Felix Brunner

Durch ein Seminar wird keiner zum Changemanager

Online-Seminare haben dieser Tage Hochkonjunktur. Und in unsicheren Zeiten ist das Thema „Changemanagement“ dabei besonders gefragt.

Die Coronakrise hat Vieles verändert. Auch der Weiterbildungsmarkt ist davon betroffen. Präsenztermine, offene Seminare und Inhouse-Schulungen sind entweder stark reduziert oder gar nicht möglich. Durch diese Einschränkungen und den Lockdown hat sich Etliches ins Netz verlagert. Homeoffice und Online-Seminare oder Workshops gehören dazu. Viele nutzen jetzt die Möglichkeit, sich Online weiterzubilden. Zu den gefragtesten Angeboten gehören Themen rund ums „Changemangement“. Das ist kaum verwunderlich, da sich in diesen Zeiten alles ändert.

Changemanagement steht im Fokus

5 Sterne Redner und Experte für Risiko- und Changemanagement Felix Brunner steht der steigenden Nachfrage zwiegespalten gegenüber. Einerseits freut es ihn, weil die Bedeutung von „Changemanagement“ in das Bewusstsein vieler Menschen vorgedrungen ist. Vor der Krise wurde dieses Thema oft im Zusammenhang mit Digitalisierung oder Veränderungsprozessen in Unternehmen gesehen. „Dass Changemanagement im Prinzip jeden Bereich des Lebens betrifft – gleich ob beruflich oder privat – rückt jetzt erst durch die Coronakrise in den allgemeinen Focus“, stellt Brunner fest. Aber der Motivationstrainer beobachtet auch einen Stillstand, wenn es um das aktive Verändern geht.

„Was bringt es, ein Seminar über ‚Change‘ zu besuchen, wenn danach nichts getan wird?“, fragt er. Nach seiner Erfahrung sind zwar die Teilnehmer seiner Onlinekurse motiviert, stellen Fragen und bringen sich ein, doch danach scheint sich nichts zu bewegen. Deshalb ging der Experte für Risiko- und Changemanagement der Sache auf den Grund. Seine Vermutung: Nach dem Seminar wird das Erlernte einfach nicht reflektiert und aktiv geübt. Und was man nicht trainiert, gerät in Vergessenheit und kann später nur noch schwer angewandt werden. Dabei ist gerade „Changemanagement“ eine Sache, die von Selbstreflexion und Übung lebt. Ohne aktives Tun verändert sich nichts. Man tritt auf der Stelle, manchmal reißen Veränderungen von außen einen auch mit, ohne dass man Einfluss darauf nehmen kann. „Ob man diese Form von Veränderung haben möchte, ist fraglich“, gibt Brunner zu bedenken.

Der Wandel ist eine Konstante

Aber warum ist „Changemangement“ ein zu wichtiges Thema, als dass man sich über die reine Theorie hinaus damit befassen sollte? Läuft alles nach Plan oder zumindest in erträglichem Maße, kommen selten ernsthafte Gedanken über eine Krise auf. Jedoch zeigt das Leben immer wieder: Das Unverhoffte trifft öfter ein als angenommen. Je schneller sich ein Wandel vollzieht, desto wahrscheinlicher sind plötzliche Veränderungen. Sich dessen bewusst zu sein, hat wenig mit „Schwarzmalerei“ zu tun. Es ist die stetige Auseinandersetzung mit der inneren Einstellung und der eigenen Motivation. Obwohl Felix Brunner erst 30 Jahre alt ist, weiß er genau, wovon er spricht:

Im Winter 2009 katapultierte ein Schicksalsschlag den damals 19-jährigen 5 Sterne Redner von einer Sekunde auf die andere aus seinem gewohnten Leben. Von einer Eisklettertour kommend stürzte der begeisterte Bergsportler 30 Meter in die Tiefe. Beim Eintreffen des Rettungshubschraubers hatte er schon über vier Liter Blut verloren. Nur der mutigen Entscheidung des Notfallarztes auf „Crash-Bergung“ – bergen, ausfliegen und dann stabilisieren – verdankt Felix Brunner sein Leben. Acht Monate lag er im künstlichen Koma und wurde wieder und wieder operiert. Trotz mehrfacher Reha-Maßnahmen ist Brunner seitdem an den Rollstuhl gebunden. Ihm war dabei von Anfang an klar, dass sein Schicksal unumstößlich sein würde. Nachdem er seine Situation reflektiert hatte, nahm er sie an. Erst durch das bewusste Akzeptieren und positive, mentale Kraft wurde ein vielseitiges Changemanagement möglich, das ihn zurück in ein ganz normales Leben führte.

In der Krise bewusst investieren, heißt ‚Change‘

In dieser Phase des Lebens setzte sich der Motivationstrainer viel mit Risiko- und Changemanagement auseinander. Seine Erfahrungen und sein Wissen sind nicht nur bei Medizinern und Rettungskräften gefragt, sondern auch in Unternehmen. Durch seine Arbeit kam er zu einer generellen Feststellung: Betriebe investieren in etwas, weil sie es für notwendig erachten. Sie gehen dabei aber eher von dem Standpunkt aus, dass sie ‚es sich leisten können‘. Der Aspekt, etwas wirklich verändern zu wollen, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. „Jetzt, da wir uns in einer tiefen Krise befinden, steht alles auf dem Prüfstand. Sparen und Zurückhaltung ist die Devise. Wenn ich mich jetzt aber zurückhalte und nicht investiere, wie soll sich auch in diesen Zeiten etwas bewegen? Beim ersten Lockdown habe ich mir meine Finanzen vorgenommen. Es ging um die Frage, wie sich mein Geschäft entwickelt, wenn ich nichts unternehme, und was geschieht, wenn ich in ein Studio investiere, damit ich professionell Seminare, Vorträge und Schulungen anbieten kann“, erzählt Brunner.

Durch stetiges Training zum Changemanager

Er hat trotz der Krise investiert, statt sich zurückzuhalten. Damit eröffneten sich neue Möglichkeiten, denn mit diesem Schritt wurde ein Changeprozess eingeleitet. „Natürlich ist das kein Selbstläufer. Zwar bin ich mit Veränderungen bestens vertraut, dennoch habe ich mit dem Studio Neuland betreten. Ständig muss ich Dinge anpassen und die Situation reflektieren. Ich habe die derzeitige Krise angenommen und bin auf Basis meines Wissens und meiner Erfahrungen gerade jetzt aktiv geworden – und weiß dabei um mögliche Rückschläge. Die gehört aber dazu, wenn man wirklich etwas verändern will!“, betont der Experte für Risiko- und Changemanagement.

Ein Seminar zum Thema Changemanagement ist bestimmt eine gute Entscheidung. Es ist aber nur der erste Schritt. Danach gilt es, die Dinge aktiv anzugehen, die man verändern will – selbst wenn man nicht zu den agilen Menschen zählt. Durch stetiges Trainieren, Reflexion und Anpassen der Fähigkeiten ist ‚Change‘ erlernbar.

Über den Autor

Der heute 30-jährige Felix Brunner ist ausgebildeter Bergretter der Bergwacht Füssen im Allgäu. Er ist 5 Sterne Redner, Extremsportler und erfolgreicher Motivationsexperte. Seine Vortragsthemen und Seminaren befassen sich mit Motivation, Risiko- und Changemanagement. Aufgrund seiner unfallbedingten Erfahrungen ist seine Expertise sowohl bei Medizinern und Rettungskräften, wie auch bei Pflegepersonal auf Seminaren, an Hochschulen und auf Fachkongressen gefragt. Ebenso ist die Wirtschaft durch hohen Praxisbezug von Felix Brunners Vortragsinhalten auf ihn aufmerksam geworden.

 

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Felix Brunner

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Changemanagement steht im Fokus

5 Sterne Redner und Experte für Risiko- und Changemanagement Felix Brunner steht der steigenden Nachfrage zwiegespalten gegenüber. Einerseits freut es ihn, weil die Bedeutung von „Changemanagement“ in das Bewusstsein vieler Menschen vorgedrungen ist. Vor der Krise wurde dieses Thema oft im Zusammenhang mit Digitalisierung oder Veränderungsprozessen in Unternehmen gesehen. „Dass Changemanagement im Prinzip jeden Bereich des Lebens betrifft – gleich ob beruflich oder privat – rückt jetzt erst durch die Coronakrise in den allgemeinen Focus“, stellt Brunner fest. Aber der Motivationstrainer beobachtet auch einen Stillstand, wenn es um das aktive Verändern geht.

„Was bringt es, ein Seminar über ‚Change‘ zu besuchen, wenn danach nichts getan wird?“, fragt er. Nach seiner Erfahrung sind zwar die Teilnehmer seiner Onlinekurse motiviert, stellen Fragen und bringen sich ein, doch danach scheint sich nichts zu bewegen. Deshalb ging der Experte für Risiko- und Changemanagement der Sache auf den Grund. Seine Vermutung: Nach dem Seminar wird das Erlernte einfach nicht reflektiert und aktiv geübt. Und was man nicht trainiert, gerät in Vergessenheit und kann später nur noch schwer angewandt werden. Dabei ist gerade „Changemanagement“ eine Sache, die von Selbstreflexion und Übung lebt. Ohne aktives Tun verändert sich nichts. Man tritt auf der Stelle, manchmal reißen Veränderungen von außen einen auch mit, ohne dass man Einfluss darauf nehmen kann. „Ob man diese Form von Veränderung haben möchte, ist fraglich“, gibt Brunner zu bedenken.

Der Wandel ist eine Konstante

Aber warum ist „Changemangement“ ein zu wichtiges Thema, als dass man sich über die reine Theorie hinaus damit befassen sollte? Läuft alles nach Plan oder zumindest in erträglichem Maße, kommen selten ernsthafte Gedanken über eine Krise auf. Jedoch zeigt das Leben immer wieder: Das Unverhoffte trifft öfter ein als angenommen. Je schneller sich ein Wandel vollzieht, desto wahrscheinlicher sind plötzliche Veränderungen. Sich dessen bewusst zu sein, hat wenig mit „Schwarzmalerei“ zu tun. Es ist die stetige Auseinandersetzung mit der inneren Einstellung und der eigenen Motivation. Obwohl Felix Brunner erst 30 Jahre alt ist, weiß er genau, wovon er spricht:

Im Winter 2009 katapultierte ein Schicksalsschlag den damals 19-jährigen 5 Sterne Redner von einer Sekunde auf die andere aus seinem gewohnten Leben. Von einer Eisklettertour kommend stürzte der begeisterte Bergsportler 30 Meter in die Tiefe. Beim Eintreffen des Rettungshubschraubers hatte er schon über vier Liter Blut verloren. Nur der mutigen Entscheidung des Notfallarztes auf „Crash-Bergung“ – bergen, ausfliegen und dann stabilisieren – verdankt Felix Brunner sein Leben. Acht Monate lag er im künstlichen Koma und wurde wieder und wieder operiert. Trotz mehrfacher Reha-Maßnahmen ist Brunner seitdem an den Rollstuhl gebunden. Ihm war dabei von Anfang an klar, dass sein Schicksal unumstößlich sein würde. Nachdem er seine Situation reflektiert hatte, nahm er sie an. Erst durch das bewusste Akzeptieren und positive, mentale Kraft wurde ein vielseitiges Changemanagement möglich, das ihn zurück in ein ganz normales Leben führte.

In der Krise bewusst investieren, heißt ‚Change‘

In dieser Phase des Lebens setzte sich der Motivationstrainer viel mit Risiko- und Changemanagement auseinander. Seine Erfahrungen und sein Wissen sind nicht nur bei Medizinern und Rettungskräften gefragt, sondern auch in Unternehmen. Durch seine Arbeit kam er zu einer generellen Feststellung: Betriebe investieren in etwas, weil sie es für notwendig erachten. Sie gehen dabei aber eher von dem Standpunkt aus, dass sie ‚es sich leisten können‘. Der Aspekt, etwas wirklich verändern zu wollen, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. „Jetzt, da wir uns in einer tiefen Krise befinden, steht alles auf dem Prüfstand. Sparen und Zurückhaltung ist die Devise. Wenn ich mich jetzt aber zurückhalte und nicht investiere, wie soll sich auch in diesen Zeiten etwas bewegen? Beim ersten Lockdown habe ich mir meine Finanzen vorgenommen. Es ging um die Frage, wie sich mein Geschäft entwickelt, wenn ich nichts unternehme, und was geschieht, wenn ich in ein Studio investiere, damit ich professionell Seminare, Vorträge und Schulungen anbieten kann“, erzählt Brunner.

Durch stetiges Training zum Changemanager

Er hat trotz der Krise investiert, statt sich zurückzuhalten. Damit eröffneten sich neue Möglichkeiten, denn mit diesem Schritt wurde ein Changeprozess eingeleitet. „Natürlich ist das kein Selbstläufer. Zwar bin ich mit Veränderungen bestens vertraut, dennoch habe ich mit dem Studio Neuland betreten. Ständig muss ich Dinge anpassen und die Situation reflektieren. Ich habe die derzeitige Krise angenommen und bin auf Basis meines Wissens und meiner Erfahrungen gerade jetzt aktiv geworden – und weiß dabei um mögliche Rückschläge. Die gehört aber dazu, wenn man wirklich etwas verändern will!“, betont der Experte für Risiko- und Changemanagement.

Ein Seminar zum Thema Changemanagement ist bestimmt eine gute Entscheidung. Es ist aber nur der erste Schritt. Danach gilt es, die Dinge aktiv anzugehen, die man verändern will – selbst wenn man nicht zu den agilen Menschen zählt. Durch stetiges Trainieren, Reflexion und Anpassen der Fähigkeiten ist ‚Change‘ erlernbar.

Über den Autor

Der heute 30-jährige Felix Brunner ist ausgebildeter Bergretter der Bergwacht Füssen im Allgäu. Er ist 5 Sterne Redner, Extremsportler und erfolgreicher Motivationsexperte. Seine Vortragsthemen und Seminaren befassen sich mit Motivation, Risiko- und Changemanagement. Aufgrund seiner unfallbedingten Erfahrungen ist seine Expertise sowohl bei Medizinern und Rettungskräften, wie auch bei Pflegepersonal auf Seminaren, an Hochschulen und auf Fachkongressen gefragt. Ebenso ist die Wirtschaft durch hohen Praxisbezug von Felix Brunners Vortragsinhalten auf ihn aufmerksam geworden.

 

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