Karl-Heinz Viets, swa

Mieterstrom: „Worauf muss ich achten?“

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: „Worauf muss man achten, wenn man in einer Wohnanlage ‚Mieterstrom' anbieten will? “ Unser Experte für Energiedienstleistungen, Karl-Heinz Viets, Abteilungsleiter bei den Stadtwerken Augsburg (swa), gibt Antwort.

Bei der Energieversorgung der Zukunft spielen Photovoltaik (PV) und Block-Heizkraftwerke (BHKW) eine Schlüsselrolle. Insbesondere für die Wohnungswirtschaft, aber auch als Nebeneffekt von Anlagen auf Gewerbebetrieben sind sie praktisch und als Beitrag zum umweltfreundlichen Wirtschaften eine gute Wahl.

Immobilienbesitzer haben die Möglichkeit, erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen. Noch attraktiver ist es, ihn selbst zu verbrauchen und so teilweise die EEG-Umlage zu sparen. Für einen eventuellen Überschuss liegt die Nutzung als „Mieterstrom“ nahe. So bezeichnen wir Strom, der in Solaranlagen auf dem Dach eines Wohngebäudes erzeugt wird. Damit er seinen Namen verdient, muss er direkt „an Letztverbraucher (insbesondere Mieter) in diesem Gebäude oder in Wohngebäuden und Nebenanlagen im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang ohne Netzdurchleitung geliefert“ werden, so die Definition aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Bei Kosten von 10 bis 12 Cent pro selbst erzeugte kWh ist es auf jeden Fall wirtschaftlich den Strom in dem Gebäude zu lassen.

Aller Strom, der von den Mietern nicht verbraucht wird, kann in diesem Modell weiterhin ins Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist und vergütet werden. Der wirtschaftliche Vorteil beim Mieterstrom besteht insbesondere darin, dass dabei – im Unterschied zum Strombezug aus dem Netz – einige Kostenbestandteile wie Netzentgelte, netzseitige Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgaben wegfallen. Zusätzlich wird jede Kilowattstunde Mieterstrom gefördert – mit dem „Mieterstromzuschlag“. Er soll Anreize für den Ausbau von Solaranlagen auf Wohngebäuden bieten und dabei auch die Mieter (Bewohner des Hauses) wirtschaftlich einbeziehen.

Gegenüber den Mietern werden dabei willkommene Faktoren ins Spiel gebracht: Das Stromprodukt ist vom Preis her günstig. Wärme und Strom werden ökologisch erzeugt. Es entsteht ein Gefühl von Verbundenheit und Unabhängigkeit gleichzeitig. Die Anwendung ist denkbar unkompliziert.

Sie haben Rückfragen an Karl-Heinz Viets, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.
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Bei der Energieversorgung der Zukunft spielen Photovoltaik (PV) und Block-Heizkraftwerke (BHKW) eine Schlüsselrolle. Insbesondere für die Wohnungswirtschaft, aber auch als Nebeneffekt von Anlagen auf Gewerbebetrieben sind sie praktisch und als Beitrag zum umweltfreundlichen Wirtschaften eine gute Wahl.

Immobilienbesitzer haben die Möglichkeit, erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen. Noch attraktiver ist es, ihn selbst zu verbrauchen und so teilweise die EEG-Umlage zu sparen. Für einen eventuellen Überschuss liegt die Nutzung als „Mieterstrom“ nahe. So bezeichnen wir Strom, der in Solaranlagen auf dem Dach eines Wohngebäudes erzeugt wird. Damit er seinen Namen verdient, muss er direkt „an Letztverbraucher (insbesondere Mieter) in diesem Gebäude oder in Wohngebäuden und Nebenanlagen im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang ohne Netzdurchleitung geliefert“ werden, so die Definition aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Bei Kosten von 10 bis 12 Cent pro selbst erzeugte kWh ist es auf jeden Fall wirtschaftlich den Strom in dem Gebäude zu lassen.

Aller Strom, der von den Mietern nicht verbraucht wird, kann in diesem Modell weiterhin ins Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist und vergütet werden. Der wirtschaftliche Vorteil beim Mieterstrom besteht insbesondere darin, dass dabei – im Unterschied zum Strombezug aus dem Netz – einige Kostenbestandteile wie Netzentgelte, netzseitige Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgaben wegfallen. Zusätzlich wird jede Kilowattstunde Mieterstrom gefördert – mit dem „Mieterstromzuschlag“. Er soll Anreize für den Ausbau von Solaranlagen auf Wohngebäuden bieten und dabei auch die Mieter (Bewohner des Hauses) wirtschaftlich einbeziehen.

Gegenüber den Mietern werden dabei willkommene Faktoren ins Spiel gebracht: Das Stromprodukt ist vom Preis her günstig. Wärme und Strom werden ökologisch erzeugt. Es entsteht ein Gefühl von Verbundenheit und Unabhängigkeit gleichzeitig. Die Anwendung ist denkbar unkompliziert.

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