Peter Kragler

Der Gewerbestandort Gersthofen bleibt interessant

Dipl.-Ing. Peter Kragler. Foto: KRAGLER Immobilien GmbH
Die Stadt Gersthofen grenzt direkt an den Norden Augsburgs an und ist unmittelbar Teil des wirtschaftlichen Aufschwungs der vergangenen Jahre. Von einem Abbruch des Wachstums und der Nachfrage ist beim Nachbarn der Fuggerstadt nichts zu spüren – eine Analyse.

Gersthofen im Überblick

Die Stadt Gersthofen im Norden Augsburgs ist nach Königsbrunn im Süden die zweitgrößte Stadt im Landkreis Augsburg. Beide Städte sind durch ihre direkte Anbindung an Augsburg jeweils eine fließende Verlängerung der Fuggerstadt. Gersthofen mit seinen über 22.000 Einwohnern ist seit Jahren hoch innovativ und die Gewerbebetriebe entwickeln sich prächtig.

Warum Gersthofen so interessant ist

Es haben sich in den vergangenen Jahren einige klare Faktoren herausgebildet, die den Standort Gersthofen attraktiv machen. Ausgangspunkt dürfte die ohnehin schon perfekte Anbindung an die Autobahn A8 und die Bundesstraße B17 / B2 sein. Dieser Verkehrsknotenpunkt macht die Stadt aus allen Richtungen einfach zugänglich. Nicht umsonst gilt in der Immobilienbranche das Credo „Lage, Lage, Lage!“ Die wechselweise Ausweisung von Gewerbe und Wohnflächen haben den ansässigen Betrieben Wachstum ermöglicht und Neuansiedlungen leicht gemacht. Verbesserungen in der eigenen Verkehrsinfrastruktur haben dazu geführt, dass Gersthofen inzwischen mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist. Letzter Baustein wird mit einer nicht unerheblichen Investition noch die zeitnahe Fertigstellung des neuen Bahnterminals unweit des Hery-Parks sein.

Der im Vergleich zu Augsburg deutlich niedrigere Gewerbesteuerhebesatz ist unstrittig ein Faktor zur Unternehmensbindung. Auch die Preise für Grundstücke und Mietflächen unterschreiten das Augsburger Niveau meist deutlich. Dies sind aus meiner Erfahrung maßgebliche Entscheidungskriterien bei der Standortwahl. Auch in puncto Wohnraumkosten und Verfügbarkeit von Wohnraum konnte Gersthofen in den vergangenen Jahren punkten und hat auch hier bereits die Weichen mit weiteren, bereits laufenden Bauprojekten gestellt.

Diese Stadtteile sind Hotspots

Für mich als Fachmann für Gewerbeimmobilien zeigen sich derzeit deutliche Hotspots, an denen sich Firmen verstärkt ansiedeln. Der Gewerbepark an der B2 im Norden von Gersthofen entwickelt sich seit Jahren prächtig und ist neue Heimat für zahlreiche Gersthofer Unternehmer und Neuzugänge geworden. Die wenigen noch freien Baufelder werden derzeit entwickelt – die letzten Büro- und Hallenflächen werden in den nächsten ein bis zwei Jahren vermietet sein. Auch das Gewerbegebiet entlang der Daimlerstraße im Westen der Stadt ist nahezu voll entwickelt und kann mit einem breiten Spektrum an Firmen und Gewerken durchaus punkten.

Anzahl und Qualität der Flächen steigen

Mit steigender Attraktivität des Standorts Gersthofen steigt auch die Anzahl und die Qualität der Gewerbeflächen. Der Bau-Boom ist in der Stadt zurzeit deutlich sichtbar. In den kommenden Jahren werden zahlreiche neue Büro- und Hallenflächen in Gersthofen fertiggestellt. Die Zahl der Mietanfragen hat bei uns deutlich zugenommen. Längst können auch Neubauten in Gersthofen Anfragen nach „besonderen Flächen“ bedienen. Der in der Daimlerstraße entstehende Glastower offenbart Mietern im 11. OG eine hervorragende Weitsicht in alle Himmelsrichtungen, neue Büroimmobilien im Gewerbepark Nord schaffen Mietern exklusive Penthouse-Büros mit Dachterrasse und modernisierte Gebäude an den Hauptverkehrsstraßen bieten optimale Sichtbarkeit. Während derartige Mieterwünsche in Augsburg zurzeit nur schwer erfüllbar sind, haben Firmen in Gersthofen derzeit scheinbar noch die freie Auswahl.

Die entstehenden Büro- und Hallenflächen werden jedoch zeitnah vergeben sein und die Entstehung weiterer Flächen ist derzeit ungewiss. Offiziell stehen schon heute keine freien Flächen für eine Neuentwicklung mehr zur Verfügung. Der stellvertretende Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Augsburg Herwig Leiter beschreibt die Neuentwicklung von Gewerbeflächen als „mittelfristig nur schwer abschätzbar“, jedoch bekräftigt er das langfristige Potenzial des Standorts.

Die positive Entwicklung in Gersthofen stellt den großen Bruder Augsburg jedoch keinesfalls in ein schlechtes Licht. Es zeigt sich vielmehr eine immer stärkere Symbiose der Standorte als eine erbitterte Konkurrenz.

Ihr Dipl.-Ing. Peter Kragler

KRAGLER Immobilien GmbH

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Der Gewerbestandort Gersthofen bleibt interessant

Dipl.-Ing. Peter Kragler. Foto: KRAGLER Immobilien GmbH
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Gersthofen im Überblick

Die Stadt Gersthofen im Norden Augsburgs ist nach Königsbrunn im Süden die zweitgrößte Stadt im Landkreis Augsburg. Beide Städte sind durch ihre direkte Anbindung an Augsburg jeweils eine fließende Verlängerung der Fuggerstadt. Gersthofen mit seinen über 22.000 Einwohnern ist seit Jahren hoch innovativ und die Gewerbebetriebe entwickeln sich prächtig.

Warum Gersthofen so interessant ist

Es haben sich in den vergangenen Jahren einige klare Faktoren herausgebildet, die den Standort Gersthofen attraktiv machen. Ausgangspunkt dürfte die ohnehin schon perfekte Anbindung an die Autobahn A8 und die Bundesstraße B17 / B2 sein. Dieser Verkehrsknotenpunkt macht die Stadt aus allen Richtungen einfach zugänglich. Nicht umsonst gilt in der Immobilienbranche das Credo „Lage, Lage, Lage!“ Die wechselweise Ausweisung von Gewerbe und Wohnflächen haben den ansässigen Betrieben Wachstum ermöglicht und Neuansiedlungen leicht gemacht. Verbesserungen in der eigenen Verkehrsinfrastruktur haben dazu geführt, dass Gersthofen inzwischen mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist. Letzter Baustein wird mit einer nicht unerheblichen Investition noch die zeitnahe Fertigstellung des neuen Bahnterminals unweit des Hery-Parks sein.

Der im Vergleich zu Augsburg deutlich niedrigere Gewerbesteuerhebesatz ist unstrittig ein Faktor zur Unternehmensbindung. Auch die Preise für Grundstücke und Mietflächen unterschreiten das Augsburger Niveau meist deutlich. Dies sind aus meiner Erfahrung maßgebliche Entscheidungskriterien bei der Standortwahl. Auch in puncto Wohnraumkosten und Verfügbarkeit von Wohnraum konnte Gersthofen in den vergangenen Jahren punkten und hat auch hier bereits die Weichen mit weiteren, bereits laufenden Bauprojekten gestellt.

Diese Stadtteile sind Hotspots

Für mich als Fachmann für Gewerbeimmobilien zeigen sich derzeit deutliche Hotspots, an denen sich Firmen verstärkt ansiedeln. Der Gewerbepark an der B2 im Norden von Gersthofen entwickelt sich seit Jahren prächtig und ist neue Heimat für zahlreiche Gersthofer Unternehmer und Neuzugänge geworden. Die wenigen noch freien Baufelder werden derzeit entwickelt – die letzten Büro- und Hallenflächen werden in den nächsten ein bis zwei Jahren vermietet sein. Auch das Gewerbegebiet entlang der Daimlerstraße im Westen der Stadt ist nahezu voll entwickelt und kann mit einem breiten Spektrum an Firmen und Gewerken durchaus punkten.

Anzahl und Qualität der Flächen steigen

Mit steigender Attraktivität des Standorts Gersthofen steigt auch die Anzahl und die Qualität der Gewerbeflächen. Der Bau-Boom ist in der Stadt zurzeit deutlich sichtbar. In den kommenden Jahren werden zahlreiche neue Büro- und Hallenflächen in Gersthofen fertiggestellt. Die Zahl der Mietanfragen hat bei uns deutlich zugenommen. Längst können auch Neubauten in Gersthofen Anfragen nach „besonderen Flächen“ bedienen. Der in der Daimlerstraße entstehende Glastower offenbart Mietern im 11. OG eine hervorragende Weitsicht in alle Himmelsrichtungen, neue Büroimmobilien im Gewerbepark Nord schaffen Mietern exklusive Penthouse-Büros mit Dachterrasse und modernisierte Gebäude an den Hauptverkehrsstraßen bieten optimale Sichtbarkeit. Während derartige Mieterwünsche in Augsburg zurzeit nur schwer erfüllbar sind, haben Firmen in Gersthofen derzeit scheinbar noch die freie Auswahl.

Die entstehenden Büro- und Hallenflächen werden jedoch zeitnah vergeben sein und die Entstehung weiterer Flächen ist derzeit ungewiss. Offiziell stehen schon heute keine freien Flächen für eine Neuentwicklung mehr zur Verfügung. Der stellvertretende Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Augsburg Herwig Leiter beschreibt die Neuentwicklung von Gewerbeflächen als „mittelfristig nur schwer abschätzbar“, jedoch bekräftigt er das langfristige Potenzial des Standorts.

Die positive Entwicklung in Gersthofen stellt den großen Bruder Augsburg jedoch keinesfalls in ein schlechtes Licht. Es zeigt sich vielmehr eine immer stärkere Symbiose der Standorte als eine erbitterte Konkurrenz.

Ihr Dipl.-Ing. Peter Kragler

KRAGLER Immobilien GmbH

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