Digitales Marketing von A bis Z

Bernhard Lingg: „Q“ wie „Quietschlebendiges Storytelling“

Bernhard Lingg, Gesellschafter der silberstern Filmproduktion. Foto: Pio Mars
Storytelling. Jeder redet von Storytelling. Schon wieder ein neumodischer Marketing-Trend? Wie Unternehmen die Technik für sich nutzen können, erklärt Bernhard Lingg, Inhaber der silberstern Filmproduktion in unserer Reihe Digitales Marketing von A bis Z.

Storytelling ist nichts anderes als Geschichten erzählen. Menschen lieben Geschichten, schon immer. Warum das so ist? Ganz einfach: Geschichten wecken Emotionen. Geschichten sind bildhaft und anschaulich. Geschichten verbinden miteinander.

Wissenschaftlicher ausgedrückt: Geschichten vereinfachen es dem Gehirn, Sachverhalte zu verarbeiten. Sie reduzieren komplexe Inhalte auf eine nachvollziehbare Basis. Damit ist Storytelling auch ein unschlagbares Marketinginstrument, um eine Botschaft zu transportieren. Quietschlebendig und anschaulich. Doch um mit den Geschichten Erfolg zu haben, muss einiges beachtet werden.

Die Geschichte, die Sie über Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt erzählen, dient nicht zum Selbstzweck, sondern zum Transport von Inhalten. Die Botschaft wird dabei in der Regel nicht direkt angesprochen, vielmehr entsteht diese erst im Hirn des Empfängers. Der Empfänger macht sich also seine Gedanken. Im Idealfall macht er sich sogar Ihre Gedanken. Das ist der unschlagbare Vorteil: Sie sagen ihm zwar indirekt, was er denken soll. Aber denken tut er es selber. Die Decodierung liegt beim Empfänger.

Die Inhalte einer Geschichte wirken daher weitaus intensiver als klassische Werbebotschaften. Darum: Weg von Botschaften. Hin zu Geschichten. Und das unschlagbar beste Medium dafür ist und bleibt der Film. So, wie es Kempten Tourismus vormacht. „2000 Jahre alt und quietschlebendig“ heißt der Claim, der auf die Tradition als Römerstadt hinweist und gleichzeitig verdeutlicht, dass Kempten heute eine moderne, zukunftsorientierte, junge Stadt ist. Welche Geschichte erzählt man nun dazu?

Ein Römer landet, aus der Zeit gefallen, im heutigen Kempten. In fünf unterhaltsamen Film-Episoden erlebt er das heutige Kempten und versucht dies, gedanklich mit seiner Welt von vor 2000 Jahren zusammenzubringen. Das Ergebnis: Mehrere zehntausend Aufrufe in den sozialen Netzen in kürzester Zeit, unzählige Male geteilt, beinahe ausschließlich positive Kommentare. Das ist quietschlebendiges Storytelling, wie es besser nicht sein kann. Und der Erfolg stellt sich ganz automatisch ein.

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