B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN WISSEN

Digitaler Wandel in Schwaben: Neue Lösungen für bekannte Probleme

Beim Auftakt für das Projekt „enagiertestadt Kaufbeuren“. Foto: Elke Sonja Simm

Das Thema Arbeit 4.0 beschäftigt Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zunehmend. Zwei Beispiele aus Schwaben, eines aus Augsburg und eines aus Kaufbeuren, sollen verdeutlichen, was dies konkret bedeuten kann.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Die Arbeitswelt 4.0 erfordert von Unternehmen häufig vor allem eines: Sie müssen sich umstellen und sich anpassen. Viele setzen dabei darauf, dass sie ihre Mitarbeiter weiterbilden können. Verschiedene Initiativen wollen dies fördern. Dazu gehört auch das Projekt „Digital Enablement Expert Program (DEEP)“. Es zeigt, wie Digitalisierungs-Strategien aufgebaut werden. Auch der Umgang mit Big Data oder Fragen zur Sicherheit im Internet werden behandelt. 1.250 Fach- und Führungskräfte sollen an dem Programm teilnehmen können.

Projekt startete in Augsburg

„Mit rund 400.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützen wir die Unternehmen dabei, zukunftsweisende Themen in ihrem Betrieb zu etablieren“, so Bayerns Arbeitsstaatssekretär Johannes Hintersberger. Das Projekt der bfz gGmbH wird für zwei Jahre an sieben Standorten in Bayern durchgeführt. Die erste von insgesamt 125 Qualifizierungs-Maßnahmen startete am 1. September 2016 in Augsburg. Teilnehmen können Beschäftigte aus allen Bereichen. „Die Anpassung der Unternehmen an den technologischen Fortschritt gelingt nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Hier kommt der Qualifizierung von Beschäftigten eine Schlüsselrolle zu. Wir unterstützen diesen Prozess. Dafür stellen wir insgesamt fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds für sozial innovative Projekte im Bereich Arbeit 4.0 zur Verfügung“, so Hintersberger.

Kaufbeurer Initiative will neue Wege gehen

Dass neue Lösungen für die Arbeitswelt gebraucht werden, zeichnet sich jedoch nicht erst seit einigen Jahren ab. Viele Herausforderungen sind schon deutlich länger bekannt. Der demografische Wandel zeigt seit Jahren: Künftig wird es immer mehr Rentner und immer weniger Erwerbstätige geben. In Kaufbeuren will man konkret nach neuen Wegen suchen, um sich den hier auftretenden Problemen zu stellen. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wollen so den Lebens- und Wirtschaftsraum Kaufbeurensichern. Das Projekt nennt sich „engagiertestadt“. Kaufbeuren ist eine von bundesweit 50 Kreisstädten, die in das Programm aufgenommen wurden.

Mehr Flexibilität für neue Lösungen

Zur Auftakt-Veranstaltung im September war auch Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, vor Ort. In seiner Rede erklärte er, dass sich die Arbeitswelt massiv verändern werde. Der digitale Wandel spielt hier laut Pschierer eine entscheidende Rolle. Viele Definitionen von Arbeit, wie Arbeitszeitregelungen sowie die Verbindung mit dem Familienleben, müssten neu gefasst werden. Pschierer sprach von einer „Entkoppelung von Zeit, Wohn- und Beschäftiguns-Oort sowie einer höheren Flexibilisierung“.

Neue Chance für Vernetzung und Kommunikation

Die Digitalisierung bringt für jeden Bereich des öffentlichen und privaten Lebens Veränderungen und in diesem Zuge auch Herausforderungen. Vielfach wird der digitale Wandel jedoch auch als Chance gesehen. Flexiblere Arbeitszeiten und -orte bedeuten: Neue Modelle von Altersteilzeit werden möglich. Gleichzeitig können sie jungen Menschen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. In Kaufbeuren wollen sich Unternehmer, Bürger und Vertreter von Einrichtungen nun besser miteinander vernetzen. So können gemeinsam Ideen diskutiert und Lösungen gefunden werden. Letztendlich geht es auch darum, Kaufbeuren als Standort für Unternehmen und Fachkräfte attraktiver zu gestalten.

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Projekt startete in Augsburg

„Mit rund 400.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützen wir die Unternehmen dabei, zukunftsweisende Themen in ihrem Betrieb zu etablieren“, so Bayerns Arbeitsstaatssekretär Johannes Hintersberger. Das Projekt der bfz gGmbH wird für zwei Jahre an sieben Standorten in Bayern durchgeführt. Die erste von insgesamt 125 Qualifizierungs-Maßnahmen startete am 1. September 2016 in Augsburg. Teilnehmen können Beschäftigte aus allen Bereichen. „Die Anpassung der Unternehmen an den technologischen Fortschritt gelingt nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Hier kommt der Qualifizierung von Beschäftigten eine Schlüsselrolle zu. Wir unterstützen diesen Prozess. Dafür stellen wir insgesamt fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds für sozial innovative Projekte im Bereich Arbeit 4.0 zur Verfügung“, so Hintersberger.

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