Karl-Heinz Viets, swa

Energiemanagement: Wo liegen die Prioritäten?

Im heutigen Zeitalter scheint das Energiemanagement eine immer wichtigere Rolle einzunehmen. Was genau damit optimiert werden kann und wie die Einführung eines solchen Managements im Unternehmen funktionieren sollte.

B4B-Leser fragt:

Auf was müssen wir bei der Einführung eines Energiemanagements achten und in welcher Reihenfolge gehen wir dabei am besten vor?

Karl-Heinz Viets, unser Experte für Energiedienstleistungen von den swa, antwortet:

Vorweg das Grundsätzliche: Mit dem Energiemanagement im Unternehmen verhält es sich wie mit dem Personalmanagement oder dem Einkaufsmanagement: Man sorgt rechtzeitig dafür, dass zu jeder Zeit ausreichend Menschen und Material zur Stelle sind, damit „der Laden läuft“. Inzwischen ist zudem die Erkenntnis gereift, dass es dabei nicht nur auf Zahlen ankommt, sondern auch auf die Qualität und den sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Die gleichen Grundsätze gelten auch für den (sparsamen) Verbrauch von Energie.

Die Einführung und Anwendung eines Energiemanagements orientieren sich daher ganz allgemein an dem PDCA-Zyklus (Planen, Durchführen/Umsetzen, Überprüfen, Verbessern). Daraus ergeben sich konsequenterweise die Zeitpunkte und Zeiträume, die Handlungen und Entscheidungen auslösen. Ein Energiemanagement wird vorrangig durchgeführt zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung, aber auch zugunsten der Optimierung von Energieeffizienz, -einsatz und –verbrauch.

Diese Schritte sollen bei der Einführung eingehalten werden

1. Zuerst müssen im Unternehmen eindeutige und transparente Strukturen festgelegt werden. Dabei ist es wichtig, einen Energiemanagementbeauftragten zu ernennen, der von einem Energieteam unterstützt wird. Das Energieteam besteht aus Vertretern zahlreicher verschiedener Abteilungen.

2. Um ein richtiges Energiemanagement in einer Organisation zu etablieren, muss die aktuelle Situation der einzelnen Bereiche genau analysiert werden.

3. Anhand dieser Analyse können Optimierungspotentiale gebildet werden. Daraus wiederum werden Maßnahmen und Ziele entwickelt, die einem effizienterem Energieeinsatz und - verbrauch sowie der Kostensenkung dienen sollen.

4. Im nächsten Schritt, der Umsetzung der entwickelten Maßnahmen, ist es wichtig, strukturiert vorzugehen. Klar festgelegte Prozesse unterstützen dabei. Die bei der Durchführung entstandenen Schwierigkeiten werden genau untersucht, um diese möglichst in der künftigen Handhabung zu vermeiden und somit den Prozess zu optimieren.

5. Abschließend werden die durchgeführten Maßnahmen sowie die gesetzten Ziele auf ihre Wirksamkeit hin geprüft.

Energieleistungskennzahlen helfen dabei, verschiedene Objekte, Bereiche oder Energieliegenschaften miteinander zu vergleichen. Wurden die geplanten Ziele nicht erreicht, müssen die entsprechenden Bereiche genau untersucht werden, um eine künftige Zielerreichung zu ermöglichen.

Ein erfahrener Partner ist empfehlenswert

Damit das Energiemanagement im Unternehmen aktiv gelebt wird, ist bei allen Schritten eine ordentliche Dokumentation und transparente Kommunikation essenziell. Die Begleitung durch kundige Ratgeber und Dienstleister (zum Teil gibt es dafür sogar Fördermittel) ist daher von Anfang an vorteilhaft. So, wie eine Firme sich beim Errichten einer neuen Produktion oder eines neuen Gebäudes ab der ersten Minute erfahrene Planer und Architekten an die Seite holt, ist dies auch beim Energiemanagement zu empfehlen. Nicht zuletzt deshalb, weil auf diesem Weg die Erfahrungen einfließen, die andere Firmen schon gemacht haben.

Sie haben Rückfragen an Karl-Heinz Viets, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Karl-Heinz Viets, swa

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B4B-Leser fragt:

Auf was müssen wir bei der Einführung eines Energiemanagements achten und in welcher Reihenfolge gehen wir dabei am besten vor?

Karl-Heinz Viets, unser Experte für Energiedienstleistungen von den swa, antwortet:

Vorweg das Grundsätzliche: Mit dem Energiemanagement im Unternehmen verhält es sich wie mit dem Personalmanagement oder dem Einkaufsmanagement: Man sorgt rechtzeitig dafür, dass zu jeder Zeit ausreichend Menschen und Material zur Stelle sind, damit „der Laden läuft“. Inzwischen ist zudem die Erkenntnis gereift, dass es dabei nicht nur auf Zahlen ankommt, sondern auch auf die Qualität und den sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Die gleichen Grundsätze gelten auch für den (sparsamen) Verbrauch von Energie.

Die Einführung und Anwendung eines Energiemanagements orientieren sich daher ganz allgemein an dem PDCA-Zyklus (Planen, Durchführen/Umsetzen, Überprüfen, Verbessern). Daraus ergeben sich konsequenterweise die Zeitpunkte und Zeiträume, die Handlungen und Entscheidungen auslösen. Ein Energiemanagement wird vorrangig durchgeführt zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung, aber auch zugunsten der Optimierung von Energieeffizienz, -einsatz und –verbrauch.

Diese Schritte sollen bei der Einführung eingehalten werden

1. Zuerst müssen im Unternehmen eindeutige und transparente Strukturen festgelegt werden. Dabei ist es wichtig, einen Energiemanagementbeauftragten zu ernennen, der von einem Energieteam unterstützt wird. Das Energieteam besteht aus Vertretern zahlreicher verschiedener Abteilungen.

2. Um ein richtiges Energiemanagement in einer Organisation zu etablieren, muss die aktuelle Situation der einzelnen Bereiche genau analysiert werden.

3. Anhand dieser Analyse können Optimierungspotentiale gebildet werden. Daraus wiederum werden Maßnahmen und Ziele entwickelt, die einem effizienterem Energieeinsatz und - verbrauch sowie der Kostensenkung dienen sollen.

4. Im nächsten Schritt, der Umsetzung der entwickelten Maßnahmen, ist es wichtig, strukturiert vorzugehen. Klar festgelegte Prozesse unterstützen dabei. Die bei der Durchführung entstandenen Schwierigkeiten werden genau untersucht, um diese möglichst in der künftigen Handhabung zu vermeiden und somit den Prozess zu optimieren.

5. Abschließend werden die durchgeführten Maßnahmen sowie die gesetzten Ziele auf ihre Wirksamkeit hin geprüft.

Energieleistungskennzahlen helfen dabei, verschiedene Objekte, Bereiche oder Energieliegenschaften miteinander zu vergleichen. Wurden die geplanten Ziele nicht erreicht, müssen die entsprechenden Bereiche genau untersucht werden, um eine künftige Zielerreichung zu ermöglichen.

Ein erfahrener Partner ist empfehlenswert

Damit das Energiemanagement im Unternehmen aktiv gelebt wird, ist bei allen Schritten eine ordentliche Dokumentation und transparente Kommunikation essenziell. Die Begleitung durch kundige Ratgeber und Dienstleister (zum Teil gibt es dafür sogar Fördermittel) ist daher von Anfang an vorteilhaft. So, wie eine Firme sich beim Errichten einer neuen Produktion oder eines neuen Gebäudes ab der ersten Minute erfahrene Planer und Architekten an die Seite holt, ist dies auch beim Energiemanagement zu empfehlen. Nicht zuletzt deshalb, weil auf diesem Weg die Erfahrungen einfließen, die andere Firmen schon gemacht haben.

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