Jörn Steinhauer, alphasystems

Daten: „Mit KI ein intelligentes ERP-System gestalten?“

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: Man hört immer öfter, dass sich Künstliche Intelligenz dafür nutzen lässt, ein intelligenteres ERP zu gestalten. Beispielsweise für einen optimierten Einkauf. Doch ist das tatsächlich schon belastbar? Jörn Steinhauer, unser Experte für Prozessdigitalisierung, kennt die Antwort.

Das Thema „KI und das intelligente ERP System“ gehört zu den maßgeblichen Trends und Treibern der 2020er und ist absolut belastbar. Nahezu jeder größere ERP-Hersteller nutzt bereits KI-Ansätze in verschiedenen Bereichen oder ist schon recht weit in den entsprechenden Implementierungen. Die tiefgreifenden technologischen Veränderungen, die durch KI ausgelöst werden, führen dazu, dass sich die ERP Systeme immer stärker zu einer intelligenten und komplex integrierten Businesslösungen verändern. Die KI greift dabei in Prozesse und Strukturen ein und automatisiert, optimiert und plant weitestgehend selbständig.

KI kann nicht zaubern

Wichtig: KI kann keine Wunder bewirken, aber intelligent verbessern. KI kann die Mitarbeiter durch die Automatisierung von Standard- und Routineaufgaben entlasten und ihnen damit mehr Freiraum für Aufgaben verschaffen, die ihre natürliche Intelligenz erfordern.

Die grossen Datenmengen, die heute über Big Data oder Meta-Daten Ansätze in die ERP-Systeme eingespielt werden, müssen intelligent, schnell und möglichst „unsichtbar" verarbeitet werden können. Die bisherigen ERP-Systeme stehen daher oft noch vor einem Dilemma: Zum einen können sie häufig nicht in der notwendigen Geschwindigkeit mit großen Datenmengen umgehen und  zum anderen haben sie oft keinen Zugriff auf die wirklich relevanten Vertriebsdaten (Meta-Daten).

Zwei Wege bringen dabei ERP mit KI zusammen: Zum einen werden Technologien wie Predictive Big Data Analytics oder maschinelles Lernen in die bestehenden ERP Systeme integriert. Viele Hersteller bieten hierzu oft entsprechende Erweiterungsmodule an, die über Cloud-Zugriff und offene Schnittstellen zugänglich gemacht werden. Die Herausforderung dabei besteht darin, die ERP Systeme noch modularer zu gestalten, damit sie leicht in die unterschiedlichen digitalen Architekturen integriert werden können.

Zum anderen nutzt man die Möglichkeit, bestehende Systeme um eine externe KI zu erweitern (häufig z.B. im Bereich der Predictive Analytics zu finden). Dieser Ansatz macht allerdings den Anspruch nach Automatisierung zumindest teilweise wieder zunichte.

Komplexere KI-Implementierungen im ERP-Kontext beziehen sich heute zumeist auf Optimierungsaufgaben oder auf Anwendungen, welche die Prognosegenauigkeit erhöhen (Beispiel: Kundensegmentierung). Sie können somit beispielsweise dabei helfen, in einer Fabrik die optimale Produktionsreihenfolge zu ermitteln, Absatzprognosen zur Bestandsoptimierung zu erstellen oder die Eingaben von Usern schneller und „intelligenter" auf Plausibilität zu prüfen.

Sie haben Rückfragen an unseren Experten für Prozessdigitalisierung Jörn Steinhauer, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Jörn Steinhauer, alphasystems

Daten: „Mit KI ein intelligentes ERP-System gestalten?“

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: Man hört immer öfter, dass sich Künstliche Intelligenz dafür nutzen lässt, ein intelligenteres ERP zu gestalten. Beispielsweise für einen optimierten Einkauf. Doch ist das tatsächlich schon belastbar? Jörn Steinhauer, unser Experte für Prozessdigitalisierung, kennt die Antwort.

Das Thema „KI und das intelligente ERP System“ gehört zu den maßgeblichen Trends und Treibern der 2020er und ist absolut belastbar. Nahezu jeder größere ERP-Hersteller nutzt bereits KI-Ansätze in verschiedenen Bereichen oder ist schon recht weit in den entsprechenden Implementierungen. Die tiefgreifenden technologischen Veränderungen, die durch KI ausgelöst werden, führen dazu, dass sich die ERP Systeme immer stärker zu einer intelligenten und komplex integrierten Businesslösungen verändern. Die KI greift dabei in Prozesse und Strukturen ein und automatisiert, optimiert und plant weitestgehend selbständig.

KI kann nicht zaubern

Wichtig: KI kann keine Wunder bewirken, aber intelligent verbessern. KI kann die Mitarbeiter durch die Automatisierung von Standard- und Routineaufgaben entlasten und ihnen damit mehr Freiraum für Aufgaben verschaffen, die ihre natürliche Intelligenz erfordern.

Die grossen Datenmengen, die heute über Big Data oder Meta-Daten Ansätze in die ERP-Systeme eingespielt werden, müssen intelligent, schnell und möglichst „unsichtbar" verarbeitet werden können. Die bisherigen ERP-Systeme stehen daher oft noch vor einem Dilemma: Zum einen können sie häufig nicht in der notwendigen Geschwindigkeit mit großen Datenmengen umgehen und  zum anderen haben sie oft keinen Zugriff auf die wirklich relevanten Vertriebsdaten (Meta-Daten).

Zwei Wege bringen dabei ERP mit KI zusammen: Zum einen werden Technologien wie Predictive Big Data Analytics oder maschinelles Lernen in die bestehenden ERP Systeme integriert. Viele Hersteller bieten hierzu oft entsprechende Erweiterungsmodule an, die über Cloud-Zugriff und offene Schnittstellen zugänglich gemacht werden. Die Herausforderung dabei besteht darin, die ERP Systeme noch modularer zu gestalten, damit sie leicht in die unterschiedlichen digitalen Architekturen integriert werden können.

Zum anderen nutzt man die Möglichkeit, bestehende Systeme um eine externe KI zu erweitern (häufig z.B. im Bereich der Predictive Analytics zu finden). Dieser Ansatz macht allerdings den Anspruch nach Automatisierung zumindest teilweise wieder zunichte.

Komplexere KI-Implementierungen im ERP-Kontext beziehen sich heute zumeist auf Optimierungsaufgaben oder auf Anwendungen, welche die Prognosegenauigkeit erhöhen (Beispiel: Kundensegmentierung). Sie können somit beispielsweise dabei helfen, in einer Fabrik die optimale Produktionsreihenfolge zu ermitteln, Absatzprognosen zur Bestandsoptimierung zu erstellen oder die Eingaben von Usern schneller und „intelligenter" auf Plausibilität zu prüfen.

Sie haben Rückfragen an unseren Experten für Prozessdigitalisierung Jörn Steinhauer, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben