Beitrag von Thomas Reisacher

E-Mail Marketing: Erfolgsfaktor Newsletter, Teil 2

Symbolbild. Foto: Dmitrii Kotin / iStock / thinkstock
Im zweiten Beitrag zum Themenspecial Newsletter verrät E-Commerce-Experte Thomas Reisacher, welche entscheidende Rolle Kundenansprache und Tonalität im E-Mail-Marketing spielen und gibt praktische Tipps, wie Sie den Erfolg Ihrer Newsletterkampagne messen können.

Den ersten Teil des Beitrags finden Sie hier.

Kundenansprache und Tonalität

Während im Endkundengeschäft gerne mit Emotionalität, saisonalen Produkten, Sonderrabatten und Preisnachlässen gearbeitet wird, soll der Newsletter in B2B-Bereich den potentiellen Kunden von Produkten und Dienstleistungen überzeugen, die auf den ersten Blick recht komplex sind. Meist liegt der Focus auf Geschäftsanbahnung und Stärkung des Markenimages, weshalb es wichtig ist, ein professionelles und seriöses Außenbild zu generieren.  Üben Sie sich deshalb beim Design des Newsletters in vornehmer Zurückhaltung,  sprechen Sie  Ihren Kunden mit „Sehr geehrter Herr Mustermann“ bzw. „Sehr geehrte Frau Musterfrau“ an, und bleiben sie konsequent beim „Sie“.

Der Betreff

Um eine gute Öffnungsrate zu garantieren ist die Betreffzeile sehr wichtig. Auch wenn die Versuchung groß ist: Halten Sie sich im B2B-Umfeld mit aufmerksamkeitserregenden, reißerischen „Sprüchen“, die wenig mit dem Inhalt des Newsletters zu tun haben, zurück. Vermeiden Sie wenn möglich auch den Begriff „Newsletter“ im Betreff. Formulieren Sie stattdessen kurz und sachlich die Thematik des Mailings, gegebenenfalls können Sie auch den Nutzen des Newsletters kurz und prägnant formulieren. Beachten Sie, dass je nach Mailclient oder Endgerät die Betreffzeile abgeschnitten werden kann, weshalb die Länge des Betreffs die Anzahl von max. 40 Zeichen nicht überschreiten sollte.

Der Inhalt

Bedenken Sie, dass der Empfänger wenig Zeit hat. Beim Überfliegen des Newsletters wird innerhalb von Sekunden entschieden, ob das Lesen des Mailings einen Mehrwert für den Leser darstellt oder nicht. Vor allem, wenn Sie komplexe Themen behandeln, ist es oft zielführender, ihn auf Ihren B2B-Webauftritt zuleiten, wo Sie ihm weiterführende Informationen wie White Papers, Prospektdownloads oder Produktvideos zur Verfügung stellen. Natürlich sollten im Mailing auch Bilder zum Einsatz kommen, diese lockern den Newsletter auf, sollten aber thematisch passend und nicht einfach „weil sie hübsch sind“ ausgewählt werden. Beachten Sie dabei auch die Dateigröße des Bildes, je nach Policy des Empfängers, werden E-Mails ab einer gewissen „Größe“ nicht mehr zugestellt.



Den Erfolg der Newsletter-Kampagne messen

Für erfolgreiches E-Mail Marketing ist eine professionelle Newsletter-Software unerlässlich. Die technischen Anforderungen an ein gutes Tool sind dieselben, wie im Endkundengeschäft. Neben der Möglichkeit Daten vom CRM sowie vom Webauftritt / Online-Shop abzugleichen und der Gestaltungsfreiheit für Optimierungen auf verschiedenen Endgeräten, sollte das Hauptaugenmerk vor allem auf die Auswertung, dem sogenannten „Tracking“ gelegt werden. Relevant für den Erfolg bzw. Datenbasis für künftige Optimierungen der Newsletter-Kampagne sind folgende Kennzahlen:

  • Größe des Verteilers
    Aktive Einträge über den Webauftritt speziell nach Messe-. Presse- und Fachartikel.
    Hier sollte auf jeden Fall ein Bezug zu Online- oder Offline Aktionen hergestellt werden können.
  • Bouncerate – wie viele E-Mails konnten zugestellt werden?
    Dieser Wert liefert einen Einblick in die Aktualität Ihres Mailadressen-Bestandes. Er bezeichnet die Anzahl der fehlgeschlagenen Zustellungen.
  • Zustellrate – Anteil der tatsächlich zugestellten Newsletter
    Die Gesamtmenge der Empfänger minus der Bouncerate ergibt die Zustellrate.
  • Öffnungsrate – wie viele Empfänger fanden den Betreff bzw. die Thematik des Newsletters interessant?
  • Klickrate – wie überzeugend war der Inhalt?
    Konnte der Leser zum Klicken auf weiterführende Informationen wie Produktprospekt oder Landingpage animiert werden?

Fazit:

Schrauben Sie die Erwartungshaltung an die ersten Mailings nicht allzu hoch, aber bleiben Sie motiviert. Umformulierungen der Betreffzeile, Umstrukturierung des Aufbaus des Newsletters oder Änderung der Ansprache bergen einiges an Optimierungspotenzial. Bedenken Sie auch, dass die eine Zielgruppe ganz andere Anreize benötigt, als die nächste. Aber das allerwichtigste bei alldem ist: Es einfach zu tun.

Ihr Thomas Reisacher

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Beitrag von Thomas Reisacher

E-Mail Marketing: Erfolgsfaktor Newsletter, Teil 2

Symbolbild. Foto: Dmitrii Kotin / iStock / thinkstock
Im zweiten Beitrag zum Themenspecial Newsletter verrät E-Commerce-Experte Thomas Reisacher, welche entscheidende Rolle Kundenansprache und Tonalität im E-Mail-Marketing spielen und gibt praktische Tipps, wie Sie den Erfolg Ihrer Newsletterkampagne messen können.

Den ersten Teil des Beitrags finden Sie hier.

Kundenansprache und Tonalität

Während im Endkundengeschäft gerne mit Emotionalität, saisonalen Produkten, Sonderrabatten und Preisnachlässen gearbeitet wird, soll der Newsletter in B2B-Bereich den potentiellen Kunden von Produkten und Dienstleistungen überzeugen, die auf den ersten Blick recht komplex sind. Meist liegt der Focus auf Geschäftsanbahnung und Stärkung des Markenimages, weshalb es wichtig ist, ein professionelles und seriöses Außenbild zu generieren.  Üben Sie sich deshalb beim Design des Newsletters in vornehmer Zurückhaltung,  sprechen Sie  Ihren Kunden mit „Sehr geehrter Herr Mustermann“ bzw. „Sehr geehrte Frau Musterfrau“ an, und bleiben sie konsequent beim „Sie“.

Der Betreff

Um eine gute Öffnungsrate zu garantieren ist die Betreffzeile sehr wichtig. Auch wenn die Versuchung groß ist: Halten Sie sich im B2B-Umfeld mit aufmerksamkeitserregenden, reißerischen „Sprüchen“, die wenig mit dem Inhalt des Newsletters zu tun haben, zurück. Vermeiden Sie wenn möglich auch den Begriff „Newsletter“ im Betreff. Formulieren Sie stattdessen kurz und sachlich die Thematik des Mailings, gegebenenfalls können Sie auch den Nutzen des Newsletters kurz und prägnant formulieren. Beachten Sie, dass je nach Mailclient oder Endgerät die Betreffzeile abgeschnitten werden kann, weshalb die Länge des Betreffs die Anzahl von max. 40 Zeichen nicht überschreiten sollte.

Der Inhalt

Bedenken Sie, dass der Empfänger wenig Zeit hat. Beim Überfliegen des Newsletters wird innerhalb von Sekunden entschieden, ob das Lesen des Mailings einen Mehrwert für den Leser darstellt oder nicht. Vor allem, wenn Sie komplexe Themen behandeln, ist es oft zielführender, ihn auf Ihren B2B-Webauftritt zuleiten, wo Sie ihm weiterführende Informationen wie White Papers, Prospektdownloads oder Produktvideos zur Verfügung stellen. Natürlich sollten im Mailing auch Bilder zum Einsatz kommen, diese lockern den Newsletter auf, sollten aber thematisch passend und nicht einfach „weil sie hübsch sind“ ausgewählt werden. Beachten Sie dabei auch die Dateigröße des Bildes, je nach Policy des Empfängers, werden E-Mails ab einer gewissen „Größe“ nicht mehr zugestellt.



Den Erfolg der Newsletter-Kampagne messen

Für erfolgreiches E-Mail Marketing ist eine professionelle Newsletter-Software unerlässlich. Die technischen Anforderungen an ein gutes Tool sind dieselben, wie im Endkundengeschäft. Neben der Möglichkeit Daten vom CRM sowie vom Webauftritt / Online-Shop abzugleichen und der Gestaltungsfreiheit für Optimierungen auf verschiedenen Endgeräten, sollte das Hauptaugenmerk vor allem auf die Auswertung, dem sogenannten „Tracking“ gelegt werden. Relevant für den Erfolg bzw. Datenbasis für künftige Optimierungen der Newsletter-Kampagne sind folgende Kennzahlen:

  • Größe des Verteilers
    Aktive Einträge über den Webauftritt speziell nach Messe-. Presse- und Fachartikel.
    Hier sollte auf jeden Fall ein Bezug zu Online- oder Offline Aktionen hergestellt werden können.
  • Bouncerate – wie viele E-Mails konnten zugestellt werden?
    Dieser Wert liefert einen Einblick in die Aktualität Ihres Mailadressen-Bestandes. Er bezeichnet die Anzahl der fehlgeschlagenen Zustellungen.
  • Zustellrate – Anteil der tatsächlich zugestellten Newsletter
    Die Gesamtmenge der Empfänger minus der Bouncerate ergibt die Zustellrate.
  • Öffnungsrate – wie viele Empfänger fanden den Betreff bzw. die Thematik des Newsletters interessant?
  • Klickrate – wie überzeugend war der Inhalt?
    Konnte der Leser zum Klicken auf weiterführende Informationen wie Produktprospekt oder Landingpage animiert werden?

Fazit:

Schrauben Sie die Erwartungshaltung an die ersten Mailings nicht allzu hoch, aber bleiben Sie motiviert. Umformulierungen der Betreffzeile, Umstrukturierung des Aufbaus des Newsletters oder Änderung der Ansprache bergen einiges an Optimierungspotenzial. Bedenken Sie auch, dass die eine Zielgruppe ganz andere Anreize benötigt, als die nächste. Aber das allerwichtigste bei alldem ist: Es einfach zu tun.

Ihr Thomas Reisacher

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