Firma der Woche

Industriepark Gersthofen: mit Tradition in die innovative Zukunft

Vom Chemiewerk mit Historie zum modernen Industriestandort am Lech.

Die Geschichte Gersthofens ist eng mit der Geschichte des Industrieparks verbunden – und das seit inzwischen mehr als 120 Jahren. Damals war Gersthofen ein Dorf am Rande von Augsburg und der Industriepark lediglich eine Idee für eine Fabrik zur Herstellung des Farbstoffes Indigo.

Die damaligen "Farbwerke Hoechst" gründeten im Jahr 1899 das Chemiewerk in Gersthofen als Filialwerk. Mit der ersten Produktion von Chemikalien wurde drei Jahre später begonnen. Ein Grund für die Ansiedlung direkt am Lech war die Verfügbarkeit von elektrischem Strom, der zuverlässig und in großen Mengen von den kurz zuvor in Betrieb genommenen Lech-Elektrizitätswerken geliefert wurde.

Auf dem etwa 35 Hektar großen Gelände sind heute in den insgesamt elf Unternehmen rund 1.200 Menschen beschäftigt. Schwerpunkt ist auch 120 Jahre später noch die Herstellung von Spezialchemikalien in fünf weltweit tätigen Unternehmen. Die anderen Firmen unterstützen die Chemieproduktion durch Dienstleistungen, die genau ins Profil eines Industrieparks passen (zum Beispiel Lagerung, Logistik, Anlagenplanung, Instandhaltung sowie Infrastruktur- und Standortleistungen).

Was unterscheidet einen Industriepark von einem Gewerbegebiet mit unterschiedlichen Nutzern?

In einem Industriepark stellt eine Betreibergesellschaft die die gesamte benötigte Infrastruktur zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung und kümmert sich um die übergeordneten Rahmenbedingungen. In Gersthofen ist das die MVV Industriepark Gersthofen GmbH, eine Tochtergesellschaft der börsennotierten MVV Energie AG mit Sitz in Mannheim.

Mit knapp 200 Mitarbeitern bietet die MVV den im Industriepark ansässigen Unternehmen eine auf ihren Bedarf zugeschnittene Energie- und Medienversorgung, die notwendige Infrastruktur (mit Werkschutz, Kläranlage, Werkfeuerwehr, Bahnbetrieb, IT-Netze oder Betriebsrestaurant) sowie modular aufgebaute, individuelle Serviceleistungen. Besonders viel Erfahrung und Kompetenz haben die Mitarbeiter*innen der MVV durch ihre jahrelange Tätigkeit an einem Chemiestandort in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz.

Die MVV ist mit mehr als 100 Auszubildenden einer der größten Ausbildungsbetriebe im Landkreis Augsburg und bildet die Nachwuchskräfte für die Unternehmen im Industriepark in neun verschiedenen Berufen aus. Im Rahmen einer Verbundausbildung werden die jungen Leute auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet, dazu stehen neben einem kompetenten Ausbilderteam ein Lehrtechnikum, ein Lehrlabor und Lehrwerkstätten zur Verfügung.

Im Mittelpunkt einer nachhaltigen Standortentwicklung steht das Ziel, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen und die Umwelt nachhaltig zu schützen. Ein modernes EBS (Ersatzbrennstoff)-Kraftwerk versorgt die Unternehmen im Industriepark mit kostengünstigem Prozessdampf. Auf Basis der hoch effizienten Kraft-Wärme-Kopplung wird der Energiebedarf der Unternehmen seitdem durch die Verwertung von Abfallstoffen gedeckt – ein Beitrag zur Schonung fossiler Brennstoffe und zur Einsparung von rund 20.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Ein weiteres Projekt steht bei MVV derzeit in den Startlöchern: Das Unternehmen plant die Errichtung einer Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm und hat dafür bereits die Genehmigungsunterlagen bei der Behörde eingereicht. Rund 40 Millionen Euro will die MVV Energie AG aus Mannheim in den kommenden Jahren dafür im Industriepark Gersthofen investieren. Mit der neuen Anlage werden drei Ziele verfolgt: die Schaffung von Entsorgungssicherheit für die Klärschlämme der Kommunen, der Schutz der Umwelt sowie die Möglichkeit, den wertvollen Rohstoff Phosphor aus der Verbrennungsasche zu recyceln.

Die Vorteile der Ansiedlung einer solchen Anlage innerhalb des Industrieparks liegen nicht nur in der hohen Genehmigungsfähigkeit und der Akzeptanz, sondern vor allem in der Nutzung von Synergien der vorhandenen Infrastruktur.

Auch die Chemieunternehmen im Industriepark leisten ihren Beitrag zur Schonung von Ressourcen durch innovative Produktionsverfahren und durch einen produkt- bzw. produktionsintegrierten Umweltschutz. Nachhaltiges Wirtschaften ist im Industriepark Gersthofen nicht nur ein Schlagwort, sondern wichtiger Bestandteil des unternehmerischen Handelns.

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Betreibergesellschaft:                        MVV Industriepark Gersthofen GmbH
  • Fläche des Industrieparks:                35 Hektar
  • Unternehmen:                                    11
  • Mitarbeiter:                                         ca. 1.200
  • Auszubildende:                                  mehr als 100

Mehr erfahren Sie hier

www.industriepark-gersthofen.de

www.mvv-igs.de

www.durchstartenrichtungzukunft.de

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Industriepark Gersthofen: mit Tradition in die innovative Zukunft

Vom Chemiewerk mit Historie zum modernen Industriestandort am Lech.

Die Geschichte Gersthofens ist eng mit der Geschichte des Industrieparks verbunden – und das seit inzwischen mehr als 120 Jahren. Damals war Gersthofen ein Dorf am Rande von Augsburg und der Industriepark lediglich eine Idee für eine Fabrik zur Herstellung des Farbstoffes Indigo.

Die damaligen "Farbwerke Hoechst" gründeten im Jahr 1899 das Chemiewerk in Gersthofen als Filialwerk. Mit der ersten Produktion von Chemikalien wurde drei Jahre später begonnen. Ein Grund für die Ansiedlung direkt am Lech war die Verfügbarkeit von elektrischem Strom, der zuverlässig und in großen Mengen von den kurz zuvor in Betrieb genommenen Lech-Elektrizitätswerken geliefert wurde.

Auf dem etwa 35 Hektar großen Gelände sind heute in den insgesamt elf Unternehmen rund 1.200 Menschen beschäftigt. Schwerpunkt ist auch 120 Jahre später noch die Herstellung von Spezialchemikalien in fünf weltweit tätigen Unternehmen. Die anderen Firmen unterstützen die Chemieproduktion durch Dienstleistungen, die genau ins Profil eines Industrieparks passen (zum Beispiel Lagerung, Logistik, Anlagenplanung, Instandhaltung sowie Infrastruktur- und Standortleistungen).

Was unterscheidet einen Industriepark von einem Gewerbegebiet mit unterschiedlichen Nutzern?

In einem Industriepark stellt eine Betreibergesellschaft die die gesamte benötigte Infrastruktur zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung und kümmert sich um die übergeordneten Rahmenbedingungen. In Gersthofen ist das die MVV Industriepark Gersthofen GmbH, eine Tochtergesellschaft der börsennotierten MVV Energie AG mit Sitz in Mannheim.

Mit knapp 200 Mitarbeitern bietet die MVV den im Industriepark ansässigen Unternehmen eine auf ihren Bedarf zugeschnittene Energie- und Medienversorgung, die notwendige Infrastruktur (mit Werkschutz, Kläranlage, Werkfeuerwehr, Bahnbetrieb, IT-Netze oder Betriebsrestaurant) sowie modular aufgebaute, individuelle Serviceleistungen. Besonders viel Erfahrung und Kompetenz haben die Mitarbeiter*innen der MVV durch ihre jahrelange Tätigkeit an einem Chemiestandort in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz.

Die MVV ist mit mehr als 100 Auszubildenden einer der größten Ausbildungsbetriebe im Landkreis Augsburg und bildet die Nachwuchskräfte für die Unternehmen im Industriepark in neun verschiedenen Berufen aus. Im Rahmen einer Verbundausbildung werden die jungen Leute auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet, dazu stehen neben einem kompetenten Ausbilderteam ein Lehrtechnikum, ein Lehrlabor und Lehrwerkstätten zur Verfügung.

Im Mittelpunkt einer nachhaltigen Standortentwicklung steht das Ziel, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen und die Umwelt nachhaltig zu schützen. Ein modernes EBS (Ersatzbrennstoff)-Kraftwerk versorgt die Unternehmen im Industriepark mit kostengünstigem Prozessdampf. Auf Basis der hoch effizienten Kraft-Wärme-Kopplung wird der Energiebedarf der Unternehmen seitdem durch die Verwertung von Abfallstoffen gedeckt – ein Beitrag zur Schonung fossiler Brennstoffe und zur Einsparung von rund 20.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Ein weiteres Projekt steht bei MVV derzeit in den Startlöchern: Das Unternehmen plant die Errichtung einer Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm und hat dafür bereits die Genehmigungsunterlagen bei der Behörde eingereicht. Rund 40 Millionen Euro will die MVV Energie AG aus Mannheim in den kommenden Jahren dafür im Industriepark Gersthofen investieren. Mit der neuen Anlage werden drei Ziele verfolgt: die Schaffung von Entsorgungssicherheit für die Klärschlämme der Kommunen, der Schutz der Umwelt sowie die Möglichkeit, den wertvollen Rohstoff Phosphor aus der Verbrennungsasche zu recyceln.

Die Vorteile der Ansiedlung einer solchen Anlage innerhalb des Industrieparks liegen nicht nur in der hohen Genehmigungsfähigkeit und der Akzeptanz, sondern vor allem in der Nutzung von Synergien der vorhandenen Infrastruktur.

Auch die Chemieunternehmen im Industriepark leisten ihren Beitrag zur Schonung von Ressourcen durch innovative Produktionsverfahren und durch einen produkt- bzw. produktionsintegrierten Umweltschutz. Nachhaltiges Wirtschaften ist im Industriepark Gersthofen nicht nur ein Schlagwort, sondern wichtiger Bestandteil des unternehmerischen Handelns.

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Betreibergesellschaft:                        MVV Industriepark Gersthofen GmbH
  • Fläche des Industrieparks:                35 Hektar
  • Unternehmen:                                    11
  • Mitarbeiter:                                         ca. 1.200
  • Auszubildende:                                  mehr als 100

Mehr erfahren Sie hier

www.industriepark-gersthofen.de

www.mvv-igs.de

www.durchstartenrichtungzukunft.de

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