Dr. Michaela Simon, Dr. Simon & Partner

Fitness- und Gesundheitscoaching: Wann sollen wir es anbieten?

Man will den Mitarbeitern etwas Gutes tun – aber gleichzeitig nicht, dass sie sich bevormundet fühlen. Wann und wie sollte man Fitness- und Gesundheitscoaching anbieten?

B4B-Leser fragt:

Wir sind uns nicht sicher: Ist es aufdringlich oder ein Zeichen des Mitdenkens, wenn wir Mitarbeitern in Elternzeit ein Angebot für "Fitness- und Gesundheitscoaching" machen? Bei Mitarbeitern im Homeoffice wegen Corona haben wir ein sehr gemischtes Echo bekommen.

Unsere Expertin für Gesunde Personal- und Organisationsentwicklung, Dr. Michaela Simon, antwortet:

Aus meiner Sicht ist es in jedem Fall ein Zeichen des Mitdenkens, wenn Sie Ihren Mitarbeitern in der Elternzeit und auch während des Homeoffice Angebote für "Fitness- und Gesundheitscoaching" machen. Allerdings sollten Sie sich über Ihre eigenen Motive/Ziele im Klaren sein und diese dann auch Ihren Mitarbeitern mitteilen: 

Ziel des Angebots darstellen 

Gehen wir davon aus, dass Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter unterstützen und von Firmenseite ein entsprechendes Angebot machen. Dann sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Wenn Sie genau wissen wollen, ob für ein derartiges Angebot Interesse besteht, fragen Sie die, um die es geht: Ihre Mitarbeiter/innen. Eine Befragung, mündlich oder online, kostet nicht viel und Sie haben Klarheit
  • Kommunizieren Sie klar um was es Ihnen geht: Sie wollen die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter fördern und deshalb für Homeofficler und Mitarbeiter/innen in Elternzeit ein passendes Angebot konzipieren. Sie unterstellen nicht, dass Ihre Mitarbeiter zu wenig Sport betreiben oder zu wenig für Ihre Gesundheit tun.
  • Bei positiver Resonanz gilt es in die Recherche einzusteigen:
  1. Überprüfung, welche Angebote am Markt sind,
  2. in welcher Form sie angeboten werden und was Ihre Mitarbeiter wollen: online Kurse firmenspezifisch, offene online Kurse, App…,
  3. ab wie vielen Mitarbeitern Sie welche Formate anbieten können,
  4. welches Budget Sie hier veranschlagen wollen,
  5. was z.B. von den GKV übernommen bzw. bezuschusst wird oder auch welche Trainer hier zertifiziert sind.

Freiwilligkeit klarstellen

Damit Ihre Mitarbeiter sich eben nicht bevormundet fühlen oder das Ganze als aufdringlich empfinden, ist es wichtig klarzustellen, dass es sich um ein Angebot handelt, das man annehmen oder auch ablehnen kann.

Ein Teil Ihrer Mitarbeiter wird das Angebot begrüßen, ein anderer Teil wird es ablehnen aus den unterschiedlichsten Gründen. Und das gilt es zu akzeptieren.

Optionen anbieten

Ihre Haltung dazu sollte einfach sein: ich halte meinen Mitarbeitern ein Tablett mit dem Gesundheitsangebot(en) hin und jeder, der will kann das Angebot annehmen.

Voraussetzung: die Mehrheit will es

Immer unter der Voraussetzung, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter/innen es wünscht. Denn ein derartiges Engagement erfordert Zeit, Geld und Personalressourcen. Falls nur vereinzelte Mitarbeiter hier eine Unterstützung wünschen, gibt es spezifische Angebote der gesetzlichen Krankenkassen, über die ggf. informiert werden kann.

Bei positiver Resonanz und Umsetzung ist es ein höchst sinnvolles und in vielfacher Hinsicht wirksames Instrument:

  • Sie fördern die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter
  • Sie steigern damit die Arbeitsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter
  • Sie festigen die Bindung zum Unternehmen
  • Sie können als Arbeitgeber punkten, u.a. im Recruiting Prozess

Sie haben Rückfragen an Dr. Michaela Simon, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Dr. Michaela Simon, Dr. Simon & Partner

Fitness- und Gesundheitscoaching: Wann sollen wir es anbieten?

Man will den Mitarbeitern etwas Gutes tun – aber gleichzeitig nicht, dass sie sich bevormundet fühlen. Wann und wie sollte man Fitness- und Gesundheitscoaching anbieten?

B4B-Leser fragt:

Wir sind uns nicht sicher: Ist es aufdringlich oder ein Zeichen des Mitdenkens, wenn wir Mitarbeitern in Elternzeit ein Angebot für "Fitness- und Gesundheitscoaching" machen? Bei Mitarbeitern im Homeoffice wegen Corona haben wir ein sehr gemischtes Echo bekommen.

Unsere Expertin für Gesunde Personal- und Organisationsentwicklung, Dr. Michaela Simon, antwortet:

Aus meiner Sicht ist es in jedem Fall ein Zeichen des Mitdenkens, wenn Sie Ihren Mitarbeitern in der Elternzeit und auch während des Homeoffice Angebote für "Fitness- und Gesundheitscoaching" machen. Allerdings sollten Sie sich über Ihre eigenen Motive/Ziele im Klaren sein und diese dann auch Ihren Mitarbeitern mitteilen: 

Ziel des Angebots darstellen 

Gehen wir davon aus, dass Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter unterstützen und von Firmenseite ein entsprechendes Angebot machen. Dann sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Wenn Sie genau wissen wollen, ob für ein derartiges Angebot Interesse besteht, fragen Sie die, um die es geht: Ihre Mitarbeiter/innen. Eine Befragung, mündlich oder online, kostet nicht viel und Sie haben Klarheit
  • Kommunizieren Sie klar um was es Ihnen geht: Sie wollen die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter fördern und deshalb für Homeofficler und Mitarbeiter/innen in Elternzeit ein passendes Angebot konzipieren. Sie unterstellen nicht, dass Ihre Mitarbeiter zu wenig Sport betreiben oder zu wenig für Ihre Gesundheit tun.
  • Bei positiver Resonanz gilt es in die Recherche einzusteigen:
  1. Überprüfung, welche Angebote am Markt sind,
  2. in welcher Form sie angeboten werden und was Ihre Mitarbeiter wollen: online Kurse firmenspezifisch, offene online Kurse, App…,
  3. ab wie vielen Mitarbeitern Sie welche Formate anbieten können,
  4. welches Budget Sie hier veranschlagen wollen,
  5. was z.B. von den GKV übernommen bzw. bezuschusst wird oder auch welche Trainer hier zertifiziert sind.

Freiwilligkeit klarstellen

Damit Ihre Mitarbeiter sich eben nicht bevormundet fühlen oder das Ganze als aufdringlich empfinden, ist es wichtig klarzustellen, dass es sich um ein Angebot handelt, das man annehmen oder auch ablehnen kann.

Ein Teil Ihrer Mitarbeiter wird das Angebot begrüßen, ein anderer Teil wird es ablehnen aus den unterschiedlichsten Gründen. Und das gilt es zu akzeptieren.

Optionen anbieten

Ihre Haltung dazu sollte einfach sein: ich halte meinen Mitarbeitern ein Tablett mit dem Gesundheitsangebot(en) hin und jeder, der will kann das Angebot annehmen.

Voraussetzung: die Mehrheit will es

Immer unter der Voraussetzung, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter/innen es wünscht. Denn ein derartiges Engagement erfordert Zeit, Geld und Personalressourcen. Falls nur vereinzelte Mitarbeiter hier eine Unterstützung wünschen, gibt es spezifische Angebote der gesetzlichen Krankenkassen, über die ggf. informiert werden kann.

Bei positiver Resonanz und Umsetzung ist es ein höchst sinnvolles und in vielfacher Hinsicht wirksames Instrument:

  • Sie fördern die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter
  • Sie steigern damit die Arbeitsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter
  • Sie festigen die Bindung zum Unternehmen
  • Sie können als Arbeitgeber punkten, u.a. im Recruiting Prozess

Sie haben Rückfragen an Dr. Michaela Simon, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben