Christoph von Külmer

Instagram Stories – Das neue Storytelling im B2B-Marketing

Social Media-Experte Christoph von Külmer. Bild: Sportbrain
Ob großer Konzern oder kleines Unternehmen – Instagram Marketing funktioniert für Jeden, weiß Social Media-Experte Christoph von Külmer. Er erklärt, weshalb es sich dieses Jahr für Unternehmen besonders lohnt, auf Instagram-Stories zu setzen.

TFSMB, kurz für „This fucking stimulated my brain“ – Mit diesen Worten startete der Online-Guru Karl Kratz seine Keynote bei der AllFacebook Marketing Conference 2019 in München. Was er damit aussagen will, ist ganz einfach und ein tägliches Doing bei uns in der Social Media Agentur: Hoch lebe die Story. Hoch lebe das emotionale Storytelling mit Bildern und Videos, um „die Botschaften ins Hirn zu knallen“. Unternehmen müssen heutzutage Mut haben, Neues auszuprobieren und einzigartig sein, um den Zugang zu den Nutzern zu bekommen. Die Menschen sehnen sich heute nach authentischen Geschichten, nach Blicken hinter die Kulissen, nach Echtheit und Transparenz. Und wie können Sie diese 2019 am einfachsten emotional und bildgewaltig transportieren? Durch Stories!

Warum Instagram?

2018 erreichte die Social Media-Plattform Instagram die 1 Milliarde Nutzer-Marke. Bereits über 25 Millionen Marken und Unternehmen haben mittlerweile das Potenzial der Plattform erkannt. Über Instagram können sie ihre Bekanntheit erhöhen, mit der Zielgruppe in Kontakt treten, Produkte in Szene setzen und eine starke Beziehung zur Community aufbauen. Der Autovermieter Sixt setzt zum Beispiel voll auf Instagram und konnte die Reichweiten und Klickraten drastisch erhöhen.

Die Grundvoraussetzung für den Erfolg liegt allerdings weder in der Unternehmensgröße, noch im Umsatz. Wesentlich entscheidender ist die richtige Strategie. Dazu gehört auch, Trends zu (er)kennen und dort zu investieren, wo gerade das größte Potenzial liegt. Bei Instagram sind das aktuell die Stories. Die Funktion wurde 2016 eingeführt und hat mittlerweile 400 Millionen User – jeden Tag.

Keine Frage: Stories sind auf der Überholspur und könnten in Sachen Beliebtheit sogar den Instagram Newsfeed überholen. So populär ist das Format, weil es mindestens genauso unterhaltsam ist wie der Newsfeed, dabei aber persönlicher, authentischer und nahbarer wirkt. Was heißt das nun für Unternehmen? Sie müssen 2019 auf Stories setzen. Damit das Geschichtenerzählen auf Instagram klappt, habe ich natürlich auch wieder einige Tipps für Sie.

1. First things first: die richtige Strategie

Bevor Sie loslegen können, gilt es natürlich wie immer, sich eine passende Strategie zurechtzulegen. Dabei können Sie sich leider nicht auf Ihre bestehende Instagram-Strategie berufen, denn die Stories sind doch ein sehr unterschiedliches Format. Als Erstes sollten Sie sich überlegen, wer Ihre Zielgruppe ist. Dann machen Sie sich Gedanken darüber, was Sie mit den Stories erreichen möchten und welche Gründe Ihre Follower haben sollten, Ihre Stories anzuschauen (Stichwort: Mehrwert!). Möchten Sie Produkte vorstellen und bewerben? Blicke hinter die Kulissen zeigen? Den Followern Informationen vermitteln? Sie zu Events mitnehmen? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Außerdem müssen Sie sich überlegen, was Sie in Ihrem Newsfeed posten möchten und was in den Stories. Über Story-Highlights sollten Sie sich ebenfalls Gedanken machen. Die Highlights ordnen Ihre Stories in Kategorien, unter welchen sie im Instagram-Profil abgespeichert werden können und langfristig zur Verfügung stehen.

2. Das Publikum mit guten Geschichten fesseln

In Stories geht es darum, Geschichten zu erzählen. Gute Stories folgen einer Dramaturgie, haben eine Einleitung, einen Schluss und Höhepunkte (aber Achtung: die wichtigsten

Inhalte sollten tendenziell eher am Anfang stehen). Das heißt also, dass jede Story ein Konzept, quasi eine Art Drehbuch benötigt, denn wildes drauflos Filmen funktioniert nicht. Keine Panik, falls Sie Scheu haben sollten, in die Kamera zu sprechen: Sie können problemlos auf einen Sprecher verzichten und stattdessen Texte einsetzen.

3. Der passende Look

Wisch und weg – Stories werden im Schnelldurchlauf konsumiert. Ihre Gestaltung ist deshalb extrem wichtig. Sie müssen nicht nur die Aufmerksamkeit der Nutzer wecken, sondern auch ihren Blick auf die wichtigen Elemente lenken und sie zu bestimmten Handlungen verleiten. Außerdem ist ein einheitliches, wiederkehrendes Layout, das zur CI Ihres Unternehmens passt, sehr wichtig.

4. Click this! So triggern Sie gewünschte Handlungen

Je nachdem, mit welcher Intension Stories eingesetzt werden, ist es extrem wichtig, bestimmte Handlungen wie Klicks auf einen Button oder Swipes nach oben anzupreisen. Das heißt, die Elemente, die geklickt werden sollen, müssen absolut im Fokus stehen. Zusätzliche Elemente wie GIFs sollten auf die gewünschten Handlungen hinweisen, sonst haben sie im Slide nichts verloren. Vorsicht auch bei Gesichtern: Sie lenken die Aufmerksamkeit der Zuschauer so sehr auf sich, dass andere Elemente untergehen können.

5. Ausschweifen oder schnell zum Punkt? Die richtige Länge

Ein Slide einer Instagram-Story kann 15 Sekunden lang sein. Aber wie viele Slides hat die ideale Story? Den Ergebnissen einer Studie zufolge hat die ideale Story zwischen 1 und 7 Slides, wobei auch längere Stories mit bis zu 20 Slides gerne angeschaut werden. Aber experimentieren Sie lieber selbst, um die ideale Länge für Ihre Follower zu finden.

6. Ein Blick in die Zahlen: Performance analysieren

Nur wer weiß, was gut oder schlecht ankommt, ist in der Lage, sein Verhalten – oder in diesem Fall seine Stories – zu optimieren. Deshalb ist es wichtig, gepostete Stories zu analysieren. Für die Light-Variante einfach in der eigenen Story nach oben wischen, auf das Diagramm-Symbol klicken und Kennzahlen wie erreichte Accounts einsehen. Wer mehr Infos möchte, sollte sich (als Unternehmen) einen Business-Account zulegen, denn hier gibt es auch Kennzahlen wie Impressionen oder Reichweite.

7. Werbung schalten

Auch in Instagram Stories haben Sie vielfältige Möglichkeiten, um Werbung zu schalten. Ihre „werblichen Slides“ werden der vordefinierten Zielgruppe dann zwischen Stories von Instagram-Accounts, die sie abonniert hat, angezeigt. Damit sind sie sehr gut sichtbar und haben die Aufmerksamkeit der Empfänger sicher. Wichtig ist, dass Ihre Ads sich nicht zu stark von den nicht-werblichen Stories abheben und vom User nicht sofort als Werbung identifiziert werden können. Deshalb und wegen verschiedener Vorgaben sind Story Ads eher etwas für fortgeschrittene Instagrammer oder Unternehmen, die sich professionelle Unterstützung holen.

Also seien Sie mutig und überzeugen Sie Ihre Kunden, Mitarbeiter und alle Interessenten mit emotionalen kleinen Geschichten rund um Ihr Unternehmen. Aber nicht vergessen: TFSMB!

Ihr Christoph von Külmer

Social Media Specialist SportBrain Social Media & Web

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Christoph von Külmer

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Social Media-Experte Christoph von Külmer. Bild: Sportbrain
Ob großer Konzern oder kleines Unternehmen – Instagram Marketing funktioniert für Jeden, weiß Social Media-Experte Christoph von Külmer. Er erklärt, weshalb es sich dieses Jahr für Unternehmen besonders lohnt, auf Instagram-Stories zu setzen.

TFSMB, kurz für „This fucking stimulated my brain“ – Mit diesen Worten startete der Online-Guru Karl Kratz seine Keynote bei der AllFacebook Marketing Conference 2019 in München. Was er damit aussagen will, ist ganz einfach und ein tägliches Doing bei uns in der Social Media Agentur: Hoch lebe die Story. Hoch lebe das emotionale Storytelling mit Bildern und Videos, um „die Botschaften ins Hirn zu knallen“. Unternehmen müssen heutzutage Mut haben, Neues auszuprobieren und einzigartig sein, um den Zugang zu den Nutzern zu bekommen. Die Menschen sehnen sich heute nach authentischen Geschichten, nach Blicken hinter die Kulissen, nach Echtheit und Transparenz. Und wie können Sie diese 2019 am einfachsten emotional und bildgewaltig transportieren? Durch Stories!

Warum Instagram?

2018 erreichte die Social Media-Plattform Instagram die 1 Milliarde Nutzer-Marke. Bereits über 25 Millionen Marken und Unternehmen haben mittlerweile das Potenzial der Plattform erkannt. Über Instagram können sie ihre Bekanntheit erhöhen, mit der Zielgruppe in Kontakt treten, Produkte in Szene setzen und eine starke Beziehung zur Community aufbauen. Der Autovermieter Sixt setzt zum Beispiel voll auf Instagram und konnte die Reichweiten und Klickraten drastisch erhöhen.

Die Grundvoraussetzung für den Erfolg liegt allerdings weder in der Unternehmensgröße, noch im Umsatz. Wesentlich entscheidender ist die richtige Strategie. Dazu gehört auch, Trends zu (er)kennen und dort zu investieren, wo gerade das größte Potenzial liegt. Bei Instagram sind das aktuell die Stories. Die Funktion wurde 2016 eingeführt und hat mittlerweile 400 Millionen User – jeden Tag.

Keine Frage: Stories sind auf der Überholspur und könnten in Sachen Beliebtheit sogar den Instagram Newsfeed überholen. So populär ist das Format, weil es mindestens genauso unterhaltsam ist wie der Newsfeed, dabei aber persönlicher, authentischer und nahbarer wirkt. Was heißt das nun für Unternehmen? Sie müssen 2019 auf Stories setzen. Damit das Geschichtenerzählen auf Instagram klappt, habe ich natürlich auch wieder einige Tipps für Sie.

1. First things first: die richtige Strategie

Bevor Sie loslegen können, gilt es natürlich wie immer, sich eine passende Strategie zurechtzulegen. Dabei können Sie sich leider nicht auf Ihre bestehende Instagram-Strategie berufen, denn die Stories sind doch ein sehr unterschiedliches Format. Als Erstes sollten Sie sich überlegen, wer Ihre Zielgruppe ist. Dann machen Sie sich Gedanken darüber, was Sie mit den Stories erreichen möchten und welche Gründe Ihre Follower haben sollten, Ihre Stories anzuschauen (Stichwort: Mehrwert!). Möchten Sie Produkte vorstellen und bewerben? Blicke hinter die Kulissen zeigen? Den Followern Informationen vermitteln? Sie zu Events mitnehmen? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Außerdem müssen Sie sich überlegen, was Sie in Ihrem Newsfeed posten möchten und was in den Stories. Über Story-Highlights sollten Sie sich ebenfalls Gedanken machen. Die Highlights ordnen Ihre Stories in Kategorien, unter welchen sie im Instagram-Profil abgespeichert werden können und langfristig zur Verfügung stehen.

2. Das Publikum mit guten Geschichten fesseln

In Stories geht es darum, Geschichten zu erzählen. Gute Stories folgen einer Dramaturgie, haben eine Einleitung, einen Schluss und Höhepunkte (aber Achtung: die wichtigsten

Inhalte sollten tendenziell eher am Anfang stehen). Das heißt also, dass jede Story ein Konzept, quasi eine Art Drehbuch benötigt, denn wildes drauflos Filmen funktioniert nicht. Keine Panik, falls Sie Scheu haben sollten, in die Kamera zu sprechen: Sie können problemlos auf einen Sprecher verzichten und stattdessen Texte einsetzen.

3. Der passende Look

Wisch und weg – Stories werden im Schnelldurchlauf konsumiert. Ihre Gestaltung ist deshalb extrem wichtig. Sie müssen nicht nur die Aufmerksamkeit der Nutzer wecken, sondern auch ihren Blick auf die wichtigen Elemente lenken und sie zu bestimmten Handlungen verleiten. Außerdem ist ein einheitliches, wiederkehrendes Layout, das zur CI Ihres Unternehmens passt, sehr wichtig.

4. Click this! So triggern Sie gewünschte Handlungen

Je nachdem, mit welcher Intension Stories eingesetzt werden, ist es extrem wichtig, bestimmte Handlungen wie Klicks auf einen Button oder Swipes nach oben anzupreisen. Das heißt, die Elemente, die geklickt werden sollen, müssen absolut im Fokus stehen. Zusätzliche Elemente wie GIFs sollten auf die gewünschten Handlungen hinweisen, sonst haben sie im Slide nichts verloren. Vorsicht auch bei Gesichtern: Sie lenken die Aufmerksamkeit der Zuschauer so sehr auf sich, dass andere Elemente untergehen können.

5. Ausschweifen oder schnell zum Punkt? Die richtige Länge

Ein Slide einer Instagram-Story kann 15 Sekunden lang sein. Aber wie viele Slides hat die ideale Story? Den Ergebnissen einer Studie zufolge hat die ideale Story zwischen 1 und 7 Slides, wobei auch längere Stories mit bis zu 20 Slides gerne angeschaut werden. Aber experimentieren Sie lieber selbst, um die ideale Länge für Ihre Follower zu finden.

6. Ein Blick in die Zahlen: Performance analysieren

Nur wer weiß, was gut oder schlecht ankommt, ist in der Lage, sein Verhalten – oder in diesem Fall seine Stories – zu optimieren. Deshalb ist es wichtig, gepostete Stories zu analysieren. Für die Light-Variante einfach in der eigenen Story nach oben wischen, auf das Diagramm-Symbol klicken und Kennzahlen wie erreichte Accounts einsehen. Wer mehr Infos möchte, sollte sich (als Unternehmen) einen Business-Account zulegen, denn hier gibt es auch Kennzahlen wie Impressionen oder Reichweite.

7. Werbung schalten

Auch in Instagram Stories haben Sie vielfältige Möglichkeiten, um Werbung zu schalten. Ihre „werblichen Slides“ werden der vordefinierten Zielgruppe dann zwischen Stories von Instagram-Accounts, die sie abonniert hat, angezeigt. Damit sind sie sehr gut sichtbar und haben die Aufmerksamkeit der Empfänger sicher. Wichtig ist, dass Ihre Ads sich nicht zu stark von den nicht-werblichen Stories abheben und vom User nicht sofort als Werbung identifiziert werden können. Deshalb und wegen verschiedener Vorgaben sind Story Ads eher etwas für fortgeschrittene Instagrammer oder Unternehmen, die sich professionelle Unterstützung holen.

Also seien Sie mutig und überzeugen Sie Ihre Kunden, Mitarbeiter und alle Interessenten mit emotionalen kleinen Geschichten rund um Ihr Unternehmen. Aber nicht vergessen: TFSMB!

Ihr Christoph von Külmer

Social Media Specialist SportBrain Social Media & Web

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