Dipl.-Ing. Peter Kragler, Kragler Immobilien

Gewerbeimmobilie: „Wie wichtig ist die richtige Geschäftsadresse?“

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: Lage, Lage, Lage. Der Standortfaktor ist bei privaten Immobilien noch immer das A & O. Doch wie ist das bei gewerblichen Immobilien? Wie wichtig ist die richtige Geschäftsadresse? Peter Kragler, unser Experte für Immobilienfragen, kennt die Antwort.

Die Frage der optimalen Lage des Unternehmens ist eines der zentralsten Themen in Sachen Außenwirkung. Die Meinungen zur vermeintlich „richtigen“ Lage gehen dabei weit auseinander. Am Ende gibt es ohnehin keine objektive Antwort. Die folgenden Konzepte sollen daher hilfreiche Denkansätze und Erfahrungen für eine eigene Bewertung geben.

Konzept 1: Kundennähe

Der wohl gängigste Ansatz ist es, das eigene Unternehmen möglichst nah im Wirkungskreis des eigenen Kunden zu platzieren, um diesem so unbequeme Wege zu ersparen. Für den Einzelhandel, Mediziner und Dienstleister ist dies schon immer der Grund für einen Standort in Fußgängerzonen, Centerimmobilien oder an Knotenpunkten des ÖPNV. Kunden wird damit die Scheu vor dem Anfahrtsweg genommen, da sich der Besuch ohnehin mit den üblichen Wegen deckt. Oftmals wünschen sich auch Mitarbeiter solche Lagen, um in den Pausen einzukaufen und eine große Auswahl von Kulinarik zu haben.

Konzept 2: Lokale Hotspots

Städtische Hotspots können ebenfalls eine gute Wahl für den Unternehmensstandort sein. Technologieparks, Entwicklungsareale oder die Umgebung zu wichtigen öffentlichen Einrichtungen wie Universitäten fungieren oft als Sammelpunkte für zahlreiche Unternehmen. Gerade das Zusammenwirken der Firmen an diesen Orten fördert Symbiose-Effekte und ist ein Standortvorteil. Der Name des Areals wie z.B. Innovationspark ist meist für sich eine Marke und schafft ein gewisses Prestige.

Konzept 3: Raum für die eigenen Ansprüche

Eine weitere Möglichkeit bietet ein Standort auf einem möglichst nachbarschaftsunabhängigen Grundstück, meist etwas außerhalb der Innenstädte. Hier können die eigenen Ansprüche hinsichtlich Raumbedarf und Gebäudedesign verwirklicht werden. Auch Faktoren wie Gewerbesteuer, Parkplätze und Ausstellungsflächen lassen sich hier nach eigenen Wünschen berücksichtigen. Die Gesamtkosten sind hier meist günstiger als in Innenstädten und an lokalen Hotspots. Der an sich ansprechende Firmensitz ist dann per se dazu geeignet die Geschäftspartner und Kunden zu einem Besuch am Standort zu bewegen.

Konzept 4: Räumliche Tradition

Letztlich kann auch eine gewisse Standorttradition der entscheidende Aspekt sein. Kunden kennen das Unternehmen an genau diesem Standort und bringen die Lage unmittelbar mit dem Unternehmen in Verbindung. In diesen Situationen ist ein Wechsel des Standorts nur in absoluten Ausnahmefällen zu empfehlen. Die Tradition und die Standortverbundenheit ist hier der elementare Kern der Marke.

Jedes der Konzepte verfolgt einen vollständig anderen Ansatz, sodass eine Vereinbarung miteinander in den meisten Fällen nicht möglich sein wird. Keines der Konzepte kann als richtig oder falsch bezeichnet werden, es hängt wie immer am einzelnen Unternehmen und den eigenen Präferenzen. Ratsam ist im Zweifelsfall eine externe Beratung, zumal auch nicht immer Flächen am Wunschstandort verfügbar sind beziehungsweise erst gefunden werden müssen.

Sie haben Rückfragen an Immobilienexperte Peter Kragler, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Die Frage der optimalen Lage des Unternehmens ist eines der zentralsten Themen in Sachen Außenwirkung. Die Meinungen zur vermeintlich „richtigen“ Lage gehen dabei weit auseinander. Am Ende gibt es ohnehin keine objektive Antwort. Die folgenden Konzepte sollen daher hilfreiche Denkansätze und Erfahrungen für eine eigene Bewertung geben.

Konzept 1: Kundennähe

Der wohl gängigste Ansatz ist es, das eigene Unternehmen möglichst nah im Wirkungskreis des eigenen Kunden zu platzieren, um diesem so unbequeme Wege zu ersparen. Für den Einzelhandel, Mediziner und Dienstleister ist dies schon immer der Grund für einen Standort in Fußgängerzonen, Centerimmobilien oder an Knotenpunkten des ÖPNV. Kunden wird damit die Scheu vor dem Anfahrtsweg genommen, da sich der Besuch ohnehin mit den üblichen Wegen deckt. Oftmals wünschen sich auch Mitarbeiter solche Lagen, um in den Pausen einzukaufen und eine große Auswahl von Kulinarik zu haben.

Konzept 2: Lokale Hotspots

Städtische Hotspots können ebenfalls eine gute Wahl für den Unternehmensstandort sein. Technologieparks, Entwicklungsareale oder die Umgebung zu wichtigen öffentlichen Einrichtungen wie Universitäten fungieren oft als Sammelpunkte für zahlreiche Unternehmen. Gerade das Zusammenwirken der Firmen an diesen Orten fördert Symbiose-Effekte und ist ein Standortvorteil. Der Name des Areals wie z.B. Innovationspark ist meist für sich eine Marke und schafft ein gewisses Prestige.

Konzept 3: Raum für die eigenen Ansprüche

Eine weitere Möglichkeit bietet ein Standort auf einem möglichst nachbarschaftsunabhängigen Grundstück, meist etwas außerhalb der Innenstädte. Hier können die eigenen Ansprüche hinsichtlich Raumbedarf und Gebäudedesign verwirklicht werden. Auch Faktoren wie Gewerbesteuer, Parkplätze und Ausstellungsflächen lassen sich hier nach eigenen Wünschen berücksichtigen. Die Gesamtkosten sind hier meist günstiger als in Innenstädten und an lokalen Hotspots. Der an sich ansprechende Firmensitz ist dann per se dazu geeignet die Geschäftspartner und Kunden zu einem Besuch am Standort zu bewegen.

Konzept 4: Räumliche Tradition

Letztlich kann auch eine gewisse Standorttradition der entscheidende Aspekt sein. Kunden kennen das Unternehmen an genau diesem Standort und bringen die Lage unmittelbar mit dem Unternehmen in Verbindung. In diesen Situationen ist ein Wechsel des Standorts nur in absoluten Ausnahmefällen zu empfehlen. Die Tradition und die Standortverbundenheit ist hier der elementare Kern der Marke.

Jedes der Konzepte verfolgt einen vollständig anderen Ansatz, sodass eine Vereinbarung miteinander in den meisten Fällen nicht möglich sein wird. Keines der Konzepte kann als richtig oder falsch bezeichnet werden, es hängt wie immer am einzelnen Unternehmen und den eigenen Präferenzen. Ratsam ist im Zweifelsfall eine externe Beratung, zumal auch nicht immer Flächen am Wunschstandort verfügbar sind beziehungsweise erst gefunden werden müssen.

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