Dr. Mathias Bauer, Geschäftsführer Blue Advisory GmbH

Krise: „Wie mit einem strauchelnden Kunden umgehen?“

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: Wenn ein Kunde in Schieflage gerät, ist handeln angesagt. Aber wie geht ein Unternehmen am besten damit um, wenn ein wichtiger Kunde in die Krise kommt? Dr. Mathias Bauer, Geschäftsführer der Blue Advisory GmbH gibt Antworten.

Zunächst einmal sollte gemeinsam mit dem Kunden ein Blick auf die Situation geworfen werden. Offenheit ist dabei besonders wichtig, denn die Krise des Kunden wird meist durch Zahlungsschwierigkeiten, rückläufige Bestellungen und andere Auffälligkeiten schnell deutlich – zumindest, wenn man selbst diese Kennzahlen im Blick hat.

Ein sachliches Verständnis für die Krisensituation des Kunden zu entwickeln ist die Grundlage für alle weiteren Aktivitäten. Nur so können sinnvolle Maßnahmen identifiziert werden, um den Kunden zu unterstützen und eine Geschäftsbeziehung auch nach überstandener Krise aufrecht zu erhalten. Gehen beide Parteien aufeinander zu, kann diese von stärkerem Vertrauen als vor der Krise geprägt sein.

Treffen Sie Vereinbarungen mit Ihren Kunden

Überlegen Sie beispielsweise Vereinbarungen zu Stundungen von Zahlungen und der Gewährung eines Lieferantenkredits. Mit einem entsprechenden Lieferantenkredit ermöglichen Sie dem Kunden ein verlängertes Zahlungsziel für die Begleichung ihrer Rechnungen. Dieser Kredit stellt eine Form der Finanzierung des Warenumschlags beim Kunden dar. Am Beispiel eines produzierenden Unternehmens bedeutet dies, dass der Kunde seine Produkte weiter herstellen kann, vertreibt und Einnahmen generiert. Die Einnahmen sichern seine Liquidität und ermöglichen aus einer positiven Finanzierungssituation heraus die Lieferantenrechnungen zu begleichen.

In der Corona-Krise gilt: zusammenhelfen!

Gerade in der Corona-Krise sehen wir aber auch Maßnahmen, die von besonderem Wert und Vertrauen geprägt sind. So hat ein Lieferant seinem besonders von der Krise betroffenen Kunden ab sofort und für einen Zeitraum von sechs Monaten eine Reduzierung der Einkaufspreise von Rohstoffen von etwas mehr als 10 Prozent zugesagt. Ohne Aufholverpflichtung. Dies ist ein gutes Beispiel wie Unternehmen auch in Krisensituationen „zusammenhelfen“ können.

Sie haben Rückfragen an Dr. Mathias Bauer, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Dr. Mathias Bauer, Geschäftsführer Blue Advisory GmbH

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Zunächst einmal sollte gemeinsam mit dem Kunden ein Blick auf die Situation geworfen werden. Offenheit ist dabei besonders wichtig, denn die Krise des Kunden wird meist durch Zahlungsschwierigkeiten, rückläufige Bestellungen und andere Auffälligkeiten schnell deutlich – zumindest, wenn man selbst diese Kennzahlen im Blick hat.

Ein sachliches Verständnis für die Krisensituation des Kunden zu entwickeln ist die Grundlage für alle weiteren Aktivitäten. Nur so können sinnvolle Maßnahmen identifiziert werden, um den Kunden zu unterstützen und eine Geschäftsbeziehung auch nach überstandener Krise aufrecht zu erhalten. Gehen beide Parteien aufeinander zu, kann diese von stärkerem Vertrauen als vor der Krise geprägt sein.

Treffen Sie Vereinbarungen mit Ihren Kunden

Überlegen Sie beispielsweise Vereinbarungen zu Stundungen von Zahlungen und der Gewährung eines Lieferantenkredits. Mit einem entsprechenden Lieferantenkredit ermöglichen Sie dem Kunden ein verlängertes Zahlungsziel für die Begleichung ihrer Rechnungen. Dieser Kredit stellt eine Form der Finanzierung des Warenumschlags beim Kunden dar. Am Beispiel eines produzierenden Unternehmens bedeutet dies, dass der Kunde seine Produkte weiter herstellen kann, vertreibt und Einnahmen generiert. Die Einnahmen sichern seine Liquidität und ermöglichen aus einer positiven Finanzierungssituation heraus die Lieferantenrechnungen zu begleichen.

In der Corona-Krise gilt: zusammenhelfen!

Gerade in der Corona-Krise sehen wir aber auch Maßnahmen, die von besonderem Wert und Vertrauen geprägt sind. So hat ein Lieferant seinem besonders von der Krise betroffenen Kunden ab sofort und für einen Zeitraum von sechs Monaten eine Reduzierung der Einkaufspreise von Rohstoffen von etwas mehr als 10 Prozent zugesagt. Ohne Aufholverpflichtung. Dies ist ein gutes Beispiel wie Unternehmen auch in Krisensituationen „zusammenhelfen“ können.

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