Norman Gräter

Sind Rückschläge manchmal auch Aufschläge?

Wenn Sie sich in den vergangenen Jahren wiederholt im Spiegel angeschaut und gedacht haben: „Verdammt, ich bin einfach noch nicht da, wo ich gerne wäre“ – Herzlichen Glückwunsch, damit sind sie nicht alleine.

Haben Sie sich in den letzten Jahren wiederholt im Spiegel angeschaut und gedacht: „Verdammt, ich bin einfach noch nicht da, wo ich gerne wäre“? Ob Sie das in Bezug auf Ihre Karriere, Ihre Familie, Ihre Finanzen oder Gesundheit denken, tut nichts zur Sache. Kann es sein, dass ein Grund dafür diverse Rückschläge auf Ihrem bisherigen Lebensweg waren? Wäre es auch möglich, dass Sie immer noch anderen Menschen oder Situationen die Schuld dafür geben, dass Sie heute nicht da sind, wo Sie aus Ihrer Sicht grundsätzlich hingehören? Falls Sie mit einem Ja geantwortet haben, dann herzlichen Glückwunsch. Sie sind nicht alleine.

Viele Menschen zeigen mit dem Finger auf die Politik, den Wettbewerb, auf Schatzi oder den lieben Gott und denken sich: „Du Sau. Ohne dich wäre ich schon viel weiter.“ Wenn Sie sich zu dieser Zielgruppe zählen, möchte ich Sie fragen: Hat Sie dieses Verhalten näher zu Ihrem gewünschten Ziel gebracht? Nein? Komisch. Wäre es möglich, dass es dann gar nicht an den Anderen liegt? „Natürlich tut es da. Ich kann ja nichts dafür“ höre auf diese Frage immer wieder. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass bei jedem Ihrer Probleme, eine Person jedes Mal in der Nähe ist? Na, wer mag das wohl sein? Sie bekommen ein Fleißbienchen, wenn Sie erkennen, von wem ich spreche. Sollten Sie nun ratlos vor diesem Text sitzen, schauen Sie für einen Moment in den Spiegel. Da finden Sie die gerade angesprochene Person.

„Ja, aber...“ höre ich einige von Ihnen jetzt denken. „Für Corona kann ich ja nichts.“ Wissen Sie, so habe ich auch gedacht, als zwölf Tage vor meiner über sechs Jahre geplanten Show, das Veranstaltungsverbot der Stadt Stuttgart kam. Und ja, ich habe auch den lieben Gott gefragt, was die Scheisse eigentlich soll. Hat es mich glücklicher gemacht? Hat es mich meinem eigentlichen Ziel nähergebracht? Hat es mir mehr Kunden beschwert? Dreimal Nein. War es somit sinnvoll, diesen Weg der Anklage weiterzugehen? Nein.

Somit machte ich mich auf die Suche nach einem anderen Weg. Und wer bekanntlich sucht, der findet auch. Folgende vier Punkte habe ich auf meiner Reise aus meinem emotionalen Keller zurück ins Obergeschoss erkannt.

Der Glaube

Das aller wichtigste nach meinem Rückschlag war der Glaube. Und zwar der Glaube an mich selbst. Viele Menschen definieren sich über Erfolge im Außen. Über Geld, Autos und sonstige materielle Dinge. Das ist vollkommen in Ordnung. Nur hat das alles nichts mit Ihnen als Mensch zu tun. „Ich bin nicht mein Projekt“ war der Satz, den ich erst lernen durfte. Ob meine geplante Show verboten wurde oder auch nicht – ich bin ein großartiger Mensch. Wer sich nur über Dinge im Außen definiert, wird diesen Punkt nie verstehen.

Das Vertrauen

Wie vertrauen? In was oder wen? Vertrauen darin, dass immer alles gut wird. Wenn... und nur wenn Sie erkennen, dass es zu jeder schlechten, auch eine gute Seite gibt. Nehmen wir uns dazu das Gesetz der Polarität zur Brust. Alles auf dieser Welt ist polar aufgebaut. Links – Rechts. Oben – Unten. Mann – Frau. Rein – Raus. Das Eine gibt es nur, weil es das Andere gibt. Wenn Ihnen das Leben einmal eine Zitrone schenkt und Sie gefühlt auf einer Skala bei -10 gelandet sind, muss es nach dem Gesetz der Polarität auch eine +10 geben. Keine +2 oder +4. Eine +10, wenn Sie selbst bei einer -10 aufgeschlagen sind. Und genau diese +10 gilt es zu erkennen und sich darauf zu fokussieren. Machen Sie auch nach einem Rückschlag weiter und vertrauen darauf, dass es bei all dem schlechten, auch etwas Gutes geben muss. Nur wenn Sie liegen bleiben, ist es vorbei.

Sei flexibel

Corona hin, Corona her. So wie es früher war, wird es heute nicht mehr sein. Das sollte nun auch der Letzte begriffen haben. Somit war meine Prämisse, weiter an meinem Traum festzuhalten und dabei meine Herangehensweise zu verändern. Wenn Sie vor einer Mauer stehen, können Sie warten, bis sich die Mauer bewegt oder einen anderen Weg finden, um weiter Ihren Weg zu gehen. So habe ich es gemacht. Firmenvorträge und Shows waren auf null, somit habe ich meine Coaching- und Beratungstätigkeiten hochgefahren und angefangen, meine Storytelling Skills auch anderen für das Erstellen von emotional ansprechenden Presseartikeln zur Verfügung zu stellen. Was ich auch erkannt habe; es kommt gar nicht so sehr auf die Erreichung des Ziels an, sondern mehr auf meine eigene Entwicklung auf diesem Weg zum Ziel. Diese Entwicklung war durch die Corona bedingte Show Absage immens. Was wäre, wenn am Ende des Tages in meiner Welt alles so passieren musste, damit ich auf meinem Weg weiterwachse? Ich sage nicht, dass Sie meine Gedanken dazu übernehmen sollen. Denken Sie einfach einmal darüber nach. Mein Motto dazu lautet: Manchmal steht das Gute dem Großartigen zur im Weg. Seien Sie flexibel und bleiben in Bewegung.

Umsetzungsgeschwindigkeit

Wie schnell Sie wieder auf die Beine kommen, wird durch ein Wort definiert. Ihre eigene Umsetzungsgeschwindigkeit. Bekommen Sie Ihre neuen Ideen umgesetzt oder bleibt es bei der blanken Theorie? Wie schnell bekommen Sie Ihre PS zurück auf die Straße? Denn vom Denken alleine, hat sich noch nichts verändert. Die Handlung macht den finalen Unterschied. Je nachdem, wie schnell Sie ins Handeln kommen, wird definieren, wie schnell sich etwas bei Ihnen verändern wird.

Fazit

Gerne möchte ich Ihnen noch ein Zitat von Steve Jobs ans Herz legen. „You can connect the dots only from the back” (Du kannst die Punkte nur rückwärts verbinden). Nehmen Sie sich bitte irgendeine schöne Erfahrung aus Ihrem Leben. Nun gehen Sie in der Zeit zurück. Nehmen wir an, Sie sind stolz auf Ihre Kinder. Was war nötig, dass Sie Ihre Kinder haben? Sie mussten Ihren Partner kennenlernen. Wo haben Sie sich kennengelernt? Über einen Freund. Aha. Woher kennen Sie diesen Freund? Aus dem Urlaub. Wie kamen Sie zu diesem Urlaub? Und so weiter. Das machen Sie bitte solange, wie Sie können. Möglicherweise wird Ihnen auffallen, dass die Chance, dass das alles nur Zufall war, sehr gering ist. So sehe ich das zumindest. All die vielen Schritte, welche teilweise bereits viele Jahre her sind, waren nötig, damit Sie stolz auf Ihre Kinder sein können.

Glauben Sie an sich. Vertrauen Sie auf das Gute im Leben. Seien Sie flexibel und setzen Sie Ihre neuen Ideen schnell um. Und denken Sie dabei immer daran: Leben wird vorwärts gelebt, jedoch rückwärts verstanden.

Über Norman Gräter

Norman Gräter ist mehrfach preisgekrönter Keynotespeaker, Erfolgsbuch Autor und Mindset Coach für persönliches Wachstum. Weltweit inspirieren seine Vorträge unternehmerisch denkende Menschen und Firma wie u.a. PayPal, Bosch, DAIMLER, Viessmann uva. zu mehr Eigenverantwortung und einem menschlicheren Umgang. Er befähigt Menschen, den gewohnten Trott zu hinterfragen, um Überforderung, Stress und Angst vor neuen Dingen, anhand von fünf einfachen Schritten in Klarheit, Entscheidungsfreude und Erfolg zu verwandeln.

Emotional – Authentisch – Begeisternd

 

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Norman Gräter

Sind Rückschläge manchmal auch Aufschläge?

Wenn Sie sich in den vergangenen Jahren wiederholt im Spiegel angeschaut und gedacht haben: „Verdammt, ich bin einfach noch nicht da, wo ich gerne wäre“ – Herzlichen Glückwunsch, damit sind sie nicht alleine.

Haben Sie sich in den letzten Jahren wiederholt im Spiegel angeschaut und gedacht: „Verdammt, ich bin einfach noch nicht da, wo ich gerne wäre“? Ob Sie das in Bezug auf Ihre Karriere, Ihre Familie, Ihre Finanzen oder Gesundheit denken, tut nichts zur Sache. Kann es sein, dass ein Grund dafür diverse Rückschläge auf Ihrem bisherigen Lebensweg waren? Wäre es auch möglich, dass Sie immer noch anderen Menschen oder Situationen die Schuld dafür geben, dass Sie heute nicht da sind, wo Sie aus Ihrer Sicht grundsätzlich hingehören? Falls Sie mit einem Ja geantwortet haben, dann herzlichen Glückwunsch. Sie sind nicht alleine.

Viele Menschen zeigen mit dem Finger auf die Politik, den Wettbewerb, auf Schatzi oder den lieben Gott und denken sich: „Du Sau. Ohne dich wäre ich schon viel weiter.“ Wenn Sie sich zu dieser Zielgruppe zählen, möchte ich Sie fragen: Hat Sie dieses Verhalten näher zu Ihrem gewünschten Ziel gebracht? Nein? Komisch. Wäre es möglich, dass es dann gar nicht an den Anderen liegt? „Natürlich tut es da. Ich kann ja nichts dafür“ höre auf diese Frage immer wieder. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass bei jedem Ihrer Probleme, eine Person jedes Mal in der Nähe ist? Na, wer mag das wohl sein? Sie bekommen ein Fleißbienchen, wenn Sie erkennen, von wem ich spreche. Sollten Sie nun ratlos vor diesem Text sitzen, schauen Sie für einen Moment in den Spiegel. Da finden Sie die gerade angesprochene Person.

„Ja, aber...“ höre ich einige von Ihnen jetzt denken. „Für Corona kann ich ja nichts.“ Wissen Sie, so habe ich auch gedacht, als zwölf Tage vor meiner über sechs Jahre geplanten Show, das Veranstaltungsverbot der Stadt Stuttgart kam. Und ja, ich habe auch den lieben Gott gefragt, was die Scheisse eigentlich soll. Hat es mich glücklicher gemacht? Hat es mich meinem eigentlichen Ziel nähergebracht? Hat es mir mehr Kunden beschwert? Dreimal Nein. War es somit sinnvoll, diesen Weg der Anklage weiterzugehen? Nein.

Somit machte ich mich auf die Suche nach einem anderen Weg. Und wer bekanntlich sucht, der findet auch. Folgende vier Punkte habe ich auf meiner Reise aus meinem emotionalen Keller zurück ins Obergeschoss erkannt.

Der Glaube

Das aller wichtigste nach meinem Rückschlag war der Glaube. Und zwar der Glaube an mich selbst. Viele Menschen definieren sich über Erfolge im Außen. Über Geld, Autos und sonstige materielle Dinge. Das ist vollkommen in Ordnung. Nur hat das alles nichts mit Ihnen als Mensch zu tun. „Ich bin nicht mein Projekt“ war der Satz, den ich erst lernen durfte. Ob meine geplante Show verboten wurde oder auch nicht – ich bin ein großartiger Mensch. Wer sich nur über Dinge im Außen definiert, wird diesen Punkt nie verstehen.

Das Vertrauen

Wie vertrauen? In was oder wen? Vertrauen darin, dass immer alles gut wird. Wenn... und nur wenn Sie erkennen, dass es zu jeder schlechten, auch eine gute Seite gibt. Nehmen wir uns dazu das Gesetz der Polarität zur Brust. Alles auf dieser Welt ist polar aufgebaut. Links – Rechts. Oben – Unten. Mann – Frau. Rein – Raus. Das Eine gibt es nur, weil es das Andere gibt. Wenn Ihnen das Leben einmal eine Zitrone schenkt und Sie gefühlt auf einer Skala bei -10 gelandet sind, muss es nach dem Gesetz der Polarität auch eine +10 geben. Keine +2 oder +4. Eine +10, wenn Sie selbst bei einer -10 aufgeschlagen sind. Und genau diese +10 gilt es zu erkennen und sich darauf zu fokussieren. Machen Sie auch nach einem Rückschlag weiter und vertrauen darauf, dass es bei all dem schlechten, auch etwas Gutes geben muss. Nur wenn Sie liegen bleiben, ist es vorbei.

Sei flexibel

Corona hin, Corona her. So wie es früher war, wird es heute nicht mehr sein. Das sollte nun auch der Letzte begriffen haben. Somit war meine Prämisse, weiter an meinem Traum festzuhalten und dabei meine Herangehensweise zu verändern. Wenn Sie vor einer Mauer stehen, können Sie warten, bis sich die Mauer bewegt oder einen anderen Weg finden, um weiter Ihren Weg zu gehen. So habe ich es gemacht. Firmenvorträge und Shows waren auf null, somit habe ich meine Coaching- und Beratungstätigkeiten hochgefahren und angefangen, meine Storytelling Skills auch anderen für das Erstellen von emotional ansprechenden Presseartikeln zur Verfügung zu stellen. Was ich auch erkannt habe; es kommt gar nicht so sehr auf die Erreichung des Ziels an, sondern mehr auf meine eigene Entwicklung auf diesem Weg zum Ziel. Diese Entwicklung war durch die Corona bedingte Show Absage immens. Was wäre, wenn am Ende des Tages in meiner Welt alles so passieren musste, damit ich auf meinem Weg weiterwachse? Ich sage nicht, dass Sie meine Gedanken dazu übernehmen sollen. Denken Sie einfach einmal darüber nach. Mein Motto dazu lautet: Manchmal steht das Gute dem Großartigen zur im Weg. Seien Sie flexibel und bleiben in Bewegung.

Umsetzungsgeschwindigkeit

Wie schnell Sie wieder auf die Beine kommen, wird durch ein Wort definiert. Ihre eigene Umsetzungsgeschwindigkeit. Bekommen Sie Ihre neuen Ideen umgesetzt oder bleibt es bei der blanken Theorie? Wie schnell bekommen Sie Ihre PS zurück auf die Straße? Denn vom Denken alleine, hat sich noch nichts verändert. Die Handlung macht den finalen Unterschied. Je nachdem, wie schnell Sie ins Handeln kommen, wird definieren, wie schnell sich etwas bei Ihnen verändern wird.

Fazit

Gerne möchte ich Ihnen noch ein Zitat von Steve Jobs ans Herz legen. „You can connect the dots only from the back” (Du kannst die Punkte nur rückwärts verbinden). Nehmen Sie sich bitte irgendeine schöne Erfahrung aus Ihrem Leben. Nun gehen Sie in der Zeit zurück. Nehmen wir an, Sie sind stolz auf Ihre Kinder. Was war nötig, dass Sie Ihre Kinder haben? Sie mussten Ihren Partner kennenlernen. Wo haben Sie sich kennengelernt? Über einen Freund. Aha. Woher kennen Sie diesen Freund? Aus dem Urlaub. Wie kamen Sie zu diesem Urlaub? Und so weiter. Das machen Sie bitte solange, wie Sie können. Möglicherweise wird Ihnen auffallen, dass die Chance, dass das alles nur Zufall war, sehr gering ist. So sehe ich das zumindest. All die vielen Schritte, welche teilweise bereits viele Jahre her sind, waren nötig, damit Sie stolz auf Ihre Kinder sein können.

Glauben Sie an sich. Vertrauen Sie auf das Gute im Leben. Seien Sie flexibel und setzen Sie Ihre neuen Ideen schnell um. Und denken Sie dabei immer daran: Leben wird vorwärts gelebt, jedoch rückwärts verstanden.

Über Norman Gräter

Norman Gräter ist mehrfach preisgekrönter Keynotespeaker, Erfolgsbuch Autor und Mindset Coach für persönliches Wachstum. Weltweit inspirieren seine Vorträge unternehmerisch denkende Menschen und Firma wie u.a. PayPal, Bosch, DAIMLER, Viessmann uva. zu mehr Eigenverantwortung und einem menschlicheren Umgang. Er befähigt Menschen, den gewohnten Trott zu hinterfragen, um Überforderung, Stress und Angst vor neuen Dingen, anhand von fünf einfachen Schritten in Klarheit, Entscheidungsfreude und Erfolg zu verwandeln.

Emotional – Authentisch – Begeisternd

 

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