Allgäu GmbH

Allgäuer Festwoche: Gründer profitieren von starker Region

Auf der Allgäuer Festwoche. Foto: Ulrich Pfaffenberger/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Auf dem Allgäu-Tag unter dem Motto „Wir machen Zukunft“ zeigt sich der Wirtschaftsraum selbstbewusst. Die Arbeit der Allgäu GmbH wirkt sich dabei positiv auf innere Entwicklung und Außenwirkung aus.

Alle Artikel zum Thema „Allgäu – Stärken, Strategien, Standorte“ finden Sie hier.

Der Allgäu-Tag auf der diesjährigen Allgäuer Festwoche war geprägt vom weiter erstarkenden Selbstverständnis der Wirtschafts- und Tourismusregion. Anton Klotz, Landrat im Oberallgäu und neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH, sah in seinem Grußwort das Allgäu „auf dem besten Weg, als Deutschlands führender leistungsstarker und zukunftsorientierter Gestaltungsraum für Leben, Arbeiten und Ferien im ländlichen Raum wahrgenommen zu werden“. Es sei gelungen, „mit unserer Kampagne ,Allgäu – mehr Freiraum‘ die Region als Raum mit herausragenden Unternehmen und hervorragenden Arbeitsplätzen in vielen Köpfen zu platzieren“.

Allgäu GmbH bringt die Region voran

Das Allgäu verfüge über eine „beachtliche Strahlkraft“, so Klotz. Das gelte „für die Lebensqualität, für Land- und Forstwirtschaft, für den Standort mit Handwerk und Industrie, vor allem aber auch für den Tourismus und insbesondere für die Marke.“ Klotz verwies in diesem Zusammenhang auf die Arbeit der Allgäu GmbH, ihres Vorstands und des Aufsichtsrats unter der bisherigen Führung von Hans-Joachim Weirather, Landrat im Unterallgäu. Dessen Amtszeit sei verbunden mit einigen „wertvollen Meilensteinen“ wie der Radrunde Allgäu oder der Wandertrilogie Allgäu.

Alle Bilder von der Allgäuer Festwoche 2017

„Tourismus im Allgäu ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“

Klotz machte deutlich, dass die jüngsten Tourismuszahlen diesen Trend untermauern. Mit 1,3 Millionen Übernachtungen und fast 400.000 Ankünften verzeichnete das Allgäu ein neues Spitzenergebnis für einen Juni. Unterm Strich steht ein deutliches Plus von 4,3 Prozent mehr Übernachtungen und 8,2 Prozent mehr Gästeankünften im 1. Halbjahr 2017 – Werte, die doppelt so gut sind wie im bayerischen Durchschnitt. „Tourismus im Allgäu ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“, sagte Klotz. „Eine aktuelle Studie errechnet einen Bruttoumsatz von 577 Millionen Euro bei einem Tagesumsatz von 101,20 Euro pro Gast.“

Sina Trinkwalder spricht sich gegen die Akademisierung der Arbeitswelt aus

In einer Diskussionsrunde machten beim Allgäu-Tag dann einheimische Jungunternehmer deutlich, welche Impulse sie aus der Stärke des Wirtschaftsraums beziehen. Mit dabei: die Augsburger Sozial-Unternehmerin Sina Trinkwalder, die sich zuvor in ihrem Vortrag „Verantwortung übernehmen“ gegen die Akademisierung der Arbeitswelt und für eine breit angelegte Entwicklung von Vielfalt ausgesprochen hatte, die traditionelle Berufsbilder einbezieht.

Gründer profitieren von der Stärke des Wirtschaftsraums

Für Gründer wie Thomas Kaiser von der Design-Schmiede höfats oder Matthias Haug von der Allgäuer Hof-Milch sind es dann auch traditionelle Tugenden, auf die sie ihr Geschäft aufbauen. „Es ist mehr möglich, als bisher gemacht wurde“, zitierte Hauf ein altes Prinzip des Fortschritts „made in Allgäu“. Sein Unternehmen arbeitet mit dem Produkt „Heumilch“ daran, dass Milchbauern wenigstens die nötigen 40 Cent pro Liter erhalten, weil ein hochwertiges Endprodukt die Verbraucher vom höheren Endpreis überzeugt. Kaiser wiederum verfolgt das Prinzip des klugen Miteinanders, indem er mit Prototypenentwicklung und -bau für den Maschinenbauer Kugelmann in Rettenbach sein Unternehmen auslastet. Derweil entwickelt er gemeinsam mit diesem Kunden einen innovativen Outdoor-Grill und eröffnet damit ein neues Geschäftsfeld.

„Wir wollten etwas schaffen, das hier im Allgäu hergestellt wird“

Nicht minder tragfähig erweist sich für die Gründer der Zusammenhalt, der das Allgäu und seine Unternehmen heute prägt. Julia Lerch vom Panorama Hotel Oberjoch und Dietmar Hirsch von earable konnten sich beim Einstieg in die unternehmerische Verantwortung auf breite Unterstützung verlassen – nicht zuletzt aus der eigenen Familie, aber auch aus befreundeten Unternehmen. „Wir wollten etwas schaffen, das hier im Allgäu hergestellt wird“, sagte Hirsch. Dazu brauche es das Mitwirken auch der hier vorhandenen Kräfte und Ideen. Lerch freute sich, dass es als „junge Chefin auch gelingt, junge Mitarbeiter für das Allgäu zu überzeugen und zu gewinnen.“

Impro-Theater sorgt für Begeisterung

Mit einer zukunftsweisenden Idee schickte schließlich das Impro-Theater „WendeJacken“ die Besucher des Allgäu-Tags aufs Festwochengelände: E-Bike-Ladestationen, die wie Misthaufen aussehen und keine Landschaft verschandeln, sondern auch noch Kraft aus selbsterzeugter Biomasse ziehen.

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