Dr. Michaela Simon, Dr. Simon & Partner

Ist es sinnvoll an einem Firmenlauf teilzunehmen?

Der M-net Firmenlauf in Augsburg erfreut sich großer Beliebtheit, jedes Jahr nehmen rund 12.000 Teilnehmer teil. Doch was muss ich als Chef bei einer Teilnahme beachten?

B4B Leser fragt:

Eine Mehrheit unserer Mitarbeiter würde gern, dass wir als Team bei einem Firmenlauf antreten, wenn es wieder möglich ist. Ist so eine Maßnahme sinnvoll? Es sind ja nicht alle Beschäftigten mit Laufschuhen an den Füßen geboren. Außerdem möchten sich einige Vorgesetzte nicht die Blöße geben, dass sie hinterherlaufen. 

Unsere Expertin für Gesunde Personal- und Organisationsentwicklung, Dr. Michaela Simon, antwortet:

Auf jeden Fall ist eine Teilnahme am Firmenlauf sinnvoll! Denn ein gemeinsames Event stärkt den Teamgeist, macht Spaß und ist –   vorausgesetzt man ist gut vorbereitet– einfach gesund! Außerdem lässt es sich zu einer sehr sinnvollen und nachhaltigen Maßnahme ausbauen, um die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu fördern.

In Ihrer Belegschaft wird es höchstwahrscheinlich Mitarbeiter geben, die gerne laufen und das auch regelmäßig tun. Manche werden gelegentlich laufen und andere gar nicht. Bei der letzteren Gruppe werden Menschen dabei sein, die es einfach noch nie probiert haben und gar nicht wissen, ob es Ihnen Spaß machen könnte. Andere wiederum haben es schon probiert und glauben, dass es keinen Spaß macht oder eben einfach nichts für sie ist. Wichtig ist hier, dass Sie die Beweggründe gut hinterfragen und klar machen, dass es auch in Ordnung ist, nicht mitzumachen und keiner gezwungen wird. Es geht darum, die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu fördern und als Team auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten.

Informieren Sie über Ihre Motive und Ziele

Sie wollen Ihre Mitarbeiter motivieren, mitzumachen? Dann sagen Sie ihnen, warum Sie das wollen: Sie wollen ein gemeinsames Erlebnis schaffen, die Bewegungsfreude fördern, Teamerlebnisse zum Beispiel durch gemeinsame Trainingseinheiten ermöglichen und die Möglichkeit schaffen, sich in einem ganz anderen Kontext kennen zu lernen.

Und Sie wollen, dass nur die mitmachen, die auch Lust dazu haben und vielleicht auch die, die einfach neugierig sind. Und Sie akzeptieren die, die nicht mitmachen wollen. Letzteres könnte sich positiv auf Ihr Unternehmen auswirken: Dass man sich gegenseitig akzeptiert und die Meinung und den Willen anderer respektiert. Und zwar Hierarchie unabhängig!

Alle können beim Firmenlauf mitmachen

Wichtig für Ihre Kultur des Miteinanders im Unternehmen ist: Die Nicht-Läufer dürfen nicht ausgegrenzt werden und können durch andere Aufgaben integriert werden. Lassen Sie diejenigen, die nicht mitmachen, dennoch dabei sein, wenn sie wollen. Und wenn sie nicht wollen, ist das auch in Ordnung. Rund um den Firmenlauf und die Vorbereitung werden zahlreiche organisatorische Aufgaben anfallen, die diejenigen möglicherweise gerne übernehmen, wie zum Beispiel das Besorgen der Outfits oder die Anmeldungen.

Vorbereitung und Planung ist die Erfolgsvoraussetzung

Im nächsten Schritt könnten sie eruieren, wer unter Ihren Mitarbeitern regelmäßig laufen geht, wer mitmachen will und gegebenfalls sogar die Trainerfunktion übernehmen könnte. Dann geht es um die Einteilung von Teams nach Leistungslevel. Als Vorlauf für die Planung und Vorbereitung des Firmenlaufs sollten Sie circa 6 Monate einplanen. Ein großer Vorteil der gut geplanten und kommunizierten Teilnahme am Firmenlauf ist, dass Sie die Teilnahme als fortlaufendes Event nutzen können und ihre Mitarbeiter auch in den Zeiten dazwischen weiter in den Teams und Gruppen trainieren können.

Die Rolle der Führung beim Firmenlauf

Was tun, wenn Führungskräfte nicht laufen wollen oder nicht so gut sind, wie manche Ihrer Mitarbeiter? Das ist gut so und das reale Leben. Führungskräfte, die nicht laufen wollen, sollten ihre Beweggründe transparent machen, damit die anderen es nachvollziehen und keine Vermutungen und Gerüchte entstehen können. Führungskräfte, die keine Top-Läufer sind beziehungsweise möglicherweise nicht die Besten sind, sollten in jedem Fall mitmachen.

Denn es geht nicht um Blöße, sondern um Stärke zeigen: Ich mache mit, weil mir meine Kollegen und Mitarbeiter wichtig sind, wir ein Team sind und wenn andere besser sind als ich, dann ist das okay so.

Eine gute und souveräne Führungskraft ist in ihrem Fachbereich ja auch nicht per se besser als alle anderen, sondern sie motiviert die Mitarbeiter ihren Job gut zu machen und managed das Umfeld und so weiter.

Jeder Mensch ist in unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich gut. Manche sind in vielen Bereichen sehr gut, manche in einem oder mehreren. Die Möglichkeiten sind vielfältig und spannend.

Lassen Sie einfach jedem/er die Möglichkeit, das zu zeigen, was er /sie kann und will.

Sie haben Rückfragen an Dr. Michaela Simon, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Dr. Michaela Simon, Dr. Simon & Partner

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B4B Leser fragt:

Eine Mehrheit unserer Mitarbeiter würde gern, dass wir als Team bei einem Firmenlauf antreten, wenn es wieder möglich ist. Ist so eine Maßnahme sinnvoll? Es sind ja nicht alle Beschäftigten mit Laufschuhen an den Füßen geboren. Außerdem möchten sich einige Vorgesetzte nicht die Blöße geben, dass sie hinterherlaufen. 

Unsere Expertin für Gesunde Personal- und Organisationsentwicklung, Dr. Michaela Simon, antwortet:

Auf jeden Fall ist eine Teilnahme am Firmenlauf sinnvoll! Denn ein gemeinsames Event stärkt den Teamgeist, macht Spaß und ist –   vorausgesetzt man ist gut vorbereitet– einfach gesund! Außerdem lässt es sich zu einer sehr sinnvollen und nachhaltigen Maßnahme ausbauen, um die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu fördern.

In Ihrer Belegschaft wird es höchstwahrscheinlich Mitarbeiter geben, die gerne laufen und das auch regelmäßig tun. Manche werden gelegentlich laufen und andere gar nicht. Bei der letzteren Gruppe werden Menschen dabei sein, die es einfach noch nie probiert haben und gar nicht wissen, ob es Ihnen Spaß machen könnte. Andere wiederum haben es schon probiert und glauben, dass es keinen Spaß macht oder eben einfach nichts für sie ist. Wichtig ist hier, dass Sie die Beweggründe gut hinterfragen und klar machen, dass es auch in Ordnung ist, nicht mitzumachen und keiner gezwungen wird. Es geht darum, die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu fördern und als Team auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten.

Informieren Sie über Ihre Motive und Ziele

Sie wollen Ihre Mitarbeiter motivieren, mitzumachen? Dann sagen Sie ihnen, warum Sie das wollen: Sie wollen ein gemeinsames Erlebnis schaffen, die Bewegungsfreude fördern, Teamerlebnisse zum Beispiel durch gemeinsame Trainingseinheiten ermöglichen und die Möglichkeit schaffen, sich in einem ganz anderen Kontext kennen zu lernen.

Und Sie wollen, dass nur die mitmachen, die auch Lust dazu haben und vielleicht auch die, die einfach neugierig sind. Und Sie akzeptieren die, die nicht mitmachen wollen. Letzteres könnte sich positiv auf Ihr Unternehmen auswirken: Dass man sich gegenseitig akzeptiert und die Meinung und den Willen anderer respektiert. Und zwar Hierarchie unabhängig!

Alle können beim Firmenlauf mitmachen

Wichtig für Ihre Kultur des Miteinanders im Unternehmen ist: Die Nicht-Läufer dürfen nicht ausgegrenzt werden und können durch andere Aufgaben integriert werden. Lassen Sie diejenigen, die nicht mitmachen, dennoch dabei sein, wenn sie wollen. Und wenn sie nicht wollen, ist das auch in Ordnung. Rund um den Firmenlauf und die Vorbereitung werden zahlreiche organisatorische Aufgaben anfallen, die diejenigen möglicherweise gerne übernehmen, wie zum Beispiel das Besorgen der Outfits oder die Anmeldungen.

Vorbereitung und Planung ist die Erfolgsvoraussetzung

Im nächsten Schritt könnten sie eruieren, wer unter Ihren Mitarbeitern regelmäßig laufen geht, wer mitmachen will und gegebenfalls sogar die Trainerfunktion übernehmen könnte. Dann geht es um die Einteilung von Teams nach Leistungslevel. Als Vorlauf für die Planung und Vorbereitung des Firmenlaufs sollten Sie circa 6 Monate einplanen. Ein großer Vorteil der gut geplanten und kommunizierten Teilnahme am Firmenlauf ist, dass Sie die Teilnahme als fortlaufendes Event nutzen können und ihre Mitarbeiter auch in den Zeiten dazwischen weiter in den Teams und Gruppen trainieren können.

Die Rolle der Führung beim Firmenlauf

Was tun, wenn Führungskräfte nicht laufen wollen oder nicht so gut sind, wie manche Ihrer Mitarbeiter? Das ist gut so und das reale Leben. Führungskräfte, die nicht laufen wollen, sollten ihre Beweggründe transparent machen, damit die anderen es nachvollziehen und keine Vermutungen und Gerüchte entstehen können. Führungskräfte, die keine Top-Läufer sind beziehungsweise möglicherweise nicht die Besten sind, sollten in jedem Fall mitmachen.

Denn es geht nicht um Blöße, sondern um Stärke zeigen: Ich mache mit, weil mir meine Kollegen und Mitarbeiter wichtig sind, wir ein Team sind und wenn andere besser sind als ich, dann ist das okay so.

Eine gute und souveräne Führungskraft ist in ihrem Fachbereich ja auch nicht per se besser als alle anderen, sondern sie motiviert die Mitarbeiter ihren Job gut zu machen und managed das Umfeld und so weiter.

Jeder Mensch ist in unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich gut. Manche sind in vielen Bereichen sehr gut, manche in einem oder mehreren. Die Möglichkeiten sind vielfältig und spannend.

Lassen Sie einfach jedem/er die Möglichkeit, das zu zeigen, was er /sie kann und will.

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