„Arbeit 1.0 – alles auf Anfang“ | Teil 3

KUKA: Gas, Schweiß und Roboter

Digitale Transformation ist eines der Schlagworte unserer Zeit. Doch sie ist nicht die erste Veränderung der Arbeitswelt. Im dritten Teil unserer Serie „Arbeit 1.0 – alles auf Anfang“ widmen wir uns einem der größten Einflussnehmer auf modernes Arbeiten: KUKA.

KUKA ist heute vor allem für eines bekannt: Industrie-Roboter. Der Anbieter von Automatisierungslösungen hat 1898 allerdings mit etwas ganz anderem angefangen. Johann Josef Keller und Jakob Knappich gründen Ende des 19. Jahrhunderts ein Acetylengaswerk in Augsburg-Oberhausen. So ermöglichten sie einen kostengünstigen Betrieb von Haus- und Straßenbeleuchtungen.

Aus Keller und Knappich wird KUKA

Bald danach verlagert die Keller und Knappich GmbH ihre Produktion. Sie erfinden 1905 das Autogen-Schweißen. Von da an setzt das Unternehmen kontinuierlich neue Maßstäbe in der Schweißtechnik.  Der Beginn des 20. Jahrhunderts begründet auch den heute bekannten Namen KUKA. Keller und Knappich verwenden immer öfter ein Telegramm-Kürzel. So wird aus „Keller und Knappich Augsburg“ die Marke KUKA.

1920 wird KUKA in Europa mit einem neuen Produkt zum Marktführer. Das Unternehmen führt nämlich Großbehälter und Aufbauten für Fahrzeuge ein. Im Bereich Kommunalfahrzeuge schwingt sich KUKA damit an die Spitze.

1949 folgen die Reiseschreibmaschine „Princess“ und die Rundstrickmaschine „Selecta“ für eine schnellere Fertigung in der Textilindustrie. Durch dieses kontinuierliche Wachstum wird das Gelände für KUKA zu klein. 1958 zieht KUKA in neue Hallen um. Die Bereiche Kommunalfahrzeuge und Schweißanlagen finden sich fortan in Augsburg-Lechhausen.

KUKA entwickelt den Bereich Schweißtechnologie in den Folgejahren immer weiter. Beispiele sind die Vielpunktschweiß-Transferstraße 1956 oder der Reibschweißen 1966.

Die erste Magnetarc-Schweißmaschine kommt 1972 auf dem Markt. Das Verfahren gilt laut KUKA bis heute als eines der schnellsten und sichersten. Ein echter Game Changer: 1973 erscheint „FAMULUS“, der weltweit erste Industrieroboter mit sechs elektromechanisch angetriebenen Achsen.

Fünf Jahre später geht der Roboter IR 601/60 in Serienfertigung. Dieser kommt beispielsweise bei Daimler-Benz und Ford zur Anwendung. 1976 verlassen die letzten Bereiche von KUKA den Standort Oberhausen.

Roboter per PC steuern

Ein Paradigmenwechsel erfolgt erneut 1996. KUKA wechselt zur PC-basierten Robotersteuerung. Mit dem „Cyberknife“ verändert sich 2000 die Medizin-Branche. Es ist das erste robotergesteuerte Radiochirurgiesystem der Welt. 2010 wird der KUKA KR QUANTEC zu einer der global meistverkauften Roboterserie. Der LBR iiwa ist der erste in Serie gefertigte, sensitive Roboter der Welt. Dieser ist damit zur direkten Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) zugelassen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein der unserer Arbeitswelt nachhaltig verändert hat.

Abgeschlossen ist der Wandel dabei noch lange nicht. Die intelligente Automatisierung, die Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen, die digitale Vernetzung der Produktion, flexible Fertigungskonzepte sowie neue Geschäftsmodelle – das alles befindet sich mitten in der Umsetzung. Auch bei KUKA wird hieran noch weiter geforscht.

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KUKA ist heute vor allem für eines bekannt: Industrie-Roboter. Der Anbieter von Automatisierungslösungen hat 1898 allerdings mit etwas ganz anderem angefangen. Johann Josef Keller und Jakob Knappich gründen Ende des 19. Jahrhunderts ein Acetylengaswerk in Augsburg-Oberhausen. So ermöglichten sie einen kostengünstigen Betrieb von Haus- und Straßenbeleuchtungen.

Aus Keller und Knappich wird KUKA

Bald danach verlagert die Keller und Knappich GmbH ihre Produktion. Sie erfinden 1905 das Autogen-Schweißen. Von da an setzt das Unternehmen kontinuierlich neue Maßstäbe in der Schweißtechnik.  Der Beginn des 20. Jahrhunderts begründet auch den heute bekannten Namen KUKA. Keller und Knappich verwenden immer öfter ein Telegramm-Kürzel. So wird aus „Keller und Knappich Augsburg“ die Marke KUKA.

1920 wird KUKA in Europa mit einem neuen Produkt zum Marktführer. Das Unternehmen führt nämlich Großbehälter und Aufbauten für Fahrzeuge ein. Im Bereich Kommunalfahrzeuge schwingt sich KUKA damit an die Spitze.

1949 folgen die Reiseschreibmaschine „Princess“ und die Rundstrickmaschine „Selecta“ für eine schnellere Fertigung in der Textilindustrie. Durch dieses kontinuierliche Wachstum wird das Gelände für KUKA zu klein. 1958 zieht KUKA in neue Hallen um. Die Bereiche Kommunalfahrzeuge und Schweißanlagen finden sich fortan in Augsburg-Lechhausen.

KUKA entwickelt den Bereich Schweißtechnologie in den Folgejahren immer weiter. Beispiele sind die Vielpunktschweiß-Transferstraße 1956 oder der Reibschweißen 1966.

Die erste Magnetarc-Schweißmaschine kommt 1972 auf dem Markt. Das Verfahren gilt laut KUKA bis heute als eines der schnellsten und sichersten. Ein echter Game Changer: 1973 erscheint „FAMULUS“, der weltweit erste Industrieroboter mit sechs elektromechanisch angetriebenen Achsen.

Fünf Jahre später geht der Roboter IR 601/60 in Serienfertigung. Dieser kommt beispielsweise bei Daimler-Benz und Ford zur Anwendung. 1976 verlassen die letzten Bereiche von KUKA den Standort Oberhausen.

Roboter per PC steuern

Ein Paradigmenwechsel erfolgt erneut 1996. KUKA wechselt zur PC-basierten Robotersteuerung. Mit dem „Cyberknife“ verändert sich 2000 die Medizin-Branche. Es ist das erste robotergesteuerte Radiochirurgiesystem der Welt. 2010 wird der KUKA KR QUANTEC zu einer der global meistverkauften Roboterserie. Der LBR iiwa ist der erste in Serie gefertigte, sensitive Roboter der Welt. Dieser ist damit zur direkten Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) zugelassen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein der unserer Arbeitswelt nachhaltig verändert hat.

Abgeschlossen ist der Wandel dabei noch lange nicht. Die intelligente Automatisierung, die Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen, die digitale Vernetzung der Produktion, flexible Fertigungskonzepte sowie neue Geschäftsmodelle – das alles befindet sich mitten in der Umsetzung. Auch bei KUKA wird hieran noch weiter geforscht.

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