Digitales Marketing von A bis Z

Thomas Halbritter: „I“ wie „Infoversand“

Thomas Halbritter, Leiter Sales & Operations, bei der Logistic-Mail-Factory. Foto: LMF
Infoversand gilt bis heute als das klassische Werbemittel im Direktmarketing. Was genau dahinter steckt und welchen Nutzen Unternehmer aus diesem Marketinginstrument ziehen können, erklärt Thomas Halbritter, Leiter Sales & Operations, bei der Logistic-Mail-Factory (LMF).

Ein Infoversand ist eine spezielle postalische Versandart und wird auch Dialogpost genannt. Bei dieser Form des Mailings handelt es sich um eine Massen-Postsendung, die persönlich adressiert ist. Das Mailing ist heute ein weit genutztes Instrument, um bestimmte Kunden- und Zielgruppen direkt anzusprechen. Es ist immer werblich und gilt als das klassische Werbemittel im Direktmarketing.

Die Auflagen variieren zwischen wenigen 100 bis mehreren Millionen Sendungen. Entweder ist jedes Schreiben bis auf die Adresse identisch, oder es wird mit einem individuellen Brieftext wie der persönlichen Anrede noch stärker auf den einzelnen Adressaten ausgerichtet. Durch die digitale Drucktechnik können ganze Bildwelten innerhalb eines Mailings an die individuellen Besonderheiten der Zielgruppe wie beispielsweise Alter oder Geschlecht angepasst werden.

Spannende Einsatzgebiete für den Infoversand sind Erinnerungs- (zum Beispiel Arzt- oder, Reifenwechseltermine), Geburtstags- oder Aktionsmailings. Diese können bei Bedarf auch mit aufgespendeten Karten oder kleinen Give-aways versehen werden. Dabei gilt es zu beachten, dass die Sendungen maschinenfähig bleiben. In geringer Auflage ist eine manuelle Fertigung per Hand möglich. Give-aways und Aufspendungen sollten deshalb vor der Produktion mit dem Briefdienst oder Lettershop abgesprochen werden.

Bei Bedarf können alle Tätigkeiten Rund um den Mailingversand komplett oder einzeln ausgelagert werden. Drucken, kuvertieren und etikettieren gehören dabei zum Standardrepertoire. Auch das Anliefern von fremderstelltem Material ist möglich und kann individuell weiterverarbeitet werden.

Grundsätzlich hat der Infoversand mehr Vor- als Nachteile:

Mailings werden direkt im Briefkasten zugestellt, trotz Aufkleber „Keine Werbung“

  • Haptische Wahrnehmung des gedruckten Mailings erhöht die Responserate gegenüber der E-Mail
  • Deutlich günstiger als ein Vertreter oder Messeauftritte
  • Direkter Kontakt zur Zielperson
  • Personalisierung der Werbebotschaft
  • Umfangreiche Selektionsmöglichkeiten bei den Zielgruppen (zum Beispiel Region, Alter, usw.)
  • Test-Szenarien mit unterschiedlichen Mailing-Varianten sind umsetzbar
  • Umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten (Prägung, Stanzung, 3D-Mailing, Selfmailer)
  • Für verschiedene Unternehmensgrößen realisierbar
  • Gute Erfolgskontrolle

Dennoch hat der Infoversand auch Nachteile:

  • Adressbestand muss DSGVO-konform erhoben, verwaltet und genutzt werden
  • Steigende Papiermüllflut und erhöhtes Umweltbewusstsein beim Adressaten kann sich negativ beim Absender niederschlagen
  • Hohe Gesamtkosten aufgrund von Druck- und Portokosten (zum Beispiel im Vergleich zu E-Mail Marketing)

Rechtliche Lage nach EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Gemäß der seit dem 25. Mai 2018 endgültig wirksamen DSGVO ist postalische Werbung, wie zum Beispiel INFOVERSAND, auf Basis einer Interessensabwägung (Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) ohne Einwilligung möglich, jedoch haben Empfänger ein Widerspruchsrecht. Auf dieses Widerspruchsrecht (Opt-out) muss im Mailing hingewiesen werden. Darüber hinaus geltende Voraussetzungen sind entsprechend in der EU-Datenschutz-Grundverordnung aufgeführt.

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Ein Infoversand ist eine spezielle postalische Versandart und wird auch Dialogpost genannt. Bei dieser Form des Mailings handelt es sich um eine Massen-Postsendung, die persönlich adressiert ist. Das Mailing ist heute ein weit genutztes Instrument, um bestimmte Kunden- und Zielgruppen direkt anzusprechen. Es ist immer werblich und gilt als das klassische Werbemittel im Direktmarketing.

Die Auflagen variieren zwischen wenigen 100 bis mehreren Millionen Sendungen. Entweder ist jedes Schreiben bis auf die Adresse identisch, oder es wird mit einem individuellen Brieftext wie der persönlichen Anrede noch stärker auf den einzelnen Adressaten ausgerichtet. Durch die digitale Drucktechnik können ganze Bildwelten innerhalb eines Mailings an die individuellen Besonderheiten der Zielgruppe wie beispielsweise Alter oder Geschlecht angepasst werden.

Spannende Einsatzgebiete für den Infoversand sind Erinnerungs- (zum Beispiel Arzt- oder, Reifenwechseltermine), Geburtstags- oder Aktionsmailings. Diese können bei Bedarf auch mit aufgespendeten Karten oder kleinen Give-aways versehen werden. Dabei gilt es zu beachten, dass die Sendungen maschinenfähig bleiben. In geringer Auflage ist eine manuelle Fertigung per Hand möglich. Give-aways und Aufspendungen sollten deshalb vor der Produktion mit dem Briefdienst oder Lettershop abgesprochen werden.

Bei Bedarf können alle Tätigkeiten Rund um den Mailingversand komplett oder einzeln ausgelagert werden. Drucken, kuvertieren und etikettieren gehören dabei zum Standardrepertoire. Auch das Anliefern von fremderstelltem Material ist möglich und kann individuell weiterverarbeitet werden.

Grundsätzlich hat der Infoversand mehr Vor- als Nachteile:

Mailings werden direkt im Briefkasten zugestellt, trotz Aufkleber „Keine Werbung“

  • Haptische Wahrnehmung des gedruckten Mailings erhöht die Responserate gegenüber der E-Mail
  • Deutlich günstiger als ein Vertreter oder Messeauftritte
  • Direkter Kontakt zur Zielperson
  • Personalisierung der Werbebotschaft
  • Umfangreiche Selektionsmöglichkeiten bei den Zielgruppen (zum Beispiel Region, Alter, usw.)
  • Test-Szenarien mit unterschiedlichen Mailing-Varianten sind umsetzbar
  • Umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten (Prägung, Stanzung, 3D-Mailing, Selfmailer)
  • Für verschiedene Unternehmensgrößen realisierbar
  • Gute Erfolgskontrolle

Dennoch hat der Infoversand auch Nachteile:

  • Adressbestand muss DSGVO-konform erhoben, verwaltet und genutzt werden
  • Steigende Papiermüllflut und erhöhtes Umweltbewusstsein beim Adressaten kann sich negativ beim Absender niederschlagen
  • Hohe Gesamtkosten aufgrund von Druck- und Portokosten (zum Beispiel im Vergleich zu E-Mail Marketing)

Rechtliche Lage nach EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Gemäß der seit dem 25. Mai 2018 endgültig wirksamen DSGVO ist postalische Werbung, wie zum Beispiel INFOVERSAND, auf Basis einer Interessensabwägung (Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) ohne Einwilligung möglich, jedoch haben Empfänger ein Widerspruchsrecht. Auf dieses Widerspruchsrecht (Opt-out) muss im Mailing hingewiesen werden. Darüber hinaus geltende Voraussetzungen sind entsprechend in der EU-Datenschutz-Grundverordnung aufgeführt.

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