Marco Trutter, trumedia

Marke: „Wie wichtig ist es, dass die Marke gut auszusprechen ist?"

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: „Wie wichtig ist es, dass die Marke gut auszusprechen ist? Oder ist außergewöhnlich besser?" Unser Markenexperte Marco Trutter kennt die Antwort.

Huawei oder Milka? Levi’s oder Haribo? Der Name ist eines der prägendsten und gleichzeitig unflexibelsten Markenelemente, da dieser nach seiner Einführung quasi kaum noch zurückgenommen oder geändert werden kann. Die „richtige“ Wahl sollte daher zum einen gut überlegt und zum anderen differenziert betrachtet werden.

Ist ein ungewöhnlicher Markenname von Vorteil?

Grundsätzlich ist ein ungewöhnlicher Markenname, wie beispielsweise Fjällräven oder Kjus, hinsichtlich Differenzierung und Aufmerksamkeit von Vorteil. Durch die Komplexität entsteht der Charme einer gewissen Einzigartigkeit und die Zielgruppe setzt sich intensiver mit der Brand auseinander. Darüber hinaus ergibt sich direkt ein dankbares Small-Talk-Thema, wenn man über die vermeidbar richtigen Aussprachmöglichkeiten diskutiert. Auf der anderen Seite wird es schwierig, sobald die Zielgruppe aktiv mit der Marke agieren will – unter anderem über Website- oder Produktsuche – da sie sich nicht an die korrekte Schreibweise erinnert beziehungsweise diese nicht vor Augen hat.

Domains aller Schreibweisen des Markennamens sichern

Brands wie Fjällräven sollten daher entsprechende Maßnahmen einleiten. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, sich zahlreiche Domains aller nur erdenklichen Schreibweisen des Markennamens zu sichern. Einerseits, um Interessenten nicht zu verlieren und andererseits, um sich gleichzeitig vor Wettbewerbern zu schützen, die bewusst solche „falschen“ URLs besetzen, um Kunden abzugreifen. Grundsätzlich sollte vor der finalen Marken-Taufe sichergestellt sein, dass die notwendigen Webadressen auch mit verschiedensten bedeutsamen Top-Level-Domains noch verfügbar sind. Ein nachträglicher Versuch diese zu erwerben, kann in manchen Fällen ein sehr kostspieliges Unterfangen werden.

Phonetik spielt entscheidende Rolle

Aber: noch viel wichtiger als die Schreibweise ist die Phonetik, vor allem, dass eine Marke phonetisch differenzierbar ist. In diesem Zusammenhang spielt auch das Thema „Wortmarkeneintragung“ eine entscheidende Rolle, die nur erfolgreich sein wird, wenn auch phonetisch keine unmittelbare Verwechslungsgefahr gegeben ist. Diese sollte hinsichtlich Markenidentität grundsätzlich unbedingt verhindert werden!

Internationale Markennamen

Mit Blick auf die „Internationalisierung“ muss Unternehmen klar sein, dass deutsche Umlaute (zum Beispiel wie bei Löwensenf) beziehungsweise schwer aussprechbare Brands (zum Beispiel Moët & Chandon oder Freixenet) die Zielgruppen vor Herausforderungen stellen können. Keine Showstopper – zumindest im deutschsprachigen Raum – sind mittlerweile englische Brandnames, auch wenn ich nicht allzu inflationär mit dem für viele immer noch schwer auszusprechenden „TH“ arbeiten würde.

Darüber hinaus ist es bei englischen beziehungsweise internationalen Namings ganz entscheidend, dass diese breitenwirksam funktionieren und es nicht zu peinlichen Verwechslungen oder durch Falschaussprache innovativen Wortschöpfungen kommt, wie zum Beispiel beim „Kaffee Togo“, „Expressos“ oder „Gnotschi“. Wie es erfolgreich funktioniert zeigen unter anderem Marken wie Coca-Cola, Boss oder Amazon.

So sollte ein Markenname sein 

Insgesamt sollte ein Markenname kurz und merkfähig sein, über ein hohes Maß an Differenzierungspotenzial verfügen und allein anhand der Phonetik sollte klar sein, wie man diesen korrekt schreibt. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, wenn es möglichst wenig verschiedene Schreibweisen gibt. Wenn dieser dann auch noch international einsetzbar ist, kann der intensive Brand Building-Prozess – inklusive Entwicklung der Kernbotschaften, Visualisierung der Markenidentität, Kommunikationsstrategie und Co beginnen!

Sie haben Rückfragen an Marco Trutter, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Huawei oder Milka? Levi’s oder Haribo? Der Name ist eines der prägendsten und gleichzeitig unflexibelsten Markenelemente, da dieser nach seiner Einführung quasi kaum noch zurückgenommen oder geändert werden kann. Die „richtige“ Wahl sollte daher zum einen gut überlegt und zum anderen differenziert betrachtet werden.

Ist ein ungewöhnlicher Markenname von Vorteil?

Grundsätzlich ist ein ungewöhnlicher Markenname, wie beispielsweise Fjällräven oder Kjus, hinsichtlich Differenzierung und Aufmerksamkeit von Vorteil. Durch die Komplexität entsteht der Charme einer gewissen Einzigartigkeit und die Zielgruppe setzt sich intensiver mit der Brand auseinander. Darüber hinaus ergibt sich direkt ein dankbares Small-Talk-Thema, wenn man über die vermeidbar richtigen Aussprachmöglichkeiten diskutiert. Auf der anderen Seite wird es schwierig, sobald die Zielgruppe aktiv mit der Marke agieren will – unter anderem über Website- oder Produktsuche – da sie sich nicht an die korrekte Schreibweise erinnert beziehungsweise diese nicht vor Augen hat.

Domains aller Schreibweisen des Markennamens sichern

Brands wie Fjällräven sollten daher entsprechende Maßnahmen einleiten. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, sich zahlreiche Domains aller nur erdenklichen Schreibweisen des Markennamens zu sichern. Einerseits, um Interessenten nicht zu verlieren und andererseits, um sich gleichzeitig vor Wettbewerbern zu schützen, die bewusst solche „falschen“ URLs besetzen, um Kunden abzugreifen. Grundsätzlich sollte vor der finalen Marken-Taufe sichergestellt sein, dass die notwendigen Webadressen auch mit verschiedensten bedeutsamen Top-Level-Domains noch verfügbar sind. Ein nachträglicher Versuch diese zu erwerben, kann in manchen Fällen ein sehr kostspieliges Unterfangen werden.

Phonetik spielt entscheidende Rolle

Aber: noch viel wichtiger als die Schreibweise ist die Phonetik, vor allem, dass eine Marke phonetisch differenzierbar ist. In diesem Zusammenhang spielt auch das Thema „Wortmarkeneintragung“ eine entscheidende Rolle, die nur erfolgreich sein wird, wenn auch phonetisch keine unmittelbare Verwechslungsgefahr gegeben ist. Diese sollte hinsichtlich Markenidentität grundsätzlich unbedingt verhindert werden!

Internationale Markennamen

Mit Blick auf die „Internationalisierung“ muss Unternehmen klar sein, dass deutsche Umlaute (zum Beispiel wie bei Löwensenf) beziehungsweise schwer aussprechbare Brands (zum Beispiel Moët & Chandon oder Freixenet) die Zielgruppen vor Herausforderungen stellen können. Keine Showstopper – zumindest im deutschsprachigen Raum – sind mittlerweile englische Brandnames, auch wenn ich nicht allzu inflationär mit dem für viele immer noch schwer auszusprechenden „TH“ arbeiten würde.

Darüber hinaus ist es bei englischen beziehungsweise internationalen Namings ganz entscheidend, dass diese breitenwirksam funktionieren und es nicht zu peinlichen Verwechslungen oder durch Falschaussprache innovativen Wortschöpfungen kommt, wie zum Beispiel beim „Kaffee Togo“, „Expressos“ oder „Gnotschi“. Wie es erfolgreich funktioniert zeigen unter anderem Marken wie Coca-Cola, Boss oder Amazon.

So sollte ein Markenname sein 

Insgesamt sollte ein Markenname kurz und merkfähig sein, über ein hohes Maß an Differenzierungspotenzial verfügen und allein anhand der Phonetik sollte klar sein, wie man diesen korrekt schreibt. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, wenn es möglichst wenig verschiedene Schreibweisen gibt. Wenn dieser dann auch noch international einsetzbar ist, kann der intensive Brand Building-Prozess – inklusive Entwicklung der Kernbotschaften, Visualisierung der Markenidentität, Kommunikationsstrategie und Co beginnen!

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