Folge 28: Eva Weber, Wirtschaftsreferentin Augsburg

Wirtschaftsreferat Augsburg

Von den Allgäuer Bergen über steile Gipfel nach Augsburg. Eva Weber, Wirtschaftsreferentin Augsburg über Frauen in der Wirtschaft und wie sie trotz des Königsplatz-Umbaus sicher ans Ziel kommt…

Name: Eva Weber
Alter: 33
Position: Wirtschaftsreferentin Augsburg
Hobbies: Klavierspielen, Oper und Theater, Skifahren, Lesen

Erst einmal herzlichen Glückwunsch – vorletzte Woche wurden Sie zur neuen Wirtschaftsreferentin für Augsburg gewählt. Welche Projekte möchten Sie gerne in naher Zukunft umsetzen?

Zum einen steht die Umsetzung des Einzelhandelskonzepts an. Thematische Schwerpunkte sind dabei die Sicherstellung der Versorgung in den Stadtteilen und die Entwicklung der Innenstadt.

Auch die weitere Positionierung Augsburgs als Produktionsstandort wird ein wesentlicher Schwerpunkt sein. Ein Produktionsvorstand von Toyota hat einmal gesagt: „Wir haben nur Angst vor den Deutschen, wenn sie miteinander reden würden.“ Genau das ist mein Ziel: Nämlich, dass die großen Unternehmen und die Mittelständler, die Forschungseinrichtungen, die Universität, die Hochschule und viele weiteren Akteure im Wirtschaftsraum miteinander reden. Auf diese Weise entstehen Ideen, die Arbeitsplätze schaffen und Zukunftsmotor sind.

In diesem Zusammenhang sind auch neue Ansiedlungspotentiale zu sehen. Unternehmen schauen nicht nur auf Gewerbesteuer oder Grundstückspreise. Entscheidend ist doch auch, welchen Mehrwert ein Standort bieten kann. Dazu gehört die Verkehrsinfrastruktur genauso, wie Möglichkeiten für Forschung und Entwicklung oder Synergie-Effekte mit anderen Unternehmen.

Nicht zuletzt geht es auch um das Flair und das Image eines Standorts. Beides sind entscheidende Faktoren, um „kreative Köpfe“ anzusiedeln.

Die Wahl zur Wirtschaftsreferentin haben Sie gewonnen. Welches Ziel haben Sie sich als nächstes gesteckt? Spekulieren wir: vielleicht eine Kandidatur bei der nächsten Bürgermeister-Wahl?

Jetzt bin ich mit dem Vertrauen des Stadtrates für drei Jahre zur Wirtschaftsreferentin gewählt worden. Für mich bedeutet dies viel Arbeit  für Augsburg. 

Der Startschuss für den Umbau des Königsplatzes in Augsburg ist gefallen. Welche Strategie haben Sie sich für Ihren täglichen Arbeitsweg zurechtgelegt? Fahrrad statt Auto?

Also ganz so schlimm wird es dann doch schon nicht werden! Aber ernsthaft: Ich schwöre auf den hervorragend ausgebauten RegioSchienenTakt, der mich vom Landkreis in die Stadt bringt. Und auch wenn ich mit dem Auto unterwegs bin weiß ich, dass ich dank des Erreichbarkeitsmanagements der Stadt Augsburg  trotz Baustellen gut ans Ziel komme.

Welche 3 Aspekte machen Augsburg als Wirtschaftsstandort aus?

Ein breit aufgestellter Mittelstand, der auch die Finanz- und Wirtschaftskrise bravourös gemeistert hat. Viele innovative und kreative Unternehmer, die mit neuen Produkten immer wieder beweisen, dass man sich auf „made in Augsburg“ weltweit verlassen kann und vor allem die engagierten und hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen, die diesen Erfolg überhaupt erst möglich machen.

Bitte beenden Sie folgenden Satz: An meinem Beruf gefällt mir am meisten…

…zusammen mit Menschen, denen Augsburg wichtig ist, Zukunft zu gestalten.

Frauen in der Wirtschaft – eher eine Seltenheit? Bedarf es hier besonders viel Durchhaltevermögen?

Wie Loriot schon feststellte: Männer sind, und Frauen auch!

Wenn Sie eine Sache am globalen „Wirtschaftstreiben“ ändern könnten – welche wäre das?

Dass Unternehmen erkennen, dass auch regionale Geschäftsbeziehungen vorteilhaft sein können. Oft beziehen Unternehmen Produkte aus Fernost und wissen gar nicht, dass eine Firma vor Ort bessere Leistungen anbietet - auch zugunsten der Ökobilanz...

Sie kommen ursprünglich aus dem Allgäu – Allgäuer Ideen für Augsburg?

Als Allgäuerin sind mir Berge sehr vertraut und Wege auf steile Gipfel sind für mich nichts Außergewöhnliches.

Überall ist von „social media“ die Rede. Wie würden Sie sich selbst im „Twitter-Stil“ in 140 Zeichen charakterisieren?

kontaktfreudig, kommunikativ, ungeduldig, lebhaft, verwurzelt, einfallsreich, familiär, spontan, hartnäckig.

Ganz spontan in 15 Sekunden: 3 tolle Persönlichkeiten aus der Region?

Nur drei?

- Jos Luhukay, der derzeit mit dem FCA der beste Sympathiebotschafter für Augsburg ist.

- Prof. Dr. Mannhart, der als Leibniz-Preisträger der Universität Augsburg Weltgeltung verliehen hat.

- die Damen der Bäckerei-Wolf-Filiale im Verwaltungsgebäude, weil sie mir jeden Morgen gute Laune machen.

Ein Blick in die Glaskugel: Bayerisch Schwaben und Eva Weber in 10 Jahren?

Das Oberzentrum Augsburg ist Motor der Wirtschaftsregion Bayerisch-Schwaben mit florierenden Produktionsunternehmen im Bereich Ressourcen-Effizienz und ergänzenden Unternehmen im Dienstleistungssektor sowie einem ansprechenden Flair für Bürger und Firmen. Im Ranking nimmt die Universität Augsburg einen Spitzenplatz in Deutschland ein und ich stehe zusammen mit tausenden Fans auf dem Rathausplatz und feiere den deutschen Fußballmeister 1. FC Augsburg!

Was ist Ihr Oberallgäuer Lieblingswort? 

Miegele.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Folge 28: Eva Weber, Wirtschaftsreferentin Augsburg

Wirtschaftsreferat Augsburg

Von den Allgäuer Bergen über steile Gipfel nach Augsburg. Eva Weber, Wirtschaftsreferentin Augsburg über Frauen in der Wirtschaft und wie sie trotz des Königsplatz-Umbaus sicher ans Ziel kommt…

Name: Eva Weber
Alter: 33
Position: Wirtschaftsreferentin Augsburg
Hobbies: Klavierspielen, Oper und Theater, Skifahren, Lesen

Erst einmal herzlichen Glückwunsch – vorletzte Woche wurden Sie zur neuen Wirtschaftsreferentin für Augsburg gewählt. Welche Projekte möchten Sie gerne in naher Zukunft umsetzen?

Zum einen steht die Umsetzung des Einzelhandelskonzepts an. Thematische Schwerpunkte sind dabei die Sicherstellung der Versorgung in den Stadtteilen und die Entwicklung der Innenstadt.

Auch die weitere Positionierung Augsburgs als Produktionsstandort wird ein wesentlicher Schwerpunkt sein. Ein Produktionsvorstand von Toyota hat einmal gesagt: „Wir haben nur Angst vor den Deutschen, wenn sie miteinander reden würden.“ Genau das ist mein Ziel: Nämlich, dass die großen Unternehmen und die Mittelständler, die Forschungseinrichtungen, die Universität, die Hochschule und viele weiteren Akteure im Wirtschaftsraum miteinander reden. Auf diese Weise entstehen Ideen, die Arbeitsplätze schaffen und Zukunftsmotor sind.

In diesem Zusammenhang sind auch neue Ansiedlungspotentiale zu sehen. Unternehmen schauen nicht nur auf Gewerbesteuer oder Grundstückspreise. Entscheidend ist doch auch, welchen Mehrwert ein Standort bieten kann. Dazu gehört die Verkehrsinfrastruktur genauso, wie Möglichkeiten für Forschung und Entwicklung oder Synergie-Effekte mit anderen Unternehmen.

Nicht zuletzt geht es auch um das Flair und das Image eines Standorts. Beides sind entscheidende Faktoren, um „kreative Köpfe“ anzusiedeln.

Die Wahl zur Wirtschaftsreferentin haben Sie gewonnen. Welches Ziel haben Sie sich als nächstes gesteckt? Spekulieren wir: vielleicht eine Kandidatur bei der nächsten Bürgermeister-Wahl?

Jetzt bin ich mit dem Vertrauen des Stadtrates für drei Jahre zur Wirtschaftsreferentin gewählt worden. Für mich bedeutet dies viel Arbeit  für Augsburg. 

Der Startschuss für den Umbau des Königsplatzes in Augsburg ist gefallen. Welche Strategie haben Sie sich für Ihren täglichen Arbeitsweg zurechtgelegt? Fahrrad statt Auto?

Also ganz so schlimm wird es dann doch schon nicht werden! Aber ernsthaft: Ich schwöre auf den hervorragend ausgebauten RegioSchienenTakt, der mich vom Landkreis in die Stadt bringt. Und auch wenn ich mit dem Auto unterwegs bin weiß ich, dass ich dank des Erreichbarkeitsmanagements der Stadt Augsburg  trotz Baustellen gut ans Ziel komme.

Welche 3 Aspekte machen Augsburg als Wirtschaftsstandort aus?

Ein breit aufgestellter Mittelstand, der auch die Finanz- und Wirtschaftskrise bravourös gemeistert hat. Viele innovative und kreative Unternehmer, die mit neuen Produkten immer wieder beweisen, dass man sich auf „made in Augsburg“ weltweit verlassen kann und vor allem die engagierten und hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen, die diesen Erfolg überhaupt erst möglich machen.

Bitte beenden Sie folgenden Satz: An meinem Beruf gefällt mir am meisten…

…zusammen mit Menschen, denen Augsburg wichtig ist, Zukunft zu gestalten.

Frauen in der Wirtschaft – eher eine Seltenheit? Bedarf es hier besonders viel Durchhaltevermögen?

Wie Loriot schon feststellte: Männer sind, und Frauen auch!

Wenn Sie eine Sache am globalen „Wirtschaftstreiben“ ändern könnten – welche wäre das?

Dass Unternehmen erkennen, dass auch regionale Geschäftsbeziehungen vorteilhaft sein können. Oft beziehen Unternehmen Produkte aus Fernost und wissen gar nicht, dass eine Firma vor Ort bessere Leistungen anbietet - auch zugunsten der Ökobilanz...

Sie kommen ursprünglich aus dem Allgäu – Allgäuer Ideen für Augsburg?

Als Allgäuerin sind mir Berge sehr vertraut und Wege auf steile Gipfel sind für mich nichts Außergewöhnliches.

Überall ist von „social media“ die Rede. Wie würden Sie sich selbst im „Twitter-Stil“ in 140 Zeichen charakterisieren?

kontaktfreudig, kommunikativ, ungeduldig, lebhaft, verwurzelt, einfallsreich, familiär, spontan, hartnäckig.

Ganz spontan in 15 Sekunden: 3 tolle Persönlichkeiten aus der Region?

Nur drei?

- Jos Luhukay, der derzeit mit dem FCA der beste Sympathiebotschafter für Augsburg ist.

- Prof. Dr. Mannhart, der als Leibniz-Preisträger der Universität Augsburg Weltgeltung verliehen hat.

- die Damen der Bäckerei-Wolf-Filiale im Verwaltungsgebäude, weil sie mir jeden Morgen gute Laune machen.

Ein Blick in die Glaskugel: Bayerisch Schwaben und Eva Weber in 10 Jahren?

Das Oberzentrum Augsburg ist Motor der Wirtschaftsregion Bayerisch-Schwaben mit florierenden Produktionsunternehmen im Bereich Ressourcen-Effizienz und ergänzenden Unternehmen im Dienstleistungssektor sowie einem ansprechenden Flair für Bürger und Firmen. Im Ranking nimmt die Universität Augsburg einen Spitzenplatz in Deutschland ein und ich stehe zusammen mit tausenden Fans auf dem Rathausplatz und feiere den deutschen Fußballmeister 1. FC Augsburg!

Was ist Ihr Oberallgäuer Lieblingswort? 

Miegele.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben