Dr. Mathias Bauer, Geschäftsführer Blue Advisory GmbH

Foresight: „Wie zuverlässig können Prognosen werden?“

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: „Unternehmen streben danach, sich früher als die Wettbewerber auf zukünftige Marktveränderungen, Trends und Risiken einzustellen. Wer dabei auf Corporate Foresight und Data Foresight setzt, hat gute Chancen in den Zukunftsmärkten zu punkten“, meint Dr. Mathias Bauer, Geschäftsführer der Blue Advisory GmbH.

Die Planungssicherheit für Unternehmen hat in den letzten zehn Jahren durch ein komplexeres und volatileres Umfeld deutlich abgenommen. Verkürzte Innovations-, Produkt- und Kommunikationszyklen sowie neue Trends erfordern stetig neue Herangehensweisen. Aus diesem Grund wird für viele marktorientierte Unternehmen das noch recht junge Managementinstrument „Foresight“ interessant. Dieses vereint die Vorteile der Trend- und Zukunftsforschung und erleichtert eine strategische Planung. 

Bei Foresight geht es darum die unternehmerische Zukunft zu antizipieren und gestaltbar zu machen. Im Wesentlichen führt das zu mehr Innovationsorientierung, besserer Innovationsfindung und frühzeitiger Umsetzung. 

Fokus Trendbestimmung

Im Kern will Corporate Foresight die Treiber von sich verändernden Paradigmen identifizieren und daraus Handlungsoptionen für das eigene Unternehmen ableiten, bestehende Geschäftsmodelle schärfen bzw. neue etablieren. 

Beispielsweise könnten somit veränderte Verhaltensweisen von Kunden vorausschauend erkannt und bereits frühzeitig mögliche Lösungen und Angebote entwickelt werden. 

Foresight Ansätze der Blue Advisory 

Zusammen mit unserer Tochterfirma Blue Intelligence bieten wir den Corporate Foresight Ansatz in Verbindung mit einem Marktradar als Prognosetool an. Die beiden Ansätze unterscheiden sich in der Vorgehensweise der Datenermittlung. 

Im Corporate Foresight Ansatz leiten wir Handlungsoptionen aus erkennbaren Paradigmenwechseln (z.B. veränderte Mobilität, neues Ökologieparadigma) ab. Die darin enthaltenen Trends wie bspw. CO2-Reporting oder Predictive Maintenance werden methodenbasiert untersucht und daraus zukünftige Geschäfts- und Marktmodelle abgeleitet, um diese mit einer Umsetzungsroadmap zu hinterlegen. 

Ergänzend kann der Marktradar genutzt werden, um historische Bestandsdaten mit Marktdaten zu verknüpfen. So kann ein erweitertes KI-basiertes Prognosetool („Dashboard“) vorrausschauende Entwicklungen und Berechnungen in die Planung integrieren. 

Grenzen der Foresight

Wie zuvor erwähnt, leiten sich Handlungsmöglichkeiten aus der Analyse von technologischen Trends, Diskontinuitäten und Veränderungen im Umfeld von Unternehmen ab. Die Vorbereitung auf bevorstehende Ereignisse setzt voraus, dass die ermittelten Trenddaten signifikant und valide sind. Genau hierin liegen auch die Grenzen der Frühaufklärung. Je weiter entfernt die Zukunft ist, desto unschärfer wird das Bild von ihr. 

Ich empfehle daher jedem Unternehmen sich im Vorfeld mit folgenden Fragen zu beschäftigen:

        

  • Welche Schlüsseltrends gibt es und haben wir diese vollständig ermittelt?
  • Welche Entwicklungen ergeben sich daraus?
  • Welche Gefahr besteht aufgrund von Störgrößen, Zufällen und Technologiesprüngen für die prognostizierten Entwicklungen?
  • Welche wechselseitigen Abhängigkeiten müssen berücksichtigt werden?
  • Wurde die Objektivität bei der Bestimmung gewahrt?
  • Haben wir einen Plan B?  

Der Corporate Foresight Ansatz mag dabei theoretisch anmuten, letztlich ist dies aber der methodische Rahmen, um echte Trends und Entwicklungen in eine praktische strategische Ausrichtung des eigenen Unternehmens einarbeiten zu können.

Sie haben Rückfragen an Dr. Mathias Bauer, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Die Planungssicherheit für Unternehmen hat in den letzten zehn Jahren durch ein komplexeres und volatileres Umfeld deutlich abgenommen. Verkürzte Innovations-, Produkt- und Kommunikationszyklen sowie neue Trends erfordern stetig neue Herangehensweisen. Aus diesem Grund wird für viele marktorientierte Unternehmen das noch recht junge Managementinstrument „Foresight“ interessant. Dieses vereint die Vorteile der Trend- und Zukunftsforschung und erleichtert eine strategische Planung. 

Bei Foresight geht es darum die unternehmerische Zukunft zu antizipieren und gestaltbar zu machen. Im Wesentlichen führt das zu mehr Innovationsorientierung, besserer Innovationsfindung und frühzeitiger Umsetzung. 

Fokus Trendbestimmung

Im Kern will Corporate Foresight die Treiber von sich verändernden Paradigmen identifizieren und daraus Handlungsoptionen für das eigene Unternehmen ableiten, bestehende Geschäftsmodelle schärfen bzw. neue etablieren. 

Beispielsweise könnten somit veränderte Verhaltensweisen von Kunden vorausschauend erkannt und bereits frühzeitig mögliche Lösungen und Angebote entwickelt werden. 

Foresight Ansätze der Blue Advisory 

Zusammen mit unserer Tochterfirma Blue Intelligence bieten wir den Corporate Foresight Ansatz in Verbindung mit einem Marktradar als Prognosetool an. Die beiden Ansätze unterscheiden sich in der Vorgehensweise der Datenermittlung. 

Im Corporate Foresight Ansatz leiten wir Handlungsoptionen aus erkennbaren Paradigmenwechseln (z.B. veränderte Mobilität, neues Ökologieparadigma) ab. Die darin enthaltenen Trends wie bspw. CO2-Reporting oder Predictive Maintenance werden methodenbasiert untersucht und daraus zukünftige Geschäfts- und Marktmodelle abgeleitet, um diese mit einer Umsetzungsroadmap zu hinterlegen. 

Ergänzend kann der Marktradar genutzt werden, um historische Bestandsdaten mit Marktdaten zu verknüpfen. So kann ein erweitertes KI-basiertes Prognosetool („Dashboard“) vorrausschauende Entwicklungen und Berechnungen in die Planung integrieren. 

Grenzen der Foresight

Wie zuvor erwähnt, leiten sich Handlungsmöglichkeiten aus der Analyse von technologischen Trends, Diskontinuitäten und Veränderungen im Umfeld von Unternehmen ab. Die Vorbereitung auf bevorstehende Ereignisse setzt voraus, dass die ermittelten Trenddaten signifikant und valide sind. Genau hierin liegen auch die Grenzen der Frühaufklärung. Je weiter entfernt die Zukunft ist, desto unschärfer wird das Bild von ihr. 

Ich empfehle daher jedem Unternehmen sich im Vorfeld mit folgenden Fragen zu beschäftigen:

        

  • Welche Schlüsseltrends gibt es und haben wir diese vollständig ermittelt?
  • Welche Entwicklungen ergeben sich daraus?
  • Welche Gefahr besteht aufgrund von Störgrößen, Zufällen und Technologiesprüngen für die prognostizierten Entwicklungen?
  • Welche wechselseitigen Abhängigkeiten müssen berücksichtigt werden?
  • Wurde die Objektivität bei der Bestimmung gewahrt?
  • Haben wir einen Plan B?  

Der Corporate Foresight Ansatz mag dabei theoretisch anmuten, letztlich ist dies aber der methodische Rahmen, um echte Trends und Entwicklungen in eine praktische strategische Ausrichtung des eigenen Unternehmens einarbeiten zu können.

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