Christoph von Külmer

Employer Branding in 2019: 7 Tipps für starke Arbeitgebermarken

Social Media-Experte Christoph von Külmer. Bild: Sportbrain
Damit Sie den Weg zur starken Employer Brand meistern, hat Social Media Experte Christoph von Külmer sieben leicht umzusetzende Tipps zusammengestellt, mit denen Sie auf Facebook, LinkedIn, YouTube und Co. Ihre Arbeitgebermarke stärken können.

50 % mehr qualifizierte Bewerber gewinnen, doppelt so schnell neue Mitarbeiter einstellen und damit die Recruiting-Kosten bis auf die Hälfte senken – all das gelingt laut einer Studie des Karriere-Portals LinkedIn Unternehmen, die sich als attraktive Arbeitgebermarke, englisch Employer Brand, etablieren konnten.

Der Prozess der Arbeitgebermarkenbildung („Employer Branding“) beschreibt Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen können, um sich als attraktive Arbeitgeber darzustellen und von Wettbewerbern abzuheben. Die Employer Brand spiegelt dabei die Identität eines Unternehmens als Arbeitgeber wider.

Warum es für unsere Kunden und unsere Agentur so wichtig ist, sich eine starke Employer Brand aufzubauen, zeigen etwa die oben genannten Zahlen. Qualifizierte Mitarbeiter zu finden, wird in Zeiten des berüchtigten Fachkräftemangels für Unternehmen zunehmend zur Herausforderung. Damit die klügsten Köpfe auf dem Markt nicht von der Konkurrenz weggeschnappt werden, müssen Sie also aktiv werden.

Maßnahmen zum Aufbau einer Arbeitgebermarke gibt es viele. Eine besonders wichtige Rolle kommt im Employer Branding aber Social Media zu, denn: Facebook und Co. sind heute für 25 % der Bewerber die erste Anlaufstelle, wenn es um die Suche nach einem neuen Job geht. Außerdem haben Arbeitgeber hier die Chance, auch latent Jobsuchende zu erreichen und zu überzeugen.

Damit Sie den Weg zur starken Employer Brand meistern, habe ich sieben leicht umzusetzende Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie auf Facebook, LinkedIn, YouTube und Co. Ihre Arbeitgebermarke stärken können.

1. Einen Blick hinter die Kulissen Ihres Unternehmens geben

Sich auf der eigenen Website als Arbeitgeber des Jahrtausends darstellen, das kann jeder. Dem Bewerber verrät das aber noch lange nicht, ob er bei einem Unternehmen wirklich das große Los gezogen hat – oder die gute Unternehmenskultur mehr Schein als Sein ist.

Wenn es um die Darstellung Ihres Unternehmens geht, haben soziale Netzwerke daher die Nase vorn: sie sind authentischer und glaubwürdiger. Nutzen Sie die Plattformen also, um einen Blick hinter die Kulissen zu zeigen und Ihre Unternehmenskultur regelmäßig nach außen zu kommunizieren. Isst das Team in der Mittagspause zusammen, trifft man sich öfter mal nach der Arbeit, gibt es gemeinsam besuchte Events? Weiche Faktoren wie ein gutes Arbeitsklima sind Jobsuchenden heute sogar wichtiger, als Aufstiegschancen und Gehalt!

2. Das Team zu Wort kommen lassen

Machen Sie Ihre Mitarbeiter zu Botschaften Ihrer Employer Brand! Auf Facebook und Co. können Sie Mitarbeiter zu Wort kommen und von ihrer Arbeit erzählen lassen. Mögliche Formate dafür sind Interviews, Mitarbeiter-Porträts, in dem einzelne Teammitglieder sich und ihren Job vorstellen, oder auch ein Instagram-Takeover, in dem ein Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum den Account des Unternehmens übernimmt.

3.  Benefits hervorheben

Sie tun alles, um sich von Wettbewerbern abzuheben, bieten Ihren Mitarbeitern frisches Obst, kostenlose Weiterbildungen und flexible Arbeitszeiten an und können bestenfalls sogar mit einem Bürohund punkten? Das sollten Sie auch zeigen!

Am besten sind dafür Facebook und Instagram geeignet. Bilder von frischem Obst im Büro, coolen Teamevents oder gemeinsamen Mittagessen kommen gut an und hinterlassen bei potenziellen Bewerbern einen positiven Eindruck. Lassen Sie angebotene Benefits aber eher nebenbei in Ihre Postings einfließen und übertreiben Sie es nicht, sonst wirkt das Ganze schnell erzwungen!

4. Bewerbern zeigen, welche spannenden Aufgaben sie erwarten

Kaffee kochen und Akten sortieren – oder abwechslungsreiche Aufgaben, neue Herausforderungen und coole Projekte? Nachwuchstalente kommen nicht für langweilige, perspektivlose Jobs. Deshalb sollten Sie zeigen, dass bei Ihnen spannende Aufgaben und ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag warten.

Eine Option hierfür wäre beispielsweise ein kleines Imagevideo, das die Leistungen Ihres Unternehmens vorstellt und das Team bei seiner täglichen Arbeit zeigt. Auch hier könnten einzelne Mitarbeiter zur Sprache kommen und von ihren Lieblingsprojekten berichten. Einsetzen können Sie ein solches Video gleich mehrfach: es kann auf Xing, LinkedIn, Facebook und YouTube ausgespielt und beworben werden und bringt außerdem Leben in den Karriere-Bereich Ihrer Website

5. Karrierechancen und Weiterbildungsmöglichkeiten vorstellen

Lockmittel sind wichtig im „War for Talents“. Wer die besten Fachkräfte für sich gewinnen will, muss auch etwas bieten – beispielsweise Weiterbildungsmöglichkeiten.

Um zu verdeutlichen, dass Ihnen die Entwicklung Ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt und es Aufstiegsmöglichkeiten gibt, können Sie beispielsweise „Sucess Stories“ zeigen. Darin können Sie den Weg einzelner Mitarbeiter vom Einstieg ins Unternehmen bis zur aktuellen Position nachzeichnen. Dafür eignen sich verschiedene Formate und Plattformen. Einfach umzusetzen sind beispielsweise #throwback-Posts auf Facebook oder Instagram. Wer es etwas aufwendiger möchte, ist mit einem kurzen Video oder einem Blogbeitrag gut beraten!

6. Ein positives Image pflegen

Welches Bild bekommt ein Jobsuchender im Social Web von Ihrem Unternehmen? Generell sollten Sie darauf achten, wie Sie sich auf Ihren Social Media-Kanälen geben. Konsistente Updates machen beispielsweise einen guten Eindruck und zeigen, dass Ihr Unternehmen gut läuft und zukunftsfähig ist. Nett beantwortete Kommentare und Fragen lassen Sie sympathisch wirken.

7. Bewertungsportale für Arbeitgeber nutzen

Auch Online-Bewertungsportale wie kununu, das zum Business-Netzwerk Xing gehört, sind eine wichtige Anlaufstelle, wenn es darum geht, sich über Unternehmen zu informieren. Was sagt mehr über einen Arbeitgeber aus, als die Meinung seiner (Ex-) Mitarbeiter?

Ein kununu-Profil bekommen Unternehmen dann, wenn Mitarbeiter sie auf der Plattform bewerten. Mit weiteren Bewertungen berechnet sich dann ein Arbeitgeber-Score. Hat ein Unternehmen erst mal eine Präsenz auf der Plattform, besteht sogar die Möglichkeit, das Profil zu verwalten, eine Beschreibung hinzuzufügen, Bewertungen zu kommentieren oder Jobs zu teilen. Zudem winken bei guten Bewertungen Gütesiegel, die auch auf der Website eingebunden werden können. Sie wollen mit kununu loslegen? Dann bitten Sie Ihre Mitarbeiter doch einfach mal, eine Bewertung zu hinterlassen! 

Werden Sie jetzt aktiv und zeigen ihr Unternehmen in allen Facetten. Nur so können Sie sich im „War of Talents“ gegen die Konkurrenz durchsetzen. 

Ihr Christoph von Külmer
SportBrain Social Media & Web

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Employer Branding in 2019: 7 Tipps für starke Arbeitgebermarken

Social Media-Experte Christoph von Külmer. Bild: Sportbrain
Damit Sie den Weg zur starken Employer Brand meistern, hat Social Media Experte Christoph von Külmer sieben leicht umzusetzende Tipps zusammengestellt, mit denen Sie auf Facebook, LinkedIn, YouTube und Co. Ihre Arbeitgebermarke stärken können.

50 % mehr qualifizierte Bewerber gewinnen, doppelt so schnell neue Mitarbeiter einstellen und damit die Recruiting-Kosten bis auf die Hälfte senken – all das gelingt laut einer Studie des Karriere-Portals LinkedIn Unternehmen, die sich als attraktive Arbeitgebermarke, englisch Employer Brand, etablieren konnten.

Der Prozess der Arbeitgebermarkenbildung („Employer Branding“) beschreibt Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen können, um sich als attraktive Arbeitgeber darzustellen und von Wettbewerbern abzuheben. Die Employer Brand spiegelt dabei die Identität eines Unternehmens als Arbeitgeber wider.

Warum es für unsere Kunden und unsere Agentur so wichtig ist, sich eine starke Employer Brand aufzubauen, zeigen etwa die oben genannten Zahlen. Qualifizierte Mitarbeiter zu finden, wird in Zeiten des berüchtigten Fachkräftemangels für Unternehmen zunehmend zur Herausforderung. Damit die klügsten Köpfe auf dem Markt nicht von der Konkurrenz weggeschnappt werden, müssen Sie also aktiv werden.

Maßnahmen zum Aufbau einer Arbeitgebermarke gibt es viele. Eine besonders wichtige Rolle kommt im Employer Branding aber Social Media zu, denn: Facebook und Co. sind heute für 25 % der Bewerber die erste Anlaufstelle, wenn es um die Suche nach einem neuen Job geht. Außerdem haben Arbeitgeber hier die Chance, auch latent Jobsuchende zu erreichen und zu überzeugen.

Damit Sie den Weg zur starken Employer Brand meistern, habe ich sieben leicht umzusetzende Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie auf Facebook, LinkedIn, YouTube und Co. Ihre Arbeitgebermarke stärken können.

1. Einen Blick hinter die Kulissen Ihres Unternehmens geben

Sich auf der eigenen Website als Arbeitgeber des Jahrtausends darstellen, das kann jeder. Dem Bewerber verrät das aber noch lange nicht, ob er bei einem Unternehmen wirklich das große Los gezogen hat – oder die gute Unternehmenskultur mehr Schein als Sein ist.

Wenn es um die Darstellung Ihres Unternehmens geht, haben soziale Netzwerke daher die Nase vorn: sie sind authentischer und glaubwürdiger. Nutzen Sie die Plattformen also, um einen Blick hinter die Kulissen zu zeigen und Ihre Unternehmenskultur regelmäßig nach außen zu kommunizieren. Isst das Team in der Mittagspause zusammen, trifft man sich öfter mal nach der Arbeit, gibt es gemeinsam besuchte Events? Weiche Faktoren wie ein gutes Arbeitsklima sind Jobsuchenden heute sogar wichtiger, als Aufstiegschancen und Gehalt!

2. Das Team zu Wort kommen lassen

Machen Sie Ihre Mitarbeiter zu Botschaften Ihrer Employer Brand! Auf Facebook und Co. können Sie Mitarbeiter zu Wort kommen und von ihrer Arbeit erzählen lassen. Mögliche Formate dafür sind Interviews, Mitarbeiter-Porträts, in dem einzelne Teammitglieder sich und ihren Job vorstellen, oder auch ein Instagram-Takeover, in dem ein Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum den Account des Unternehmens übernimmt.

3.  Benefits hervorheben

Sie tun alles, um sich von Wettbewerbern abzuheben, bieten Ihren Mitarbeitern frisches Obst, kostenlose Weiterbildungen und flexible Arbeitszeiten an und können bestenfalls sogar mit einem Bürohund punkten? Das sollten Sie auch zeigen!

Am besten sind dafür Facebook und Instagram geeignet. Bilder von frischem Obst im Büro, coolen Teamevents oder gemeinsamen Mittagessen kommen gut an und hinterlassen bei potenziellen Bewerbern einen positiven Eindruck. Lassen Sie angebotene Benefits aber eher nebenbei in Ihre Postings einfließen und übertreiben Sie es nicht, sonst wirkt das Ganze schnell erzwungen!

4. Bewerbern zeigen, welche spannenden Aufgaben sie erwarten

Kaffee kochen und Akten sortieren – oder abwechslungsreiche Aufgaben, neue Herausforderungen und coole Projekte? Nachwuchstalente kommen nicht für langweilige, perspektivlose Jobs. Deshalb sollten Sie zeigen, dass bei Ihnen spannende Aufgaben und ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag warten.

Eine Option hierfür wäre beispielsweise ein kleines Imagevideo, das die Leistungen Ihres Unternehmens vorstellt und das Team bei seiner täglichen Arbeit zeigt. Auch hier könnten einzelne Mitarbeiter zur Sprache kommen und von ihren Lieblingsprojekten berichten. Einsetzen können Sie ein solches Video gleich mehrfach: es kann auf Xing, LinkedIn, Facebook und YouTube ausgespielt und beworben werden und bringt außerdem Leben in den Karriere-Bereich Ihrer Website

5. Karrierechancen und Weiterbildungsmöglichkeiten vorstellen

Lockmittel sind wichtig im „War for Talents“. Wer die besten Fachkräfte für sich gewinnen will, muss auch etwas bieten – beispielsweise Weiterbildungsmöglichkeiten.

Um zu verdeutlichen, dass Ihnen die Entwicklung Ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt und es Aufstiegsmöglichkeiten gibt, können Sie beispielsweise „Sucess Stories“ zeigen. Darin können Sie den Weg einzelner Mitarbeiter vom Einstieg ins Unternehmen bis zur aktuellen Position nachzeichnen. Dafür eignen sich verschiedene Formate und Plattformen. Einfach umzusetzen sind beispielsweise #throwback-Posts auf Facebook oder Instagram. Wer es etwas aufwendiger möchte, ist mit einem kurzen Video oder einem Blogbeitrag gut beraten!

6. Ein positives Image pflegen

Welches Bild bekommt ein Jobsuchender im Social Web von Ihrem Unternehmen? Generell sollten Sie darauf achten, wie Sie sich auf Ihren Social Media-Kanälen geben. Konsistente Updates machen beispielsweise einen guten Eindruck und zeigen, dass Ihr Unternehmen gut läuft und zukunftsfähig ist. Nett beantwortete Kommentare und Fragen lassen Sie sympathisch wirken.

7. Bewertungsportale für Arbeitgeber nutzen

Auch Online-Bewertungsportale wie kununu, das zum Business-Netzwerk Xing gehört, sind eine wichtige Anlaufstelle, wenn es darum geht, sich über Unternehmen zu informieren. Was sagt mehr über einen Arbeitgeber aus, als die Meinung seiner (Ex-) Mitarbeiter?

Ein kununu-Profil bekommen Unternehmen dann, wenn Mitarbeiter sie auf der Plattform bewerten. Mit weiteren Bewertungen berechnet sich dann ein Arbeitgeber-Score. Hat ein Unternehmen erst mal eine Präsenz auf der Plattform, besteht sogar die Möglichkeit, das Profil zu verwalten, eine Beschreibung hinzuzufügen, Bewertungen zu kommentieren oder Jobs zu teilen. Zudem winken bei guten Bewertungen Gütesiegel, die auch auf der Website eingebunden werden können. Sie wollen mit kununu loslegen? Dann bitten Sie Ihre Mitarbeiter doch einfach mal, eine Bewertung zu hinterlassen! 

Werden Sie jetzt aktiv und zeigen ihr Unternehmen in allen Facetten. Nur so können Sie sich im „War of Talents“ gegen die Konkurrenz durchsetzen. 

Ihr Christoph von Külmer
SportBrain Social Media & Web

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