Digitales Marketing von A bis Z

Thomas Reisacher: „U“ wie „Unique Selling Point“

Thomas Reisacher, CEO und Inhaber der FDI Digital Business e.K. Foto: FDI
Ein USP – Unique Selling Proposition oder Unique Selling Point – ist das zentrale Hervorhebungsmerkmal eines Unternehmens oder eines Produktes. Was das mit digitalem Marketing zu tun hat, erklärt Thomas Reisacher, CEO und Inhaber der FDI Digital Business e.K.

In der digitalen Welt treffen die Kunden an vielen verschiedenen Stellen (Touchpoints) auf Werbebotschaften, die den USP als Thema haben. An dieser Stelle ist es für den Werbetreibenden wichtig zu überzeugen und  seine Nutzenargumentation klar auf den Punkt zu bringen. Überzeugt die Argumentation, ist der Kunde bereit auf die Werbebotschaft zu klicken. Die Problematik besteht allerdings darin, dass unterschiedliche Zielgruppen unterschiedliche Ansprachen oder Nutzenargumentationen benötigen. Genau deshalb muss der USP mit der Zielgruppe verknüpft werden.

Ziel ist es herauszufinden was Sie besser können als Ihre Konkurrenz,  was Ihre Kunden davon für einen Nutzen haben und dass das Ganze belegbar ist. 

Das geht in 5 Schritten – unabhängig davon, ob es sich um einen USP für ein Unternehmen oder ein einzelnes Produkt handelt.

1.    Eigene Stärken herausarbeiten

Machen Sie sich eine Liste mit den Dingen die Sie einzigartig machen, was Sie besonders gut können und wo Sie Ihre Stärken sehen. Da die Selbstbetrachtung oft schwierig ist, ist es hilfreich sich darüber zu informieren was andere über Sie denken oder sich extern Unterstützung zu holen. Gemeinsamen Workshops können hier Abhilfe schaffen.

2.    Wettbewerber analysieren

Im zweiten Schritt informieren Sie sich über Ihre Konkurrenten. Wo liegen deren Stärken und Schwächen und wie positionieren sie sich? Im Anschluss können Sie einen Vergleich anstellen und so herausfinden, was Sie besser machen.

3.    Kundenwunsch einarbeiten

Nun geht es um die Zielgruppe. Der USP muss sich an den Wünschen, Bedürfnissen und Erwartungen der Zielgruppe orientieren. Zunächst muss also klar sein, wer Ihre Zielgruppe ist. Danach stellen Sie sich die Frage nach deren Bedürfnissen, welche Probleme Sie lösen möchten, was Ihnen dabei wichtig ist und wie Ihre Firma oder Ihr Produkt dazu beitragen kann. Der Dialog mit Bestandskunden und Interessenten kann hierbei sehr hilfreich sein.

4.    Reduzieren und „auf den Punkt“ bringen

Die gesammelten Informationen müssen nun zusammengefasst und reduziert werden. Eine Liste mit allen bisherigen Daten hilft dabei. So können unwesentliche oder weniger wichtige Punkte gestrichen und Verknüpfungen geschaffen werden. Das Ergebnis ist eine Aufzählung von Eigenschaften die Sie vom Wettbewerb abheben.

5.    Prägnante Formulierung

Bilden Sie aus den gewonnen Informationen eine präzise Aussage. Diese muss einfach, relevant, glaubwürdig und beweisbar sein. Dann haben Sie es geschafft und eine nutzenorienterte Werbebotschaft erarbeitet. Diese kann Ihnen als Basis Ihrer Kampagnen und Aktionen dienen.

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