Thorsten Lehmann

Luftreinigung im Büro: Vorsicht beim Filterwechsel

Wenn die Luft in Büros gereinigt wird ist schon viel für die Gesundheit der Mitarbeiter gewonnen. Dennoch sollte der Filterwechsel besser von Experten durchgeführt werden. Warum, erklärt Thorsten Lehman, Geschäftsführer von SunnyAirSolutions.

Neuer Filter rein, alter Filter raus und ab in den Mülleimer? So einfach geht der Austausch von HEPA-Filter der Klasse H13 oder H14 von Luftreinigungssystemen jedoch nicht. Wer HEPA-Filter aktuell zur Beseitigung von Viren einsetzt, sollte wissen: Ein Wechsel des kontaminierten Filters durch den Fachmann wird insbesondere während der Pandemie dringend empfohlen.  

Tatsächlich werden HEPA-Filter jedoch oftmals von Laien ausgetauscht – und das birgt Risiken. Denn die Filter entfernen zwar Partikel aus der Luft, inaktivieren sie jedoch nicht. Wie beim unsensiblen Wechsel von Staubsauger-Beuteln „schwirren“ so schlimmstenfalls hochkonzentriert abertausend pathogener Keime – wie SARS-CoV-2-Viren – in der Luft. Wer den Filter also unvorsichtig wechselt, läuft Gefahr, eine Ladung Viren abzubekommen. In diese Falle tappen Laien umso leichter, da zahlreiche Hersteller bei der Anschaffung nicht auf den fachgerechten Wechsel hinweisen.  

Filter unterscheiden sich im Wirkungsgrad  

HEPA-Filter erfahren derzeit im Zuge umfassender Corona-Hygienemaßnahmen eine große Nachfrage. Sie kommen bei zahlreichen Luftreinigungssystemen zum Einsatz, um Pollen, Milben, aber auch Viren aus der Raumluft abzuscheiden. Verschiedene Filterklassen geben dabei an, wie viele Partikel der Filter entfernt, also bei welchem Wert der Abscheidegrad liegt. Erst bei einem Wert von 99,95 Prozent sprechen Experten dabei von einem HEPA-Filter, in diesem Fall der Klasse H13. Ein HEPA-Filter der Klasse H14 entfernt sogar 99,995 Prozent aller Partikel. Luftreinigungsgeräte mit HEPA-Filtern ziehen die Raumluft gleichmäßig an und geben sie anschließend gereinigt wieder an den Raum zurück. Ein HEPA-Filter entfernt also die Partikel aus der Raumluft, inaktiviert diese aber nicht.  

Häufiger Filterwechsel ist empfehlenswert  

Der Gebrauch von HEPA-Filtersystemen ist generell sinnvoll im Kampf gegen Corona. Jedoch rufe ich dringend die Hersteller auf, die Verbraucher über die aus einer Anschaffung resultierenden Folgen aufzuklären. Aktuell weist kaum ein Hersteller auf die Risiken beim Filterwechsel hin. Denn je nach Gerät und dessen Laufzeit ist der Filterwechsel mehrmals jährlich notwendig. Geschultes Personal wechselt stets unter strenger Einhaltung definierter Sicherheitsaspekte. Dabei werden die Filter etwa mit Chemikalien behandelt, um so unter anderem Viren zu inaktiveren. Falls ein Gerät nicht selbst durch thermische Dekontamination (also durch die Erhitzung der Filter zwischen 80 und 100 Grad) arbeitet, ist zwingend die Hilfe durch einen Fachmann notwendig – für einen Laien ist dies nicht machbar.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Thorsten Lehmann

Luftreinigung im Büro: Vorsicht beim Filterwechsel

Wenn die Luft in Büros gereinigt wird ist schon viel für die Gesundheit der Mitarbeiter gewonnen. Dennoch sollte der Filterwechsel besser von Experten durchgeführt werden. Warum, erklärt Thorsten Lehman, Geschäftsführer von SunnyAirSolutions.

Neuer Filter rein, alter Filter raus und ab in den Mülleimer? So einfach geht der Austausch von HEPA-Filter der Klasse H13 oder H14 von Luftreinigungssystemen jedoch nicht. Wer HEPA-Filter aktuell zur Beseitigung von Viren einsetzt, sollte wissen: Ein Wechsel des kontaminierten Filters durch den Fachmann wird insbesondere während der Pandemie dringend empfohlen.  

Tatsächlich werden HEPA-Filter jedoch oftmals von Laien ausgetauscht – und das birgt Risiken. Denn die Filter entfernen zwar Partikel aus der Luft, inaktivieren sie jedoch nicht. Wie beim unsensiblen Wechsel von Staubsauger-Beuteln „schwirren“ so schlimmstenfalls hochkonzentriert abertausend pathogener Keime – wie SARS-CoV-2-Viren – in der Luft. Wer den Filter also unvorsichtig wechselt, läuft Gefahr, eine Ladung Viren abzubekommen. In diese Falle tappen Laien umso leichter, da zahlreiche Hersteller bei der Anschaffung nicht auf den fachgerechten Wechsel hinweisen.  

Filter unterscheiden sich im Wirkungsgrad  

HEPA-Filter erfahren derzeit im Zuge umfassender Corona-Hygienemaßnahmen eine große Nachfrage. Sie kommen bei zahlreichen Luftreinigungssystemen zum Einsatz, um Pollen, Milben, aber auch Viren aus der Raumluft abzuscheiden. Verschiedene Filterklassen geben dabei an, wie viele Partikel der Filter entfernt, also bei welchem Wert der Abscheidegrad liegt. Erst bei einem Wert von 99,95 Prozent sprechen Experten dabei von einem HEPA-Filter, in diesem Fall der Klasse H13. Ein HEPA-Filter der Klasse H14 entfernt sogar 99,995 Prozent aller Partikel. Luftreinigungsgeräte mit HEPA-Filtern ziehen die Raumluft gleichmäßig an und geben sie anschließend gereinigt wieder an den Raum zurück. Ein HEPA-Filter entfernt also die Partikel aus der Raumluft, inaktiviert diese aber nicht.  

Häufiger Filterwechsel ist empfehlenswert  

Der Gebrauch von HEPA-Filtersystemen ist generell sinnvoll im Kampf gegen Corona. Jedoch rufe ich dringend die Hersteller auf, die Verbraucher über die aus einer Anschaffung resultierenden Folgen aufzuklären. Aktuell weist kaum ein Hersteller auf die Risiken beim Filterwechsel hin. Denn je nach Gerät und dessen Laufzeit ist der Filterwechsel mehrmals jährlich notwendig. Geschultes Personal wechselt stets unter strenger Einhaltung definierter Sicherheitsaspekte. Dabei werden die Filter etwa mit Chemikalien behandelt, um so unter anderem Viren zu inaktiveren. Falls ein Gerät nicht selbst durch thermische Dekontamination (also durch die Erhitzung der Filter zwischen 80 und 100 Grad) arbeitet, ist zwingend die Hilfe durch einen Fachmann notwendig – für einen Laien ist dies nicht machbar.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben