imbiss zwischendurch beschreibt. Tatsächlich ist Snackable Content damit schon recht gut erklärt. Der Begriff beschreibt Content, der sich vom Rezipienten schnell, ohne großen Aufwand und ohne viel kognitive Anstrengung erfassen lässt – das Fast Food des Online Marketings sozusagen.

Obwohl Snackable Content generell in allen Bereichen des Online-Marketings funktionieren kann, eignet er sich doch am allerbesten für soziale Netzwerke. Snackable Inhalte können in Textform vorliegen, beispielsweise als Tweets, oder in visueller Form als Bilder, GIFs, Memes oder kleine Infografiken. Meistens finden wir Snackable Content aber im Video-Format. Warum? Zum einen werden Videos beim User immer beliebter, weil sie geringen Rezeptionsaufwand erfordern. Zum anderen rücken Video-Inhalte aufgrund ihrer Beliebtheit natürlich auch bei allen Social Media-Plattformen zunehmend in den Vordergrund. Nicht nur Facebook und Youtube haben sich in den letzten Jahren immer stärker auf Videos ausgerichtet, auch spezielle Video-Apps wie das neue IGTV (Instagram-TV) erleben gerade einen Boom.

Für wen eignen sich Snackable Videos?

Snackable Videos eignen sich prinzipiell für jedes Unternehmen, sowohl im B2B-, als auch im B2C-Bereich. Oft stehen die Videos in dem Ruf, rein unterhaltsam zu sein – das stimmt aber nicht, denn Snackable Videos sind eher ein Infotainment-Format. In ein Snackable-Format können beispielsweise Produktdemonstrationen, Erklärvideos, Recruiting-Videos oder Messevideos verpackt werden. Für lange Imagefilme, ausführliche Videos oder Filme mit viel Text eignet sich das Format allerdings weniger; solche Videos gehören eher auf Ihre Website.

Warum Sie Snackable Content brauchen

Warum ist das nun so toll? Snackable Videos haben diverse Vorteile. Ich habe Ihnen die wichtigsten darunter in einer kleinen Übersicht zusammengefasst:

1. Bessere Chancen, die Zielgruppe zu erreichen:
Die Aufmerksamkeitsspanne eines Facebook-Users liegt bei 1,7 Sekunden (im mobilen Newsfeed). Um in der Masse der Posts aufzufallen, müssen Ihre Inhalte also schnell die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, den Nutzer von Beginn an für sich einnehmen und vor allem kurz sein. Videos starten im Facebook-Newsfeed automatisch und können diese Anforderungen viel besser erfüllen als Texte oder Bilder!

2. Geringer Produktionsaufwand:
Snackable Videos sind kurz und damit leichter zu erstellen als ein Imagefilm oder ein ausführliches YouTube-Video.

3. Geringe Kosten:
Aufgrund Ihrer Kürze halten sich auch die Produktionskosten für Snackable Videos in Grenzen.

4. Perfekt für Social Media: Snackable Videos sind der optimale Content für Ihre Social Media-Kanäle – Facebook, Instagram oder Snapchat, aber auch Business-Plattformen wie LinkedIn oder Xing. Hier haben sie das größte Potenzial, von vielen Menschen gesehen zu werden und sich zu verbreiten. Außerdem können Sie die Werbemöglichkeiten sozialer Netzwerke nutzen, um Ihre Video-Snacks noch bekannter zu machen. 

5. Top für die mobile Nutzung: Beim Warten auf die Bahn ein schneller Blick in Facebook oder ein kurzes Video auf Linkedin – kurze Inhalte werden vor allem über das Smartphone rezipiert. Und weil die mobile Social Media-Nutzung immer weiter zunimmt, sind Snackable Videos der Content der Zukunft.

6. Virales Potenzial: Videos können im Social Web geteilt werden. Snackable Videos haben also das Potenzial, sich viral zu verbreiten und so die Bekanntheit Ihrer Marke erheblich zu erhöhen.

7. Markenbekanntheit und Traffic: Mit Snackable Video können Sie Ihre Marke bekannter machen und mehr Traffic auf Ihre Website, Facebook-Seite oder Landingpage lenken.

Wie bekomme ich gute Snackable Videos?

Damit Snackable Videos die gewünschten Erfolge erzielen, müssen sie folgende Eigenschaften besitzen:

  • Hochwertigkeit: Kurz darf es sein, aber nicht unprofessionell: wackelige Handy-Videos sind kein guter Snackable Content und werden auch nicht die gewünschten Effekte erzielen. Achten Sie deshalb auf Hochwertigkeit!

  • Länge: Ihr Video sollte unbedingt kurz sein – bestenfalls maximal 60 Sekunden.

  • Spannungskurve: Sie müssen Ihr Publikum sofort überzeugen. Wichtig ist deshalb, gleich mit den besten Inhalten zu starten!

  • Untertitel: Vor allem Facebook-Videos werden meist ohne Ton angeschaut. Achten Sie bei einem Sprecher deshalb auf Untertitel!

  • Format: Verschiedene Plattformen verlangen unterschiedliche Video-Formate. Achten Sie für ein optimal angezeigtes Video auf das richtige Format!

  • Story: Ihr Video sollte eine Geschichte erzählen, die das Publikum fasziniert.

Für wirklich gute und professionelle Videos sollten Sie am besten mit einem professionellen Anbieter wie einer Video-Agentur zusammenarbeiten. Dann können Sie sich sicher sein, dass Ihr Video alle notwendigen Anforderungen erfüllt, optimal angezeigt wird und der Aufwand sich auch wirklich lohnt!

Ihr Christoph von Külmer
SportBrain Entertainment GmbH

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben