Maxim Mankevich

Geheimnisse der Genies - So gelingt ein geniales Leben

5 Sterne Redner Maxim Mankevich zeigt in seinem Gastbeitrag vier Schritte zum "genialen Leben".

Wenn wir auf die Erde kommen, gibt es nur ein einziges Versprechen: Das Versprechen, dass wir eines Tages wieder gehen müssen. Wie kann es sein, dass es, obwohl wir so viele sind (7,5 Mrd. Menschen) immer nur einige Wenige – die so genannten Genies –  waren, die etwas anders machten und unseren Planeten für immer nachhaltig veränderten?

Wie kann es sein, dass nur ein einziger Mensch uns ein neues Zeitalter und Bewusstsein brachte, während all die anderen nur schliefen? Denken Sie nur an einen Steve Jobs, der unsere Technologie revolutionierte, einen Nikola Tesla, der mit einer genialen Idee den modernen Wechselstrom erfand. Oder einen Albert Einstein, der uns mit gerade einmal 26 Jahren die Beschaffenheit des Universums erklärte. Ich zeige Ihnen vier Schritte zum genialen Leben:

1. Gabe: Die beiden wichtigsten Tage im Leben eines Menschen sind der Tag seiner Geburt und der Tag, an dem er herausfindet, warum. (Mark Twain)

Ich lade Sie auf ein Experiment ein. Sie bekommen ein Fahrrad und zwei Ausgangsbedingungen:

  • Sie beginnen bei Null und treten aus dem Stand in die Pedale, bis Sie 10 km/h erreichen.
  • Sie sind bereits mit der Geschwindigkeit von 15km/h am Rollen und beschleunigen auf 25km/h.

In beiden Fällen haben sie eine Differenz von je 10km/h, doch wo müssen Sie mehr Aufwand betreiben? Richtig, beim ersten Durchgang. Genauso ist es auch im Leben. Ein Albert Einstein wurde dank seiner herausragend vernetzten Denkweise mit seiner Relativitätstheorie berühmt. Gleichzeitig liebte Einstein seine Geige, die er allenfalls nur gut beherrschte.

Es kann also sehr lange dauern, das eigene Potential komplett nach außen zu bringen, wenn sie versuchen, die eigenen Schwächen auszugleichen, um bestenfalls Mittelmaß zu werden. Legen Sie stattdessen den vollen Fokus auf die eigenen Stärken und Begabungen. In unseren Schulen herrscht nach wie vor das Prinzip der Gleichschaltung statt der individuellen Potentialentfaltung.

Wie findet man nun seine Berufung heraus? Gerade zu Beginn einer Karriere empfehle ich viele Dinge aktiv auszuprobieren und sich zu erlauben, bewusst zu scheitern. Denn Perfektion verhindert die Aktion!

Wenn jemand seine Passion erst mal gefunden hat, dann sollte er auch den Mut haben, seine Andersartigkeit zu pflegen. Dalí sagte einmal: „Wer interessieren will, muss provozieren!“ 

2. Einstellung: Nichts an sich ist gut oder schlecht. Erst das Denken macht es so! (William Shakespeare)

Wir leben in einer Welt von Ideen. Alle Dinge, bis auf die Tier- und Pflanzenwelt, sind irgendwann einmal gedacht worden. Selbst der Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt, war irgendwann einmal nur eine Idee im Kopf eines Menschen. Das Problem ist, dass alle Dinge genau zwei Mal entstehen. Einmal als Idee und einmal als Umsetzung. Und genau diese Lücke versäumen die meisten Menschen zu schließen. Warum? Es liegt an der pessimistischen Grundhaltung. Doch vom negativen Denken kommt kein positives Leben. Statt den äußeren Umständen die Schuld zu geben, empfehle ich in allen Lagen, die absolute Verantwortung zu übernehmen. Das Gegenteil von Verantwortung ist Schuld. Egal was in Ihrer Vergangenheit war, sie können heute neu beginnen und die nächsten fünf Lebensjahre ganz anders gestalten als die vergangenen fünf.

Die notwendige Bedingung dafür ist: Den inneren Kritiker verstummen zu lassen, um die volle Verantwortung zu übernehmen. 

3. Lernen: Ich bin ein ergebener Schüler der Erfahrung. (Leonardo da Vinci)

Das große Universalgenie Leonardo da Vinci hat keine gewöhnliche Schulbildung genossen – er brachte sich fast alles selbst bei. Seine Neugierde kannte keine Grenzen und ließ ihn bereits 1485 den ersten Prototyp eines Fallschirms konstruieren. 400 Jahre vor dem ersten bemannten Flug der Gebrüder Wright! All diese Dinge wären nicht möglich gewesen ohne die ständige Bereitschaft dazuzulernen.

Bildung ist aus meiner Sicht nicht etwas, das nach der Schule, der Berufsausbildung oder nach dem Studium aufhört, sondern im Gegenteil erst danach beginnt. Denn in der Schule lernen wir Mathe, aber nicht, wie man mit Geld umgeht. Deutsch und Englisch, aber nicht, wie man mit Menschen wertschätzend kommuniziert. Mindestens vier bis sechs Weiterbildungen pro Jahr sind aus meiner Sicht daher Pflicht. An nur einem Tag kann man als Teilnehmer eines Seminars das gebündelte Wissen eines Top-Experten aus vielen Jahren Erfahrung zu allen denkbaren Themen bekommen, sei es Geld, Gesundheit, Beziehung oder Glück. 

4. Intensität: Genie ist 1 Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration. (Thomas Alva Edison)

Geniale Menschen werden nicht geboren, sie werden geformt. So viele unterschätzen den Faktor Fleiß. Alle wollen frei und glücklich sein, aber nur die wenigsten sind auch bereit, den Preis dafür zu zahlen! Psychologen haben errechnet, dass ein Mensch für die absolute Weltklasse auf einem Gebiet rund 10.000 Stunden Arbeit investieren muss. Wenn wir uns also bewusst machen, dass ein Michelangelo ebenfalls nur 24 Stunden pro Tag zur Verfügung hatte, so sollten wir mit dieser begrenzten Ressource besser umgehen. Ich empfehle daher die Anfertigung von NOT-To-Do-Listen, um den vollen Fokus auf die richtigen Dinge zu legen. Ein Pablo Picasso hat im Laufe seines Lebens allein über 50.000 Exponate geschaffen! Der Unterschied zwischen kennen und können ist das Tun.

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