DEKRA Akademie GmbH

Digitale Transformation und Qualifizierung

Gerline Graszl, Teamleiterin, DEKRA Akademie GmbH. Foto: DEKRA Akademie GmbH
Kaum ein Begriff bewegt Unternehmen, Verbände und Politik derzeit so sehr wie Digitalisierung. Experten sind sich dabei längst nicht einig, ob durch die Veränderungen Arbeitsplätze verloren gehen oder neue entstehen.

Die Diskussionen konzentrieren sich meist auf neue Technologien und deren Auswirkungen auf die Arbeitsprozesse und den Arbeitsmarkt. Eines scheint sicher: Wenn zunehmend Routineaufgaben und manuelle Tätigkeiten wegfallen, werden mehr gut qualifizierte Mitarbeiter benötigt, die in der Lage sind, mit den Veränderungen umzugehen. Begleitende Weiterbildung ist deshalb eine Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation.  

Kommunikationsfähigkeit wird immer wichtiger

Das Thema Digitalisierung wird noch zu selten aus Sicht der zukünftigen Mitarbeiterqualifikationen und Lernmethoden betrachtet. Technologiezyklen verlaufen oft sprunghaft und beschleunigen sich tendenziell, in der Folge veraltet auch Fachwissen immer schneller. Unternehmen sind deshalb auf lernfähige Mitarbeiter angewiesen, die bereit sind, sich immer wieder auf Veränderungen einzustellen. Persönliche Eigenschaften wie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit gewinnen weiter an Bedeutung, wenn Arbeitsprozesse über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg ineinandergreifen. Wenn sich das Arbeitsumfeld immer schneller verändert und sich die „Halbwertzeit“ von Fachwissen verkürzt, muss Qualifizierung direkt oder nah am Arbeitsplatz stattfinden.  

Technische Neuerungen bringen Freiheiten mit sich

Die Automatisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen, indem Menschen, Technik und Informationen immer stärker vernetzt arbeiten, findet bereits seit geraumer Zeit statt. Diese Entwicklung macht auch vor der Weiterbildung nicht halt. Schon heute sind digitale Medien fester Bestandteil von Qualifizierungsangeboten, angefangen bei kurzen Online-Videos, über Lern-Apps oder Mobile Learning bis hin zu umfassenden Blended-Learning-Konzepten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die unterschiedlichen Methoden und Tools erleichtern das Lernen und bringen vor allem ein hohes Maß an räumlicher und zeitlicher Flexibilität für Lernende mit sich.   

Flexiblere Lernmodelle

Noch überwiegen vielerorts klassische Lernformate, aber mediengestütztes Lernen ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Die Meister- und Fachwirtlehrgänge der DEKRA Akademie sind nur ein Beispiel, wie unterschiedlichste Lerntypen, Arbeitsbedingungen und Lebenssituationen unter einen Hut gebracht werden können. Bei den Aufstiegsfortbildungen, beispielsweise zum Meister für Kraftverkehr, Logistikmeister oder Fachwirt Gesundheits- und Sozialwesen, haben Teilnehmer verschiedene Möglichkeiten, ihr Lernpensum bis zur IHK-Prüfung zu absolvieren. Neben dem klassischen Präsenzunterricht in Vollzeit oder berufsbegleitend absolvieren immer mehr Teilnehmer den Kurs flexibel über das modulare Lernsystem im Lerncenter der DEKRA Akademie oder bei manchen Aufstiegsfortbildungen komplett im Blended-Learning-Format, d. h. am Arbeitsplatz oder zuhause am PC, kombiniert mit Präsenzphasen im Servicecenter. Dadurch sind sie nicht auf feste Starttermine oder das Zustandekommen einer bestimmten Teilnehmerzahl angewiesen. Darüber hinaus können sie ihr Lerntempo selbst bestimmen.  

Selbstgesteuert, aber nicht alleine  

Entscheidet sich ein Teilnehmer für die Lerncenter-Variante, erarbeitet er zunächst zusammen mit einem Lernprozessbeleiter seinen individuellen Bildungsplan. Abhängig vom gewünschten IHK-Prüfungstermin und der wöchentlich verfügbaren Zeit, ist der Lernplan ein detaillierter Wegweiser, in welchem Zeitraum welche Themenblöcke erarbeitet sein sollen. Im Lerncenter der DEKRA Akademie bekommt jeder Teilnehmer einen festen PC-Arbeitsplatz, der in den vorab vereinbarten Zeiten zur Verfügung steht. Die Kursinhalte sind im Lernmanagementsystem in unterschiedlichen und abwechslungsreichen Formaten aufbereitet, mal als Text, Video oder Frage-Antwort-Spiel.

Inhalte in Präsenz-Workshops vertiefen

Im Lerncenter arbeiten Teilnehmer – wie bei der Blended-Learning-Lösung – die Inhalte selbstständig durch. Bei Fragen steht ihnen vor Ort jederzeit ein Lernprozessbegleiter zur Seite, der anhand des individuellen Lernplans immer im Blick hat, ob ein Teilnehmer noch im Zeitplan ist und bei möglichen Problemen unterstützend eingreifen kann. Kandidaten, die sich für die Kombination aus E-Learning und Präsenzunterricht entscheiden, können sich bei Fragen jederzeit an ihren Online-Tutor wenden. Interne Prüfungen am Ende bestimmter Themenbereiche geben Lernern eine gute Kontrolle, wo sie stehen oder ob sie bestimmte Inhalte wiederholen sollten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, an Präsenz-Workshops teilzunehmen, um besonders komplexe Inhalte zu wiederholen und zu vertiefen. Die zeugnisrelevanten Prüfungen werden dann in beiden Fällen direkt bei der IHK abgelegt.

Die Zukunft: Workplace Learning

Digitale Medien sind bei vielen Weiterbildungsangeboten der DEKRA Akademie bereits Teil des Konzepts, wie das Beispiel der Meisterfortbildungen zeigt. Auch in Unternehmen sind sie teilweise schon Bestandteil interner Qualifizierungskonzepte. Doch der Schritt, Lernprozesse im Sinne eines neuen „Workplace Learning“ direkt in die Arbeitsprozesse zu integrieren, ist meist noch nicht vollzogen. Technisch ist schon vieles machbar; die größere Herausforderung ist aber der Kulturwandel, der mit dieser Entwicklung einhergehen muss – sowohl bei Mitarbeitern als auch in Unternehmen. Mitarbeiter sind oft geprägt von klassischem Frontalunterricht und der Gewohnheit, Wissen auf Vorrat zu „konsumieren“. Lernen in der Zukunft bedeutet jedoch, dass sie sich Wissen vermehrt interaktiv dort aneignen, wo sie gerade arbeiten und das sie genau für diese Tätigkeit oder eine konkrete Problemlösung brauchen. Die dafür benötigte Lernfähigkeit und Flexibilität lassen sich nur eingeschränkt vermitteln, da sie von der individuellen Persönlichkeit und Haltung des Einzelnen bestimmt sind. Am ehesten gelingt dies durch eine Lernkultur im Unternehmen, die informelles Lernen, z. B. unter Kollegen genauso fördert und wertschätzt wie formal erworbene Skills. Organisationen, die schon heute Strategien und Konzepte entwickeln, um die Lernbereitschaft und -fähigkeit ihrer Belegschaft auszubauen, sind gut gewappnet für die Herausforderungen der Zukunft.       

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Die Diskussionen konzentrieren sich meist auf neue Technologien und deren Auswirkungen auf die Arbeitsprozesse und den Arbeitsmarkt. Eines scheint sicher: Wenn zunehmend Routineaufgaben und manuelle Tätigkeiten wegfallen, werden mehr gut qualifizierte Mitarbeiter benötigt, die in der Lage sind, mit den Veränderungen umzugehen. Begleitende Weiterbildung ist deshalb eine Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation.  

Kommunikationsfähigkeit wird immer wichtiger

Das Thema Digitalisierung wird noch zu selten aus Sicht der zukünftigen Mitarbeiterqualifikationen und Lernmethoden betrachtet. Technologiezyklen verlaufen oft sprunghaft und beschleunigen sich tendenziell, in der Folge veraltet auch Fachwissen immer schneller. Unternehmen sind deshalb auf lernfähige Mitarbeiter angewiesen, die bereit sind, sich immer wieder auf Veränderungen einzustellen. Persönliche Eigenschaften wie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit gewinnen weiter an Bedeutung, wenn Arbeitsprozesse über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg ineinandergreifen. Wenn sich das Arbeitsumfeld immer schneller verändert und sich die „Halbwertzeit“ von Fachwissen verkürzt, muss Qualifizierung direkt oder nah am Arbeitsplatz stattfinden.  

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Die Automatisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen, indem Menschen, Technik und Informationen immer stärker vernetzt arbeiten, findet bereits seit geraumer Zeit statt. Diese Entwicklung macht auch vor der Weiterbildung nicht halt. Schon heute sind digitale Medien fester Bestandteil von Qualifizierungsangeboten, angefangen bei kurzen Online-Videos, über Lern-Apps oder Mobile Learning bis hin zu umfassenden Blended-Learning-Konzepten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die unterschiedlichen Methoden und Tools erleichtern das Lernen und bringen vor allem ein hohes Maß an räumlicher und zeitlicher Flexibilität für Lernende mit sich.   

Flexiblere Lernmodelle

Noch überwiegen vielerorts klassische Lernformate, aber mediengestütztes Lernen ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Die Meister- und Fachwirtlehrgänge der DEKRA Akademie sind nur ein Beispiel, wie unterschiedlichste Lerntypen, Arbeitsbedingungen und Lebenssituationen unter einen Hut gebracht werden können. Bei den Aufstiegsfortbildungen, beispielsweise zum Meister für Kraftverkehr, Logistikmeister oder Fachwirt Gesundheits- und Sozialwesen, haben Teilnehmer verschiedene Möglichkeiten, ihr Lernpensum bis zur IHK-Prüfung zu absolvieren. Neben dem klassischen Präsenzunterricht in Vollzeit oder berufsbegleitend absolvieren immer mehr Teilnehmer den Kurs flexibel über das modulare Lernsystem im Lerncenter der DEKRA Akademie oder bei manchen Aufstiegsfortbildungen komplett im Blended-Learning-Format, d. h. am Arbeitsplatz oder zuhause am PC, kombiniert mit Präsenzphasen im Servicecenter. Dadurch sind sie nicht auf feste Starttermine oder das Zustandekommen einer bestimmten Teilnehmerzahl angewiesen. Darüber hinaus können sie ihr Lerntempo selbst bestimmen.  

Selbstgesteuert, aber nicht alleine  

Entscheidet sich ein Teilnehmer für die Lerncenter-Variante, erarbeitet er zunächst zusammen mit einem Lernprozessbeleiter seinen individuellen Bildungsplan. Abhängig vom gewünschten IHK-Prüfungstermin und der wöchentlich verfügbaren Zeit, ist der Lernplan ein detaillierter Wegweiser, in welchem Zeitraum welche Themenblöcke erarbeitet sein sollen. Im Lerncenter der DEKRA Akademie bekommt jeder Teilnehmer einen festen PC-Arbeitsplatz, der in den vorab vereinbarten Zeiten zur Verfügung steht. Die Kursinhalte sind im Lernmanagementsystem in unterschiedlichen und abwechslungsreichen Formaten aufbereitet, mal als Text, Video oder Frage-Antwort-Spiel.

Inhalte in Präsenz-Workshops vertiefen

Im Lerncenter arbeiten Teilnehmer – wie bei der Blended-Learning-Lösung – die Inhalte selbstständig durch. Bei Fragen steht ihnen vor Ort jederzeit ein Lernprozessbegleiter zur Seite, der anhand des individuellen Lernplans immer im Blick hat, ob ein Teilnehmer noch im Zeitplan ist und bei möglichen Problemen unterstützend eingreifen kann. Kandidaten, die sich für die Kombination aus E-Learning und Präsenzunterricht entscheiden, können sich bei Fragen jederzeit an ihren Online-Tutor wenden. Interne Prüfungen am Ende bestimmter Themenbereiche geben Lernern eine gute Kontrolle, wo sie stehen oder ob sie bestimmte Inhalte wiederholen sollten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, an Präsenz-Workshops teilzunehmen, um besonders komplexe Inhalte zu wiederholen und zu vertiefen. Die zeugnisrelevanten Prüfungen werden dann in beiden Fällen direkt bei der IHK abgelegt.

Die Zukunft: Workplace Learning

Digitale Medien sind bei vielen Weiterbildungsangeboten der DEKRA Akademie bereits Teil des Konzepts, wie das Beispiel der Meisterfortbildungen zeigt. Auch in Unternehmen sind sie teilweise schon Bestandteil interner Qualifizierungskonzepte. Doch der Schritt, Lernprozesse im Sinne eines neuen „Workplace Learning“ direkt in die Arbeitsprozesse zu integrieren, ist meist noch nicht vollzogen. Technisch ist schon vieles machbar; die größere Herausforderung ist aber der Kulturwandel, der mit dieser Entwicklung einhergehen muss – sowohl bei Mitarbeitern als auch in Unternehmen. Mitarbeiter sind oft geprägt von klassischem Frontalunterricht und der Gewohnheit, Wissen auf Vorrat zu „konsumieren“. Lernen in der Zukunft bedeutet jedoch, dass sie sich Wissen vermehrt interaktiv dort aneignen, wo sie gerade arbeiten und das sie genau für diese Tätigkeit oder eine konkrete Problemlösung brauchen. Die dafür benötigte Lernfähigkeit und Flexibilität lassen sich nur eingeschränkt vermitteln, da sie von der individuellen Persönlichkeit und Haltung des Einzelnen bestimmt sind. Am ehesten gelingt dies durch eine Lernkultur im Unternehmen, die informelles Lernen, z. B. unter Kollegen genauso fördert und wertschätzt wie formal erworbene Skills. Organisationen, die schon heute Strategien und Konzepte entwickeln, um die Lernbereitschaft und -fähigkeit ihrer Belegschaft auszubauen, sind gut gewappnet für die Herausforderungen der Zukunft.       

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