Folge 72: Dirk Wurm

101 Köpfe: „Für Augsburg schlägt mein Herz höher“

Dirk Wurm, Ordnungsreferent der Stadt Augsburg, im 101 Köpfe-Interview. Foto: Stadt Augsburg

Seit einem halben Jahr verantwortet Dirk Wurm das Amt des Ordnungsreferenten in der Fuggerstadt. Im 101 Köpfe-Interview mit B4B SCHWABEN zog der Augsburger eine erste Bilanz und sprach über seine Heimatstadt, was sich mit der neuen Aufgabe für ihn verändert hat und den Umgang mit dem ewigen Thema „Maxstraße“.


Name: Dirk Wurm
Alter: 35
Position: berufsmäßiger Stadtrat
Unternehmen: Stadt Augsburg
Hobbys:  Familie, Ski fahren, Lesen, Fußball, Freunde treffen



B4B SCHWABEN: Herr Wurm, seit knapp einem halben Jahr verantworten Sie nun als Ordnungsreferent der Stadt Augsburg unter anderem die Bereiche Ordnung, Sport und Gesundheit. Welche erste Bilanz ziehen Sie?

Dirk Wurm: Ich glaube, das Positive überwiegt, denn es ist gelungen in allen Bereichen meines Referats etwas anzustoßen, zu bewegen und umzusetzen, und dies zum Wohle der Augsburgerinnen und Augsburger.

Bei der Feuerwehr haben wir weitreichende Entscheidungen mit dem Bau der TTB oder dem Einstieg in den Neubau des Gerätehauses für die FFW Göggingen getroffen. Im Gesundheitsbereich will ich die Aktion „Bio-Pausenbrot“ auf alle Grundschulen in der Stadt ausweiten, denn das Interesse für gesunde Ernährung und Bewegung muss rechtzeitig geweckt werden. Zur Stärkung der Sportstadt Augsburg legen wir einen Sport- und Bäderentwicklungsplan auf, um Vereinsangebot und aktuelle sportliche Nachfragen zusammen zu bringen, auch im öffentlichen Raum. Ein ganz wichtiges Projekt neben etwa dem Rosenaustadion oder der Sportanlage Süd.

B4B SCHWABEN: Vor Ihrer neuen Tätigkeit waren Sie seit 2006 als Geschäftsführer der SPD-Stadtratsfraktion tätig. Wie hat sich Ihr Leben seit der Wahl in Ihr neues Amt verändert?

Dirk Wurm: Ich darf viel mehr reden, denn ich habe täglich das Glück, interessante Menschen kennenlernen zu dürfen, inhaltlich ganz in die Tiefe gehen zu können und muss dabei aufpassen, trotz aller Termine nicht den Überblick zu verlieren. Leider sehe ich meine Frau und meine zwei Kinder noch weniger als früher, auch meine Freunde.

B4B SCHWABEN: Was verbindet Sie persönlich mit der Stadt Augsburg und was ist Ihnen für die Stadt besonders wichtig?

Dirk Wurm: Augsburg ist meine Heimat. Ich habe es genossen, ein paar Jahre in München und Berlin leben und lernen zu dürfen, doch für Augsburg schlägt mein Herz höher. Das vielfältige Angebot an Sport, Natur, Kultur, die kurzen Wege, die Schönheit aus Tradition und Moderne. Wir leben gerne hier! Besonders wichtig ist mir, dass Augsburg möglichst all seinen Bürgerinnen und Bürgern Chancen zur persönlichen Weiterentwicklung bietet, sowohl in privater, sozialer, wie auch wirtschaftlicher Hinsicht. Denn neben den „natürlichen“ Schönheiten unserer Stadt sind genau diese Entwicklungsmöglichkeiten, die eine Stadt wirklich lebenswert machen. 

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B4B SCHWABEN: Der Ordnungsreferent sieht sich erfahrungsgemäß oftmals mit dem Ruf des Spielverderbers konfrontiert. Wie gehen Sie mit Kritik um?

Dirk Wurm: Ich sehe mich eher als Vermittler zwischen unterschiedlichen Interessenslagen, z. B. zwischen Fußgängern und Radfahrern oder Anwohnern und Gastronomiebesuchern. Das Ziel meiner Bemühungen ist die Herstellung einer gewissen Ordnung im öffentlichen Raum, welche die persönliche Freiheit des Einzelnen nicht unverhältnismäßig stark einschränkt. Es braucht eine Ordnung im öffentlichen Raum, denn ohne diese ist die Erzielung des Gemeinwohls, der Grundauftrag für alle politisch tätigen Menschen in unserer Stadt schlechthin, nicht umsetzbar.

Mit Kritik ist es wie mit Regentagen. Man mag sie nicht besonders, aber sie gehören zum Leben dazu und sind notwendig. Ich höre mir jede Kritik an, reflektiere sie und stelle dabei auch immer wieder fest, dass das eigene Handeln niemals fehlerfrei sein kann. Solange die Kritik konstruktiv ist, habe ich damit überhaupt kein Problem; bei persönlich verletzender Kritik habe ich mir schon am ersten Tag meiner Amtszeit vorgenommen, diese nicht zu nah an mich rankommen zu lassen.

B4B SCHWABEN: Mit dem Dönerverbot hat die Stadt Augsburg deutschlandweit Schlagzeilen gemacht. Wie stehen Sie persönlich dem ewigen Thema „Maxstraße“ gegenüber? Welche Strategie verfolgen Sie?

Dirk Wurm: Die Maximilianstraße wird die Augsburgerinnen und Augsburger immer bewegen und das ist auch gut so. Sie ist das Herzstück unserer Stadt, das so vielfältig genutzt wird, wie nur ganz wenig andere Bereiche in der Innenstadt. Eine wunderschöne historische Bebauung, die sowohl gewerblich als auch wohnlich genutzt wird, trifft auf den berechtigten Wunsch junger und junggebliebener Augsburgerinnen und Augsburger, sich vorwiegend am Wochenende und abends zu treffen und zu amüsieren. Dies bringt natürlicherweise gewisse Konflikte mit sich. Entscheidend ist dabei auch wieder die Verhältnismäßigkeit. Ich vergleiche dies immer mit der eigenen Wohnsituation: Wenn mein Nachbar einmal in der Woche für 30 Minuten laut Musik hört, habe ich damit kein Problem. Hört er jeden Abend stundenlang laut Musik, dann wird es zum Problem. Dies gilt auch für den öffentlichen Raum und die Maximilianstraße. Es braucht immer wieder die Bereitschaft aller Akteure, ein Stück weit aufeinander Rücksicht zu nehmen. Mit einer Flut an Regelungen lässt sich diese Rücksichtnahme nicht herstellen. Regeln können nur den Rahmen definieren, nicht aber jeden Einzelfall bestimmen.

Konkret bedeutet dies, dass wir durch eine weitere Dezentralisierung der Taxistände rings um die Maximilianstraße versuchen, den Taxisuchverkehr, aktuell eine der größten Lärmquellen, deutlich zu dezimieren. Auch überprüfen wir immer wieder die Einhaltung der Fahrgeschwindigkeit von 20 km/h, denn die Emissionswerte des Straßenverkehrs auf Grund des Kopfsteinpflasters sind bei zu schnellem Fahren doch erheblich. Darüber hinaus machen sowohl der Ordnungsdienst als auch die Polizei einen sehr guten Job, der deutlich zu einer Beruhigung der Gesamtsituation beigetragen hat. Diesen Weg wollen und werden wir so auch weitergehen.

B4B SCHWABEN: Legen Sie zu Hause besonders großen Wert auf Ordnung oder genießen Sie es, auch einmal unordentlich sein zu dürfen?

Dirk Wurm: Mal unordentlich sein zu dürfen, wäre schön, ist allerdings auch zuhause eher schwierig. Zum einen hätte meine Frau etwas dagegen – und zwar vollkommen zu Recht – und zum anderen möchte ich ja auch ein Vorbild für unsere zwei Kinder sein.

B4B SCHWABEN: Was haben Sie sich für Ihre Amtszeit vorgenommen, welches Ziel möchten Sie erreichen?

Dirk Wurm: Ich möchte bis 2020 eine sinnvolle Verknüpfung der Themenfelder Gesundheit und Sport erzielen, d. h. präventive Angebote sowohl für die ganz Jungen in unserer Stadt als auch für Seniorinnen und Senioren stärken. Dafür braucht es referatsübergreifend eine guten Zusammenarbeit, gerade was die Nutzung von Grünflächen und des öffentlichen Raums in sportlich-präventiver Hinsicht angeht. Zweitens setzte ich mich voll und ganz dafür ein, dass unsere Verwaltung noch bürgerfreundlicher wird, das Online-Angebote ebenso ausgebaut werden, wie die Dezentralisierung von Dienstleistungen im Stadtgebiet, denn die Verwaltung muss heute nah bei den Bürgerinnen und Bürgern sein, um als der Partner wahrgenommen zu werden, der sie tatsächlich ist. Drittens steht die Sanierung des Stadtmarktes an. Hier ist leider in den letzten Jahren zu wenig passiert und neben der Maximilianstraße schlägt das Herz der Innenstadt sicherlich auf dem Augsburger Stadtmarkt. Und last but not least möchte ich, dass unsere Feuerwehren in Augsburg in Zukunft über eine Ausstattung verfügen, die den Anforderungen unserer Zeit entspricht – sowohl in baulicher wie in technischer Hinsicht. Dies wird aufgrund der schwierigen Finanzlage der Stadt nicht einfach.

B4B SCHWABEN: Wo sehen Sie sich selbst in fünf Jahren? Möchten Sie weiter in Augsburg bleiben?

Dirk Wurm: Wie gesagt, meine Familie und ich leben gerne in Augsburg und aktuell gehe ich auch davon aus, dass sich daran so schnell nichts ändern wird und ich in 5 Jahren immer noch in Augsburg arbeite und lebe.

B4B SCHWABEN: Ganz spontan in 15 Sekunden: 3 tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben?

Dirk Wurm: Hertha Hiemer, Albert Loderer und Alt-Ob Hans Breuer.

B4B SCHWABEN: Falls Sie heute Abend noch nichts vorhaben, würden Sie mich auf das Konzert von Prince in London begleiten?

Dirk Wurm: Super gerne, wann geht’s los?

B4B SCHWABEN: :) Vielen Dank für das freundliche Gespräch!

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Name: Dirk Wurm
Alter: 35
Position: berufsmäßiger Stadtrat
Unternehmen: Stadt Augsburg
Hobbys:  Familie, Ski fahren, Lesen, Fußball, Freunde treffen



B4B SCHWABEN: Herr Wurm, seit knapp einem halben Jahr verantworten Sie nun als Ordnungsreferent der Stadt Augsburg unter anderem die Bereiche Ordnung, Sport und Gesundheit. Welche erste Bilanz ziehen Sie?

Dirk Wurm: Ich glaube, das Positive überwiegt, denn es ist gelungen in allen Bereichen meines Referats etwas anzustoßen, zu bewegen und umzusetzen, und dies zum Wohle der Augsburgerinnen und Augsburger.

Bei der Feuerwehr haben wir weitreichende Entscheidungen mit dem Bau der TTB oder dem Einstieg in den Neubau des Gerätehauses für die FFW Göggingen getroffen. Im Gesundheitsbereich will ich die Aktion „Bio-Pausenbrot“ auf alle Grundschulen in der Stadt ausweiten, denn das Interesse für gesunde Ernährung und Bewegung muss rechtzeitig geweckt werden. Zur Stärkung der Sportstadt Augsburg legen wir einen Sport- und Bäderentwicklungsplan auf, um Vereinsangebot und aktuelle sportliche Nachfragen zusammen zu bringen, auch im öffentlichen Raum. Ein ganz wichtiges Projekt neben etwa dem Rosenaustadion oder der Sportanlage Süd.

B4B SCHWABEN: Vor Ihrer neuen Tätigkeit waren Sie seit 2006 als Geschäftsführer der SPD-Stadtratsfraktion tätig. Wie hat sich Ihr Leben seit der Wahl in Ihr neues Amt verändert?

Dirk Wurm: Ich darf viel mehr reden, denn ich habe täglich das Glück, interessante Menschen kennenlernen zu dürfen, inhaltlich ganz in die Tiefe gehen zu können und muss dabei aufpassen, trotz aller Termine nicht den Überblick zu verlieren. Leider sehe ich meine Frau und meine zwei Kinder noch weniger als früher, auch meine Freunde.

B4B SCHWABEN: Was verbindet Sie persönlich mit der Stadt Augsburg und was ist Ihnen für die Stadt besonders wichtig?

Dirk Wurm: Augsburg ist meine Heimat. Ich habe es genossen, ein paar Jahre in München und Berlin leben und lernen zu dürfen, doch für Augsburg schlägt mein Herz höher. Das vielfältige Angebot an Sport, Natur, Kultur, die kurzen Wege, die Schönheit aus Tradition und Moderne. Wir leben gerne hier! Besonders wichtig ist mir, dass Augsburg möglichst all seinen Bürgerinnen und Bürgern Chancen zur persönlichen Weiterentwicklung bietet, sowohl in privater, sozialer, wie auch wirtschaftlicher Hinsicht. Denn neben den „natürlichen“ Schönheiten unserer Stadt sind genau diese Entwicklungsmöglichkeiten, die eine Stadt wirklich lebenswert machen. 

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Dirk Wurm: Ich sehe mich eher als Vermittler zwischen unterschiedlichen Interessenslagen, z. B. zwischen Fußgängern und Radfahrern oder Anwohnern und Gastronomiebesuchern. Das Ziel meiner Bemühungen ist die Herstellung einer gewissen Ordnung im öffentlichen Raum, welche die persönliche Freiheit des Einzelnen nicht unverhältnismäßig stark einschränkt. Es braucht eine Ordnung im öffentlichen Raum, denn ohne diese ist die Erzielung des Gemeinwohls, der Grundauftrag für alle politisch tätigen Menschen in unserer Stadt schlechthin, nicht umsetzbar.

Mit Kritik ist es wie mit Regentagen. Man mag sie nicht besonders, aber sie gehören zum Leben dazu und sind notwendig. Ich höre mir jede Kritik an, reflektiere sie und stelle dabei auch immer wieder fest, dass das eigene Handeln niemals fehlerfrei sein kann. Solange die Kritik konstruktiv ist, habe ich damit überhaupt kein Problem; bei persönlich verletzender Kritik habe ich mir schon am ersten Tag meiner Amtszeit vorgenommen, diese nicht zu nah an mich rankommen zu lassen.

B4B SCHWABEN: Mit dem Dönerverbot hat die Stadt Augsburg deutschlandweit Schlagzeilen gemacht. Wie stehen Sie persönlich dem ewigen Thema „Maxstraße“ gegenüber? Welche Strategie verfolgen Sie?

Dirk Wurm: Die Maximilianstraße wird die Augsburgerinnen und Augsburger immer bewegen und das ist auch gut so. Sie ist das Herzstück unserer Stadt, das so vielfältig genutzt wird, wie nur ganz wenig andere Bereiche in der Innenstadt. Eine wunderschöne historische Bebauung, die sowohl gewerblich als auch wohnlich genutzt wird, trifft auf den berechtigten Wunsch junger und junggebliebener Augsburgerinnen und Augsburger, sich vorwiegend am Wochenende und abends zu treffen und zu amüsieren. Dies bringt natürlicherweise gewisse Konflikte mit sich. Entscheidend ist dabei auch wieder die Verhältnismäßigkeit. Ich vergleiche dies immer mit der eigenen Wohnsituation: Wenn mein Nachbar einmal in der Woche für 30 Minuten laut Musik hört, habe ich damit kein Problem. Hört er jeden Abend stundenlang laut Musik, dann wird es zum Problem. Dies gilt auch für den öffentlichen Raum und die Maximilianstraße. Es braucht immer wieder die Bereitschaft aller Akteure, ein Stück weit aufeinander Rücksicht zu nehmen. Mit einer Flut an Regelungen lässt sich diese Rücksichtnahme nicht herstellen. Regeln können nur den Rahmen definieren, nicht aber jeden Einzelfall bestimmen.

Konkret bedeutet dies, dass wir durch eine weitere Dezentralisierung der Taxistände rings um die Maximilianstraße versuchen, den Taxisuchverkehr, aktuell eine der größten Lärmquellen, deutlich zu dezimieren. Auch überprüfen wir immer wieder die Einhaltung der Fahrgeschwindigkeit von 20 km/h, denn die Emissionswerte des Straßenverkehrs auf Grund des Kopfsteinpflasters sind bei zu schnellem Fahren doch erheblich. Darüber hinaus machen sowohl der Ordnungsdienst als auch die Polizei einen sehr guten Job, der deutlich zu einer Beruhigung der Gesamtsituation beigetragen hat. Diesen Weg wollen und werden wir so auch weitergehen.

B4B SCHWABEN: Legen Sie zu Hause besonders großen Wert auf Ordnung oder genießen Sie es, auch einmal unordentlich sein zu dürfen?

Dirk Wurm: Mal unordentlich sein zu dürfen, wäre schön, ist allerdings auch zuhause eher schwierig. Zum einen hätte meine Frau etwas dagegen – und zwar vollkommen zu Recht – und zum anderen möchte ich ja auch ein Vorbild für unsere zwei Kinder sein.

B4B SCHWABEN: Was haben Sie sich für Ihre Amtszeit vorgenommen, welches Ziel möchten Sie erreichen?

Dirk Wurm: Ich möchte bis 2020 eine sinnvolle Verknüpfung der Themenfelder Gesundheit und Sport erzielen, d. h. präventive Angebote sowohl für die ganz Jungen in unserer Stadt als auch für Seniorinnen und Senioren stärken. Dafür braucht es referatsübergreifend eine guten Zusammenarbeit, gerade was die Nutzung von Grünflächen und des öffentlichen Raums in sportlich-präventiver Hinsicht angeht. Zweitens setzte ich mich voll und ganz dafür ein, dass unsere Verwaltung noch bürgerfreundlicher wird, das Online-Angebote ebenso ausgebaut werden, wie die Dezentralisierung von Dienstleistungen im Stadtgebiet, denn die Verwaltung muss heute nah bei den Bürgerinnen und Bürgern sein, um als der Partner wahrgenommen zu werden, der sie tatsächlich ist. Drittens steht die Sanierung des Stadtmarktes an. Hier ist leider in den letzten Jahren zu wenig passiert und neben der Maximilianstraße schlägt das Herz der Innenstadt sicherlich auf dem Augsburger Stadtmarkt. Und last but not least möchte ich, dass unsere Feuerwehren in Augsburg in Zukunft über eine Ausstattung verfügen, die den Anforderungen unserer Zeit entspricht – sowohl in baulicher wie in technischer Hinsicht. Dies wird aufgrund der schwierigen Finanzlage der Stadt nicht einfach.

B4B SCHWABEN: Wo sehen Sie sich selbst in fünf Jahren? Möchten Sie weiter in Augsburg bleiben?

Dirk Wurm: Wie gesagt, meine Familie und ich leben gerne in Augsburg und aktuell gehe ich auch davon aus, dass sich daran so schnell nichts ändern wird und ich in 5 Jahren immer noch in Augsburg arbeite und lebe.

B4B SCHWABEN: Ganz spontan in 15 Sekunden: 3 tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben?

Dirk Wurm: Hertha Hiemer, Albert Loderer und Alt-Ob Hans Breuer.

B4B SCHWABEN: Falls Sie heute Abend noch nichts vorhaben, würden Sie mich auf das Konzert von Prince in London begleiten?

Dirk Wurm: Super gerne, wann geht’s los?

B4B SCHWABEN: :) Vielen Dank für das freundliche Gespräch!

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