Thema der Woche

Neue Gefahren bei der Betriebsprüfung – Ärger mit dem Finanzamt vermeiden

Digitalisierung und Industrie 4.0 sind in aller Munde. Dies gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für das Finanzamt. Im Rahmen von Betriebsprüfungen wird es künftig schwerpunktmäßig um elektronische Daten gehen.

Ausgangspunkt ist ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 14.11.2014 zu den Grundsätzen ordnungsmäßiger Führung von Büchern und dem Zugriff durch die Finanzverwaltung (kurz GoBD) sowie zwei Urteile des Bundesfinanzhofs aus dem Jahr 2016. Im Kern geht es dabei um zwei wesentliche Themen: Die Vor- und Nebensysteme der Buchhaltung, die revisionssicher sein müssen sowie um eine angemessene Verfahrensdokumentation.

Die Vor- und Nebensysteme unterliegen hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit den gleichen Regelungen wie die Buchführung selbst. Was als Vor- und Nebensystem gilt, unterliegt im Zweifel der Phantasie des Betriebsprüfers. Besonders hervorzuheben sind hierbei die MS-Office-Produkte (Excel, Word, Outlook). Über e-mail empfangene Rechnungen lassen Outlook zu einem Vorsystem der Buchhaltung werden. Über Excel erstellte Kalkulationen lassen diese Dokumente zu Nebensystemen werden. Und diese sind nach Ansicht der Finanzverwaltung revisionssicher zu archivieren, beispielsweise über ein Dokumentenmanagementsystem.  Falls dies nicht geschieht, wird der Betriebsprüfer die Ordnungsmäßigkeit der gesamten Buchführung in Frage stellen können.

Dringende Notwendigkeit der Dokumentation

Zudem müssen Steuerpflichtige eine Verfahrensdokumentation erstellen, aus der Inhalt und Ablauf der Datenverarbeitung im Rahmen der Buchhaltung ersichtlich sind. Die Notwendigkeit dieser Dokumentation hat sich in der Praxis bisher kaum rumgesprochen. Eine fehlende oder ungenaue Dokumentation kann jedoch zum Verwerfen der Buchhaltung durch den Betriebsprüfer führen. Und dies schafft ihm die Möglichkeit von Gewinnzuschätzungen.

Damit nicht genug. Das Finanzamt rüstet weiter auf. Durch das Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen wird dem Finanzamt seit dem 01.01.2018  die Möglichkeit einer Kassennachschau eröffnet. Finanzbeamte können seither unangekündigt die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung überprüfen.

Nehmen Sie diese Themen nicht auf die leichte Schulter und vermeiden Sie Ärger mit dem Finanzamt. Aufgrund der aktuellen Brisanz und steigenden Nachfrage bietet die Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei Dr. Hille Zirch & Partner am Montag den 5.11.2018 eine Veranstaltung zum Thema „Die neuen Arbeitsweisen des Finanzamts: Digitalisierung, Risikomanagement, Digitale Betriebsprüfung“ an.

Für eine kostenlose Teilnahme melden Sie sich gerne unter
veranstaltung(at)dr-hille-partner.de an.

Mehr Informationen zur Veranstaltung und Kanzlei finden Sie unter www.dr-hille-partner.de.

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