Markus Leypold, VR-Bank Handels- und Gewerbebank

Welche Bezahlmethoden wünschen sich Online-Kunden?

Beim Online-Shopping ist nicht nur eine optimale Benutzeroberfläche wichtig. Für die Kaufabwicklung ist ein breites Bezahlangebot entscheidend. Welche davon sind unverzichtbar?

B4B-Leser fragt:

Gibt es für meinen Online-Shop auch Bezahloptionen, die ich direkt mit meiner Hausbank abwickeln kann und die gleichzeitig für die Kunden unkompliziert sind?

Unser Experte für Finanzen, Markus Leypold von der VR-Bank Handels- und Gewerbebank, antwortet: 

Kunden verlangen beim Online-Shopping die gängigen Bezahlmethoden wie Kreditkarten, Zahlung per Lastschrift, Paypal oder paydirekt. Sie können sich jeweils einzeln um die Einbindung all dieser Zahlungsarten kümmern oder Sie greifen auf die komfortable Lösung Ihrer Hausbank zurück. Damit werden alle gängigen Zahlungsarten in Ihr bestehendes Shop-System integriert. Auch Kauf auf Rechnung oder Ratenkauf können wir Ihnen anbieten. Falls Sie noch keinen Online-Shop haben, dann kann Sie Ihre Hausbank auch bei einer kompletten Shop-Lösung unterstützen.

Die wichtigsten Bezahloptionen im Überblick

Im E-Commerce spielt nicht nur die optimale Benutzeroberfläche eine entscheidende Rolle. Der finale Schritt hin zur Kaufabwicklung liegt in der Bezahlung. Kurz vor Abschluss kann ein Kunde aufgrund unzufriedenstellender Zahlungsmöglichkeiten sich doch noch umentscheiden. Bei der Umwandlung von Seitenbesuchern zu Käufern ist ein vielseitiges Bezahlangebot daher unabdingbar. So würde man beispielsweise bei ausschließlichem Verkauf per Kreditkarte sich aller Interessenten versperren, die nicht im Besitz einer solchen sind. Um die Absprungquote zu minimieren, sollte man die gängigen Checkout-Optionen einbauen.

Lastschriftverfahren

Das Lastschriftverfahren ist eine feste Größe in der Online-Welt. Durch die Eingabe der Kontodaten ermächtigt der Kunde den Händler seine Forderungen einzuziehen. Damit erfolgt die Bezahlung nahezu automatisch, da auf Käuferseite nach Abschluss keine weitere Tätigkeit erfordert ist.

PayPal

PayPal ist ein amerikanischer Bezahldienst, der ebenso nach dem Prinzip des Einzugsverfahrens funktioniert. Besonders bequem ist dabei allerdings die Möglichkeit Beträge erst nach 14 Tagen abbuchen zu lassen. Das Unternehmen fungiert dabei als Zwischenhändler und bietet seinen Nutzen einen Käuferschutz.

paydirekt/giropay

Als Alternative zu PayPal wurde paydirekt/giropay ins Leben gerufen. Es lässt sich ebenso bequem bezahlen und verspricht den Käuferschutz bei Transaktionen. Als Gemeinschaftsprojekt deutscher Banken liegt der Fokus auf der Datensicherheit seiner Nutzer. Da die Informationen ausschließlich auf deutschen Servern verarbeitet werden, geraten sie nicht in dritte Hände.

Kreditkarte

Zum Kauf per Kreditkarte benötigt man lediglich die darauf angegebenen Daten. Das sind die Kartennummer, das Verfallsdatum und die Prüfnummer auf der Kartenrückseite. Zusätzlich sind Online-Käufe per Kreditkarte mittlerweile durch eine zwei Faktor-Authentifizierung abgesichert. Dabei erhalten Käufer eine TAN, ähnlich dem Online-Banking, per SMS oder per App zur endgültigen Freigabe ihrer Zahlung.

Zahlung auf Rechnung

Wer per Rechnung erst im Nachhinein bezahlt, spart sich oft Rückzahlungsprozesse. Denn auf diesem Weg erhält man die Ware bereits vor der Bezahlung. So müssen sich Kunden bei Widerruf lediglich um den Rückversand kümmern und nicht auf ihre Erstattung warten. Sollte dies nicht der Fall sein, deckt man seine Verbindlichkeiten innerhalb von sieben bis vierzehn Tagen durch eine Überweisung.

Was gilt als die beliebteste Zahlungsmethode?

Deutsche Online-Käufer wurden zu ihren Bestellgewohnheiten in der Umfrage „Online-Payment 2020“ befragt. Dabei ergab sich ein deutliches Bild: 48 Prozent gaben an, am liebsten mit dem US-Bezahldienst von PayPal ihren digitalen Einkauf abzuwickeln. Die Bezahlung per Rechnung wird dennoch weiterhin gerne genutzt. Hier gaben 21 Prozent der Befragten an, ihre ausstehenden Beträge im Nachhinein begleichen zu wollen. Dahinter reiht sich mit 19 Prozent die Kaufabwicklung per Lastschrift oder Kreditkarte ein.

Daraus ergibt sich: PayPal hat sich zu einer unverzichtbaren Checkout-Option im E-Commerce entwickelt. Doch wie eingangs erwähnt, muss trotzdem ein vielseitiges Bezahlangebot im eigenen Online-Shop vorhanden sein. Nur so schafft man es seine Seitenbesucher zufriedenzustellen.

Sie haben Rückfragen an unseren Experte für Finanzen Markus Leypold oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie hier direkt Kontakt auf.

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Welche Bezahlmethoden wünschen sich Online-Kunden?

Beim Online-Shopping ist nicht nur eine optimale Benutzeroberfläche wichtig. Für die Kaufabwicklung ist ein breites Bezahlangebot entscheidend. Welche davon sind unverzichtbar?

B4B-Leser fragt:

Gibt es für meinen Online-Shop auch Bezahloptionen, die ich direkt mit meiner Hausbank abwickeln kann und die gleichzeitig für die Kunden unkompliziert sind?

Unser Experte für Finanzen, Markus Leypold von der VR-Bank Handels- und Gewerbebank, antwortet: 

Kunden verlangen beim Online-Shopping die gängigen Bezahlmethoden wie Kreditkarten, Zahlung per Lastschrift, Paypal oder paydirekt. Sie können sich jeweils einzeln um die Einbindung all dieser Zahlungsarten kümmern oder Sie greifen auf die komfortable Lösung Ihrer Hausbank zurück. Damit werden alle gängigen Zahlungsarten in Ihr bestehendes Shop-System integriert. Auch Kauf auf Rechnung oder Ratenkauf können wir Ihnen anbieten. Falls Sie noch keinen Online-Shop haben, dann kann Sie Ihre Hausbank auch bei einer kompletten Shop-Lösung unterstützen.

Die wichtigsten Bezahloptionen im Überblick

Im E-Commerce spielt nicht nur die optimale Benutzeroberfläche eine entscheidende Rolle. Der finale Schritt hin zur Kaufabwicklung liegt in der Bezahlung. Kurz vor Abschluss kann ein Kunde aufgrund unzufriedenstellender Zahlungsmöglichkeiten sich doch noch umentscheiden. Bei der Umwandlung von Seitenbesuchern zu Käufern ist ein vielseitiges Bezahlangebot daher unabdingbar. So würde man beispielsweise bei ausschließlichem Verkauf per Kreditkarte sich aller Interessenten versperren, die nicht im Besitz einer solchen sind. Um die Absprungquote zu minimieren, sollte man die gängigen Checkout-Optionen einbauen.

Lastschriftverfahren

Das Lastschriftverfahren ist eine feste Größe in der Online-Welt. Durch die Eingabe der Kontodaten ermächtigt der Kunde den Händler seine Forderungen einzuziehen. Damit erfolgt die Bezahlung nahezu automatisch, da auf Käuferseite nach Abschluss keine weitere Tätigkeit erfordert ist.

PayPal

PayPal ist ein amerikanischer Bezahldienst, der ebenso nach dem Prinzip des Einzugsverfahrens funktioniert. Besonders bequem ist dabei allerdings die Möglichkeit Beträge erst nach 14 Tagen abbuchen zu lassen. Das Unternehmen fungiert dabei als Zwischenhändler und bietet seinen Nutzen einen Käuferschutz.

paydirekt/giropay

Als Alternative zu PayPal wurde paydirekt/giropay ins Leben gerufen. Es lässt sich ebenso bequem bezahlen und verspricht den Käuferschutz bei Transaktionen. Als Gemeinschaftsprojekt deutscher Banken liegt der Fokus auf der Datensicherheit seiner Nutzer. Da die Informationen ausschließlich auf deutschen Servern verarbeitet werden, geraten sie nicht in dritte Hände.

Kreditkarte

Zum Kauf per Kreditkarte benötigt man lediglich die darauf angegebenen Daten. Das sind die Kartennummer, das Verfallsdatum und die Prüfnummer auf der Kartenrückseite. Zusätzlich sind Online-Käufe per Kreditkarte mittlerweile durch eine zwei Faktor-Authentifizierung abgesichert. Dabei erhalten Käufer eine TAN, ähnlich dem Online-Banking, per SMS oder per App zur endgültigen Freigabe ihrer Zahlung.

Zahlung auf Rechnung

Wer per Rechnung erst im Nachhinein bezahlt, spart sich oft Rückzahlungsprozesse. Denn auf diesem Weg erhält man die Ware bereits vor der Bezahlung. So müssen sich Kunden bei Widerruf lediglich um den Rückversand kümmern und nicht auf ihre Erstattung warten. Sollte dies nicht der Fall sein, deckt man seine Verbindlichkeiten innerhalb von sieben bis vierzehn Tagen durch eine Überweisung.

Was gilt als die beliebteste Zahlungsmethode?

Deutsche Online-Käufer wurden zu ihren Bestellgewohnheiten in der Umfrage „Online-Payment 2020“ befragt. Dabei ergab sich ein deutliches Bild: 48 Prozent gaben an, am liebsten mit dem US-Bezahldienst von PayPal ihren digitalen Einkauf abzuwickeln. Die Bezahlung per Rechnung wird dennoch weiterhin gerne genutzt. Hier gaben 21 Prozent der Befragten an, ihre ausstehenden Beträge im Nachhinein begleichen zu wollen. Dahinter reiht sich mit 19 Prozent die Kaufabwicklung per Lastschrift oder Kreditkarte ein.

Daraus ergibt sich: PayPal hat sich zu einer unverzichtbaren Checkout-Option im E-Commerce entwickelt. Doch wie eingangs erwähnt, muss trotzdem ein vielseitiges Bezahlangebot im eigenen Online-Shop vorhanden sein. Nur so schafft man es seine Seitenbesucher zufriedenzustellen.

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