Dr. Matthias Walter, Blue Advisory GmbH

Ist Regionalität bei einem Unternehmensberater von Vorteil?

Regionalität oder Distanz? Was ist bei der Wahl des richtigen Unternehmensberaters wichtiger? Wo die Vorteile eines Beraters aus der Region liegen.

„Ist es besser, wenn ein Unternehmensberater aus der Region kommt, weil er dann immer schnell greifbar ist? Oder ist es besser, er kommt von weiter her, weil er dann den Blick aus der Distanz hat?“


Dr. Matthias Walter, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Blue Advisory GmbH, gibt eine Einschätzung ab.

Den Aspekt der „schnellen Greifbarkeit“ würde ich in der heutigen Zeit, insbesondere aufgrund der Digitalisierung der Arbeitswelt, nichtmehr als primären Faktor für einen regionalen Berater einstufen. Dadurch, dass heute viele – wenn nicht sogar pandemiebedingt die Mehrzahl – der Meetings digital via Video-Call stattfinden, ist jeder nahezu immer kurzfristig greifbar.

Der Faktor „Regionalität“ kann beim Einsatz eines Unternehmensberaters aber durchaus seine Vorzüge haben. Zunächst einmal sei hier das Argument aufgeführt, dass Regionalität damit einhergeht, dass vor allem kleinere Beratungshäuser in der Region gut vernetzt sind. Dieser Aspekt spielt dann eine Rolle, wenn es beispielsweise darum geht, auf pragmatische Art und Weise sein Partnernetzwerk zu aktivieren und ohne größeren Aufwand einzubinden. Umgekehrt gilt, dass Sie als Unternehmer durch Ihr Netzwerk sich durchaus auch umhören können, wie „gut“ die Beratung denn ist, bevor Sie sie beauftragen (Stichwort „Referenzen“).

Vor allem im Mittelstand ist es durchaus auch von Vorteil, dass man andere „regionale Player“ kennt, um bspw. zwischen Unternehmen zu vermitteln, Kontakte herzustellen, oder Kooperationen anzubahnen. Auch hier bietet der Faktor „Regionalität“ einen Vorteil, genauso wie bei der Kenntnis des regionalen Arbeitsmarkts und dessen Spezifika.

Durch die Beauftragung regionaler Beratungen leistet man zudem einen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft. Das mag in erster Instanz aus Sicht eines Unternehmens noch kein ausschlaggebendes Argument sein. Allerdings spielt dieser Aspekt gemeinsam mit den oben genannten Netzwerkaspekten insofern eine Rolle, dass eine Beratung in einem regionalen Projekt auch eine Verantwortung für die Region trägt – sei es, was die eigene Reputation oder die Reputation des Mandanten betrifft.

Und zu guter Letzt: ja, durch die Digitalisierung sind viele Termine inzwischen digital – aber „kurz mal vorbeischauen“ geht regional eben doch besser als „kurz von Augsburg nach Hamburg“ fahren oder fliegen.


Regionalität als Zünglein an der Waage

Die oben genannten Punkte sprechen für den Einsatz einer regionalen Beratung. Trotzdem ist Regionalität neben bspw. dem fachlichen Match, Kompetenzen, ökonomischen Aspekten und Referenzen nur ein Aspekt von vielen. Eine regionale Beratung nützt nichts, wenn sie fachlich nicht helfen kann. Ich würde auch so weit gehen und die Hypothese aufstellen, dass je größer ein Unternehmen ist und je globaler es agiert, desto geringer der Faktor „Regionalität“ wiegt. Sollten Sie am Ende eines Entscheidungsprozesses aber die Qual der Wahl haben, würde ich die Regionalität durchaus als Zünglein an der Waage empfehlen.

Sie haben Rückfragen an unseren Experten für Prozessoptimierung, Dr. Matthias Walter, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Dr. Matthias Walter, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Blue Advisory GmbH, gibt eine Einschätzung ab.

Den Aspekt der „schnellen Greifbarkeit“ würde ich in der heutigen Zeit, insbesondere aufgrund der Digitalisierung der Arbeitswelt, nichtmehr als primären Faktor für einen regionalen Berater einstufen. Dadurch, dass heute viele – wenn nicht sogar pandemiebedingt die Mehrzahl – der Meetings digital via Video-Call stattfinden, ist jeder nahezu immer kurzfristig greifbar.

Der Faktor „Regionalität“ kann beim Einsatz eines Unternehmensberaters aber durchaus seine Vorzüge haben. Zunächst einmal sei hier das Argument aufgeführt, dass Regionalität damit einhergeht, dass vor allem kleinere Beratungshäuser in der Region gut vernetzt sind. Dieser Aspekt spielt dann eine Rolle, wenn es beispielsweise darum geht, auf pragmatische Art und Weise sein Partnernetzwerk zu aktivieren und ohne größeren Aufwand einzubinden. Umgekehrt gilt, dass Sie als Unternehmer durch Ihr Netzwerk sich durchaus auch umhören können, wie „gut“ die Beratung denn ist, bevor Sie sie beauftragen (Stichwort „Referenzen“).

Vor allem im Mittelstand ist es durchaus auch von Vorteil, dass man andere „regionale Player“ kennt, um bspw. zwischen Unternehmen zu vermitteln, Kontakte herzustellen, oder Kooperationen anzubahnen. Auch hier bietet der Faktor „Regionalität“ einen Vorteil, genauso wie bei der Kenntnis des regionalen Arbeitsmarkts und dessen Spezifika.

Durch die Beauftragung regionaler Beratungen leistet man zudem einen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft. Das mag in erster Instanz aus Sicht eines Unternehmens noch kein ausschlaggebendes Argument sein. Allerdings spielt dieser Aspekt gemeinsam mit den oben genannten Netzwerkaspekten insofern eine Rolle, dass eine Beratung in einem regionalen Projekt auch eine Verantwortung für die Region trägt – sei es, was die eigene Reputation oder die Reputation des Mandanten betrifft.

Und zu guter Letzt: ja, durch die Digitalisierung sind viele Termine inzwischen digital – aber „kurz mal vorbeischauen“ geht regional eben doch besser als „kurz von Augsburg nach Hamburg“ fahren oder fliegen.


Regionalität als Zünglein an der Waage

Die oben genannten Punkte sprechen für den Einsatz einer regionalen Beratung. Trotzdem ist Regionalität neben bspw. dem fachlichen Match, Kompetenzen, ökonomischen Aspekten und Referenzen nur ein Aspekt von vielen. Eine regionale Beratung nützt nichts, wenn sie fachlich nicht helfen kann. Ich würde auch so weit gehen und die Hypothese aufstellen, dass je größer ein Unternehmen ist und je globaler es agiert, desto geringer der Faktor „Regionalität“ wiegt. Sollten Sie am Ende eines Entscheidungsprozesses aber die Qual der Wahl haben, würde ich die Regionalität durchaus als Zünglein an der Waage empfehlen.

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