Dipl.-Ing. Peter Kragler, Kragler Immobilien

New Work: „Wie auf flexible Arbeitsplätze umstellen?“

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: Flexible Arbeitsplätze haben viele Vorteile: sie sparen Platz, Kosten und fördern agiles Arbeiten. Doch so mancher stößt mit seiner Idee auf Widerstand bei den Mitarbeitern. Wie lassen sich flexibles Arbeiten und der Wunsch nach Privatsphäre vereinen? Peter Kragler, unser Experte für Immobilienfragen, kennt die Antwort.

Die Art des Arbeitens befindet sich zurzeit in nahezu allen Branchen massiv im Umbruch. Der Wunsch nach einer Veränderung der Arbeitswelt im eigenen Unternehmen wird zunehmend von mehr Mitarbeitern und Führungskräften getragen. Ist der Entschluss gefallen, etwas ändern zu wollen, stellt sich berechtigterweise die Frage nach dem ersten Ansatzpunkt sowie dem Umfang und dem Schicksal der einzelnen Arbeitsorte.

Ausgangspunkt: Ein einheitliches umfassendes Konzept

Eine Umstellung des Betriebes weg von der gewohnten starren Arbeitsplatzverteilung hin zu einer flexiblen Lösung sollte als ganzheitliches Projekt betrachtet werden. Eine Veränderung betrifft mindestens ganze Abteilungen oder – für eine noch größere Effizienz – den gesamten Betrieb. Aus Erfahrung ist es nicht zielführend, nur einzelne Tische abzuschaffen oder Stühle zu rücken. Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze wird sich verringern, gleichzeitig bleibt die Funktionalität jedoch nur aufrechterhalten, wenn die Gesamtabstimmung durchdacht wurde. Wie viele Mitarbeiter stellen zu welcher Tageszeit an welchen Wochentagen welche Anforderungen an ihren Arbeitsplatz? Eine mehrwöchige Analyse im Vorfeld ist dazu unerlässlich.

Arten von Arbeitsplätzen verstehen

Auf Basis der Analyse der Mitarbeitergewohnheiten kann dann über die verschiedenen Arten von Arbeitsplätzen befunden werden. Kreative Kooperation kann am besten in Open-Space-Bereichen gefördert werden, fokussierte Meetings werden vorzugsweise in abgeschotteten Besprechungsräumen abgehalten und der allgemeine Austausch von Kollegen findet im Optimalfall an der Kaffeebar statt. Für Einzeltätigkeiten, die eine erhöhte Konzentration oder Ruhe benötigen, empfehlen sich neben Thinktanks auch entsprechende Flüster- oder Ruhezonen. Die anfallende Arbeit in der Abteilung oder dem Unternehmen ist deshalb immer ausschlaggebend für die angebotenen Arbeitsplätze. So haben Kreativagenturen im Idealfall vollständig andere Büroflächen als Kanzleien oder Steuerberater.

Einbeziehen der Mitarbeiter schafft Akzeptanz

Um letztlich den Erfolg der Umstellung zu sichern, ist die frühzeitige und dauerhafte Einbindung der Mitarbeiter von hoher Bedeutung. Mitarbeiter verschiedener Generationen reagieren oft unterschiedlich auf die geplanten Änderungen. Schaffen Sie daher frühzeitig Akzeptanz und Vertrauen bei allen Altersklassen. Gerade die Sorge vor dem Verlust der eigenen Privatsphäre sorgt oft für Skepsis. Wird den Mitarbeitern aber zunächst die Vielfalt der neuen Arbeitsplatzoptionen vorgestellt und verdeutlicht, dass es auch in Zukunft Orte für den persönlichen Rückzug geben wird, steigt die Akzeptanz meist sprunghaft. Rückzugsräume zum Denken, für Privatgespräche und Pausen sollten natürlich weiterhin vorhanden sein. Flexible Arbeitsplätze bedeuten eben bei richtiger Umsetzung nicht eine Verknappung, sondern eine deutliche Vermehrung der Möglichkeiten für jeden Einzelnen nur eben in gemeinschaftlicher Form.

Schaffen Sie Flexibilität, keine neue Enge

Wie so oft liegt der Schlüssel einer unternehmensinternen Maßnahme nicht im letzten Detail, sondern in der Art und Weise der Kommunikation. Gelingt es, die geplante Umstrukturierung als Gemeinschaftsprojekt zum Wohle aller zu verstehen und auch zu vermitteln, dann lassen sich Vorbehalte aus unserer Erfahrung spielerisch ausräumen. Ein Spardiktat sollte niemals der Auslöser für eine Umstellung auf flexible Arbeitsplätze sein. Selbstverständlich spielt der Kostenfaktor eine Rolle, treibende Kraft sollte aber der unternehmerische Wille nach einer modernen Unternehmenskultur und Freiraum für Mitarbeiter sein.

Sie haben Rückfragen an Immobilienexperte Peter Kragler, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Die Art des Arbeitens befindet sich zurzeit in nahezu allen Branchen massiv im Umbruch. Der Wunsch nach einer Veränderung der Arbeitswelt im eigenen Unternehmen wird zunehmend von mehr Mitarbeitern und Führungskräften getragen. Ist der Entschluss gefallen, etwas ändern zu wollen, stellt sich berechtigterweise die Frage nach dem ersten Ansatzpunkt sowie dem Umfang und dem Schicksal der einzelnen Arbeitsorte.

Ausgangspunkt: Ein einheitliches umfassendes Konzept

Eine Umstellung des Betriebes weg von der gewohnten starren Arbeitsplatzverteilung hin zu einer flexiblen Lösung sollte als ganzheitliches Projekt betrachtet werden. Eine Veränderung betrifft mindestens ganze Abteilungen oder – für eine noch größere Effizienz – den gesamten Betrieb. Aus Erfahrung ist es nicht zielführend, nur einzelne Tische abzuschaffen oder Stühle zu rücken. Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze wird sich verringern, gleichzeitig bleibt die Funktionalität jedoch nur aufrechterhalten, wenn die Gesamtabstimmung durchdacht wurde. Wie viele Mitarbeiter stellen zu welcher Tageszeit an welchen Wochentagen welche Anforderungen an ihren Arbeitsplatz? Eine mehrwöchige Analyse im Vorfeld ist dazu unerlässlich.

Arten von Arbeitsplätzen verstehen

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Einbeziehen der Mitarbeiter schafft Akzeptanz

Um letztlich den Erfolg der Umstellung zu sichern, ist die frühzeitige und dauerhafte Einbindung der Mitarbeiter von hoher Bedeutung. Mitarbeiter verschiedener Generationen reagieren oft unterschiedlich auf die geplanten Änderungen. Schaffen Sie daher frühzeitig Akzeptanz und Vertrauen bei allen Altersklassen. Gerade die Sorge vor dem Verlust der eigenen Privatsphäre sorgt oft für Skepsis. Wird den Mitarbeitern aber zunächst die Vielfalt der neuen Arbeitsplatzoptionen vorgestellt und verdeutlicht, dass es auch in Zukunft Orte für den persönlichen Rückzug geben wird, steigt die Akzeptanz meist sprunghaft. Rückzugsräume zum Denken, für Privatgespräche und Pausen sollten natürlich weiterhin vorhanden sein. Flexible Arbeitsplätze bedeuten eben bei richtiger Umsetzung nicht eine Verknappung, sondern eine deutliche Vermehrung der Möglichkeiten für jeden Einzelnen nur eben in gemeinschaftlicher Form.

Schaffen Sie Flexibilität, keine neue Enge

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