Christoph von Külmer

Das Jahr des Videos: Fünf Gründe für mehr Bewegtbild im Marketing

Social Media-Experte Christoph von Külmer. Bild: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
2017 war für uns Marketer ein ganz wichtiges Jahr, denn zum ersten Mal seit langer Zeit war zu beobachten, dass sich ein Megatrend mit voller Wucht gegenüber allem Anderen durchsetzt: Video.

An bewegten Bildern wird 2018 endgültig keine andere Marketing-Strategie mehr vorbeikommen, egal in welchem Geschäftsbereich. Das Smartphone ist unser ganztägiger Begleiter und macht in Zeiten von Facebook, YouTube und Instagram lange und schwer verständliche Texte einfach zum absoluten No-Go.

Trotz des Wissens über die unzähligen Einsatzmöglichkeiten wie Produktfilm, Erklärvideo, Social Clip, Trailer oder Messefilm gibt es in Augsburg immer noch viel Skepsis gegenüber dem Marketing-Werkzeug 2018. Viele Unternehmen halten Videos noch immer für eine Spielerei, fürchten hohe Kosten oder ausbleibende Klicks auf die Website. Deshalb habe ich fünf mehr als gute Gründe für einen sofortigen Start ins Videomarketing zusammengestellt.

1. Die Nutzer ziehen Videos anderen Inhalten vor

Der erste und wahrscheinlich auch beste Grund, weshalb Sie 2018 auf Bewegtbild setzen sollten: Ihre Kunden möchten es so. Unser Online-Nutzungsverhalten hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Der Trend geht weg vom Desktop-PC und hin zum mobilen Endgerät. Statt wenige Male täglich für längere Zeit online zu gehen, nutzen User das Web und die sozialen Netzwerke deutlich häufiger, dafür aber kürzer. Damit geht eine weitere, für das Marketing absolut entscheidende Entwicklung einher: der Trend zum „Snackable“ Content.

„Snackable“ Inhalte können in Form von Bild, Text oder eben Video auftreten und lassen sich schnell, einfach und flexibel konsumieren und teilen. Anwendungen wie Instagram oder Twitter sind quasi auf diese Idee ausgelegt – und damit, wie wir wissen, recht erfolgreich. Passen Sie Ihre Marketing-Strategie also an das Nutzungsverhalten an und begeistern Sie Ihre Kunden 2018 mit ein paar Video-Snacks!

2. Einprägsamkeit, Verständlichkeit, Emotionalität: Videos haben zahlreiche Vorzüge

Im Gegensatz zu Bildern und Texten vereinen Videos visuelle und auditive Eigenschaften. Diese einzigartige Kombination macht sie zu einem Medium mit zahlreichen Vorzügen.

So haben Studien gezeigt, dass User sich an Video-Inhalte am besten erinnern können und diese in ihrer Erinnerung auch stark mit Marken verknüpfen. Außerdem können Videos Themen und Zusammenhänge sehr anschaulich darstellen und somit auch bei komplexen Themen für bessere Verständlichkeit sorgen. Ein weiterer Pluspunkt sind die Emotionen, die bewegte Bilder transportieren können. Wer diese Vorteile für sich nutzen will, sollte also 2018 unbedingt in Videos investieren!

3. Das Web richtet sich zunehmend auf Videos aus

Immer mehr Plattformen und Netzwerke fördern die Videoeinbindung durch User und bauen fleißig ihr Angebot an Bewegtbild-Features aus. Einige Beispiele? Bitteschön: Instagram führte im August 2016 die Stories ein – heute hat die Funktion 250 Millionen Nutzer. Seit 2015 unterstützt Facebook 360 Grad-Videos, 2016 führte die Plattform Live-Videos ein. Seit 2017 kann man bei LinkedIn Videos einbinden und bewerben.

Google und Co. wissen natürlich auch, dass Videos bei den Usern sehr beliebt sind. Und weil Suchmaschinen wiederum ihren Usern diejenigen Ergebnisse zuspielen wollen, die sie am besten finden, unterstützen sie Seiten, die Videos beinhalten. Im Klartext: Videos auf Webseiten können für ein besseres Google-Ranking sorgen.

Beide Punkte zeigen deutlich, dass sich das Web immer stärker auf Videos ausrichtet. Uns sagt das wiederum: Videos werden die Zukunft im Content-Bereich sein!

4. Produktionsaufwand und -kosten werden immer geringer

Vor wenigen Jahren waren Video-Produktionen noch teuer und umständlich. Professionelle Geräte wie eine Kamera, Licht oder ein gutes Stativ waren alles andere als erschwinglich. Waren die Aufnahmen im Kasten, mussten sie auf den PC übertragen und hier mit diversen Programmen bearbeitet werden – ebenfalls ein zeitaufwändiger und teurer Prozess.

Heute dagegen ist das Erstellen von Videos dank neuer, moderner Technologien und einer breiten Auswahl an Bearbeitungssoftware mit diversen Funktionen sehr viel einfacher. Die Folge: Video-Produktionen werden erschwinglicher und sind nicht mehr nur Marketing-Tools für die ganz großen Player. Das macht sich auch für uns Anbieter bemerkbar: allein im letzten Jahr haben wir für Kunden über 100 Videoproduktionen umgesetzt!

5. Mit VR und AR die Kunden begeistern

Virtuelle und erweiterte Realität haben sich über die letzten Jahre deutlich weiterentwickelt und zunehmend an Relevanz gewonnen. Neben der Anwendung im Gaming- oder Bildungsbereich werden VR und AR auch in Werbung und Marketing als „the next big thing“ gehandelt. Mit den Technologien können Kunden beispielsweise Objekte in 3D betrachten, sie in reale Umgebungen einfügen oder sich auf virtuelle Rundgänge begeben.

Wer jetzt an futuristische Brillen und enorme Produktionskosten denkt, liegt nicht ganz richtig. Eine erschwingliche „Vorstufe“ von Virtual Reality, nämlich 360 Grad-Videos, sind schon längst gang und gäbe. Wir haben im letzten Jahr für mehrere Kunden 360 Grad-Videos produziert, die beispielsweise auf Facebook und YouTube ausgespielt oder auf Messen eingesetzt wurden und dort für Faszination und Begeisterung gesorgt haben. Mein Tipp für 2018: Versuchen Sie es doch mal mit einem 360 Grad-Video – wie gesagt, die Produktionskosten sinken!

Ihr Christoph von Külmer
SportBrain Entertainment GmbH

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben