Stefan Bürker, Settele & Partner

Liquidität: „Mit welchem Entgegenkommen können Firmen beim Finanzamt rechnen?“

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: Die COVID-19 Krise stellt Unternehmen aller Branchen vor große Herausforderungen. Die aktuelle B4B-Leserfrage an unseren Steuerexperten Stefan Bürker: „Wegen der Corona-Krise mache ich mir Sorgen um meine Liquidität: Mit welchem Entgegenkommen (Stundung etc.) kann ich beim Finanzamt rechnen? Was muss ich dafür tun?“

1. Steuerliche Hilfsmaßnahmen

Die bayerischen Finanzbehörden gewähren als unterstützende Maßnahme erste Erleichterungen um dringend benötigte Liquidität in den Unternehmen zu halten:

  • Herabsetzung von laufenden Vorauszahlungen zur Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer
  • Stundung fälliger Steuerzahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer können gestundet)
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Vorübergehender Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen bis zum Jahresende 2020

Bis zu einer etwaigen bundeseinheitlichen Regelung gilt für bayerische Finanzämter, dass auf die üblichen Stundungszinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Monat verzichtet wird, wenn glaubhaft gemacht wird, dass für die fehlende Liquidität die Corona-Epidemie ursächlich ist.

Betroffenen Unternehmen ist daher zu empfehlen, sich mit ihren Steuerberatern in Verbindung zu setzen und die sich steuerverfahrensrechtlich anbietenden Sofortmaßnahmen zügig zu ergreifen, um Liquiditätsengpässen vorzubeugen bzw. diese abzumildern.

Ein entsprechendes Antragsformular findet sich auf der Seite des Landesamts für Steuern. 

2. Härtefallfond der Staatsregierung

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm einrichtet, das sich an Betriebe richtet, die von der Coronakrise besonders geschädigt wurden. Antragsberechtigt ist jeder  gewerbliche Unternehmen und Angehörige eines Freien Berufes mit bis zu 250 Mitarbeitern/Arbeitnehmern mit einer Betriebsstätte in Bayern.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach Betriebsgröße und beträgt zwischen 5.000 Euro und 30.000 Euro. Das Antragsformular soll kurzfristig freigeschaltet werden.

Sie haben Rückfragen an Steuerexperte Stefan Bürker, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Stefan Bürker, Settele & Partner

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1. Steuerliche Hilfsmaßnahmen

Die bayerischen Finanzbehörden gewähren als unterstützende Maßnahme erste Erleichterungen um dringend benötigte Liquidität in den Unternehmen zu halten:

  • Herabsetzung von laufenden Vorauszahlungen zur Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer
  • Stundung fälliger Steuerzahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer können gestundet)
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Vorübergehender Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen bis zum Jahresende 2020

Bis zu einer etwaigen bundeseinheitlichen Regelung gilt für bayerische Finanzämter, dass auf die üblichen Stundungszinsen in Höhe von 0,5 Prozent pro Monat verzichtet wird, wenn glaubhaft gemacht wird, dass für die fehlende Liquidität die Corona-Epidemie ursächlich ist.

Betroffenen Unternehmen ist daher zu empfehlen, sich mit ihren Steuerberatern in Verbindung zu setzen und die sich steuerverfahrensrechtlich anbietenden Sofortmaßnahmen zügig zu ergreifen, um Liquiditätsengpässen vorzubeugen bzw. diese abzumildern.

Ein entsprechendes Antragsformular findet sich auf der Seite des Landesamts für Steuern. 

2. Härtefallfond der Staatsregierung

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm einrichtet, das sich an Betriebe richtet, die von der Coronakrise besonders geschädigt wurden. Antragsberechtigt ist jeder  gewerbliche Unternehmen und Angehörige eines Freien Berufes mit bis zu 250 Mitarbeitern/Arbeitnehmern mit einer Betriebsstätte in Bayern.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach Betriebsgröße und beträgt zwischen 5.000 Euro und 30.000 Euro. Das Antragsformular soll kurzfristig freigeschaltet werden.

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