Standortsicherung

So will Augsburg Fachkräfte fit für die Digitalisierung machen

Um den Wandel zur digitalisierten Wirtschaft optimal zu nutzen, ist die gezielte Weiterbildung von Beschäftigten nötig. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bundesagentur für Arbeit. Was das für den Standort Augsburg bedeutet.

Die Digitalisierung gilt als der entscheidende Treiber des technischen Fortschritts. Produkte, Prozesse, Unternehmenskultur sowie Arbeitsweisen sind von der digitalen Transformation betroffen und werden breit in den Unternehmen mit den Beschäftigten umgesetzt. Gleichzeitig gibt es Unwägbarkeiten und Befürchtungen bei den Beschäftigten. Die Augsburger Allianz für Arbeitsplätze, ein Gremium mit Vertretern unter anderem der Stadt Augsburg, der Industrie- und Handelskammer Schwaben und der Handwerkskammer für Schwaben hat sich nun mit dem Thema befasst. Dazu wurden auch die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) zu Folgen der Digitalisierung auf den regionalen Arbeitsmarkt betrachtet.

Die Leitfrage dabei war, in welchem Ausmaß Computer aktuell von Menschen ausgeübte Tätigkeiten übernehmen könnten und wie hoch der Anteil dieser Berufe in der Region ist. Für den Augsburger Arbeitsmarkt errechneten daraus die Forscher einen Anteil von 25 Prozent der Beschäftigten, die von einem hohen Substituierungspotenzial betroffen sind. Dies entspricht in etwa den bayerischen und bundesdeutschen Vergleichswerten.

Hier liegen die Chancen der Digitalisierung

Dabei kann die Digitalisierung in erster Linie auch als Chance für die aktive, selbstbestimmte Gestaltung der neuen Arbeitswelt verstanden werden. Denn es werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen. „Viele Menschen haben Angst vor der Digitalisierung, weil sie ihre Arbeit bedrohen könnte. Wir stellen fest, dass die Arbeit nicht wegfällt, sie wird sich aber verändern. Nicht jeder muss Programmieren können. Aber nur Weiterbildung macht Jobs auf Dauer sicher.“, erklärte Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg. Für Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin und Wirtschafts- und Finanzreferentin der Stadt Augsburg, erläuterte hingegen: „Ganz wesentlich ist es, rechtzeitig und konsequent die Fähigkeiten der Beschäftigten durch Bildungsangebote dahingehend zu entwickeln. Eine gemeinsam von den Partnern der Augsburger Allianz für Arbeitsplätze getragene Bildungsoffensive kann einen wichtigen Beitrag leisten.“

Digitalisierung funktioniert nur mit Bildung

„Die Kräfte bündeln, um mit konkreten Maßnahmen und Projekten die Beschäftigten fit für die digitale Transformation machen“, sah hingegen Stefanie Ammicht, Geschäftsführerin der vbw Bezirksgruppe Schwaben und der bayme Geschäftsstelle Schwaben als entscheidend an. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. führt derzeit Projekte zum Thema durch. Dadurch möchte die Vereinigung die Unternehmen bei der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen für das digitale Zeitalter unterstützen. Die Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Augsburg Silke Klos Pöllinger fügte dem an: „Beim Thema Bildung müssen wir alle Kolleginnen und Kollegen mitnehmen, gleich in welcher Lebenslage sie sich befinden“, und plädierte darüber hinaus für einen gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildung. „In Meisterkursen sind digitale Inhalte längst Standard“ Mit konkreten Qualifizierungsmöglichkeiten möchten auch die Wirtschaftskammern die Unternehmen und deren Beschäftigte unterstützen. „Für all diese Kurse nutzen wir mehr und mehr digitale Techniken und Methoden. Darüber hinaus halten wir in unserem neuen Berufsbildungs- und Technologiezentrum in Augsburg die neueste technische Ausstattung vor.“

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Standortsicherung

So will Augsburg Fachkräfte fit für die Digitalisierung machen

Um den Wandel zur digitalisierten Wirtschaft optimal zu nutzen, ist die gezielte Weiterbildung von Beschäftigten nötig. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bundesagentur für Arbeit. Was das für den Standort Augsburg bedeutet.

Die Digitalisierung gilt als der entscheidende Treiber des technischen Fortschritts. Produkte, Prozesse, Unternehmenskultur sowie Arbeitsweisen sind von der digitalen Transformation betroffen und werden breit in den Unternehmen mit den Beschäftigten umgesetzt. Gleichzeitig gibt es Unwägbarkeiten und Befürchtungen bei den Beschäftigten. Die Augsburger Allianz für Arbeitsplätze, ein Gremium mit Vertretern unter anderem der Stadt Augsburg, der Industrie- und Handelskammer Schwaben und der Handwerkskammer für Schwaben hat sich nun mit dem Thema befasst. Dazu wurden auch die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) zu Folgen der Digitalisierung auf den regionalen Arbeitsmarkt betrachtet.

Die Leitfrage dabei war, in welchem Ausmaß Computer aktuell von Menschen ausgeübte Tätigkeiten übernehmen könnten und wie hoch der Anteil dieser Berufe in der Region ist. Für den Augsburger Arbeitsmarkt errechneten daraus die Forscher einen Anteil von 25 Prozent der Beschäftigten, die von einem hohen Substituierungspotenzial betroffen sind. Dies entspricht in etwa den bayerischen und bundesdeutschen Vergleichswerten.

Hier liegen die Chancen der Digitalisierung

Dabei kann die Digitalisierung in erster Linie auch als Chance für die aktive, selbstbestimmte Gestaltung der neuen Arbeitswelt verstanden werden. Denn es werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen. „Viele Menschen haben Angst vor der Digitalisierung, weil sie ihre Arbeit bedrohen könnte. Wir stellen fest, dass die Arbeit nicht wegfällt, sie wird sich aber verändern. Nicht jeder muss Programmieren können. Aber nur Weiterbildung macht Jobs auf Dauer sicher.“, erklärte Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg. Für Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin und Wirtschafts- und Finanzreferentin der Stadt Augsburg, erläuterte hingegen: „Ganz wesentlich ist es, rechtzeitig und konsequent die Fähigkeiten der Beschäftigten durch Bildungsangebote dahingehend zu entwickeln. Eine gemeinsam von den Partnern der Augsburger Allianz für Arbeitsplätze getragene Bildungsoffensive kann einen wichtigen Beitrag leisten.“

Digitalisierung funktioniert nur mit Bildung

„Die Kräfte bündeln, um mit konkreten Maßnahmen und Projekten die Beschäftigten fit für die digitale Transformation machen“, sah hingegen Stefanie Ammicht, Geschäftsführerin der vbw Bezirksgruppe Schwaben und der bayme Geschäftsstelle Schwaben als entscheidend an. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. führt derzeit Projekte zum Thema durch. Dadurch möchte die Vereinigung die Unternehmen bei der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen für das digitale Zeitalter unterstützen. Die Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Augsburg Silke Klos Pöllinger fügte dem an: „Beim Thema Bildung müssen wir alle Kolleginnen und Kollegen mitnehmen, gleich in welcher Lebenslage sie sich befinden“, und plädierte darüber hinaus für einen gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildung. „In Meisterkursen sind digitale Inhalte längst Standard“ Mit konkreten Qualifizierungsmöglichkeiten möchten auch die Wirtschaftskammern die Unternehmen und deren Beschäftigte unterstützen. „Für all diese Kurse nutzen wir mehr und mehr digitale Techniken und Methoden. Darüber hinaus halten wir in unserem neuen Berufsbildungs- und Technologiezentrum in Augsburg die neueste technische Ausstattung vor.“

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben