Folge 78: Christian Balletshofer

101 Köpfe: „Einen typischen Tagesablauf habe ich nicht“

Christian Balletshofer, Geschäftsführer der Bäckerei – Konditorei Balletshofer. Foto: Christian Balletshofer

Christian Balletshofer teilt sich mit seinen Geschwistern und Eltern die Geschäftsführung der Bäckerei – Konditorei Balletshofer. Im 101 Köpfe Interview mit B4B SCHWABEN verrät er, warum seine Tage im Familienunternehmen auch mal länger werden können, welche Neuheiten geplant sind und welches Gebäck den Augsburgern am besten schmeckt.


Name: Christian Balletshofer
Alter: 36
Position: Geschäftsführer
Unternehmen: Bäckerei Konditorei Balletshofer GmbH
Hobbys: Mein Job!


B4B SCHWABEN: Herr Balletshofer, neben 23 Bäckereifilialen betreiben Sie mit dem Grill’n’Chill am Kobelweg auch ein neuartiges Restaurant. Entwickeln Sie sich neben dem Bäckerhandwerk immer mehr in Richtung Gastronomie?

Christian Balletshofer: Bäcker sind schon lange Gastronomen. Früher konnte man beim Bäcker Brezen und Brötchen kaufen und mittlerweile ist es zur Normalität geworden, dass man warme Snacks, Sandwiches und Salate in den Theken findet. Mit dem Konzept „Grill’n Chill“ gehen wir natürlich noch einen Schritt weiter in die Vollgastronomie. Die Kombination Bäckerei mit Gastronomie bietet sich an und im August werden wir ein weiteres Gastrokonzept in Gersthofen eröffnen. Deutlich kleiner wie das „Grill’n Chill“ und alles zur Selbstbedienung bis 21 Uhr. Was wir dort anbieten, bleibt noch unser Geheimnis, aber es wird „Balletshofer Flame“ heißen.

B4B SCHWABEN: Gibt es einen Traum, den Sie mit Ihrem Schaffen verfolgen?

Balletshofer: Natürlich gibt es einen Traum, bzw. viele Träume, und ich bin in der glücklichen Lage, dass ich diese auch umsetzen kann und darf. Ein Traum war das „Grill'n ‘Chill" und es ist sehr schön, zu sehen, dass es bei den Gästen gut ankommt. Jeder Mensch braucht Träume und Ziele in seinem Leben, denn diese sind unser Antrieb. Wir haben natürlich auch betriebsinterne Ziele, aber im Großen und Ganzen sind wir sehr glücklich mit der momentanen Lage.

B4B SCHWABEN: Sie leiten das Familienunternehmen gemeinsam mit Ihren zwei Brüdern, Ihrer Schwester und Ihren Eltern. Wie darf man sich die Zusammenarbeit vorstellen?

Balletshofer: Die Zusammenarbeit ist super. Jeder hat seinen Bereich, um den er sich kümmert. Die Bereiche wurden auch nicht groß abgesprochen, sondern es hat sich herauskristallisiert, wer was gerne macht. So ist mein Bruder Michael für das Kassensystem, Finanzen und die Warenwirtschaft zuständig. Mein Bruder Thomas für die Produktion und Expansion, meine Schwester Nicole für das Verkaufspersonal, Einsatzplanung, Warenpräsentation und Service, mein Vater für die Feinproduktion, Wareneinkauf und technische Angelegenheiten und ich für Marketing, Konditorei und Gastronomie zuständig. Meine Mama kümmert sich eigentlich um die Logistik und das Büro, aber genaugenommen ist sie die Anlaufstation für alle anfallenden Probleme – sozusagen, die gute Seele des Betriebes.

B4B SCHWABEN: Welchen Einfluss hat es auf das Familienleben, wenn alle Mitglieder im Familienbetrieb tätig sind?

Balletshofer: Wir werden oft gefragt, ob es da nicht große Probleme gibt, aber ich kann nur positive Aspekte daraus ziehen. Ich kann mich auf meine Geschwister und natürlich auch auf meine Eltern voll verlassen und ganz wichtig, ihnen voll vertrauen. Zudem sehe ich meine Familie den ganzen Tag und wenn man sich gut versteht, wie das bei uns der Fall ist, ist das sehr positiv. Trotzdem freut man sich noch auf die Familienfeste, vor allem, weil man dann Zeit hat und über private Dinge sprechen kann, was im stressigen Geschäftsalltag schon einmal auf der Strecke bleibt.

B4B SCHWABEN: Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus?

Balletshofer: Nachdem ich nicht mehr in der Produktion tätig bin, darf ich ausschlafen und komme erst so zwischen 6 und 7 Uhr morgens in die Arbeit, Feierabend ist um ca. 18 Uhr. Ab und zu helfe ich auch im Grill’n Chill aus und dann kann der Tag noch ein bisschen länger werden. Einen typischen Tagesablauf habe ich nicht, es fallen jeden Tag andere Arbeiten an. Nachdem ich mich oft um den Aufbau von neuen Sachen kümmere, wie damals das Grill’n Chill, die Sterndl’Alm, den Chill Berry oder jetzt das Flame, kann man hier nicht von einer Routine sprechen. Die Grobe Arbeit hierzu mache meistens ich und die Feinentscheidung treffen wir dann natürlich zusammen.

B4B SCHWABEN: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten, wenn Sie einmal nicht arbeiten?

Balletshofer: Urlaub mache ich nur, wenn ich auch wegfahre. Das kommt meistens zweimal im Jahr vor. In meiner Freizeit gehe ich gerne ins Fitness oder zum Laufen, ins Stadion zum FCA und AEV, verbringe gern einen gemütlichen Abend mit meiner lieben Freundin beim Essen oder auf der Couch. Und einmal am Wochenende gehen wir zum Feiern.

B4B SCHWABEN: Konnten Sie sich in jungen Jahren vorstellen, dort zu stehen, wo Sie heute sind?

Balletshofer: Eigentlich ja. Für mich – und da kann ich glaub ich auch für meine Geschwister sprechen – war es schon immer klar, dass wir in das elterliche Unternehmen einsteigen und dieses auch weiterführen. Es ist eine tolle Branche mit allen Möglichkeiten. Dass wir uns auch in den gastronomischen Bereich entwickeln war für mich früher noch nicht klar, aber es ist gut so, wie es gekommen ist. 

B4B SCHWABEN: Dürfen/wollen/können Sie uns verraten, welche Backwaren den Augsburgern am besten schmecken?

Balletshofer: Das ist ganz klar unsere Breze. Die Breze ist unser 1A-Artikel und wird noch mehr gekauft als unsere Goldsemmel.

B4B SCHWABEN: Ganz spontan in 30 Sekunden: Drei tolle Persönlichkeiten aus der Region Bayerisch-Schwaben.

Balletshofer: Brecht, Fugger und das Kasperle.

B4B SCHWABEN: Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?

Balletshofer: Eigentlich da, wo es jetzt auch ist. Ein bisschen größer, ein paar schöne „Balletshofer Flame’s“ und eventuell noch mit einem weiteren „Grill’n Chill“.

B4B SCHWABEN: Und wo sich selbst?

Balletshofer: Ich denke immer noch als Geschäftsführer der Balletshofer GmbH, denn für die Rente ist es noch 30 Jahre zu früh. Vielleicht verheiratet? Vielleicht mit Kindern? Private Pläne sollte man privat halten. ;-)

B4B SCHWABEN: Wenn Sie könnten, würden Sie in Ihrem Leben irgendetwas anders machen?

Balletshofer: Nein.

B4B SCHWABEN: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

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Christian Balletshofer, Geschäftsführer der Bäckerei – Konditorei Balletshofer. Foto: Christian Balletshofer

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Name: Christian Balletshofer
Alter: 36
Position: Geschäftsführer
Unternehmen: Bäckerei Konditorei Balletshofer GmbH
Hobbys: Mein Job!


B4B SCHWABEN: Herr Balletshofer, neben 23 Bäckereifilialen betreiben Sie mit dem Grill’n’Chill am Kobelweg auch ein neuartiges Restaurant. Entwickeln Sie sich neben dem Bäckerhandwerk immer mehr in Richtung Gastronomie?

Christian Balletshofer: Bäcker sind schon lange Gastronomen. Früher konnte man beim Bäcker Brezen und Brötchen kaufen und mittlerweile ist es zur Normalität geworden, dass man warme Snacks, Sandwiches und Salate in den Theken findet. Mit dem Konzept „Grill’n Chill“ gehen wir natürlich noch einen Schritt weiter in die Vollgastronomie. Die Kombination Bäckerei mit Gastronomie bietet sich an und im August werden wir ein weiteres Gastrokonzept in Gersthofen eröffnen. Deutlich kleiner wie das „Grill’n Chill“ und alles zur Selbstbedienung bis 21 Uhr. Was wir dort anbieten, bleibt noch unser Geheimnis, aber es wird „Balletshofer Flame“ heißen.

B4B SCHWABEN: Gibt es einen Traum, den Sie mit Ihrem Schaffen verfolgen?

Balletshofer: Natürlich gibt es einen Traum, bzw. viele Träume, und ich bin in der glücklichen Lage, dass ich diese auch umsetzen kann und darf. Ein Traum war das „Grill'n ‘Chill" und es ist sehr schön, zu sehen, dass es bei den Gästen gut ankommt. Jeder Mensch braucht Träume und Ziele in seinem Leben, denn diese sind unser Antrieb. Wir haben natürlich auch betriebsinterne Ziele, aber im Großen und Ganzen sind wir sehr glücklich mit der momentanen Lage.

B4B SCHWABEN: Sie leiten das Familienunternehmen gemeinsam mit Ihren zwei Brüdern, Ihrer Schwester und Ihren Eltern. Wie darf man sich die Zusammenarbeit vorstellen?

Balletshofer: Die Zusammenarbeit ist super. Jeder hat seinen Bereich, um den er sich kümmert. Die Bereiche wurden auch nicht groß abgesprochen, sondern es hat sich herauskristallisiert, wer was gerne macht. So ist mein Bruder Michael für das Kassensystem, Finanzen und die Warenwirtschaft zuständig. Mein Bruder Thomas für die Produktion und Expansion, meine Schwester Nicole für das Verkaufspersonal, Einsatzplanung, Warenpräsentation und Service, mein Vater für die Feinproduktion, Wareneinkauf und technische Angelegenheiten und ich für Marketing, Konditorei und Gastronomie zuständig. Meine Mama kümmert sich eigentlich um die Logistik und das Büro, aber genaugenommen ist sie die Anlaufstation für alle anfallenden Probleme – sozusagen, die gute Seele des Betriebes.

B4B SCHWABEN: Welchen Einfluss hat es auf das Familienleben, wenn alle Mitglieder im Familienbetrieb tätig sind?

Balletshofer: Wir werden oft gefragt, ob es da nicht große Probleme gibt, aber ich kann nur positive Aspekte daraus ziehen. Ich kann mich auf meine Geschwister und natürlich auch auf meine Eltern voll verlassen und ganz wichtig, ihnen voll vertrauen. Zudem sehe ich meine Familie den ganzen Tag und wenn man sich gut versteht, wie das bei uns der Fall ist, ist das sehr positiv. Trotzdem freut man sich noch auf die Familienfeste, vor allem, weil man dann Zeit hat und über private Dinge sprechen kann, was im stressigen Geschäftsalltag schon einmal auf der Strecke bleibt.

B4B SCHWABEN: Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus?

Balletshofer: Nachdem ich nicht mehr in der Produktion tätig bin, darf ich ausschlafen und komme erst so zwischen 6 und 7 Uhr morgens in die Arbeit, Feierabend ist um ca. 18 Uhr. Ab und zu helfe ich auch im Grill’n Chill aus und dann kann der Tag noch ein bisschen länger werden. Einen typischen Tagesablauf habe ich nicht, es fallen jeden Tag andere Arbeiten an. Nachdem ich mich oft um den Aufbau von neuen Sachen kümmere, wie damals das Grill’n Chill, die Sterndl’Alm, den Chill Berry oder jetzt das Flame, kann man hier nicht von einer Routine sprechen. Die Grobe Arbeit hierzu mache meistens ich und die Feinentscheidung treffen wir dann natürlich zusammen.

B4B SCHWABEN: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten, wenn Sie einmal nicht arbeiten?

Balletshofer: Urlaub mache ich nur, wenn ich auch wegfahre. Das kommt meistens zweimal im Jahr vor. In meiner Freizeit gehe ich gerne ins Fitness oder zum Laufen, ins Stadion zum FCA und AEV, verbringe gern einen gemütlichen Abend mit meiner lieben Freundin beim Essen oder auf der Couch. Und einmal am Wochenende gehen wir zum Feiern.

B4B SCHWABEN: Konnten Sie sich in jungen Jahren vorstellen, dort zu stehen, wo Sie heute sind?

Balletshofer: Eigentlich ja. Für mich – und da kann ich glaub ich auch für meine Geschwister sprechen – war es schon immer klar, dass wir in das elterliche Unternehmen einsteigen und dieses auch weiterführen. Es ist eine tolle Branche mit allen Möglichkeiten. Dass wir uns auch in den gastronomischen Bereich entwickeln war für mich früher noch nicht klar, aber es ist gut so, wie es gekommen ist. 

B4B SCHWABEN: Dürfen/wollen/können Sie uns verraten, welche Backwaren den Augsburgern am besten schmecken?

Balletshofer: Das ist ganz klar unsere Breze. Die Breze ist unser 1A-Artikel und wird noch mehr gekauft als unsere Goldsemmel.

B4B SCHWABEN: Ganz spontan in 30 Sekunden: Drei tolle Persönlichkeiten aus der Region Bayerisch-Schwaben.

Balletshofer: Brecht, Fugger und das Kasperle.

B4B SCHWABEN: Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?

Balletshofer: Eigentlich da, wo es jetzt auch ist. Ein bisschen größer, ein paar schöne „Balletshofer Flame’s“ und eventuell noch mit einem weiteren „Grill’n Chill“.

B4B SCHWABEN: Und wo sich selbst?

Balletshofer: Ich denke immer noch als Geschäftsführer der Balletshofer GmbH, denn für die Rente ist es noch 30 Jahre zu früh. Vielleicht verheiratet? Vielleicht mit Kindern? Private Pläne sollte man privat halten. ;-)

B4B SCHWABEN: Wenn Sie könnten, würden Sie in Ihrem Leben irgendetwas anders machen?

Balletshofer: Nein.

B4B SCHWABEN: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

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