Karl-Heinz Viets, swa

Lastmanagement: Kann man damit Energiekosten senken?

Beim Lastmanagement handelt es sich um eine Regelung für Ladestationen von E-Autos. Worauf dabei zu achten ist und wie damit die Energiekosten gesenkt werden können.

B4B-Leser fragt:

Stimmt es, dass man mit einem „Lastmanagement“ am Ende auch die Energiekosten senken kann?

Karl-Heinz Viets, unser Experte für Energiedienstleistungen von den swa, antwortet:

Das ist in der Tat der Fall. Auf ihrer Rechnung haben Gewerbekunden in der Regel sowohl Leistungspreiskosten als auch Verbrauchskosten ausgewiesen. Die Verbrauchskosten werden je verbrauchter Kilowattstunde (kWh) verrechnet. Der Leistungspreis wird nach der Leistungsspitze für die bereitgestellte Leistung berechnet. Je höher die Leistungsspitze, desto höher die Kosten. Mit Lastmanagement schafft man es, die Leistungsspitze und damit die Kosten zu senken.

Zum Hintergrund: Wenn die Energielasten in einem Unternehmen unkontrolliert auftreten, führt das fast immer zu hohen Energiekosten. Das kommt daher, dass für Spitzenlasten höhere Kosten pro Kilowattstunde anfallen als im Regelbetrieb. Das gilt gleichermaßen für Strom, Gas oder Wärme.

Ein Verständnisbeispiel für Lastmanagement

Ein Beispiel: In einem Unternehmen der Chemiebranche stehen regelmäßig mittwochs für vier Stunden Erzeugnisse im Produktionsplan, die einen sehr hohen Energieverbrauch auslösen. Montags und freitags dagegen läuft die Fertigung nur auf halben Touren, dienstags und donnerstags herrscht Normalbetrieb mit einem gleichmäßig verteilten Energiebedarf. Für die Berechnung des Energietarifs spielt nun vor allem die Spitzenlast am Mittwoch die ausschlaggebende Rolle – denn für diesen Bedarf muss der Energielieferant besondere Kapazitäten vorhalten. Mit einem effizienten Energiemanagement ließe sich der Verbrauch nun so verteilen, dass die Spitzen flacher werden und damit auch der Spitzentarif entfällt.

Bei Gasanlagen können oft Kosten gesenkt werden

Beim Blick auf die Energiekosten heißt es außerdem, die Aufmerksamkeit nicht nur auf Strom oder Brennstoffe zu richten, sondern auch auf die nötigen Anlagen zur Erzeugung. Gerade Gasanlagen liefern oft Ansatzpunkte, um dauerhaft die Kosten zu senken. Nicht selten sind sie zu groß dimensioniert – gerade, weil man sie auf einen Spitzenbedarf ausgerichtet hat. Ein durchgängiges Lastmanagement trägt häufig dazu bei, dass der Betreiber eine Nummer kleiner ebenfalls seinen Bedarf decken kann. Dann reicht ein Kessel, was sich auch in den Beschaffungs- und Wartungskosten niederschlägt.

So können Lastenschwankungen im Griff behalten werden

In der Zukunft wird die Nachfrage für intelligentes Lastmanagement aus unserer Sicht noch zunehmen. Vor allem dort, wo Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert sind, stehen deren Betreiber vor der Herausforderung, einen Ausgleich zwischen „keiner da“ und „alle wollen aufladen“ herbeizuführen. Das kann man nicht auf dem Papier regeln. Dafür braucht es ausgefeilte Systeme und fachkundigen Rat, um diese Lastenschwankungen im Griff zu behalten.

Sie haben Rückfragen an Karl-Heinz Viets, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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B4B-Leser fragt:

Stimmt es, dass man mit einem „Lastmanagement“ am Ende auch die Energiekosten senken kann?

Karl-Heinz Viets, unser Experte für Energiedienstleistungen von den swa, antwortet:

Das ist in der Tat der Fall. Auf ihrer Rechnung haben Gewerbekunden in der Regel sowohl Leistungspreiskosten als auch Verbrauchskosten ausgewiesen. Die Verbrauchskosten werden je verbrauchter Kilowattstunde (kWh) verrechnet. Der Leistungspreis wird nach der Leistungsspitze für die bereitgestellte Leistung berechnet. Je höher die Leistungsspitze, desto höher die Kosten. Mit Lastmanagement schafft man es, die Leistungsspitze und damit die Kosten zu senken.

Zum Hintergrund: Wenn die Energielasten in einem Unternehmen unkontrolliert auftreten, führt das fast immer zu hohen Energiekosten. Das kommt daher, dass für Spitzenlasten höhere Kosten pro Kilowattstunde anfallen als im Regelbetrieb. Das gilt gleichermaßen für Strom, Gas oder Wärme.

Ein Verständnisbeispiel für Lastmanagement

Ein Beispiel: In einem Unternehmen der Chemiebranche stehen regelmäßig mittwochs für vier Stunden Erzeugnisse im Produktionsplan, die einen sehr hohen Energieverbrauch auslösen. Montags und freitags dagegen läuft die Fertigung nur auf halben Touren, dienstags und donnerstags herrscht Normalbetrieb mit einem gleichmäßig verteilten Energiebedarf. Für die Berechnung des Energietarifs spielt nun vor allem die Spitzenlast am Mittwoch die ausschlaggebende Rolle – denn für diesen Bedarf muss der Energielieferant besondere Kapazitäten vorhalten. Mit einem effizienten Energiemanagement ließe sich der Verbrauch nun so verteilen, dass die Spitzen flacher werden und damit auch der Spitzentarif entfällt.

Bei Gasanlagen können oft Kosten gesenkt werden

Beim Blick auf die Energiekosten heißt es außerdem, die Aufmerksamkeit nicht nur auf Strom oder Brennstoffe zu richten, sondern auch auf die nötigen Anlagen zur Erzeugung. Gerade Gasanlagen liefern oft Ansatzpunkte, um dauerhaft die Kosten zu senken. Nicht selten sind sie zu groß dimensioniert – gerade, weil man sie auf einen Spitzenbedarf ausgerichtet hat. Ein durchgängiges Lastmanagement trägt häufig dazu bei, dass der Betreiber eine Nummer kleiner ebenfalls seinen Bedarf decken kann. Dann reicht ein Kessel, was sich auch in den Beschaffungs- und Wartungskosten niederschlägt.

So können Lastenschwankungen im Griff behalten werden

In der Zukunft wird die Nachfrage für intelligentes Lastmanagement aus unserer Sicht noch zunehmen. Vor allem dort, wo Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert sind, stehen deren Betreiber vor der Herausforderung, einen Ausgleich zwischen „keiner da“ und „alle wollen aufladen“ herbeizuführen. Das kann man nicht auf dem Papier regeln. Dafür braucht es ausgefeilte Systeme und fachkundigen Rat, um diese Lastenschwankungen im Griff zu behalten.

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