Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Mitarbeiter-Führung: Stoll Gruppe Teil eines bundesweiten Projekts

Geschäftsführer Markus Stoll. Foto: Stoll Gruppe
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine neue Plattform geschaffen. Hier können Unternehmen anhand von Best Practice-Beispielen voneinander lernen. Auch die Stoll Gruppe aus Martinszell gibt ihre Erfahrungen weiter.

Alle Artikel zum Thema „Allgäu – Stärken, Strategien, Standorte“ finden Sie hier.

Die Arbeitswelt verändert sich. Viele Unternehmen möchten diesem Wandel nicht passiv zusehen, sondern ihn aktiv mitgestalten. Im Zuge dessen hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit der Initiative Arbeiten 4.0 die sogenannten Experimentierräume geschaffen. Auf dieser Plattform geben Firmen einen Einblick, wie sie den neuen Herausforderungen begegnen. Die Stoll Gruppe ist auf dieser Plattform ebenfalls vertreten. Die Anfrage, ob das Unternehmen dabei sein möchte, kam im Sommer. Nun stellt Stoll die eigenen Erfahrungen zum Thema „Führung und Zusammenarbeit" vor. Auch andere namhafte Unternehmen wie Bosch, Microsoft und Daimler nehmen teil.

Gute Zusammenarbeit im Projektgeschäft besonders wichtig

Als Familienunternehmen mit acht Einzelgesellschaften ist die Stoll Gruppe GmbH in den Bereichen Industrie-Elektro-Installation, Anlagenbau sowie Energie- und Automatisierungstechnik tätig. Um die Agilität zu stärken, setzt das Unternehmen seit 2011 auf prozess- und projektorientiertes Arbeiten. Im Projektgeschäft sind die gute Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams und eine heterogene Belegschaft mit unterschiedlichen Kompetenzen und Denkweisen besonders wichtig.

Stoll Gruppe setzt auf „integriertes Miteinander“

Allerdings birgt die personelle Vielfalt und Interdisziplinarität auch Herausforderungen in der Zusammenarbeit. Unterschiedliche Charaktere treffen aufeinander, verschiedene Sichtweisen und Denkansätze müssen unter einen Hut gebracht werden. Das birgt Konfliktpotential. Das erlebte auch die Stoll Gruppe, bevor sie 2013 das so genannte „integrierte Miteinander“ initiierte, um die Zusammenarbeit im Unternehmen systematisch zu entwickeln. Diese hat sich dadurch im Laufe der letzten Jahre stark verändert. Sie ist zunehmend von den Funktionen der Mitarbeiter und weniger von Hierarchien bestimmt.

Neue Unternehmenskultur

Die circa 200 Beschäftigten von Stoll haben so die Möglichkeit, die Unternehmensstrategie, ihr Arbeitsumfeld und die Zusammenarbeit in hierarchiefreien Arbeitsplattformen aktiv mitzugestalten. Damit ist es dem Unternehmen gelungen, eine Kultur zu etablieren, in der jeder Einzelne in der Verantwortung steht, sich aktiv einzubringen und eigeninitiativ zu handeln, anstatt auf Anweisungen von oben zu warten.

Erfahrungen mit anderen teilen

„Die digitale Transformation bedingt eine systematische Entwicklung von Unternehmenskultur, durch die Vorstellung des ‚integrierten Miteinanders‘ in den Experimentierräumen wollen wir unsere Erfahrungen mit anderen Unternehmen, die ebenfalls den Herausforderungen des digitalen Wandels gegenüberstehen, teilen“, erklärt Geschäftsführer Markus Stoll die Beteiligung der Stoll Gruppe am Projekt das Bundesministeriums.

Über Stoll Gruppe GmbH

Die Stoll Gruppe besteht aus Elektro Stoll GmbH, Stoll Energiesysteme GmbH, Frey Ingenieurgesellschaft mbH, Bayrhof Stoll GmbH, Elektro Stoll Schweiz GmbH sowie Frey Stoll Trading China Ltd. und Passig Automatisierungstechnik. Sie hat ihren Hauptsitz in Martinszell im Allgäu. Die Auslandsniederlassungen befinden sich in der Schweiz und in China. Seit über 50 Jahren werden von dem inhabergeführten Familienunternehmen nun in zweiter Generation Projekte für namhafte Kunden realisiert. Die Unternehmensgruppe beschäftigt circa 180 Mitarbeiter und ist in den Bereichen Gebäudetechnik, Schaltanlagenbau, Energietechnik, Automation, Anlagenbau und Prozesstechnik sowie in der Angewandten Unternehmensführung tätig.

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